Dieser Roman war mein erster Rollins und wurde mein letzter.
Der Beginn gefiel mir bis zur Mitte hindurch so sehr, dass ich noch auf einer Party ganz aufgeregt über dieses Buch mit einer Freundin redete. ...
Dieser Roman war mein erster Rollins und wurde mein letzter.
Der Beginn gefiel mir bis zur Mitte hindurch so sehr, dass ich noch auf einer Party ganz aufgeregt über dieses Buch mit einer Freundin redete. Für die Party hatte ich extra das Buch zur Seite legen müssen.
Was mich jedoch tief enttäuscht hat, war das Ende. Es war so unsinnig in meinen Augen und zu sehr an den Haaren herbei gezogen, dass ich selten von einem noch zuvor so lange geschwärmten Buch so fallengelassen wurde.
Wer etwas in Richtung Sci-Fi und Fantasy gern abdriftet, dem kann ich es empfehlen. Wer wie ich jedoch gern in der Realität bleibt, der sollte einen großen Bogen um das Buch machen.
Bode zieht in dem Werk viele Vergleiche wie beispielsweise zu Denver Clan und Dallas und dann noch zu etlichen Zeitschriften, Personen und Fernsehsendungen. Wer sich damit nicht auskennt, wird das Buch ...
Bode zieht in dem Werk viele Vergleiche wie beispielsweise zu Denver Clan und Dallas und dann noch zu etlichen Zeitschriften, Personen und Fernsehsendungen. Wer sich damit nicht auskennt, wird das Buch und die meisten der Witze (wie ich) einfach nicht verstehen. Und die Punkte, die ich verstanden habe, na ja die haben mir oft nicht gefallen, weil sie zu überzogen, zu gewollt witzig waren meiner Meinung nach.
Da ich leider in meinen Augen zu viele offensichtliche Witze nicht auf Anhieb verstanden habe, würde ich das Buch eher der Generation von Bode empfehlen. Es ist sicherlich alles ganz lustig, wenn man sich mit den angesprochenen Themen auskennt. Der Beginn hat mich meist sogar amüsiert und auch gegen Ende musste ich ein, zweimal schmunzeln. Aber das wäre mir jetzt doch zu wenig, um es einer gleichaltrigen Freundin (um die 30) guten Gewissens zu empfehlen.
Fazit: Gute Unterhaltung? Wahrscheinlich, wenn man sich wie Bode gern über Trash TV aufregt. Ich dagegen sehe es mir ganz einfach nicht an, um mich eben nicht umsonst aufzuregen.
Auch das Beleidigende war mir auf Dauer einfach zu viel. Nicht mein Humor.
In Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes geht es um Louisa Clark, die sich, obwohl sie erwachsen ist, immer noch anzieht wie im Kindergarten und dennoch zu 100% bei klärem Verstand ist. Vollkommen unrealistisch. ...
In Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes geht es um Louisa Clark, die sich, obwohl sie erwachsen ist, immer noch anzieht wie im Kindergarten und dennoch zu 100% bei klärem Verstand ist. Vollkommen unrealistisch. Will dagegen sitzt seit einem Mororradunfall im Rollstuhl. Nachdem Lou als bezahlte Nanny für ihn engagiert ist und für genügend Unterhaltungsprogramm sorgen soll, verlieben sie sich ineinander, obwohl Lou ja eigentlich noch in einer festen Beziehung steckt...
Hauptziel ihres Jobs, so erfährt sie sehr spät, ist eigentlich jedoch ein komplett anderes.
SPOILER: Sie schafft es nicht ihn umzustimmen.
Ich konnte es nicht fassen, wie dieses Werk so durch die Decke gehen konnte. Ich finde das Thema wirklich wichtig, aber dem Fazit, das Moyes zieht, konnte ich absolut nicht zustimmen. Jedes Leben ist lebenswert und ein Todeswunsch ist ein Hilfeschrei!
Moyes hätte viel mehr erreicht, indem sie nicht nur auf all die Barrieren hingewiesen hätte, sondern auch einen fiktiven Appell ubd eine Änderung dieser herbeigeführt hätte, indem sie eben einen Fußabdruck von Will in die Welt setzt. Beispielsweise schwärnt Will über die Stadt Paris, in der er so gern war - vor dem Unfall. Seitdem ist er der Stadt ferngeblieben, da Paris eine Stadt voller Pflastersteine ist und so kein Rollstuhlfahrer jemals solch eine Reise richtig problemlos genießen könnte. Selbst ich habe seit dem Lesen bemerkt, dass es so viele Stolperwege gibt. Das ist schade. Doch Slebstmord halte ich nicht für die ideale Lösung.
Ich bin ein großer Fan des Verlags, jedoch definitiv Besseres gewohnt. "Cutie and the Beast" war ein Schuss in den Ofen.
Inhaltlich geht es um die 17-jährige Schülerin Momo, die sich in den 29-jährigen ...
Ich bin ein großer Fan des Verlags, jedoch definitiv Besseres gewohnt. "Cutie and the Beast" war ein Schuss in den Ofen.
Inhaltlich geht es um die 17-jährige Schülerin Momo, die sich in den 29-jährigen Wrestler Kuga verliebt. Beide starten sich auf twitter Nachrichten zu schreiben, bis sie sich nach einem Spiel zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht treffen - was gefühlt nur 30 Sekunden gedauert hat.
Auch ihr nächstes Treffen ist nur von kurzer Dauer und doch haben sich beide unsterblich verliebt...
Was mich hier am meisten gestört hat, war, dass die beiden Protagonisten sich nicht wirklich kennenlernen und dennoch die Beziehung sofort alle Stränge sprenkt. Etwas mehr Kennenlernen, hätte mir viel mehr gefallen. Zudem gab es zwei Punkte, bei denen ich mir dachte: Das ist ein schlechtes Vorbild für Jugendliche. Das sollte man kritisch hinterfragen und vor allem nicht so positiv darstellen oder unter den Teppich kehrend ignorieren.
Auch von den Zeichnungen her, bin ich viel mehr Talent gewohnt. Alles in allem waren diese nur blass und sehr schnell gezeichnet. Wirklich viel Tiefe sah man weder in den Zeichnungen noch in dem Inhalt.
Bin daher etwas enttäuscht und hatte definitiv mehr erwartet.
Mit Rosarotes Glück liefert Sideropoulos leider nicht wirklich einen Ratgeber sondern mehr ihre Autobiographie. Und wenn das Buch darunter verkauft wre, wäre es wohl auch 5 Sterne geworden, aber so ist ...
Mit Rosarotes Glück liefert Sideropoulos leider nicht wirklich einen Ratgeber sondern mehr ihre Autobiographie. Und wenn das Buch darunter verkauft wre, wäre es wohl auch 5 Sterne geworden, aber so ist dem leider nicht.
Während 90% des Buchs ihre Biographie ausmacht, sind es leider nur etwa 10 Prozent tatsächliche Ratgeber. Und da hat sie einfach zu jedem Thema etwas zu sagen. Kindererziehung, Karriere, Freundschaft, Aufräumen, etc.
Was mich gestört hat, war, dass sie bei allen Themen wenigstens immer erwähnt hat, woher sie diesen und jenen Ratschlag hat, so erwähnt sie ihre von Marie Kondo kopierte Aufräummethode nicht namentlich. Das ist falsch und verlogen.
Auch stilistisch ging sie mir mit ihren Wiederholungen "Jakob sagt immer..." etwas auf die Nerven.
Von der Optik und Haptik und vom Design her ist das Buch wirklich sehr hochwertig und mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Jedoch ist das den Designern zu verdanken. Susan selbst hätte sich einen großen Gefallen getan, wenn sie ebenfalls nach 1x runterschreiben sich das Buch noch einmal durchgelesen hätte. So hätte sie vielleicht ihre kleinen Details, die verwirrend sind, bemerkt und auch die undurchsichtige Chronologie etwas aufgearbeitet. Zudem hätte sie sich bei den Ratschlägen vielleicht wirklich nur auf ihr größtes Problem "Glück" und "Mila-Desaster", wodurch sie in eine tiefe Sinnkrise gefallen ist, fokussieren können.
Jedoch würde ich beispielsweise kaum etwas von ihren Erziehungsmethoden annehmen (auch wenn ich kinderfrei bin), denn sie selbst hatte in ihrer Kindheit wirklich alles bekommen und hat so niemals mit Konsequenzen zu leben oder Fehlschläge einzustecken gelernt. Ihre Eltern haben sie dabei unterstützt die Schule zu schwänzen, um auf Konzerte zu gehen. Und das lobt sie dann auch noch statt jetzt im Nachhinein als Erwachsene das kritische zu hinterfragen... Daher war dann natürlich ihre Flop-Serie so ein großes Desaster auf einmal. Sie kannte so etwas ja in ihren ersten 35 Jahren noch gar nicht!
Das wahre, harte Leben kennt sie bis dahin einfach nicht. Schon in ihrer Kindheit hat sie 4x (im Sommer und Winter im Camp für Juden, im Sommer parallel wie auch immer auch stets wochenlang im Urlaub bei der Tante in Griechenland und dann noch im Oktober zu ihrem Geburtstag in Tel Aviv -hier das Detail: Wie lang ist ihr Sommer, wenn sie sowohl in einem Camp als auch in GR bei einer Tante ist?!) im Jahr Urlaub gemacht. Mit so einer Person kann ein einfacher Bürger sich einfach nicht identifizieren. Da kann sie auch nicht wirklich diesen Menschen Ratschläge erteilen.
Auch die Sprüche, die in dem Buch herausstechen sind meist nur bekannte Kalendersprüche, die ich auf Instagram schon x-fach gesehen habe. Bspw: "Leben ist das, was passiert, während du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden." Gibt es sicher 1Mio mal auf Insta. Wirklich innovativ ist sie also nicht. Und gleichzeitig ist es etwas doppelzüngig von ihr hin und wieder Social Media auch noch zu kritisieren.
Die einzigen zwei Dinge, die ich daher aus dem Buch mir mitnehme sind die Ratschläge "Jetzt" (Verschiebe nichts auf gleich oder morgen etc.) und "Feile an deinen Stärken, statt deine Schwächen zu beheben, was nur frustriert und du deine Stärken womöglich gleichzeitig verlierst." Daher auch nur 2 Sterne. Wenn man allein die Ratgeber, die sie erwähnt liest, hat man sicher mehr davon als von ihren Zusammenfassungen, die aufgrund ihrer Knappheit nicht langfristig im Hirn bleiben werden. Ein griechisches Kochbuch von ihr mit kurzen Anekdoten aus ihrem Leben darin hätte mir besser gefallen.