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Veröffentlicht am 28.03.2021

Der vielversprechender Auftakt einer wundervoll ungewöhnlichen Fantasytrilogie...

Scholomance – Tödliche Lektion
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„Scholomance – Tödliche Lektion“ ist ein besonders Buch… und vor allem ist es kein gewöhnliches Buch über Zauberer und Hexen und eine Magierschule. Es ist vollkommen anders als man erwartet – ganz und ...

„Scholomance – Tödliche Lektion“ ist ein besonders Buch… und vor allem ist es kein gewöhnliches Buch über Zauberer und Hexen und eine Magierschule. Es ist vollkommen anders als man erwartet – ganz und gar unerwartet anders. Aber richtig gut!

Naomi Novik konnte mich sofort abholen und direkt in die Scholomance verfrachten, wo ich gemeinsam mit El eine Menge erlebt habe. Mir hat es gefallen, dass es alles andere als banal und simpel war, man muss sich in diese Schule schon ein bisschen reinfuchsen, weil das Ganze mit einer Menge Raffinesse und Liebe zum Detail erschaffen wurde. Aber wenn man sich darauf einlässt, macht genau das die Geschichte auch aus.

Ohne Figuren wäre diese Geschichte natürlich trotzdem nicht mal halb so wundervoll. Denn in diesem Buch ist wirklich jeder einzelne so individuell und großartig. Die Namen kann man nicht immer aussprechen, aber die Charaktere dahinter sind allesamt toll!

Selten habe ich mit einer Protagonistin wie Galadriel so mitgefiebert und ja – tatsächlich sogar sympathisiert. Sie ist nämlich meistens alles andere als freundlich und liebenswürdig, was es am Anfang vielleicht schwierig erscheinen lässt, sie zu mögen, letztendlich aber alles andere als ein Hexenwerk ist.

Im Grunde hat die Autorin sich ein altbekanntes Thema geschnappt – Zauberer und Hexen – sie in ein nur allzu bekanntes Umfeld gesteckt – eine Schule – sodass man einfach von Anfang an schon Feuer und Flamme für diese Geschichte sein muss. Und dann hat sie alles auf den Kopf gestellt, einmal gut durchgemixt und währenddessen noch ne Menge dazu gepackt, was man hier nicht erwarten würde und … zack … haben wir eine Schule im Nichts, ohne Lehrer, aus der man nur wieder lebend herauskommt wenn man eine Abschlussprüfung besteht, die es in sich hat und eine Protagonistin, die einerseits mit ziemlich viel Wut, Genervtheit und Sarkasmus, anderseits aber auch mit jeder Menge Bodenständigkeit, Bescheidenheit und einem wirklichen guten Herzen ausgestattet ist. Ach ja … und die das Potenzial hätte, die mächtigste aber auch schrecklichste Hexe überhaupt zu werden, alles mit einem Wimpernzucken in Schutt und Asche zu legen und die das aber um jeden Preis verhindern will. Wenn das allein nicht schon mega gut klingt…

Noch dazu ist der Schreibstil der Autorin wirklich klasse. Diese Mischung aus Komplexität und Verständlichkeit. Ihre (oder vor allem) Els humorvolle oder zumindest sarkastische Art.
Für mich ist dieses Buch fast schon ein Kunstwerk, weil es so anders ist für dieses Genre. Weil mit unausgesprochenen Regeln gebrochen wird. Es wird im Präsens aus Els Sicht erzählt und sie spricht zu den Leser
innen!! Ich hätte nie gedacht, dass das im Fantasygenre auf diese Art und Weise so gut funktionieren kann. Natürlich wird Naomi Novik nicht die erste und einzige sein, die das je gemacht hat, aber dennoch ist es etwas, das man selten liest und erfährt. Und genau das macht die Reise durch diese Geschichte so aufregend. Als Leser*in, die zu einem Fantasybuch greift, kennt man das nicht so. Man ist anderes gewöhnt und ich glaube, dass es auch das ist, was dieses Buch zu dem macht, was es letztendlich ist.

Es macht so unglaublich viel SPAß, es zu lesen. Das ist wirklich verrückt. Eben nicht nur weil die Geschichte spannend ist und die ein oder andere Überraschung bereithält, sondern auch weil sie einen außerhalb des Inhalts immer wieder überrascht und – so ging es mir zumindest – einfach fasziniert. Diese Geschichte ist schlichtweg absolut erfrischend.

Eine klitzekleine Sache ist mir aber dann doch negativ aufgefallen: Die Kapitel finde ich ziemlich lang. Das ist jetzt natürlich Geschmacksache, aber ich denke man könnte aus dem ein oder anderen Kapitel zwei machen und das würde das ganze mehr strukturieren und etwas angenehmer machen. Aber das ist natürlich kein Kritikpunkt an der Geschichte selbst.

Am Ende möchte ich aber doch noch was zum Schluss dieses Buches sagen, damit ihr darauf gefasst seid: Das Ende ist fies. So unendlich fies. Damit hat sie mich zerstört. Ich habe den letzten Satz mehrmals gelesen. Ich musste ihn mehrmals lesen, sonst hätte ich nicht geglaubt, dass man so gemein sein kann xD Aber leider hat er sich nicht verändert. Wie um alles in der Welt soll ich es bis zu Band 2, der im Oktober erscheint, durchhalten?!

(Eigentlich bin ich ein Fan von Cliffhangern und dieser war das i-Tüpfelchen! Und im Grunde brauch ich mich nicht wundern, schließlich steht im ersten Abschnitt meiner Rezension: Dieses Buch ist unerwartet (anders). Ich hätte es mir also streng genommen denken können, aber dann wäre es ja nicht so wundervoll unerwartet gewesen )

Band 1 verspricht jedenfalls eine großartige Fantasytrilogie, die man sich einfach nicht entgehen lassen darf. Ich kann es nur jedem empfehlen, der ein kleines bisschen Lust auf diese Geschichte hat! Sie wird dich nicht enttäuschen!

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Veröffentlicht am 21.03.2021

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber Band 2 hat Band 1 vielleicht sogar noch übertroffen…

What if we Stay
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Bei diesem Buch hat wirklich alles gestimmt… für mich war es ein absolutes New-Adult-Romance Highlight und dabei kann ich meine Worte zu Band 1 eigentlich nur wiederholen!

Sarah Sprinz ist eine unglaublich ...

Bei diesem Buch hat wirklich alles gestimmt… für mich war es ein absolutes New-Adult-Romance Highlight und dabei kann ich meine Worte zu Band 1 eigentlich nur wiederholen!

Sarah Sprinz ist eine unglaublich talentierte junge Autorin und zählt durch diese Reihe schon jetzt zu meinen Lieblingsautorinnen.

In Band 2 der What-if-Reihe geht es um Amber und Emmett, die wir ja schon in „What if we drown“ kennenlernen durften. Und dabei hätte ich nie im Leben gedacht, dass diese beiden Laurie und Sam übertreffen könnten, aber... ich wurde eines Besseren belehrt…

Die Entwicklung, die Amber und Emmett während des gesamten Buches durchmachen ist so toll. Ohne diese Entwicklung hätte ich Amber vermutlich auch nie so sehr gemocht, wie ich es getan habe.

Wer Emmett nicht sofort in sein Herz schließt, der hat vermutlich erst gar keines. Er ist so … Emmett. Man kann ihn gar nicht so richtig beschreiben, man muss ihn einfach kennenlernen! Auf jeden Fall ist er mit Schuld daran, dass ich dieses Buch so geliebt habe.

Laurie und Sam sind tatsächlich auch als Nebencharaktere richtig klasse. Generell ist wieder mal jede einzelne Figur in diesem Buch unglaublich und trägt ihren ganz eigenen Teil dazu bei, diese Geschichte zu der zu machen, die sie letzten Endes ist.

Trotzdem würden sich Amber, Emmett, Laurie, Sam, Hope und die anderen vergeblich bemühen, wenn Sarah Sprinz ihnen nicht so eine tolle Geschichte gebaut hätte. Sie Wort für Wort, das sagen, tun und denken lassen, was sie als Charaktere letztendlich so stark machen.

Sarahs Schreibstil erweckt ihre Figuren und die erzählte Geschichte zum Leben. Aus Worten macht sie Bilder, die an einem vorbeiziehen und nach denen man greifen möchte. Man möchte Teil dieser Geschichte sein und tatsächlich schafft sie es immer wieder, dass man genau das wird. Als Leser
in kann man sich nicht verstecken, sondern man wird unweigerlich mit in dieses Buch und seine Geschichte hineingezogen. Die Emotionalität und Dramatik in diesem Buch war on point. Nicht zu viel, nicht zu wenig, so wie es sein soll, wie es aber leider nur wenige Autorinnen dieses Genres so dermaßen perfekt hinbekommen.

Auch komme ich nicht drum herum erneut ihr – meiner Meinung nach – enorm großes Talent für Dialoge zu erwähnen. Es fällt mir einfach immer wieder auf. Denn davon leben Geschichten und insbesondere Geschichten wie diese. Und genau deswegen sind Dialoge oft so wichtig, wenn es darum geht, ein Buch zu lieben. Ich weiß wirklich nicht, wie sie das hinbekommen, aber was immer sie tut, es ist genau richtig. Natürlichkeit, Charakter, Charme, Witz und Emotionalität – es fühlt sich an als würde man ein Gespräch am Nachbartisch belauschen ^^ Sie schafft es Dialoge aufzubauen, so dass man als Leser
in das Gefühl von Alltäglichkeit vermittelt bekommt, wie ich es auf diese Art und Weise wirklich nicht oft erleben. Egal, wie sie das macht, es fasziniert mich jedes Mal!

Normalerweise schreibe ich immer auch etwas, das mir nicht so sehr gefallen hat in meine Rezensionen. Normalerweise GIBT es immer etwas, das ich schreiben kann und möchte.

Dieser Platz bleibt diesmal aber tatsächlich leer… ich weiß nicht wie, aber du hast es geschafft, Sarah… ich habe nichts, was ich hier hinschreiben kann oder möchte. (Und ich werde mir nicht zwanghaft etwas aus den Fingern ziehen xD).

Zum zweiten Mal beende ich eine Rezension zu einem von Sarah Sprinz' Büchern mit einem Danke an die Autorin: Für diese wunderschöne Geschichte und die wundervollen Lesestunden.

Ich habe mich schon wieder verliebt… und diesmal WAR es Liebe auf den ersten Blick ;)



Ich kann jedem einzelnen diese Reihe also nur ans Herz legen. Nicht, weil man etwas übers Dialoge schreiben lernt (das nur on top) sondern weil es letztendlich einfach eine schöne und schön erzählte Geschichte ist, die einen nach Vancouver entführt, so dass man gerne immer wieder dorthin zurückkehren möchte!

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Dieses Buch war Liebe auf den zweiten Blick!

What if we Drown
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Ich habe dieses Buch voller Vorfreude begonnen. Ich hatte so viel Gutes gehört und der Klappentext hat mich sowieso schon unglaublich neugierig gemacht. Und vom Cover brauche ich glaub gar nicht sprechen.

Meine ...

Ich habe dieses Buch voller Vorfreude begonnen. Ich hatte so viel Gutes gehört und der Klappentext hat mich sowieso schon unglaublich neugierig gemacht. Und vom Cover brauche ich glaub gar nicht sprechen.

Meine Erwartungen an diese Geschichte waren genauso groß, wie diese Vorfreude und ich bin selbst so unbeschreiblich froh darüber, dass das Buch wirklich ein kleines Highlight war. Dass es diese Erwartungen nicht wie erwartet, aber dennoch auf seine eigene Art erfüllt hat.

Am liebsten würde ich es jetzt mit Lob überschütten, aber ich bin ehrlich und deswegen gehören auch meine „Startschwierigkeiten“ mit Laurie mit in diese Rezension.
Sarahs Schreibstil ist wahnsinnig toll, keine Frage. Trotzdem habe ich mir anfangs etwas schwer getan, in die Geschichte rein zu finden. Bis die Geschichte mein Herz erreicht hat, hat es etwas länger gedauert, als ich es mir gewünscht hätte.
Das lag aber weder an Sarahs Worten, noch an der Geschichte selbst.
Letzten Endes bin ich mir ziemlich sicher, dass es schlichtweg an Laurie – der Protagonistin – lag. Nicht, dass sie mir grundsätzlich nicht sympathisch gewesen wäre, aber diese ständigen Schuldzuweisungen, mit denen sie sich mehr oder weniger andauernd herumschlägt, haben mich doch etwas genervt. Ich möchte mir nicht herausnehmen, dass ich beurteilen könnte, wie das, was in ihrer Vergangenheit erlebt hat, für sie sein muss, aber ich als Leser habe sie manchmal nicht ganz nachvollziehen können – es schien zu viel, zu extrem. Und wenn es das nicht war, dann war es vielleicht nicht griffig genug, um es einem ahnungslosen Leser nachvollziehbar zu machen – ich weiß es nicht.

Auch wenn das im ersten Moment vielleicht etwas enttäuschend war, hatte ich dadurch noch viel weniger mit dieser wundervollen Wende gerechnet. Ja, es hat gedauert, bis ich in dieser Geschichte so richtig gefangen war. Aber als sie mich hatte, hatte sie mich richtig.

Diese Geschichte ist so wunderschön, Laurie wächst in ihr über sich hinaus (und das muss auch so sein), sie lernt so unglaublich viel dazu und ist damit nicht die einzige. Die Charaktere sind alles in allem wirklich toll – vor allem, weil sie normal sind. Und weil sie echt sind. Das kann man ihnen meiner Meinung nach auch nicht absprechen. Egal, was man von ihnen hält.

Sam ist wirklich bezaubernd, Laurie lernt man lieben und dann sind da noch so viele tolle Nebencharaktere, die ich mindestens genauso lieb gewonnen habe wie Sam und Laurie.

Diese Geschichte wird einfach nicht langweilig. Sarah ist wirklich eine talentierte Autorin und ich glaube, sie hat ganz besonders ein Händchen für Dialoge. Und davon lebt eine Geschichte wie diese einfach.
Das hat sich so in meinen Kopf eingebrannt. Ich kann nichts konkretes zitieren, aber wenn mich jemand fragen würde, was ich an diesem Buch besonders gemocht habe, würde ich sagen: Sam Und danach kämen die Dialoge. Gleichauf mit den Emotionen, die Sarah einem da zumutet. Ich bin ein sehr rationaler Mensch. Emotionen lasse ich oft nicht an mich ran oder geben ihnen kaum Freiraum. Aber bei dieser Geschichte konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Und ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich bisher bei einem Buch weinen musste. Nicht oft.

Eigentlich kann ich nur danke sagen. Danke für diese wundervolle Geschichte, in die ich mich verliebt habe. Auch wenn es keine Liebe auf den ersten Blick war, war sie deswegen kein bisschen weniger stark.
Ich kann nur sagen: Lest dieses Buch und lasst euch verzaubern. Es ist seine Aufmerksamkeit wert!!

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Veröffentlicht am 29.01.2021

Herzensbuch!

Will & Layken 1: Weil ich Layken liebe
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Bereits an ihrem ersten Tag in Michigan lernt die 18-jährige Layken ihren Nachbar Will kennen. Niemals hätte sie gedacht, dass sie so viel für jemanden empfinden kann, den sie doch eigentlich gar nicht ...

Bereits an ihrem ersten Tag in Michigan lernt die 18-jährige Layken ihren Nachbar Will kennen. Niemals hätte sie gedacht, dass sie so viel für jemanden empfinden kann, den sie doch eigentlich gar nicht richtig kennt. Plötzlich scheint der verhasste Umzug wie eine göttliche Fügung des Schicksals. Aber schneller als ihr lieb ist, muss Layken erkennen, dass das Schicksal ihr vielleicht doch nicht so gut gesonnen ist, wie sie gehofft hatte und das Leben einem manchmal unverhofft in die Quere kommt.

~

Also erst einmal muss ich diesen Titel erwähnen. Denn auch wenn ich den englischen Titel („Slammed“) wirklich gut finde – zumindest nachdem ich das Buch gelesen habe – wer ist bitte auf diesen grandiosen deutschen Titel gekommen?! So langweilig das Cover vielleicht scheinen mag, dieser Titel macht es meiner Meinung nach auf jeden Fall wieder wett.

~

Da „Weil ich Layken liebe“ nicht das erste Buch von Colleen Hoover ist, das ich gelesen habe, weiß ich bereits um ihren wundervollen, unglaublich guten Schreibstil. Sie schafft es in jedem ihrer Bücher – ganz unabhängig von der Story – dass man nicht nur in ihre Geschichten eintaucht, sich in der Welt des Buches verliert und beim besten Willen nicht mehr hinausfindet, sondern vor allem auch, dass man einfach nicht mehr hinauswill. Man liest nicht einfach ein Buch, sondern man erlebt seine Geschichte und das ist etwas, worin Colleen Hoover (meiner Meinung nach) eine Meisterin ist.

Dennoch ist nicht jede Geschichte von Colleen Hoover an sich grandios oder auch nur gut. Im Gegensatz zu ihrem Schreibstil finde ich, dass es diesbezüglich große Unterschiede in ihren Büchern gibt.

Die Geschichte von Will und Layken ist in meinen Augen aber definitiv mehr als gut. Die Charaktere haben mich in „Weil ich Layken liebe“ vollkommen überzeugt. Und zwar jede einzelne Figur auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Layken, die vielleicht manchmal etwas jung wirkt, die einer 18-Jährigen aber dadurch auch so viel mehr gleicht als in den meisten NA-Büchern.

Julia, ihre Mum, die einfach zauberhaft ist, vor allem ihre Worte. Ich glaube, wenn jeder eine Mutter wie sie hätte, wäre die Welt ein ganzes Stück besser.

Eddie, die eben Eddie ist und in dieser Geschichte einfach sein muss, schon allein, weil sie ein unglaublich großes Vorbild sein kann.

Kel und Caulder, die diesem Buch wahnsinnig viel geben und dazu beitragen, dass es das ist, was es ist.

Und Will, bei dem ich mich andauernd fragen musste, warum man nie jemanden wie ihn kennenlernt – also in der Wirklichkeit. Ich meine, wo sind diese Typen, die wie Will sind?!? Wieso verkriecht sich jemand wie er einfach hinter Buchseiten, anstatt hier in der realen Welt aufzutauchen… ?! ;-D Und natürlich könnte man über ihn noch ganz viel mehr sagen, aber im Endeffekt ist uns doch allen klar, dass er schlichtweg mal wieder einfach zu perfekt ist. Und trotzdem ist das gut so.

~

Aber ich bin auch ein kritischer Mensch und egal wie grandios diese Geschichte war – und das war sie wirklich, sie war unglaublich! – habe ich auch hier eine klitzekleine Anmerkung.

Das Einzige, was mir vielleicht nicht so positiv aufgefallen ist, war das viele Hin und Her. Und selbst da bin ich hin- und hergerissen, ob es wirklich ein negativer Punkt ist. Denn einerseits weiß ich, dass es auch irgendwie dazu gehört hat, vielleicht sogar sein musste, aber dennoch fand ich das manchmal etwas zu viel und dadurch schon ein wenig unrealistisch und nervig. Ich habe auch überlegt, ob das ein Grund ist, dem Buch einen Stern abzuziehen, habe mich aber dagegen entschieden.

Denn letztendlich "ist der Punkt nicht die Punkte, sondern die Poesie" … nein, wirklich: es geht nicht immer nur darum, dass die Geschichte perfekt geschrieben, perfekt aufgebaut, perfekt geplant und perfekt umgesetzt wurde, sondern darum, was das Buch einem für ein Gefühl gibt.

Diese Geschichte hat für mich nun mal fünf Sterne verdient, weil sie es geschafft hat, dass mein Herz gleichzeitig lachen und weinen musste, weil sie es zerrissen und gleichzeitig wieder zusammen gesetzt hat, weil diese Geschichte voller Emotionen steckt und ihre unglaublich gut gewählten Worte es möglich machen, diese mitzufühlen.

Weil die Geschichte selbst lebt, indem sie die Betonung auf das Leben legt...

Für mich ist das ein Herzensbuch und eine absolute Leseempfehlung, vor allem auch für die, die vielleicht wirklich noch nichts von Colleen Hoover gelesen haben.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Eine gefühlvolle Geschichte, die mitreißt...

Concrete Rose
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Bei dem Buch „Concrete Rose“ von Angie Thomas handelt es sich um die Vorgeschichte zum Buch „The hate u give“ von der gleichnamigen Autorin.

In der Geschichte steht der Vater der Protagonistin aus „The ...

Bei dem Buch „Concrete Rose“ von Angie Thomas handelt es sich um die Vorgeschichte zum Buch „The hate u give“ von der gleichnamigen Autorin.

In der Geschichte steht der Vater der Protagonistin aus „The Hate u give“ – Maverick – im Zentrum des Geschehens. Somit sind die beiden Bücher zeitlich voneinander unabhängig und ich würde sagen, dass man sie grundsätzlich auch unabhängig voneinander lesen kann… egal in welcher Reihenfolge.

Für die folgende Rezension ist es vielleicht trotzdem nicht unwichtig, dazu zu sagen, dass ich „The hate u give“ noch nicht gelesen habe, auch wenn ich das jetzt baldmöglichst unbedingt nachholen möchte.

Ich muss gestehen, dass ich es ein bisschen vor mir hergeschoben habe, diese Rezension zu schreiben, aus Angst, nicht die richtigen Worte dafür zu finden. Trotzdem kam es für mich nicht in Frage, keine zu schreiben, einfach weil es unterm Strich ein wirklich schönes Buch ist und weil alles in diesem Buch wichtig ist.
Dennoch habe ich ein paar kleine Kritikpunkte, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte, das ist schließlich nur fair.

~

Tatsächlich würde ich sagen, dass dieses Buch am besten mit folgendem Satz beschrieben werden könnte: Es ist sehr typisch „Vorgeschichte“.

Auf den ersten Blick hätte ich dieses Buch als „süße Geschichte für zwischendurch“ abgestempelt. Auf den zweiten Blick merkt man, dass sie eigentlich so viel tiefer geht durch die zugrundeliegende Thematik, durch die winzig kleine Anspielungen auf das Problem Rassismus, die aber nicht wirklich groß gemacht werden. Ich muss gestehen, dass ich das anders erwartet hätte, gleichzeitig liegt darin aber eine Perfektion im Umgang mit diesem Thema, die man sonst so eher selten findet.

Dennoch hätte ich mir als hellhäutige Leserin manchmal ein bisschen mehr Erklärung bzw. hin und wieder dann doch den „Wink mit dem Zaunpfahl“ gewünscht, nicht weil ich glaube, dass ich zu blöd bin, um es zu kapieren, sondern einfach, weil ich das Gefühl hatte, dass ich auch ganz schnell Dinge übersehen könnte, die ich als diejenige, die ich nun mal bin, gar nicht sofort sehen kann, weil ich dafür (in unserer Gesellschaft immer noch) zu wenig sensibilisiert bin (leider!). Das finde ich schlichtweg schade, weil ich irgendwie gerne mehr verstanden hätte. Alles in allem muss ich sagen, dass ich einerseits also nicht wirklich viel mitnehmen konnte, was mich bereichert hätte. Andererseits, und letztendlich glaube ich, dass das hier vielleicht auch viel wichtiger ist und war, ist es im Gesamten eben einfach ein Jugendbuch, in dem es über Teenager geht, die mit den Umständen ihres Lebens, in das sie hineingeboren wurden, manchmal zu kämpfen haben, denen das Leben Herausforderungen beim Erwachsenwerden stellt und die sie versuchen zu meistern.

Aber bei der Lösung dieses inneren Sinnkonflikts, was dieses Buch sein soll (oder auch nicht) hätte ich mir manchmal gewünscht vielleicht doch „The hate u give“ schon gelesen zu haben, um – so blöd es vielleicht klingt – einen Vergleich ziehen zu können.

Insgesamt passt das alles aber auch wieder sehr zur typischen „Vorgeschichte“, die meistens ganz nett zu lesen ist, aber einen jetzt eben auch nicht von den Socken haut, so Leid es mir tut das zu sagen. Dabei erwähnenswert wäre dennoch, dass ich das Buch alles in allem wirklich sehr mochte.
Die Charaktere beispielsweise lagen mir alle sehr am Herzen, die meisten waren mir von Anfang an total sympathisch und ich habe sie sehr gerne auf ihrem Weg begleitet. Maverick ist ein wahrer Schatz!

Auch den Schreibstil der Autorin habe ich echt gerne gemocht. Ich habe seltsamerweise ein bisschen gebraucht, in den jugendlichen Sprachstil reinzukommen, vermutlich, weil ich das in schriftlicher Form einfach nicht so gewohnt bin. Aber das gehört hier schlichtweg dazu. Hätte die Autorin das anders gemacht, hätte die Glaubwürdigkeit der Geschichte sicherlich darunter gelitten. Und nach ein paar wenigen Kapitel merkt man das dann auch kaum mehr. Stattdessen scheint man dadurch fast noch mehr dabei zu sein und all das mit Maverick gemeinsam zu erleben.

Zur Handlung muss ich sagen, dass sie mir im Groben gut gefallen hat, allerdings war es mir manchmal ein bisschen zu sehr an den Haaren herbei gezogen oder etwas „over the top“. Ich weiß nicht, wie realistisch diese Geschichte war und das macht es schwer diese Kritik zu rechtfertigen, aber bei der einen oder anderen Sache war es mir einfach zu viel. Ich kann dazu nicht viel sagen, ohne zu spoilern, aber ich denke, die meisten, die das Buch gelesen haben, wissen, was ich meine. Für mich hat das den Ernst der Geschichte doch ein wenig kaputt gemacht, weil es mir irgendwann fast schon etwas absurd vorkam. Ich bin mir sicher, dass es Schicksale gibt, bei denen so viele unglückliche Zufälle zusammen kommen, das möchte ich nicht bestreiten und das ist sicherlich sehr hart, aber wenn ich so etwas in einem fiktiven Jugendbuch lesen, dann passiert es schnell, dass ich das nicht mehr ernst nehmen kann und dann die gesamte Geschichte an Glaubwürdigkeit verliert und das finde ich gerade bei solch einem Buch, von dem es viel mehr geben müsste, dass genau diese Sensibilisierung, die wir nicht ausgeprägt genug besitzen, zumindest ein winziges bisschen steigern könnte, einfach schade.

Trotzdem… das Buch war gut. Wirklich gut. Ich habe es wahnsinnig gerne gelesen und mit Mav immer wieder mitgelitten, gleichzeitig aber auch die Positivität, mit der er das Ganze doch alles in allem hinnimmt bewundert. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung. Ich denken, dass gerade die, die „The hate u give“ bereits gelesen haben, dieses Buch definitiv lieben werden. Aber auch für alle anderen ist die Geschichte wirklich sehr lesenswert, nicht nur „für zwischendurch“!

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