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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2017

Spannende Kurzgeschichte

Der Mann im schwarzen Anzug
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"Der Mann im schwarzen Anzug" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Im Kabinett des Todes" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten ...

"Der Mann im schwarzen Anzug" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Im Kabinett des Todes" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich Stephen King wieder einmal überzeugen konnte.

Gleichzeitig muss man auch sagen, dass der Autor einem hier wahrlich schwere Kost bietet, denn diese Kurzgeschichte ist durchaus brutaler als so manch andere Geschichte aus der „Story Selection“-Reihe, die wöchentlich bei Heyne erschienen ist. Dennoch bleibt Stephen King seinem Schreibstil treu und beschreibt die Geschichte stets spannend und schonungslos, was mir wieder einmal sehr gefallen hat.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Gary, mittlerweile sehr betagt, schreibt eine ganz besondere Kindheitserinnerung in sein Tagebuch. Dabei geht es um einen Tag, den er an einem Bach verbracht hat und dort eine Biene auf seiner Nase vorfand. Dieser gerät daraufhin in Panik, da bereits sein Bruder an einen Bienenstich gestorben ist, allerdings stirbt die Biene plötzlich, als ein Mann in einem schwarzen Anzug neben ihm auftaucht und die Biene mit nur einem Händeklatschen tötet. Dieser erklärt Gary daraufhin, dass auch seine Mutter gerade mit einer Biene zu kämpfen hat und dabei sterben wird, was ihn zu Tode ängstigt, allerdings muss auch er sich einigen Gefahren stellen...

So schnell die Geschichte auch erzählt ist, so ist sie dennoch spannend und packend geschrieben, sodass ich mit Gary richtig mitgefiebert habe und mehr über den Mann im schwarzen Anzug erfahren wollte. Interessant ist dabei auch, dass dieser auch in der Kurzgeschichte "Faire Verlängerung" eine Rolle spielt - übrigens eine tolle Geschichte.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: Auch wenn "Der Mann im schwarzen Anzug" deutlich brutaler als manch andere Kurzgeschichte aus der Feder von Stephen King ist, konnte mich die Geschichte dennoch überzeugen, sodass auch dieses Ebook schnell wieder verschlungen war. Somit kann ich auch diese Kurzgeschichte aus der "Story Selection"-Reihe nur empfehlen.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Interessant und aufklärend

Wissenschaftlich erwiesen
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Da ich den Titel bereits sehr provokant fand, wurde ich sehr schnell aufmerksam auf "Wissenschaftlich erwiesen: Gütesiegel oder Etikettenschwindel?" und hatte doch recht hohe Erwartungen an das Buch, denn ...

Da ich den Titel bereits sehr provokant fand, wurde ich sehr schnell aufmerksam auf "Wissenschaftlich erwiesen: Gütesiegel oder Etikettenschwindel?" und hatte doch recht hohe Erwartungen an das Buch, denn hier habe ich mir neue Erkenntnisse erhofft, die ich letztendlich auch erhalten habe. In zehn Kapiteln wird hier so manche Fehlinformation aufgegriffen, darüber aufgeklärt und gleichzeitig auch die Medien und so manch anderer Wissenschaftler kritisiert. Interessant war für mich besonders das Kapitel, in denen Krankheiten aufgearbeitet wurden, die direkt zu Epidemien ausgebreitet werden, u.a. durch die Medien.

Gut ist auch der Schreibstil des Autors, der sich trotz vieler Fakten und eigentlich trockenen Themen sehr gut lesen lässt. So können auch Nicht-Wissenschaftler hier durchaus seinen klaren, verständlichen Worten folgen und werden aufgeklärt, ohne mit ständig erhobenen Zeigefinger belehrt zu werden.

Zu kritisieren ist hierbei die Aufmachung des Buches, denn diese ist mir zu lieblos gestaltet. Dazu kommt die viel zu kleine Schrift, die dafür gesorgt hat, dass ich das Buch immer mal wieder zur Seite legen musste, da es mir einfach zu klein und auf Dauer zu anstrengend war. Ebenfalls zu kritisieren ist der Preis, denn 25 EUR für gerade einmal knapp 250 Seiten ist doch sehr happig, sodass es ein paar Euro weniger ebenfalls in Ordnung gewesen wäre. Dennoch ändert es nichts an dem doch sehr interessanten Worten des Autors.

Veröffentlicht am 07.04.2017

spannende und einfühlsame Geschichte

Die Zitronenschwestern
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Nachdem ich bereits einige positive Kritiken zu "Die Zitronenschwestern" gelesen habe, wurde ich sehr schnell neugierig und habe der Geschichte somit gerne eine Chance gegeben. Hier habe ich mir eine unterhaltsame ...

Nachdem ich bereits einige positive Kritiken zu "Die Zitronenschwestern" gelesen habe, wurde ich sehr schnell neugierig und habe der Geschichte somit gerne eine Chance gegeben. Hier habe ich mir eine unterhaltsame und gleichzeitig nachdenklich stimmende Geschichte erhofft und diese zum Glück auch erhalten.

Valentina Cebeni besitzt einen angenehmen und gleichzeitig einfühlsamen Schreibstil, der mir sehr zugesagt hat, sodass ich sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt und mich gut unterhalten konnte. Die Figuren sind allesamt gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und auch die Dialoge lesen sich gut, ohne holprig zu wirken. Sehr schön ist es auch, dass in dieser Geschichte sehr viele Rezepte eingebaut wurden, die man leicht und schnell nachkochen kann und dadurch auch das typische Mittelmeer-Gefühl mit all seinen Facetten erhält.

Erzählt wird hier die Geschichte von Elettra, deren Mutter im Koma liegt und um ihr Leben kämpft. Da Elettra ihrer Mutter auch weiterhin nah sein möchte, möchte sie mehr über die Herkunft und Vergangenheit ihrer Mutter herausfinden und reist dafür nach del Titano, einer kleinen Insel im Mittelmeer, auf der ihrer Mutter gelebt hat. Dort begegnet Elettra jedoch vielen verschwiegenen Menschen, sodass es lange dauert, bis sie Antworten über ihre Mutter erhält. Dabei schließt sie sich auch einer WG aus mehreren Frauen an, um weitere Antworten zu erhalten, allerdings erfährt sie dabei auch, dass auf der Insel nicht alles rosarot ist und besonders ein Teil der Insel gemieden wird: Wo die Witwen leben, die nur als schwarze Frauen bekannt sind...

Mit "Die Zitronenschwestern" wurde hier eine wahrlich interessante und spannende Geschichte geschaffen. Die Inselbewohner sind stellenweise urig, stellenweise unberechenbar und geheimnisvoll, sodass man hier mit Elettra sehr viel entdecken und das ein oder andere Geheimnis lüften kann. Dabei werden auch Elettras Lebensverhältnisse und ihre Familie durchleuchtet, was ich sehr interessant fand und Elettra somit auch gerne auf ihre Reise nach Antworten begleitet habe.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und passt hervorragend zur Geschichte, sodass es im Bücherregal einen Ehrenplatz erhalten hat. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich vom ersten Moment an überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Die Zitronenschwestern" ist eine fesselnde, einfühlsame, spannende und nachdenklich stimmende Geschichte mit interessanten und vielseitigen Charakteren und vielen Geheimnissen, sodass ich das Buch sehr gerne gelesen habe. Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 02.04.2017

Gute Kurzgeschichte

Faire Verlängerung
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"Faire Verlängerung" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Zwischen Nacht und Dunkel" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten ...

"Faire Verlängerung" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Zwischen Nacht und Dunkel" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich Stephen King wieder einmal überzeugen konnte.

Stephen King überzeugt wieder einmal mit seinem einmaligen Schreibstil, der mich direkt wieder in den Bann ziehen kann. Obwohl es hier an Horror fehlt, konnte mich die Geschichte dennoch überzeugen, denn die Geschichte lebt von einem bösen Humor, gut ausgearbeiteten Dialogen und interessanten Figuren, sodass ich "Faire Verlängerung" viel zu schnell ausgelesen hatte.

Hierbei geht es um Streeter, der unheilbar an Krebs erkrankt ist und sich nur schwer damit abfinden kann. Als er dann jedoch eines Tages auf George trifft, keimt in ihm neue Hoffnung auf, denn dieser behauptet, dass er sogenannte Verlängerungen, u.a. auch Lebensverlängerungen, verkauft und den Menschen damit Gutes tun möchte. Mal hat er Menschen bessere Sehkraft geschenkt und auch das liebe Geld spielt oftmals eine gewisse Rolle. Als er Streeter eine sogenannte Lebensversicherung anbietet, lässt sich dieser auf den Deal ein, allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass er damit einen Pakt mit dem Teufel schließt und einen hohen Preis zahlen muss.

Interessant ist hierbei, dass die Geschichte ganz ohne den King-typischen Horror auskommt, sondern vielmehr eine gesellschaftskritische Geschichte ist, die aufzeigt, was Menschen alles tun, um ein besseres Leben zu erhalten. Zwar kann man stellenweise verstehen, wieso sich Streeter auf den Handel einlässt, allerdings ist es interessant zu sehen, wozu Menschen zu allem fähig sind, wenn es dabei um sie selbst geht. Dies hat Stephen King meiner Meinung nach gut hinbekommen, sodass mich die Geschichte trotz des ganzen Humors auch oftmals zum Nachdenken anregen konnte.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: "Faire Verlängerung" ist insgesamt eine spannende und ereignisreiche Geschichte, die mich durchweg in den Bann ziehen und unterhalten konnte. Ich bin wieder einmal begeistert und kann diese Kurzgeschichte somit nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.03.2017

Positiv überrascht

Tim Bendzko: Immer noch Mensch - Das Songbuch
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Ich muss gestehen, dass ich jetzt nicht der allergrößte Fan von Tim Bendzko bin und seine Songs meistens eher nebenher im Radio anhöre, allerdings wurde ich dennoch neugierig, als ich erfahren habe, dass ...

Ich muss gestehen, dass ich jetzt nicht der allergrößte Fan von Tim Bendzko bin und seine Songs meistens eher nebenher im Radio anhöre, allerdings wurde ich dennoch neugierig, als ich erfahren habe, dass man bei "Immer noch Mensch - Das Songbuch" seine Songs nachspielen kann. Hier sind nicht nur sämtliche Songtexte aus seine mittlerweile dritten Album enthalten, sondern auch die dazugehörigen Noten. Schön ist auch, dass selbst Anfänger bei den zahlreichen Erklärungen kaum Schwierigkeiten haben dürften, da man in diesem Buch auch viel erklärt bekommt, wie welcher Song von Tim Bendzko gesunken wird.

Ich bin somit positiv überrascht und kann "Immer noch Mensch - Das Songbuch" somit nur empfehlen.