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Veröffentlicht am 28.04.2021

Leider nicht so gut wie seine Vorgänger

Deadpool - Neustart
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Endlich ging es wieder zu Deadpool und seinen doch sehr schrägen Abenteuern. Doch zuerst gab es eine Hiobsbotschaft der nicht so tollen Art. Als begeisterte Leserin der Vorworte in Comics staunte ich nämlich ...

Endlich ging es wieder zu Deadpool und seinen doch sehr schrägen Abenteuern. Doch zuerst gab es eine Hiobsbotschaft der nicht so tollen Art. Als begeisterte Leserin der Vorworte in Comics staunte ich nämlich nicht schlecht als da stand, da dies erstmal der letzte Band der Sammelband-Reihe wäre. Für mich schon ein echter Schlag, denn innerlich hatte ich mich nach den 2 genialen Vorgängern, auf viel mehr Deadpool gefreut. Tja, das wird wohl erstmal nichts. Doch es gab da noch ein anderes Problem.

Um es kurz zu machen, dieser Deadpool-Band war flach und teils wirklich unlustig. Da halfen selbst seine crazy Aufzüge nicht, denn der Comic hatte ein Problem und das hieß Tiefe. Ich war es trotz der abstrusesten Geschichten gewohnt, dass ich Handlungen bekam, die von vorne bis hinten durchdacht waren und mich selbst als Neuling in Deadpools Welt gut zurechtfinden ließen. Tja, das war hier plötzlich weg. Ich stolperte von einer Story in die Nächste und hatte sichtlich Probleme mich zurechtzufinden. Besonders belastend war da die Tatsache, dass plötzlich Charaktere auftauchten, die nicht erklärt wurden, aber anscheinend zur festen Ausstattung der Deadpool-Welt gehörten.

Ja, man merkt, in gewissen Punkten war ich todunglücklich mit dem Band. Zum Glück gab es aber da noch die Ideen zu den Storys und natürlich die Optik selbst. Ersteres war nämlich das, an dass ich mich durchweg klammerte. Denn ja, es gab wieder crazy Storys und ja, sie waren schon beeindruckend. Denn ganz ehrlich! Wer würde einfach mal so darauf kommen Trolle in einen „Herr der Ringe“-Park zu stecken, damit sie nicht sinnloserweise um ein komplett verwüstetet Land kämpfen müssen? Da ist volle Verpflegung, ein bisschen Besucher erschrecken und hier und da ein Selfie, doch ein echt cooler Tausch.

Ebenso begeistern konnte mich natürlich die Optik, welche sich aber auch mit den Bänden nicht verändert hatte. Doch warum sollte sie auch, wenn sie den Wahnsinn von Wade wunderschön hervorheben? Von daher konnte ich hier nur glücklich sein. Schade nur das dies nicht für die Sprüche und die Länge der Geschichten zutraf. Er schrie förmlich nach „letzter Band“ und das ist glaube nie ein gutes Zeichen.

Dieser Band wollte bei mir einfach nicht zünden. Ja, es gab ein paar witzige Sprüche, ein paar coole Ideen und natürlich war die Optik ganz meins, aber trotz allem schrie er mich förmlich an, das er der letzte Teil ist. Es fehlte einfach an Tiefgang, wodurch die Storys nicht nur sehr kurz waren, sondern auch ihren Pfiff verloren. Wirklich schade. Deadpool werde ich aber trotzdem nicht den Rücken kehren, denn dafür hat sich der Söldner, mir zu sehr ins Herz gebrannt.

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Veröffentlicht am 23.04.2021

Für Fans der Bücher ein Highlight, für die der Filme eher anstrengend

Die Erfindung von Mittelerde
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Bin ich ein riesengroßer Mittelerde-Fan? Ehrlich gesagt nicht. Dabei beziehe ich mich allerdings nur auf die Reise von Frodo, denn die Welt an sich fand ich einfach nur wunderschön und sehr Facettenreich. ...

Bin ich ein riesengroßer Mittelerde-Fan? Ehrlich gesagt nicht. Dabei beziehe ich mich allerdings nur auf die Reise von Frodo, denn die Welt an sich fand ich einfach nur wunderschön und sehr Facettenreich. Da kam dieses Buch gerade rechtzeitig! Denn ich fand es schon sehr interessant woher Tolkien seine Ideen nahm, welche Landstriche ihn zu bestimmten Szenen Inspirierten oder wo sogar erst Ideen entstanden.

Also ab ins Abenteuer, welches erst einmal mit einem sehr ernsten, aber auch sehr ehrlichen Vorwort punkten konnte. Der Autor gab hier nämlich ehrlich zu, dass dies nur seine Ansicht von Tolkiens Welt war und nicht die von allen. Dies nahm ich ehrlich gesagt sehr positiv auf, da er ja auch hätte sagen können, da nur seine Theorie und Nachweise die einzig Wahren seien.

Somit war ich nur noch gespannter, denn ich hatte bisher kein weiteres Buch über Tolkiens Ideensuche gelesen und war somit gespannt, wo man mich überall hinführen würde. Kurz gesagt zu sehr vielen Orten. Besonders schön empfand ich dabei die Abschnitte über die Meere und Küsten, und über die Wasserwelten Mittelerdes denn die hätte man auch ja auch außer Acht lassen können. Doch nicht hier! Ich mochte diese Abschnitte sehr, denn ich selbst, hätte diese Aspekte wohl nicht beachtet. Zu einem mittlerweile gutem Sachbuch gehören natürlich auch Illustrationen. Und die hatte das Buch zu Genüge. Egal ob alte Karten oder Fotografien von Landstrichen, hier gab es wirklich eine Menge zu sehen. Zum Glück, denn der Autor richtete sich wirklich eher an Hardcore-Fans, als an Neuentdecker dieser Welt. Dies zeigte sich nicht nur in den unglaublich vielen Verweisen, sondern auch an den Texten selbst, welche wirklich sehr sachlich waren und somit auch eine ganz schöne Länge hatten. Man hatte es hier wirklich mit einem Sachbuch der alten Schule zutun, das möglichst viel Material unterbringen möchte.

Ich hätte mich über eine lockere Erzählung eher gefreut, wo eben auch mal Fakten kurz und knapp zusammengetragen werden. So hätte man vielleicht Liebhaber der Filme eher dazu bekommen, vielleicht auch zu den Büchern zu greifen. So hatte ich aber ein wirkliches sehr steifes Buch vor mir, das zwar mit der inhaltlichen Vielfalt glänzen konnte, aber Leute wie mich, die die Filme nur gesehen haben, völlig überforderte.

Dieses Buch richtete sich wirklich eher an die Fans der Bücher, als an die der Filme. Wer einfach nur einmal sehen möchte, wo z.B. Hobbingen seine Wurzeln hat, der kämpft sich hier durch sehr sachliche Texte, die auch eine enorme Länge haben. Zum einfach mal reinschnuppern, also eher weniger geeignet. Fans der Bücher dürften hier allerdings voll auf ihre Kosten kommen, da wirklich alle Aspekte der Mittelerdes berücksichtigt werden, welche dann auch noch mit verschiedensten Illustrationen untermauert werden.

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Zu hastig, zu dunkel, zu undetailliert - Schade!

Aliens: Staub zu Staub
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Als großer Fan des „Alien“-Franchise war ich auf diesen Comic mehr als gespannt. Immerhin ging es hier um eine Geschichte, welche im Szenario des 2. Filmes spielte. Da dieser deutlich Action-geladener ...

Als großer Fan des „Alien“-Franchise war ich auf diesen Comic mehr als gespannt. Immerhin ging es hier um eine Geschichte, welche im Szenario des 2. Filmes spielte. Da dieser deutlich Action-geladener war, ging ich auch mit diesen Gedanken in das Abenteuer. Eine gute Entscheidung.

Denn der Comic hatte ein enormes Tempo. Und genau dies machte ihn für mich auch etwas schwer zu verdauen. Klar sind Xenomorphe eiskalte Killer, aber ihre Fähigkeit, sich fast schon lautlos an uns heranzuschleichen blieb hier fast gänzlich auf der Strecke. Getötet wurde dafür reichlich. Trotzdem hätte ich mir ein paar ruhigere Abschnitte gewünscht, in denen man mal Luft holen konnte. Doch die gab es nicht. Ich durchlebte somit die gleiche Hast wie die Protagonisten, was sich zwar realistisch anfühlte, aber dadurch eben auch die Details vernachlässigte.

Als schlecht würde ich Story trotzdem nicht abtun, denn dafür hatte man einfach zu viele interessante Aspekte des Filmes mit hineingepackt. Der 12-jährige Maxon erinnerte mich z.B. ein wenig an Newt und die Einbindung von Androiden, gehört bei Alien schon fast dazu. Zumindest geschichtlich packte mich die Story also, auch wenn es nur wenig Neues zu entdecken gab.

Weniger gut gefiel mir dafür die Optik des Bandes. Durch die hastige Abfolge der Handlung, konnten die Bildern meist nicht die gesamte Story offenbaren. Besonders schlimm fand ich dies in Situationen, wo entweder gerade etwas sehr schnell geschah oder man in die Ferne blickte. Da der Comic sehr düster war und somit viel schwarz enthielt, sahen diese Szenen dann einfach nur sehr krakelig oder verschwommen aus. Hier hätte ich mir einfach mehr Liebe zum Detail gewünscht.

Dieser Comic bot eine wirklich interessante Story, die auch zu Aliens passte. Allerdings war er aus meiner Sicht viel zu hastig, mit zu vielen schwarzen Schatten versehen und an vielen Punkten optisch einfach unglaublich krakelig. Dies war für mich ein enormer Dämpfer, der mir wirklich den Spaß an der Handlung nahm. Schade eigentlich.

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Veröffentlicht am 10.04.2021

Tolle Ideen, aber leider zu oberflächlich umgesetzt

Der Zwillingscode
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Schon als ich die Kurzbeschreibung las, war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Immerhin ging es hier um eine Zukunft, welche den Begriff Digitalisierung noch einmal auf eine andere ...

Schon als ich die Kurzbeschreibung las, war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Immerhin ging es hier um eine Zukunft, welche den Begriff Digitalisierung noch einmal auf eine andere Stufe stellte, in dem es z.B. Roboter-Haustiere gab. Doch so spannend auch alles klang, war bei mir recht schnell die Luft raus.


Dies lag einfach an der Tiefe der Story. Um den gesamten Inhalt ausreichend zu beschreiben, hätte es mehr als ein Buch gebraucht. Denn schon allein um Vincent´s Status in der Gesellschaft zu festigen hätte es einfach mehr gebraucht, als das Wissen das jemand mit AA-Status besser ist, als jemand mit CC. Hier gab es zwar einige Beispiele wie eben das Recht auf Schulbildung oder die Schuldfrage bei Unfällen, aber man merkte das nur an der Oberfläche gekratzt wurde.


Dies traf auch Vincent und die weiteren Charaktere zu, welche aufgrund der geringen Seitenzahl nur oberflächlich behandelt wurden und mich daher mit ihrer Geschichte nicht wirklich packen konnten. Ich könnte jetzt noch nicht mal sagen, welche Statur oder Haarfarbe Vincent hatte, da er einfach in seiner eigenen Geschichte verschwand. Dies fand ich jedoch wirklich schade, denn die Ideen hinter dem Buch, hatten wirklich Potenzial. Immerhin ging es hier um eine Zukunft, welche durch eine virtuelle Welt beeinflusst wird und uns Veränderungen bringt, an die persönlich nie gedacht hätte. Das beste Beispiel waren hier die Robo-Tiere. Denn was will man machen, wenn die Tiere verschwinden oder aussterben? Mechanische Alternativen wären da eine Möglichkeit, weswegen ich diesen Aspekt des Buches wirklich nur loben kann.


Dies trifft auch auf den Schreibstil zu, welcher zwar Tiefe vermissen ließ, aber trotzdem sehr leicht und flüssig war. Dadurch kam ich wirklich gut durch die Handlung, welche mich immerhin hin und wieder überraschte.

Dieses Buch verließ ich eindeutig mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Ich finde es noch jetzt mega schade, das man nicht viel mehr aus der Story geholt hatte, denn da wäre wirklich noch mehr viel gewesen. Trotzdem konnte mich das Buch an ein paar Stellen wirklich überraschen und sogar begeistern. Allerdings nicht mit seinen Charakteren, denn die waren nur oberflächlich, sondern mit seinen Ideen in Bezug auf die Zukunft, die Technik und den vielen Möglichkeiten die sich daraus ergeben.

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Veröffentlicht am 08.03.2021

Eine tolle Story und Aufmachung, aber verwirrende Rätsel und Lösungen

Escape Quest - Der Meisterdieb von Paris (Arsène Lupin)
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Nachdem ich mit „Entkomme den Hexen von Salem“ so viel Spaß hatte, war ich natürlich auch auf das Abenteuer mit den legendären Meisterdieb Arsene Lupin gespannt. Neben coolen Rätseln erwartete ich eine ...

Nachdem ich mit „Entkomme den Hexen von Salem“ so viel Spaß hatte, war ich natürlich auch auf das Abenteuer mit den legendären Meisterdieb Arsene Lupin gespannt. Neben coolen Rätseln erwartete ich eine spannende Handlung, welche neben einem Diebstahl natürlich auch dessen Planung beinhaltete. Wäre ich nur nicht mit so großen Erwartungen, an dieses Rätsel-Abenteuer herangegangen.

Wie man daran vielleicht heraushören kann, war meine Erfahrung mit dem Buch nicht unbedingt positiv. Dies lag aber nicht an der Aufmachung oder den Illustrationen, sondern allein an den Rätseln, welche teils einfach verwirrend und unnötig kompliziert waren. Besonders wenn die Rätsel in den hinten zu findenden Hinweisen und Lösungen zwar aufgelöst werden, aber eben nicht erklärt. Dadurch ging es mir schon beim allerersten Rätsel wie vielen anderen auch. Ich verstand es nicht und erfuhr dann nur die Lösung. Mich interessierte aber, wie ich denn zur Lösung gekommen wäre. Wäre das nur einmal vorgekommen, hätte ich gekonnt darüber hinwegsehen können, aber so war es leider nicht. Wobei ich dies besonders auf die Hinweise und Lösungen beziehen muss. Mit der Lösung im Kopf ergaben schließlich auch so manche Rätsel Sinn. Leider nur nicht immer.

Das Problem dabei war aber, dass das Buch ab 12 Jahren freigeben ist und ich, trotz weitläufiger Erfahrung mit Escape Games nur knapp 25 % der Rätsel lösen konnte. Ok, Logik hängt nicht vom Alter ab, aber die Rätsel übersteigen stellenweise einfach den Wissenstand eines Kindes (und den von mir, wobei ich bereits 32 Jahre zähle). Ebenfalls nicht sehr angetan war ich von den herausnehmbaren Spielhilfen, welche für manches Rätsel benötigt wurden. Man brauchte sie diesmal häufiger und das gefiel mir, aber ihr Nutzen war für mich etwas verwirrend.

Trotzdem muss ich sagen, dass die Optik des Buches wirklich viel hermachte. Schon das Cover dürfte viele begeistern, da hier qualitativ wirklich etwas fürs Auge geboten wurde. Um so schöner das sich dieser Zeichenstil im gesamten Buch wiederfand und den Rätseln eine schöne Kulisse bot. Schon beim ersten Durchblättern war ich absolut begeistert, da auch durch den vermehrten Einsatz von Bildern, die Texte geringer waren. Dies war für mich eine große Stärke, da trotz der teils nur halbseitigen Erzählungen eine spannende Geschichte erzählt wurde. Und hey, das ist ja auch der Sinn der Sache, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Alternative zum realen Escape Room handeln soll.

Es hätte so schön sein können. Leider aber blieb es bei diesem hätte, denn so ganz überzeugen wollte mich dieses Rätsel-Abenteuer nicht. Dies lag aber weder an den Illustrationen oder der Geschichte, sondern allein an den Rätseln und ihren nicht genau beschriebenen Lösungen. Diese waren nämlich einfach zu verschachtelt oder erklärten nicht, wie man auf die Antwort kommen sollte. Irgendwie schon ein wenig unfair.

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