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Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein wundervolles Buch, unbedingt lesen!

Die Nachtbushelden
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Da mir Onjali Q. Raúf im vergangenen Jahr mit „Der Junge aus der letzten Reihe“ ein absolutes Highlight geschenkt hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr ein zweites Kinderbuch von ihr ...

Da mir Onjali Q. Raúf im vergangenen Jahr mit „Der Junge aus der letzten Reihe“ ein absolutes Highlight geschenkt hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr ein zweites Kinderbuch von ihr im Atrium Verlag erscheinen wird. Da stand für mich sofort fest, dass ich es unbedingt lesen muss.

Der 10-jährige Hector ist es gewohnt, ständig Ärger zu bekommen und von den Erwachsenen in der Regel „HECTOOOOOOOR“ gerufen zu werden, da er ihnen immerzu Gründe liefert, sich über ihn aufzuregen. Er mobbt seine Mitschüler, zieht sie ab, macht sich über sie lustig und auch gegenüber Erwachsenen verhält er sich respektlos und aufmüpfig. Bei dem Obdachlosen Thomas, der im Park wohnt, ist Hector mit seinem Streich aber eindeutig zu weit gegangen. Wenig später beschuldigt er ihn sogar noch, an den mysteriösen Diebstählen beteiligt zu sein, die sich seit kurzem in der Stadt ereignen. Als Hector seinen Irrtum erkennt, wird ein Umdenken in ihm stattfinden. Er möchte seinen Fehler unbedingt wieder gutmachen und den wahren Täter finden.

Da mir „Der Junge aus der letzten Reihe“ so unglaublich gut gefallen hat, habe ich mir von meinen zweiten Werk der Autorin natürlich ziemlich viel erhofft. Vielleicht zu viel? Nein, zum Glück nicht! Onjali Q. Raúf hat mich auch mit „Die Nachtbushelden“ auf ganzer Linie überzeugen können. Ich finde dieses Buch einfach nur zauberhaft und hoffe sehr, dass es den Weg zu zahlreichen Leserinnen finden wird. Die Geschichte, die in „Die Nachtbushelden“ erzählt wird, verdient es einfach von ganz vielen Menschen gelesen werden. Onjali Q. Raúf ist es mal wieder hervorragend gelungen, ernste und wichtige Themen auf eine kindgerechte und ehrliche Weise zu behandeln und ihre Handlung mit einer ganz bedeutsamen Botschaft zu versehen. Mit viel Einfühlsamkeit und Authentizität sensibilisiert sie junge Leserinnen für das allgegenwärtige Thema Obdachlosigkeit und zeigt auf, wie falsch es ist, einfach wegzuschauen und Obdachlose respektlos zu behandeln. Man muss hingucken und sollte irgendwie helfen, anstatt es den Obdachlosen mit einem unmenschlichen Verhalten nur noch schwerer zu machen. Diese Message vermittelt die Geschichte in „Die Nachtbushelden“ und sie liefert zudem tolle Denkanstöße, wie man selbst unterstützen kann.
Hinten im Buch befindet ein mehrseitiger Anhang über Obdachlosigkeit, der unter anderem ein Glossar und hilfreiche Anregungen enthält. Man spürt richtig, wie sehr dieses Thema der Autorin am Herzen liegt. Verdeutlicht wird dies noch durch ihr bewegendes Nachwort, in welchem sie uns von ihren eigenen Kindheitserfahrungen erzählt, die sie zu diesem Buch inspiriert haben.

Neben der Obdachlosigkeit beinhaltet die Erzählung noch eine weitere aktuelle Thematik: Mobbing. Anders aber, wie ich es sonst aus Kinderbüchern kenne, ist es nicht unser Hauptprotagonist, der gehänselt und gequält wird – er selbst ist es, der in die Rolle des Mobbers und Unruhestifters schlüpft.
Hector, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, ist anfangs ein sehr unangenehmer und gemeiner 10-jähriger Junge, der seine Mitschülerinnen bestiehlt, schikaniert und fiese Streiche spielt und rotzfrech zu Erwachsenen ist. Man kann Hector wahrlich nicht als Sympathieträger bezeichnen und obwohl es mir in Büchern eigentlich immer enorm wichtig ist, dass ich die Romanhelden mag, hat es mich hier tatsächlich überhaupt nicht gestört, dass ich unseren Protagonisten aufgrund seines rücksichtslosen und schockierendesn Verhaltens zunächst nicht mochte.
Hector wird jedoch eine beeindruckende Entwicklung durchmachen und dies mitzuerleben fand ich einfach nur wunderbar. Er wird auf lauter gutherzige und außergewöhnliche Menschen treffen mit deren Hilfe er lernen wird, wie wichtig es ist, seine Mitmenschen freundlich und sozial zu behandeln und Bedürftigen zu helfen. Da hätten wir beispielsweise den Obdachlosen Thomas, die einmalige Catwomen und seine toughe Klassenkameradin Mei-Li. Dank ihnen wird sich Hector zu einem ganz anderen, viel besseren Jungen entwickeln und was mir dabei besonders gut gefallen hat: Seine Charakterwandlung ist vollkommen glaubhaft und realistisch. Sie ist niemals zu schnell, jederzeit nachvollziehbar und zum Ende hin sogar richtig herzergreifend.

Neben den bereits genannten Aspekten handelt die Geschichte auch von Freundschaft und Zusammenhalt und sie beschert uns zudem ein packendes und unterhaltsames Detektivabenteuer. Diese Kombi konnte mich richtig begeistern. „Die Nachtbushelden“ berührt einen nicht nur und regt zum Nachdenken an – die Story lädt auch zum Mitfiebern und Mitraten ein und zaubert einem hin und wieder mal ein Schmunzeln auf die Lippen.

Für mich kam beim Lesen an keiner einzigen Stelle Langeweile auf. Die Handlung hat mich sofort in ihren Bann ziehen und durchweg fesseln können, sodass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Zu meinem flotten Lesetempo hat dann natürlich auch der Schreibstil beigetragen. Onjali Q. Raúf schreibt einfach großartig. Ihr Erzählstil ist leicht, mitreißend und authentisch und ausgezeichnet von Katharina Diestelmeier ins Deutsche übertragen – man fliegt beim Lesen wirklich nur so durch die Seiten.

Empfohlen wird das Buch ab 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Fürs Selberlesen würde ich persönlich „Die Nachtbushelden“ allerdings erst ab etwa 9 oder 10 Jahren empfehlen. Ich denke, dass es für 8-jährige Kids vielleicht noch ein bisschen zu schwierig sein könnte. Bezüglich des Folgens und Verstehens der Handlung sollten sie jedoch keine Probleme haben und da sich die Geschichte auch prima zum Vorlesen anbietet, halte ich die Altersangabe des Verlags für vollkommen angemessen.

Fazit: Onjali Q. Raúf hat es erneut geschafft und mir mit einem ihrer Bücher ein echtes Highlight beschert. Ich bin hellauf begeistert von der Art und Weise wie die Autorin jungen Leser
innen die wichtigen Themen Obdachlosigkeit und Mobbing näherbringt und wie geschickt sie diese Themen in einer spannenden Detektivgeschichte verpackt hat. „Die Nachtbushelden“ ist mit viel Herz, Feingefühl und Echtheit geschrieben und reißt einen durchgehend mit. Die Geschichte bewegt, rüttelt auf und klingt nach und sie ermutigt einen dazu, selbst aktiv zu werden. Mir hat es richtig das Herz erwärmt zu sehen, wie sich aus dem fiesen Mobber Hector ein wahrer Held entwickelt. Ich kann einfach jedem, egal ob Jung oder Alt, wirklich nur empfehlen, „Die Nachtbushelden“ zu lesen.Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Ein herrlicher Hörgenuss mit ganz viel Witz und Herz!

Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates
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Als ich das erste Mal von „Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Das ulkige und fröhlich gelbe Cover konnte meine Neugierde auf den ersten Blick wecken ...

Als ich das erste Mal von „Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Das ulkige und fröhlich gelbe Cover konnte meine Neugierde auf den ersten Blick wecken und der Klappentext klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich Freddie und seine zwei Freunde auf ihrer aufregenden Reise durch Wales unbedingt begleiten möchte und da das Hörbuch von Simon Jäger gelesen wird – einer meiner liebsten Hörbuchsprecher – zögerte ich keine Sekunde lang und ließ das Audiobook bei mir einziehen.

Als der 11-jährige Freddie nach dem Tod seiner Oma erfährt, wer sein biologischer Vater ist, steht für ihn sofort fest: Er will ihn unbedingt suchen! Gemeinsam mit seinen zwei weltbesten Freunden Ben und Charlie begibt er sich auf einen aberwitzigen Roadtrip quer durch Wales, stets den Fakten folgend und mit dem Ziel seinen leiblichen Vater zu finden. Dass er während seiner Reise ein Wunder nach dem nächsten erleben wird, hätte der 11-jährige nur nicht gedacht. Freddie glaubt schließlich eigentlich gar nicht an Wunder. Die vielen kuriosen Dinge und verrückten Abenteuer, die auf ihrer Reise geschehen werden, werden Freddie jedoch noch zeigen, dass man nicht immer alles logisch erklären kann.
Was die drei Freunde wohl alles auf ihrer Tour durch Wales erleben werden? Wird ihre Suche am Ende erfolgreich sein?

Ich liebe Roadtrip-Stories und Geschichten, die urkomisch und herzzerreißend zugleich sind und voller absurder Momente stecken, lese bzw. höre ich ebenfalls für mein Leben gerne.
Solltet ihr diese Leidenschaften mit mir teilen, kann ich euch nur nahelegen, den 11-jährigen Freddie Yates und seine beiden Freunde Ben und Charlie auf ihrer wilden Reise durch Wales zu begleiten. Und, ein weiterer großer Tipp von mir: Macht es wie ich und lasst das Hörbuch bei euch einziehen. Was bin ich froh, dass ich mich für die ungekürzte Lesung mit Simon Jäger entschieden habe! Hach, was hatte ich hier einen Spaß beim Hören. Das Buch wird natürlich auch der reinste Gute-Laune-Macher sein, ist ja schließlich dieselbe Story, aber ich könnte mir vorstellen, dass das Hörbuch noch einmal ein bisschen unterhaltsamer ist. Simon Jäger glänzt mal wieder in seiner Rolle und liest einfach nur göttlich. Für mich war das pure Vergnügen diesem Hörbuch zu lauschen und mit der lebendigen Vortragsweise von Simon Jäger diese umwerfend komische und wundervolle Geschichte kennenzulernen. Mit seiner angenehmen und vielfältigen Stimme beschert uns Simon Jäger über 5 Stunden allerschönsten Hörgenuss, den man so schnell nicht wieder vergisst.

Als ich mit dem Hören begann, war ich mir bereits nach wenigen Hörminuten vollkommen sicher, dass ich mit „Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates“ eine großartige Zeit verbringen werde. Der Sprecher, die humorvolle Erzählweise, unser Hauptprotagonist Freddie – ich war einfach von allem auf Anhieb begeistert. Tja, und wie ihr dem obigen Abschnitt meiner Rezension sehr gut entnehmen könnt, lag ich mit meiner Vermutung goldrichtig. ;)
„Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates“ erzählt eine zauberhafte Abenteuergeschichte über Freundschaft, die Bedeutung von Familie, Verlust, Mut und Zusammenhalt und ist mit ganz viel Herz, Witz, Charme und Leichtigkeit geschrieben. Ist man in einem Moment noch breit am grinsen oder herzhaft am lachen, sitzt man im nächsten Augenblick schon wieder ganz gerührt und bewegt da. Jenny Pearson hat in meinen Augen eine fabelhafte Mischung aus Komik, Traurigkeit und Tiefgang geschaffen, sodass sie uns mit ihrem Buch nicht nur bestens unterhält, sondern auch sehr nachdenklich stimmt.

Empfohlen wird das Hörbuch am 10 Jahren und dem schließe ich mich an. Jenny Pearson behandelt das Thema Tod auf eine sehr kindgerechte und einfühlsame Weise, sodass die Handlung niemals zu ernst oder bedrückend wird.

Erfahren tun wir alles aus der Sicht des 11-jährigen Freddie in der Ich-Perspektive. Freddie fand ich einfach nur klasse. Mit seinen liebenswerten, lustigen und einmaligen Besonderheiten hat er sich sofort in mein Herz geschlichen und von der Art und Weise wie er uns die Geschichte erzählt, war ich von Beginn an ganz hingerissen. Jenny Pearson ist es vortrefflich gelungen aus der Sicht eines 11-jährigen Jungen zu schreiben und lässt ihren Romanhelden mit der genau richtigen Portion an kindlicher Unschuld von seinen Erlebnissen berichten. Es ist einfach die reinste Freude, Freddies Erzählungen zu lauschen.

Neben Freddie konnte mich die Autorin auch mit den weiteren Charakteren komplett überzeugen. Da hätten wir beispielsweise Freddies nicht-biologischen Vater, stets Dad genannt, der ein herzensguter Kerl ist und Freddie wie seinen eigenen Sohn liebt, oder ein wütender Bandit, mit dem wahrlich nicht gut Kirschen essen ist. Und dann wären da natürlich noch Ben und Charlie, Freddies zwei weltbeste Kumpels. Ben und Charlie haben mein Herz ebenfalls im Sturm erobert. Die zwei sind, wie Freddie, einfach einzigartig und haben mir mit ihren amüsanten Eigenarten ständig ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Vor allem Charlie fand ich herrlich. Er war ganz klar mein heimlicher Star der Geschichte.

Gemeinsam mit den drei Freunden begibt man sich als Hörer auf einen irrwitzigen Roadtrip quer durch Wales, mit dem Ziel Alan Froggley zu finden, Freddies leiblichen Vater. Was die drei dabei alles erleben werden, ist teilweise echt erstaunlich. Und superwitzig. Dass ihre Suche sie quer durch Wales führen wird, sie an einem Zwiebelwettessen teilnehmen, in Superheldenkostümen für ordentlich Aufruhr sorgen und sogar ins walisische Fernsehen kommen werden, hätte wohl keiner von ihnen gedacht. Und dass sie mit einem fuchsteufelswilden Diamentendieb einander geraten werden, erst recht nicht. Die abenteuerliche Reise von Freddie, Ben und Charlie sprüht nur so vor Kuriositäten, Überraschungen, Spaß und Wunder. Ihr könnt mir glauben: Langeweile sucht man hier wahrlich vergebens.

Ob es den Freunden schließlich noch gelingen wird, Alan Froggley zu finden, werde ich hier natürlich nicht verraten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Mir jedenfalls hat das Ende ausgesprochen gut gefallen. Es ist traurig und wunderschön zugleich und rundet diese wundersame Geschichte perfekt ab.

Fazit: Warmherzig, mitreißend, unheimlich witzig. Ein unvergessliches Hörerlebnis für Jung und Alt!
Jenny Pearson hat mit „Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates“ einen wunderbaren Kinderroman ab 10 Jahren geschrieben, mit dem sie mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Mir hat es unglaublich viel Vergnügen bereitet Freddie, Ben und Charlie auf ihrer turbulenten Reise durch Wales zu begleiten und gemeinsam mit ihnen ein verrücktes Abenteuer und kurioses Ereignis nach dem nächsten zu erleben. Ich war immerzu am Mitfiebern, habe mich stellenweise köstlich amüsiert, saß des öfteren auch mal sehr ergriffen da und zu sehen, was für eine tolle Freundschaft die drei Jungs verbindet, hat mir so richtig das Herz erwärmt. Vorgelesen wird das Ganze grandios von Stimmwunder Simon Jäger. Einen besseren Sprecher hätte man für dieses Hörbuch in meinen Augen nicht finden können. Simon Jäger ist wirklich die ideale Besetzung für „Die unglaubliche Wunderreise des Freddie Yates“.
Von mir gibt es eine absolute Hörempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.04.2021

Ein wunderbarer sommerlicher Wohlfühlroman mit viel Herz und Humor!

Pension Herzschmerz
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Von der Autorin Christin-Marie Below hatte ich im vergangenen Jahr ihr Kinderbuch „Mirella Manusch“ gelesen, welches sie gemeinsam mit ihrer Mutter Anne Barns geschrieben hat. Da mich die beiden mit dem ...

Von der Autorin Christin-Marie Below hatte ich im vergangenen Jahr ihr Kinderbuch „Mirella Manusch“ gelesen, welches sie gemeinsam mit ihrer Mutter Anne Barns geschrieben hat. Da mich die beiden mit dem Buch auf ganzer Linie überzeugen konnten und ich zudem ungeheuer gerne Inselromane lese, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von dem ersten Solobuch von Christin-Marie Below erfuhr. Da stand für mich sehr schnell fest, dass ich es unbedingt lesen muss.

Die 28-jährige Louise ist sofort zur Stelle, als ihre Freundin Anna sie um Hilfe bittet. Ihr Freund Nils muss also leider auf den gemütlichen Abend mit ihr inklusive Fußmassage verzichten – Anna, die gerade herausgefunden hat, dass ihr Freund sie betrügt, hat nun Vorrang. Nils ist alles andere als begeistert und als Lou ihrer Freundin anbietet, für einige Zeit in ihr Gästezimmer zu ziehen, sinkt seine Stimmung noch weiter. Als die beiden jungen Frauen dann auch noch wenig später beschließen nach Norderney zu reisen, um ihrer dort lebenden Freundin Kim, die sich den Fuß gebrochen hat, Beistand zu leisten, ist für Nils endgültig Schluss. Er stellt Lou vor die Wahl: Er oder ihre Freundinnen. Lou ist fassungslos. Sie trennt sich kurzerhand von Nils und steht nun vor der Frage: Was nun? In die Wohnung zurückkehren? Oder vielleicht doch lieber auf Norderney bleiben und ihre Idee in die Tat umsetzen? Die Idee von einer eigenen Pension?
Gleich am ersten Abend ist den drei Freundinnen bei viel Alkohol, Schokolade und Liebeskummer der Gedanke gekommen, zusammen eine Pension für Menschen mit gebrochenen Herzen zu eröffnen: Die Pension Herzschmerz. Was zunächst eigentlich nur eine Schnapsidee war, wird sehr schnell zu einem handfesten Plan. Lou, Anna und Kim wollen ihr Vorhaben unbedingt verwirklichen. Ob ihnen das gelingen wird? Und was wird die Insel für die drei Freundinnen in Sachen Überraschungen und Liebe wohl bereithalten?

Hach, war das schön. Vorhin habe ich „Pension Herzschmerz“ beendet und gedanklich befinde ich mich immer noch auf diesem malerischen Fleckchen Erde, das sich Norderney nennt. Echt schade, dass man nicht in Buchwelten hineinspringen kann. „Pension Herzschmerz“ hat in mir so ein richtiges Fernweh nach Norderney ausgelöst, sodass ich während des Durchschmökerns am liebsten in die Geschichte hineingehopst wäre, für Urlaub auf der Insel mit Sonne, Strand und Meer. Es ist mir dank der bildhaften und stimmungsvollen Beschreibungen allerdings auch über das Lesen prima geglückt, mich nach Norderney zu träumen und mir alles ganz genau vorzustellen. Christin-Marie Below hat den besonderen Charme der Insel und dessen Atmosphäre wahrlich perfekt eingefangen und macht uns diesen himmlischen Urlaubsort mit ihrem Buch so richtig schmackhaft.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in die Handlung. Der locker-leichte Schreibstil konnte umgehend bei mir punkten – für mich hat er sich super angenehm flüssig lesen lassen.
Auch unsere 28-jährige Ich-Erzählerin Louise, oder kurz Lou, gefiel mir vom ersten Moment an unheimlich gut. Mit ihrer liebenswerten, offenen und hilfsbereiten Art hat sie sich sofort in mein Herz geschlichen und ihre Freundin Anna hat sich nur wenig später mit viel Schwung dazugesellt. Anna fand ich ebenfalls einfach nur klasse. Ich mochte ihre impulsive, witzige und toughe Art total gerne und musste öfters sehr über sie schmunzeln. Kim, die Dritte im Bunde, dürfen wir kurz nach Lous und Annas Ankunft auf der Insel kennenlernen und auch sie war mir auf Anhieb sympathisch. Die drei jungen Frauen sind ziemlich verschieden, ergänzen sich aber perfekt und ergeben zusammen ein wahres Dreamteam. Mir hat es richtig das Herz erwärmt zu sehen, was für eine innige und großartige Freundschaft die Drei verbindet. So tolle Freundinnen, auf die man immer zählen und sich verlassen kann und die stets ehrlich zu einem sind, wünscht sich wohl jeder.

Neben unserem Dreiergespann konnte mich die Autorin auch mit den Nebencharakteren vollends überzeugen. Allesamt sind sie sehr lebensnah und glaubhaft gezeichnet und verzaubern uns Leserinnen mit ihren reizenden Eigenarten und Besonderheiten. Da hätten wir zum Beispiel Fiete, ein superlieber und gutherziger Kerl, die einmalige alte Dame Beeke und Jan, den charmanten Bürgermeister der Insel.

Zusammen mit dieser bunten Truppe von herzerfrischenden Charakteren erlebt man als Leser
in eine äußerst turbulente, unterhaltsame und wundervolle Zeit auf Norderney. Man verliebt sich gemeinsam mit Lou und Anna in die Insel, verbringt gemütliche Abende mit den drei Mädels (und der ein oder anderen Spinne) in einer kleinen Gartenlaube, man geht lecker mit ihnen essen und zusammen mit Lou und Anna kutschiert man Kim in einer coolen Ritschka zu ihren Fußpflegeterminen.

Besonders gut gefallen hat mir, wie sehr die enge Freundschaft von Lou, Anna und Kim im Vordergrund der Handlung steht. Ich persönlich hatte tatsächlich mit einem etwas größeren Lovestoryanteil gerechnet, muss ich sagen, bin aber in keinster Weise enttäuscht darüber, dass dieser geringer ausfiel als von mir erwartet. Ganz im Gegenteil, für mich war einfach alles rundum stimmig. Aber keine Sorge an alle Romantiker: Natürlich bekommt man hier auch liebestechnisch etwas geboten. Wie genau und wer mit wem werde ich hier allerdings nicht verraten. Spannung muss schließlich sein.

Apropos Spannung: Neben den zahlreichen heiteren und herzerwärmenden Momenten kam für mich auch der aufregende Teil nicht zu kurz. Werden die drei Freundinnen ihren Traum von einer eigenen Inselpension verwirklichen können? Werden sie genügend Fürsprecher gewinnen können, mit denen sie Swantje davon überzeugen können, ihnen ihre Pension für ihr Herzensprojekt zu überlassen? Wie wird es den Mädels auf der Insel ergehen, mit zwei gebrochenen Herzen und einem gebrochenen Fuß? Was wird sich in Sachen Liebe bei den Freundinnen tun? Also ich bin beim Lesen so richtig ins Mitfiebern geraten und wollte am liebsten gar nicht mehr aus der Geschichte auftauchen.

Fazit: Ein absolutes Wohlfühlbuch mit viel Herz, Humor und Urlaubsfeeling!
Christin-Marie Below hat mit „Pension Herzschmerz“ einen wunderbaren Sommerroman auf Papier gebracht, der voller charmanten Inselflair, vergnüglichen Schmunzelmomenten und starker Frauenpower steckt, von Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und dem Verwirklichen von Träumen handelt und einfach nur glücklich macht. Ich habe meine gemeinsame Zeit mit den Freundinnen Lou, Anna und Kim und den Insulanern richtig genossen und hatte beim Lesen die herrlichsten Bilder von Norderney im Kopf. Über einen Folgeband würde ich mich sehr freuen. Ich kann „Pension Herzschmerz“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Eine wunderschöne Fortsetzung!

Pia & Poppy und das Rätsel um den Seelöwen
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Da mir Katharina Reschke mit dem Auftakt ihrer Pia & Poppy-Reihe im vergangenen Jahr ein wahres Kinderbuchhighlight beschert hat, habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen gefiebert. ...

Da mir Katharina Reschke mit dem Auftakt ihrer Pia & Poppy-Reihe im vergangenen Jahr ein wahres Kinderbuchhighlight beschert hat, habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf mein Wiedersehen mit Pia, Poppy und Co. habe ich mich riesig gefreut!

Pia war zunächst wenig begeistert darüber, dass sie die Sommerferien mit ihren Eltern in San Francisco verbringen muss, anstatt wie gewohnt Urlaub an der Ostsee zu machen. Ihr anfänglicher Missmut hat sich dann Poppy Williams aber im Nu gelegt. Pia genießt ihre Ferien in San Francisco inzwischen in vollen Zügen und liebt es ganz viel Zeit mit ihrer neuen Freundin Poppy zu verbringen. Mit der barfüßigen und lustigen Poppy kann man einfach die tollsten Abenteuer erleben. Das nächste soll dann auch gar nicht lange auf sich warten lassen. Als die beiden Mädchen mit den Zwillingen Alfie und Olivia am Strand ein verletztes Seelöwenbaby entdecken und von der Tierklinik kurz darauf erfahren, dass gefährliche Plastikteile in dem Magen der kleinen Robbe sind, ist sofort der Spürsinn der Kinder geweckt. Sie wollen unbedingt herausfinden, wer für das viele Plastik an der Meeresküste verantwortlich ist.

Irgendwie ist mein Eindruck, dass die Pia & Poppy-Serie bisher nicht die Aufmerksamkeit erhalten hat, die sie verdient. Die Reihe scheint, leider, ein echter Geheimtipp zu sein. Finde ich richtig schade. Also ich kann jedem, egal ob Jung oder Alt, wirklich nur ans Herz legen die Bekanntschaft von Pia und Poppy zu machen und ihre unvergesslichen Erlebnisse kennenzulernen. Wenn ihr gerne spannende und unterhaltsame Detektivgeschichten lest, außergewöhnliche Figuren mögt und das Setting San Francisco liebt, werdet ihr von den Pia & Poppy-Geschichten garantiert genauso entzückt sein wie ich es bin. Ich rate allerdings sehr, besser mit dem Serienstart zu beginnen, da die Bücher aufeinander aufbauen. Man kann der Handlung in der Fortsetzung meiner Ansicht nach zwar auch ohne Vorkenntnisse gut folgen, allerdings ist die Lesefreude zweifellos deutlich höher, wenn man die chronologische Reihenfolge der Bände einhält.

Da ich mich noch sehr gut an die Geschehnisse aus dem Auftakt erinnern konnte, habe ich völlig problemlos in das Pia & Poppy-Universum zurückgefunden.
Bei mir trat von Beginn an das ein, was schon beim ersten Band der Fall war: Einmal in die Geschichte versunken, wollte ich am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen. Ich habe mich sofort pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt und von den ersten Zeilen an gespürt, dass ich auch dieses Mal eine wundervolle Zeit mit Pia, Poppy und den weiteren Charakteren verbringen werde. Meine anfängliche Vermutung sollte sich dann auch als goldrichtig erweisen: Katharina Reschke hat in meinen Augen mit „Pia & Poppy und das Rätsel um den Seelöwen“ einen rundum gelungenen Folgeband aufs Papier gebracht, mit welchem sie mich genauso mitreißen und verzaubern konnte wie es ihr mit dem Vorgänger geglückt ist.

Erzählt wird auch dieses Mal alles aus der Sicht der 10-jährigen Pia in der dritten Person. Pia habe ich schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist sympathisch, authentisch und ein eher ruhiger und schüchterner Typ, zugleich schlummert in ihr aber auch ein sehr abenteuerlustiges Mädel. Mit ihr hat die Autorin eine bezaubernde Hauptprotagonistin erschaffen, die man sofort gernhaben muss.
Bei Poppy schaut das ganz genauso aus. Sie ist ein ziemlicher Gegensatz zu Pia. Sie ist frech, aufgeweckt und mutig und ein richtiger Wildfang. Poppy ist einmalig, man muss dieses fröhliche Hippie-Mädchen einfach lieben.

Pia und Poppy sind wahrlich ziemlich verschieden, passen aber vermutlich gerade deswegen so gut zusammen. Die beiden ergänzen sich perfekt und können sich stets aufeinander verlassen. Zu sehen, was für eine großartige und innige Freundschaft die beiden Mädchen inzwischen verbindet, hat mir beim Lesen so richtig das Herz erwärmt.

Gemeinsam mit diesem einzigartigen Duo erlebt man als Leserin auch dieses Mal eine sehr aufregende, spaßige und wunderbare Zeit voller Abenteuer und guter Sommerlaune.
Wie der Vorgänger, so erzählt auch der zweite Band ein packendes Detektivabenteuer, bei welchem jede Spürnase ganz auf ihre Kosten kommen wird. Die Ermittlungen von Pia, Poppy und den Zwillingen Alfie und Olivia laden durchweg zum Mitfiebern und Mitraten ein, gleichzeitig vermitteln sie aber auch wichtige Themen und Werte sowie viel interessantes Wissen über Seelöwen und das Leben in San Francisco. Besonders klasse fand ich, wie stark der Umwelt- und Tierschutz im Fokus der Handlung steht. Die Geschichte regt sehr zum Nachdenken an und lehrt so einige schöne Dinge, was mir wirklich unglaublich gut gefallen hat.

Was ebenfalls wieder nicht zu kurz kommt, ist der Humor. Da wäre zum einen natürlich die liebe Poppy mit ihrer quirligen und vorlauten Art, die für richtig gute Stimmung sorgt. Über ihre Familie musste ich aber auch sehr schmunzeln. Poppys Mutter ist eine ziemlich coole Mum und ihre Oma, die eine Hippie-Omi durch und durch ist, ist ebenfalls der Hit.
Köstlich amüsiert habe ich mich auch wieder über die Villa Furtuna, in der Pia mit ihren Eltern während ihres San Francisco-Aufenthaltes wohnt. Dieses hochmoderne Haus ist echt genial, sag ich euch, nur leider funktionieren viele der Erfindungen noch nicht so gut. Dieses Mal dürfen wir den Spiegel Looky kennenlernen, der eindeutig noch nicht korrekt programmiert ist, hihi.

Mit der Villa Furtuna leite ich dann auch mal zum Setting über. Von diesem könnte ich euch erneut endlos etwas vorschwärmen. Katharina Reschke nimmt uns auch dieses Mal nach San Francisco mit und zaubert uns mit ihren bildhaften und stimmungsvollen Beschreibungen lauter traumhafte Bilder in den Kopf. Dieses besondere San Francisco-Feeling ist der Autorin wahrhaft wieder grandios gelungen und auch die sommerliche Urlaubsatmosphäre ist einfach nur herrlich. Für den Sommer kann ich die Pia & Poppy-Reihe daher ganz besonders empfehlen.

Die Altersangabe vonseiten des Verlags liegt bei ab 8 Jahren und dem schließe ich mich. Die Schrift ist angenehm groß, der Schreibstil ist leicht und flüssig und die Kapitel sind sehr kurz. Geübtere Leser
innen ab 8 Jahren sollten bei der Pia & Poppy-Serie keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben. Zum Vorlesen bietet sich die Reihe aber auch ideal an.

Dann noch ein paar Worte zu der Innengestaltung. Illustriert wurde auch dieser Band von Anne-Kathrin Behl. Mir haben ihre schwarz-weiß Illustrationen wieder total gut gefallen. Sie sind sehr liebevoll gezeichnet und verstärken dieses tolle sommerliche San Francisco-Flair nur noch. Besonders angetan bin ich wieder von der Zeichnung an den Kapitelanfängen, die die Golden Gate Bridge zeigt. Immer, wenn ich dieses Bild betrachte, überkommt mich ein richtiges Fernweh nach San Francisco.

Die Geschichte endet in sich abgeschlossen, Potenzial für weitere Folgebände ist jedoch definitiv vorhanden. Also ich mich würde mich sehr über viele weitere Abenteuer mit Pia und Poppy freuen!

Fazit: Ein wunderschönes Lesevergnügen voller Abenteuer, Sommer und guter Ferienlaune!
Katharina Reschke hat mit dem zweiten Band ihrer Pia & Poppy-Reihe eine fabelhafte Fortsetzung aufs Papier gebracht, mit welcher sie mich genauso begeistern konnte wie mit dem Vorgänger. Auch der zweite Detektivfall von Pia und Poppy lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und lädt von Beginn an zum Träumen und Wohlfühlen ein. Die Geschichte ist mitreißend, humorvoll, lehrreich und warmherzig und ganz zauberhaft von Anne-Kathrin Behl illustriert. Ich hatte unheimlich viel Spaß beim Lesen und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Mal wieder einfach nur genial! Ich liebe diese Reihe!

Penny Pepper – Hochzeitstorten und Halunken
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Hurra, endlich geht es mit „Penny Pepper“ weiter! Seit dem Auftakt bin ich ein großer Fan dieser einzigartigen Comicroman-Reihe und habe bisher jeden Band so richtig gefeiert. Auf den neunten Fall von ...

Hurra, endlich geht es mit „Penny Pepper“ weiter! Seit dem Auftakt bin ich ein großer Fan dieser einzigartigen Comicroman-Reihe und habe bisher jeden Band so richtig gefeiert. Auf den neunten Fall von Penny und Co. habe ich mich daher wahnsinnig gefreut.

Endlich ist es soweit: Frau Weinerlein, die Klassenlehrerin von Penny, Ida, Flora und Marie, und der Hausmeister der Schule, Herr Örtel, heiraten! Die vier Freundinnen sind ganz aus dem Häuschen und freuen sich zudem riesig darüber, dass sie auf der Hochzeit die Blumenmädchen sein dürfen. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden dürfen sie sogar unter der Anleitung eines berühmten französischem Konditors beim Backen und Verzieren der Hochzeitstorte mithelfen. Die Torte wird ein wahres und gigantisches Kunstwerk und sieht verdammt lecker aus. Auch sonst verlaufen die Hochzeitsvorbereitungen wunderbar, sodass alle dem großen Tag ganz erwartungsvoll und voller Vorfreude entgegen fiebern. Doch dann verschwindet auf einmal die Torte. Wer hat sie geklaut? Und warum? Penny und ihre drei Freundinnen wittern sofort einen neuen spannenden Fall und machen sich umgehend ans Ermitteln. Ob sie den Dieb und die Hochzeitstorte rechtzeitig finden werden?

Ehe ich euch berichte, wie mir das neue Detektivabenteuer von Penny und Co. gefallen hat, kurze Info an alle Neueinsteiger: In meinen Augen sollte es kein Problem sein, wenn man ohne Vorwissen in den neunten Band eintaucht. Da die Bände in sich abgeschlossene Geschichten erzählen und nicht groß aufeinander aufbauen, ist das Einhalten der chronologischen Reihenfolge meiner Ansicht nach nicht erforderlich. Ich persönlich würde allerdings dennoch raten, zumindest den Serienstart gelesen haben, ehe man in „Hochzeitstorten und Halunken“ eintaucht.

Nachdem es in Band 8 hieß fiesen Schurken an Pennys Schule das Handwerk zu legen, gilt es dieses Mal hochzeitstortenklauenden Halunken auf die Schliche zu kommen. Wie die acht Vorgänger, so beschert uns Ulrike Rylance auch mit Teil 9 ihrer wundervollen Penny Pepper-Reihe eine spannende Detektivgeschichte, die die Herzen aller Spürnasen höher schlagen lässt und uns Leserinnen eine lange Zeit im Dunkeln tappen lässt. Selbst ich, als Erwachsene, hatte eine ganze Weile keinen Plan, wer nur der wahre Hochzeitstortendieb sein könnte. Verdächtige gibt es so einige auf Pennys Liste – wer von ihnen ist es aber wirklich der Übertäter oder die Übertäterin? Oder ist es vielleicht jemand ganz anderes? Und was ist das Motiv? Ich kann euch versprechen: Man kommt aus dem Mitfiebern und Miträtseln gar nicht mehr heraus.

Neben der Spannung kommen selbstverständlich auch die lustigen Momente und der Sprachwitz mal wieder nicht zu kurz. Hach, was hatte ich hier einen Spaß beim Lesen! Ich liebe einfach den Humor in den Penny Pepper-Büchern und lese sie quasi immer mit einem Dauergrinsen auf den Lippen. So haben ich mich beispielsweise erneut über die urkomischen Ausrufe von Pennys kaputten Diktiergerät köstlich amüsiert. Diese Diktiergerät ist einfach der Knaller und ganz klar mein heimlicher Star in dieser Reihe. Allein schon die Zeichnung von diesem eigenwilligen Gerät mit diesem schelmischen Blick lässt mich jedes Mal breit schmunzeln.

Apropos Zeichnung: Die außergewöhnliche Innengestaltung kann sich wahrlich ebenfalls wieder sehen lassen. Ulrike Rylance und Lisa Hänsch sind schon längst ein eingespieltes Team und zaubern gemeinsam stets die wunderbarsten Comicromane aufs Papier. Auch in diesem Band harmonieren Text und Bild perfekt miteinander. Es gibt lauter originelle Schriftspielereien und Handletterings sowie zahlreiche humorvolle schwarz-weiß Illustrationen im Comicstil. Die gesamte Aufmachung des Buches ist einfach nur brillant und so herrlich kreativ. Ich bin mir sehr sicher, dass sich bei der „Penny Pepper“ - Serie selbst der allergrößte Lesemuffel in einen begeisterten Buchverschlinger verwandeln wird. Für lesefaule Kinder ist diese Reihe definitiv ideal geeignet

Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Kids ab diesem Alter sollten bei den Penny Pepper-Geschichten keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben. Deutlich älteren Leser
innen kann ich die Abenteuer von Penny und Co. aber auch nur ans Herz legen. Für diese wunderschöne Reihe ist man ganz klar nie zu alt.

Für Detektivfans ist „Penny Pepper“ ganz klar ein absolutes Muss. So bescheren uns die Bücher nicht nur knifflige Fälle – Penny versorgt uns auch stets mit coolen Detetivtipps. Der neunte Band bildet da natürlich keine Ausnahme.
Feinschmecker werden dieses Mal übrigens ebenfalls großen Grund zur Freude haben: Auf dem Vorsatzpapier gibt es ein tolles Rezept für Pennys Schokotorte. Ausprobiert habe ich es noch nicht, was ich aber noch ändern werde. Das Rezept hört sich echt lecker an, yummy!
Neben den bereits genannten Dingen sind natürlich auch wieder die Infokästen mit von der Partie, in denen uns Penny Redewendungen und schwierige Wörter erklärt. Auch wichtige Werte wie Freundschaft, Vielfalt und Zusammenhalt sind Teil der Geschichte und wir erfahren sogar noch ein bisschen was über verschiedene Hochzeitsbräuche. Was will man mehr? Also ich bin einfach nur begeistert von dem neunten Penny Pepper-Abenteuer und hoffe sehr auf einen zehnten Band!

Fazit: Mitreißend und superwitzig! Ein weiterer genialer Folgeband, der riesengroße Lust auf mehr macht!
Ich habe mich eindeutig mal wieder zurecht so sehr auf mein Wiedersehen mit Penny und Co. gefreut: Mir hat der neunte Band ein herrliches Lesevergnügen beschert. Ulrike Rylance und Lisa Hänsch ist gemeinsam mit „Hochzeitstorten und Halunken“ eine erneute rundum gelungene Detektivgeschichte geglückt, die vor Witz, Charme und Einfallsreichtum nur so sprüht, an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt, spitzenklasse aufgemacht ist und einfach der totale Gute-Laune-Macher ist. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und mich dabei prächtig amüsiert. Von mir gibt es eine fette Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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