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Veröffentlicht am 08.05.2021

In sieben Schritten durch die Weltgeschichte

Wie Hitler das Skateboard erfand
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In sieben Schritten durch die Weltgeschichte? Aha!

Wie kommt man erfolgreich von A nach B und das einmal durch die ganze Weltgeschichte? Genau, Danny Kringniel hat es uns in seiner Spiegel-Online-Kolumne ...

In sieben Schritten durch die Weltgeschichte? Aha!

Wie kommt man erfolgreich von A nach B und das einmal durch die ganze Weltgeschichte? Genau, Danny Kringniel hat es uns in seiner Spiegel-Online-Kolumne vorgemacht. Es geht um Musik, um Sport und natürlich auch um Film- und Fernsehen.

Aber was wäre eine gute Kolumne ohne Politik? Von dort geht es zu unbedingt notwendigen Erfindungen und deren Nebenwirkungen bis hin zur Liebe, die ja auf gar keinen Fall fehlen darf.

Im letzten Kapitel geht es in die unendlichen Weiten des Weltraumes und tja, auch irgendwie zu uns selbst. Tatsächlich hinterlässt uns der Autor auf den letzten Seiten Bastelbögen. Sozusagen Do it yourself für den Leser. Selbstverständlich mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad.

Also, wie kommt also Frank Sinatra dazu, aus einer Glühbirne eine tödliche Waffe zu machen und wie genau hat ausgerechnet Cäsar den FC Bayern München gegründet.

Was immer sehr fadenscheinig anfängt entpuppt sich dann als klare Zielgerade und dass in genau sieben Schritten!

Fazit

Ich gebe zu, ich habe doch noch so einiges gelernt. Kurze und knackige Storys führen einen wirklich durch die Weltgeschichte und lassen dabei auch keine Skurrilität aus.

Was vom Autor Danny Kringiel so scheinbar spielend leicht vorgemacht, entpuppt sich selbst mit Hilfe der Bastelbögen doch öfters als gedacht als Holzweg.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

König der Lüfte

Highfire - König der Lüfte
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König der Lüfte

Vern lebt sehr zurückgezogen auf einer kleinen Insel im Bayou. Bis auf Waxman weiß eigentlich niemand von seiner Existenz. Und das ist auch gut so, schließlich ist Vern ein Drache und ...

König der Lüfte

Vern lebt sehr zurückgezogen auf einer kleinen Insel im Bayou. Bis auf Waxman weiß eigentlich niemand von seiner Existenz. Und das ist auch gut so, schließlich ist Vern ein Drache und wahrscheinlich der letzte seiner Art.

Vern ist ein großer Flashdance Fan, liebt sein Kabelfernsehen und Wodka. Leider bringt der junge Squib sein ruhiges und beschauliches Leben gehörig durcheinander, als er Constable Hooke bei einem Mord filmt, entdeckt wird und sich ausgerechnet auf diese kleine Insel flüchtet.

Vern rettet ihm das Leben, was allerdings gleichzeitig bedeutet, dass er seine Tarnung aufgeben muss. Damit beginnt ein Kampf auf Leben und Tod!

Eoin Colfer versteht es sehr gut, unsere Welt, wie wir sie kennen, um fantastische Lebewesen zu bereichern. Diese fügen sich so gut ein, dass man fast schon hofft, sie irgendwann auch einmal zu Gesicht zu bekommen.

Vern der Drache und Herr der Alligatoren im Bayou, ist trotz seiner unglaublichen Drachenfertigkeiten menschlicher als viele unserer Artgenossen!

Ein wenig faul (aber was kann er auch schon machen, ohne entdeckt zu werden), fernsehsüchtig und vielleicht sogar ein bisschen alkoholabhängig, hat er allen Grund die Menschen zu hassen. Schließlich haben sie in den vergangenen Jahrhunderten praktisch seine ganze Art vernichtet!

Und auch Vern war in seinem langen Leben häufig der Verfolgung ausgesetzt und musste öfters dem Tod ein Schnippchen schlagen. Und trotzdem rettet er fast ohne zu zögern einem Jungen das Leben.
Die Geschichte, die sich um diese beiden Protagonisten entspinnt, ist extrem fesselnd, nervenaufreibend und sehr blutrünstig!

Auch wenn es ein wenig wie ein Kinder- oder Jugendbuch daherkommt, würde ich es eher für die älteren Jugendlichen empfehlen und natürlich für alle Erwachsenen, die gerne mal ihren Horizont in Fantasiewelten erweitern. Eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Ricou im tiefsten Angola

Die Wüstenkönigin
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Der Richter in Angola

Bestechung und Korruption sind ganz genau das richtige für Richter Ricou. Ulrich Wickert lässt seinen aufrichtigen und ehrlichen Richter Ricou von Paris aus sein Recht ausüben. Doch ...

Der Richter in Angola

Bestechung und Korruption sind ganz genau das richtige für Richter Ricou. Ulrich Wickert lässt seinen aufrichtigen und ehrlichen Richter Ricou von Paris aus sein Recht ausüben. Doch dieses Mal führt es Ricou nach Angola.

Seine Liebe zu der Stadt Paris ist so unglaublich, dass er stets auf der Spur nach mysteriösen Machenschaften ist und ganz frisch auf eine neue Spur gestoßen ist.

Er stolpert wie selbstverständlich über korrupte französische Politiker und deren ziemlich dubiose Geldgeschäfte.

Das bringt in ins ferne Angola. Ricou stellt sich mächtigen Waffenhändlern und einer Menge Söldner in den Weg. Zahlreiche Widersacher stellen ihm sich in den Weg, aber unverhofft muss er vor Ort feststellen, dass er unvermutet Unterstützung erhält.

Die Rache bahnt sich ihren Weg und hinterlässt ebenfalls eine kleine Spur der Verwüstung. Ricou hat so eine Ahnung, wer hier seinen ganz eigenen Feldzug führt. Schnell muss er feststellen, dass es nicht nur um Waffen und Geld geht. Viel erschreckender macht sich in ihm eine Ahnung breit…
Fazit
Beeindruckend schildert Wickert die Verstrickung von Politik, Geldgier und der Suche nach einem besseren Leben.
Eindrucksvoll und ohne allzu blutig zu werden wird die Rache einer Frau, die in ihrem Leben selten Liebe und Glück kennengelernt hat, zum zentralen Thema.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 21.04.2021

Neuanfang

Kaninchenherz
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Gesine ist glücklich in ihrem Job. Auf dem Friedhof als Gärtnerin hat sie kaum Kontakt zu Menschen und geht den Besuchern großzügig aus dem Weg.

Auf der gerade stattfindenden Beerdigung stellt sie so ...

Gesine ist glücklich in ihrem Job. Auf dem Friedhof als Gärtnerin hat sie kaum Kontakt zu Menschen und geht den Besuchern großzügig aus dem Weg.

Auf der gerade stattfindenden Beerdigung stellt sie so erschrocken fest, dass es sich bei der Toten um ihre Schwester handelt.

Schon sehr lange hatte sie zu ihrer Familie keinen Kontakt mehr. Nach dem Tod ihres Sohnes hat sie ein völlig neues Leben angefangen und ist allen Freunden und Verwandten aus dem Weg gegangen.

Sogleich vermutet Gesine einen perfiden Racheakt ihrer Schwester. Auch aus dem Grab heraus wird sie von ihrer Schwester verhöhnt.

Hilfe und Unterstützung bekommt sie von ihren Kollegen Josef und Hannes, als auf sie kurz nach der Beerdigung ein Anschlag verübt wird. Die Vergangenheit holt Gesine also wieder ein.

Sie freundet sich ein paar Tage später mit ihren Nichten an, bis der ansässige Trauerredner ermordet aufgefunden wird. Das ruft natürlich Gesines ehemalige Ermittlerkollegen auf den Friedhof. Das weckt Neugierde auf beiden Seiten und Gesines alte Schnüfflernase kommt zum Vorschein.

So kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht und Gesine beginnt langsam den Tod ihres Sohnes zu begreifen.

Annette Wieners lässt den Leser immer wieder in fiese kleine Sackgassen rennen. Das wiederum macht die Story sehr spannend. Gesines Leid und die zahlreichen dunklen Familiengeheimnisse machen aus dem Krimi fast schon einen Psycho-Thriller.

Ich hoffe inständig, dass wir mit Gesine zukünftig noch mehr Kriminalfälle lösen dürfen.
Besonders gut hat mir an Gesine gefallen, dass sie kein „normales“ Ermittlerklischee bedient. Zwar ist sie verständlicher Weise nicht ganz auf der Höhe, hinterlässt aber bei mir als Leserin einen sympathischen Eindruck und macht Hoffnung auf mehr.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Einfach mal die Natur loslassen

Wildes Paradies
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Der Natur freien Lauf lassen und dafür reich belohnt werden

Getreu nach dem Motto „Artenreich statt artig“ erzählt uns die Autorin Claudia Praxmayer von ihrem ganz persönlichen Traum vom Garten.

Als ...

Der Natur freien Lauf lassen und dafür reich belohnt werden

Getreu nach dem Motto „Artenreich statt artig“ erzählt uns die Autorin Claudia Praxmayer von ihrem ganz persönlichen Traum vom Garten.

Als Städter gibt es für Claudia Praxmayer und ihren Mann schon lange einen großen Traum. Ein eigener Garten ganz nach ihren Vorstellungen. Eigenes Obst, eigenes Gemüse und eine bunte Vielfalt. Aber wie geht das und wo? Nach langer Suche werden die beiden im Chiemgau fündig.

Sie renovieren das alte Bauernhaus samt Tenne und fangen an. Die Nachbarn und Handwerker belächeln sie. Aber die Beiden bleiben standhaft.

Mit viel Neugierte und Mut gehen die Beiden an die Arbeit. Ein Pflanzplan muss her und wird mehrfach über den Haufen geworfen. Ob aufgeschüttete Steinbeete, zahlreiche Perma-Kultur-Anlagen, Benjes-Hecken oder der fast endlose Kampf mit dem großen Gartenteich. Irgendwann geht die Strategie der Beiden anfänglichen Hobbygärtner auf.

Ziel ist ein kleines wildes Paradies, in dem sich nicht nur die Gärtner, sondern auch zahlreiche Tiere wohlfühlen sollen.

Vom Traum Praxmayers geht es zur Magie des Beobachtens. Es wird einiges an Lehrgeld gezahlt und erst als der Mut zum Chaos durchbricht, fängt das Gartenkonzept aufzugehen. Über Hecken, die zum Verstecken einladen und gut geplanten Beeten ziehen die Gärtner kleine verschlungene Pfade durch die zahlreichen Wiesen.

Claudia Praxmayer ist mit „Wildes Paradies“ ein schönes und praktisches Einsteigerbuch für „Aussteiger“ gelungen. Ein wilder Garten so ganz ohne Chemie und dem Einsatz von großen Maschinen ist, wie man auch dank der zahlreichen Bilder sehen und erlesen kann, möglich.

Nichtdestotrotz verschont die Autorin den begeisterten Leser auch nicht vor ihren Fehlern. Gerade hier wird deutlich, dass man aus seinen Fehlern durchaus etwas lernen kann und wo ein Wille, da auch eine passende Pflanze.

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