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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2021

Süß... aber mehr auch nicht?

Driving Home for Christmas – Kein Weihnachten ohne dich
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Wenn ich an diese Geschichte denke, dann fällt mir wirklich als erstes das Wort süß ein. Dann muss ich leider erstmal etwas überlegen. Denn obwohl diese Weihnachtsgeschichte wirklich niedlich (ja, ich ...

Wenn ich an diese Geschichte denke, dann fällt mir wirklich als erstes das Wort süß ein. Dann muss ich leider erstmal etwas überlegen. Denn obwohl diese Weihnachtsgeschichte wirklich niedlich (ja, ich wollte schon wieder süß schreiben!) ist, fehlt mir der Funke, der überspringt. Und irgendwie fehlt mir auch ein wenig Handlung.

Eloise und Cara sind recht sympathische Charaktere, die ihren Mustern folgen: Eloise als Weihnachtselfe und Cara als Arbeitsbiene. Beide telefonieren häufig miteinander, was ich sehr unterhaltsam (und süß) finde. Dann gibt es da ja noch George und Jamie als Love Interests, die fast schon zu perfekt sind. Dabei muss ich aber gestehen, dass ich Jaime wirklich wirklich toll (und süß!) finde.

Alles in Allem entwickeln sich die Love Stories aber leider zu schnell für meinen Geschmack. Cara und George sind ja bereits am Anbandeln und das angeteaserte Drama wird ziemlich schnell ziemlich unspektakulär abgehakt. Jaime und Eloise sind dagegen… einfach Jamie und Eloise. Natürlich hat man bei 310 Seiten nicht allzu viel Raum für Entwicklung, aber nach der Hälfte habe ich mich gleichzeitig gefragt, worauf das Buch denn jetzt hinaus will.

Was mich leider wirklich stört, ist die Übersetzung. Da sind noch so viele englische Begriffe drin, damit es vielleicht cooler oder normaler klingt, aber das wirkt für mich nur noch gestelzter. Ich frage meine Freundin eben auch, ob xy nun ihr Freund ist und nicht ob er „ihr Booty Call oder Boyfriend ist. Und wann ist der eigentlich so cute geworden.“ … Cringe! 😀

Fazit: Obwohl ich viel Kritik an dem Buch habe, es ließ sich auch wirklich schnell und gemütlich lesen. Es ist ein kurzweiliges Lesevergnügen zum Wohlfühlen. Und manchmal braucht man eben genau das: Wenig Drama, ein süßes Buch, eine kuschelige Decke und einen heißen Tee!

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Magische Zirkusstunden

Der Nachtzirkus
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„Die schönsten Freuden sind die, mit denen man nicht rechnet.“

Von Erin Morgenstern habe ich bereits Das sternenlose Meer gelesen. Dementsprechend war mir klar: Das Buch wird magisch, aber wahrscheinlich ...

„Die schönsten Freuden sind die, mit denen man nicht rechnet.“

Von Erin Morgenstern habe ich bereits Das sternenlose Meer gelesen. Dementsprechend war mir klar: Das Buch wird magisch, aber wahrscheinlich ebenso verwirrend. Tatsächlich ist der Schreibstil wieder wirklich sehr schön und die Magie steht im Vordergrund. Allerdings gibt es sehr viele Zeiten und Daten, die gern auch durcheinander verwendet werden, sodass ich da häufig durcheinander kam, was wann passiert.

Die Handlung schreitet eher langsam voran, aber das störte mich in dem Fall nicht. Ich mochte die Ruhe, die das Buch mir gegeben hat. Trotzdem spitzt sich die Handlung gegen Ende zu sodass es wirkte, als würde ich langsam beim Brökeln zu sehen. Deshalb bin ich vom Ende der Geschichte leider eher enttäuscht. Obwohl Spannung aufgebaut wird, ist mir die Lösung zu leicht. Alles ist so komplex und durchdacht, dass die Lösung für mich raffinierter sein dürfte.

Auch zu den Figuren fehlte mir die Verbindung. Mit Celia und Marco habe ich ehrlich gesagt gar nicht so mitgelitten. Es war eher eine parallel laufende Geschichte, nämlich die um drei Figuren namens Poppet, Widget und Bailey, die mich wirklich interessierte. Die empfinde ich auch als sehr gut durchdacht und wunderbar integriert.

Fazit

Obwohl ich während des Lesens begeistert war, sehe ich einige Dinge nun etwas kritisch. Dazu gehört, dass sich die Figuren zu wenig entwickeln und mir nicht nahe genug gegangen sind. Außerdem ist das Ende leider gar nicht mein Fall, weil es mir – so hart das klingt- nicht genug ist.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Der Anfang?

Scarlett & Browne - Die Outlaws
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Ich habe so lange an diesem Buch gelesen, weil der Funke einfach nicht überspringen wollte. Nach Beenden des Buches habe ich nun eher das Gefühl, als würde ich ein Prequel zu einer bereits bestehenden ...

Ich habe so lange an diesem Buch gelesen, weil der Funke einfach nicht überspringen wollte. Nach Beenden des Buches habe ich nun eher das Gefühl, als würde ich ein Prequel zu einer bereits bestehenden Geschichte lesen, denn es scheint, als würde das eigentliche Abenteuer jetzt erst losgehen.

Obwohl Scarlett als taffe und selbstbewusste Protagonistin und Albert als sehr liebenswürdiger und naiver Protagonist ein cooles Duo abgeben, bleiben beide für mich etwas blass. Obwohl der Schreibstil locker und humorvoll ist, hat er mich nicht mitgerissen. Obwohl die Welt neu und interessant ist, wird sie zu wenig erklärt und bekommt dadurch keine Tiefe. Und das sind mir leider zu viele obwohls.

Also habe ich gelesen und gelesen und gewartet, dass etwas passiert und es passierte eine Menge, aber nichts, worauf ich gehofft hatte. Da sind nämlich noch so viele offene Fragen, so viele ungeklärte Dinge, dass es eher wirkt wie ein Zusatzband für Fans einer bereits bestehenden Reihe, die einige Lösungen schon kennen. Natürlich mag ich offene Rätsel, aber da so gar keine Hinweise gegeben werden, verläuft sich alles. Und ich hätte auch schon im ersten Band gern ein wenig Aufklärung.

Fazit

Mein Buch ist es leider nicht, aber so richtig klar kann ich gar nicht sagen, warum das nun so ist. Denn richtig gestört hat mich auch nichts. Vielleicht ist es dieses Mal wirklich pure Geschmackssache, weshalb das Buch trotzdem noch solide 3 Sterne von mir bekommt.

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Veröffentlicht am 01.05.2021

Back to the Grisha-Verse

King of Scars
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„Alles, was es wert ist getan zu werden, beginnt immer mit einer schlechten Idee.“ – Nikolai


Das beste an der Haupttrilogie des Grisha-Verse ist – genau – Nikolai

„Alles, was es wert ist getan zu werden, beginnt immer mit einer schlechten Idee.“ – Nikolai


Das beste an der Haupttrilogie des Grisha-Verse ist – genau – Nikolai <3 Deshalb freute ich mich so auf dieses Buch, obwohl ich schon im Voraus wieder wusste, dass der Schreibstil (oder vielleicht auch die Übersetzung) nicht ganz meins ist. Ich stolpere über manche Sätze nämlich sehr, könnte mir aber auch vorstellen, dass das an der Übersetzung liegt.

So begleitete ich also Nikolai und Zoya auf ihrer Reise, aber es gibt auch eine dritte Protagonistin bzw. Perspektive, nämlich Nina Zenik, die dem Ein oder Anderen bereits aus der Krähen-Dilogie bekannt ist. Da Nikolais und Zoyas Geschichten sehr sehr nah verknüpft sind, stechen Ninas Kapitel heraus. Natürlich gibt es auch eine Verbindung, die ist aber eher schwach, sodass mich Ninas Kapitel immer etwas aus dem Geschehen gerissen haben. Sie schleuderten mich wortwörtlich ans andere Ende der Welt. Auch wenn ich weiß, dass viele Nina lieben, wirkte ihre Geschichte hier etwas deplatziert.

Generell ist Nina nicht so mein Charakter. Nikolai und auch Zoya finde ich deutlich interessanter, sowohl die zwei als Personen als auch die Geschichte der beiden. Generell mag ich es , dass der Leser so viele bekannte Figuren wieder trifft. Trotzdem fehlt mir hier die Chemie und die Verbindungen, wie ich sie in der Krähen-Dilogie spüren konnte. Außerdem gibt es wenig Charakterentwicklungen und alle Sympathien (oder eben auch nicht ) und Charakterzüge eignet man sich eher durch die Vorbände an.

Der Plot ist… schwierig für mich 😀 Ich mag viele Gedankengänge, da sie weiterreichen, aber durchaus passen. So wandelt und entwickelt sich das Bild der Grisha und der Welt, aber eben so, dass noch alles zusammen passt. Allerdings weiß ich nicht ob mir das Ende so gefällt oder ob mir das etwas zu gewollt wirkt. Außerdem passiert mir irgendwie doch nicht genug. Diese Story ist nicht nur eine Fortsetzung. Sie will auf eigenen Beinen stehen, schafft es aber eben nicht so wie die Geschichte der Krähen.

Fazit

Bardugos Bücher haben es bei mir sehr schwer, aber die Geschichten sind eben doch so gut, dass ich immer wissen will, wie es weitergeht. Ich hoffe aber auch, dass die Geschichte rund um die Grisha nicht zu sehr ausgeschlachtet wird. Trotzdem würde ich empfehlen, die King of scars nicht ohne Vorkenntnisse zu lesen, da man als Leser eher wenig erklärt bekommt.
Im Übrigen ist sogar mir aufgefallen, dass sich so einige Schreibfehler reingeschmuggelt haben, dabei lese ich da normalerweise drüber hinweg 😀

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Die Magie der Symbole

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler (Fesselnde Gestaltwandler-Romantasy)
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„Die größte Mage ist immer die zwischen zwei Seelen.“

Als Quinn zu ihrer Schwester zieht und dort zur Uni geht, hofft sie auf einen Neustart. Freunde kennen lernen, was erleben, studieren, keine seltsamen ...

„Die größte Mage ist immer die zwischen zwei Seelen.“

Als Quinn zu ihrer Schwester zieht und dort zur Uni geht, hofft sie auf einen Neustart. Freunde kennen lernen, was erleben, studieren, keine seltsamen Visionen mehr – das ist alles, sie will. Doch ihre Vergangenheit holt sie ziemlich schnell wieder ein. Denn seit sie ein Kind ist trägt Quinn ein Tattoo im Nacken, von dem nicht einmal ihre Adoptiveltern wissen, woher es stammt. Und ausgerechnet Nathan, der ihr einen Job vor der Nase weggeschnappt hat, scheint irgendwie mit allem zusammenzuhängen…

Ich nehme es vorweg: Dieses Buch zerreißt mich. Denn auf der einen Seite steht eine wundervolle Geschichte mit viel Magie und Charakteren nach meinem Geschmack. Auf der anderen Seite steht ein für mich zu zäher Schreibstil und dieser Funke, der immer kurz vorm Überspringen war… aber es dann doch nicht getan hat.

Wie schon im Untertitel angeteasert geht es um Wandler. Finde ich nicht ganz so intelligent gelöst, denn sonst hätten mich zu Beginn schon einige Szenen mehr überrascht und verwundert. Doch die Idee ist wirklich spannend und strahlt gleichzeitig so eine geerdete Traditionalität (Das ist kein Wort, ich weiß, das ist mein Neologismus 😀 ) aus. Die Atmosphäre ist mythisch aber gemütlich, eine wirklich gelungene Mischung.

Die Charaktere sind mir schon ein wenig ans Herz gewachsen. Quinn ist sehr authentisch, wenn auch manchmal etwas naiv oder sogar zu verständnisvoll. Obwohl es auch mal ganz schön ist, dass sich nicht immer alle wegen dummer Missverständnisse anzicken. Nathan ist für mich „so da“: Netter Typ, kann man machen, fast schon etwas zu langweilig. Meine heimlichen Helden sind Thomah und Sam wegen ihrer ruhigen aber freundlichen Art.

Und so gut mir das alles gefällt: Es gab auch „Probleme“. Der Schreibstil ist zwar gut, aber manchmal zu zäh. So habe ich zwar immer gern zum Buch gegriffen, mich aber auch zu oft verloren. Es passiert zwar einiges, aber das wird häufig so auffällig als Hinweis „getarnt“, dass für mich kaum Überraschungsmomente dabei waren. Meiner Meinung nach nimmt das dem Buch leider sehr viel.

Fazit

Ich freue mich sehr auf den zweiten Band, weil ich die Geschichte und die Atmosphäre wirklich liebe. Allerdings hatte ich beim Lesen einfach meine Schwierigkeiten und bin ab und an verloren gegangen. Ich hoffe, dass Band 2 mich komplett in seinen Bann ziehen kann!

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