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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2021

Absoluter Klassiker

Menschen im Hotel
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Ich kannte den Film und hatte mir vor Jahren mal eine Hörbuchversion zugelegt. Gelesen habe ich das Buch jetzt tatsächlich zum ersten Mal. Und ich habe es verschlungen.


Das Aufeinandertreffen Menschen ...

Ich kannte den Film und hatte mir vor Jahren mal eine Hörbuchversion zugelegt. Gelesen habe ich das Buch jetzt tatsächlich zum ersten Mal. Und ich habe es verschlungen.


Das Aufeinandertreffen Menschen ganz unterschiedlicher Couleur im Berliner Grand Hotel, ist von Vicki Baum einfach wundervoll eingefangen. Die Figuren und ihre Schicksale sind ganz wunderbar und berührend eingefangen. Der Roman hat den nötigen Mix aus Schwere und Leichtigkeit. Story und Atmosphäre haben nichts an Faszination verloren. Es geht um Krisen, Träume und Enttäuschungen. Themen, die sich nie abnutzen. Der Erzählstil ist voller Poesie - und dabei erstaunlich gut lesbar, obwohl bereits 1929 geschrieben.


"Menschen im Hotel" ist eine Zeit- und Gesellschaftsreise und Kopfkino pur. Hier muss man keine Scheu vor klassischer Literatur haben. Das Buch hat es absolut verdient, neu entdeckt und immer wieder gelesen zu werden. Ich finde es grandios!

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Spannender Jugendthriller aus den Niederlanden

Himmel oder Hölle?
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Die Niederlande sind nur einen Katzensprung entfernt - und doch weiß ich kaum etwas über die Buchszene im Nachbarland. Ich habe jetzt zum ersten Mal ein Buch von Mel Wallis de Vries gelesen. Sie ist in ...

Die Niederlande sind nur einen Katzensprung entfernt - und doch weiß ich kaum etwas über die Buchszene im Nachbarland. Ich habe jetzt zum ersten Mal ein Buch von Mel Wallis de Vries gelesen. Sie ist in den Niederlanden DIE Autorin für Psychothriller im Jugendbuch-Bereich. Ihre Titel schaffen es regelmäßig auf die Bestsellerlisten. "Himmel oder Hölle?" Ist ihr neustes Werk.
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Darum geht's: Die schüchterne Danielle lernt im Skiurlaub mit ihren Freundinnen den gut aussehenden Dante kennen. Zurück in Amsterdam kann sie ihr Glück kaum fassen, als Dante ihr im Supermarkt zufällig wieder über den Weg läuft. Beide kommen sich näher. Dabei entdeckt Danielle ein dunkles Geheimnis. Dante hatte eine Freundin, die ermordet wurde.
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Diesen Jugendthriller von Mel Wallis de Vries kann man definitiv auch als Erwachsener gut lesen. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Mädchen. Freundschaft, Konkurrenz, Jungs - das ist der Themenkosmos um den "Himmel oder Hölle" kreist. Spannung entsteht durch zwei verschiedene Perspektiven. Zum einen die von Danielle. Zum anderen die eines geheimnisvollen Unbekannten. Schnell ist klar, dass Danielle in etwas schlimmes hineingerät. Aber wer hat es auf sie abgesehen - und warum?
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"Himmel oder Hölle" ist ein lesenswerter Jugendthrilller. Ich würde ihn mit den Büchern von Monika Feth vergleichen. Wer ihre Bücher mag, dem dürften auch die von Marie Wallis de Vries gefallen. Der Schreibstil ist einfach aber wirkungsvoll. Ein Pageturner, den man so locker wegliest. Genau diese Art Bücher habe ich schon als Jugendliche geliebt. Ich habe mich ein bisschen in der Zeit zurückversetzt gefühlt und das Buch aus dieser Perspektive echt genossen.

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Veröffentlicht am 25.05.2021

Gelungener Krimi mit tollem Finale

Ein Toter auf Smögen
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Mit "Ein Toter auf Smögen" von Anna Ihrén bin ich mal wieder unwissend mitten in eine Krimi-Reihe hinein getappt. Es handelt sich um den 3. Fall für Dennis Wilhelmson. Der Quereinstieg ist geglückt. Und ...

Mit "Ein Toter auf Smögen" von Anna Ihrén bin ich mal wieder unwissend mitten in eine Krimi-Reihe hinein getappt. Es handelt sich um den 3. Fall für Dennis Wilhelmson. Der Quereinstieg ist geglückt. Und soviel sei vorab verraten: Es ist ein richtig guter Kriminalroman!
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Vom Tellerwäscher zum Millionär. Das ist die Geschichte des Heringsbarons James Blake. Er hat aus dem Nichts ein Imperium aufgebaut. Kurz nach dem Tod seines Vaters, wird Charles Blake erhängt im Lotsenausguck gefunden. Und dann verschwindet auch noch das jüngste Familienmitglied. Die Ermittler Dennis, Sandra, Nathalie und Emir müssen herausfinden, was sich hinter den Kulissen der angesehenen Smögener Kaufmannsfamilie abspielt. Der Clan hält die scheinbar perfekte Fassade lange aufrecht. Aber dann bröckeln die Mauern doch.
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Dieser Krimi hat viel, was mir richtig gut gefällt. Anna Ihrén erzählt leicht und atmosphärisch. Das sympathische Ermittlerteam hat mich total überzeugt. Privates nimmt viel Raum ein - das mag man oder nicht. Mir hat es die Figuren schnell vertraut gemacht.
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Die Blakes sind eine Familie mit englischen Wurzeln und Traditionen. "Downton Abbey" lässt grüßen. Das hat automatisch Bilder erzeugt. In kurzen Abschnitten gibt es Rückblicke auf die Anfänge von James Blake in Schweden. In der Gegenwart offenbart sich derweil immer mehr ein Familiendrama. Die Auflösung fand ich stark und ergreifend. Das Schlusskapitel hat mich sogar zu Tränen gerührt.
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Fazit: Die Krimi-Reihe von Anna Ihrén ist für mich eine absolute Entdeckung. "Ein Toter auf Smögen" bietet einen großartig angelegten Plot, sehr gut ausgearbeitete Charaktere und eine tolle Atmosphäre. Dieser Kriminalroman hat mich von Seite zu Seite mehr begeistert und gepackt. Eins steht fest: Mit dem nächsten Fall lasse ich mich sehr gerne wieder an die schwedische Westküste mitnehmen.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Vampirgeschichte mit Humor

Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! (ungekürzt)
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Schon länger hatte ich das Buch "Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen!" des Mutter-Tochter-Autorengespanns Anne Barns und Christin-Marie Below im Visier. Das witzige und farblich schöne Coverdesign ...

Schon länger hatte ich das Buch "Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen!" des Mutter-Tochter-Autorengespanns Anne Barns und Christin-Marie Below im Visier. Das witzige und farblich schöne Coverdesign hat mich magisch angezogen. Jetzt habe ich es immerhin geschafft, mir die von Dina Kürten gelesene Hörbuchversion zu Gemüte zu führen.
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Darum geht's: Mirella ist fast 10, als ihr über Nacht ein spitzer Eckzahn wächst und sie ihren Kater Langstrumpf plötzlich sprechen hört. Da kommen die Vampirgene ihrer Familie mütterlicherseits durch. Ihre Tante macht Mirella mit dem Fliegen als Fledermaus vertraut. Außerdem lernt Mirella den Vampirjungen Manolo alias "Batboy" kennen. Weil sie ihn erst so gar nicht leiden kann, nennt sie ihn zunächst "Blödboy". Aber schnell entsteht eine Freundschaft und Vertrautheit zwischen den beiden. Sie hängen zusammen als Fledermäuse an Bäumen ab. Und dann will Mirella noch der liebeskranken Giraffe Gerda im Zoo helfen.
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Das Hörbuch gibt der ansich schon schönen Geschichte noch mal einen besonderen Zauber. Dina Kürten spricht die einzelnen Figuren ganz wunderbar. Ihre Stimme ist angenehm, liebevoll, lebhaft, vielfältig - und hat damit einfach alles, damit man gut zuhören und folgen kann. Darüber hinaus ist das Hörbuch noch mit kurzen Musiksequenzen zwischen den Kapiteln wunderschön vertont. Eine gelungene Produktion, die die Geschichte nochmal so schön macht. Bitte mal reinhören und einfach genießen!

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Veröffentlicht am 27.04.2021

Fesselnder Thriller aus der Perspektive eines Serienmörders

Lerne zu hassen
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"Lerne zu hassen" Emely Dark ist die Geschichte eines Serienkillers. Das komplette Buch ist aus der Perspektive von "Alex Graf" erzählt. Auf sein Konto gehen bereits mehrere Gewaltverbrechen. Wir begleiten ...

"Lerne zu hassen" Emely Dark ist die Geschichte eines Serienkillers. Das komplette Buch ist aus der Perspektive von "Alex Graf" erzählt. Auf sein Konto gehen bereits mehrere Gewaltverbrechen. Wir begleiten ihn jetzt bei seinem nächsten Mord. Der läuft allerdings anders ab als geplant. Aus einem kleinen Fehler ergibt sich eine Kettenreaktion an Ereignissen, die Alex den Boden unter den Füßen wegziehen und den Leser immer tiefer in seine Psyche blicken lassen.
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Mehr kann ich zur Story wirklich nicht verraten. Jedes Wort wäre zu viel. Aber ich sage euch: Nichts ist hier wie es scheint. Hinter jeder Ecke lauert eine Überraschung. Man entwickelt als Leser vielleicht eine Ahnung in welche Richtung es geht. Und doch erwischt einen jeder einzelne Twist eiskalt. Und der Schluss 😱 … Wieder ganz mein Geschmack!!!
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Der Plot ist ausgeklügelt. Die Psychostudie gelungen. Beim Lesen macht man ganz schön was mit. Die Titelfigur "Alex Graf" ist ein besonderer Charakter. Einerseits hasst man ihn. Andererseits leidet und sympathisiert man aber auch mit ihm. Emely Dark erzählt schnörkellos, kühl und auf den Punkt. Dieser Stil entwickelt so einen Sog, dass man das Buch problemlos in einem Rutsch durchlesen könnte. Fesselnd von A bis Z.
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Emely Darks Thriller gehört übrigens zu einer kleinen 3-teiligen Reihe. Vielleicht kennt ihr die "Hard Sequences-Reihe"? Die "Akademie des Todes" funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Die dazugehörigen Bücher sind unabhängig voneinander lesbar. Aber zum Beispiel tauchen jetzt bei Emely Dark Personen am Rande auf, um die sich dann die Bücher der anderen beiden Autoren (Martin Krist und Timo Leibig) drehen. Ein faszinierendes Konzept.

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