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Veröffentlicht am 18.06.2021

Ein sehr besonderes Buch, das mich sehr begeistern konnte

Beyond the Sea
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Meine Meinung
Können wir bitte zunächst über das wunderschöne Cover sprechen? Ich liebe die Farben, das unterschwellige Bild des Meeres und den Zusammenhang mit dem Buch – ich finde es einfach perfekt! ...

Meine Meinung
Können wir bitte zunächst über das wunderschöne Cover sprechen? Ich liebe die Farben, das unterschwellige Bild des Meeres und den Zusammenhang mit dem Buch – ich finde es einfach perfekt! Von der Autorin kannte ich zuvor nur „Dreams of Yesterday“, welches ich zwar nicht schlecht fand, aber wirklich überzeugen konnte es mich auch nicht. Trotzdem war ich auf „Beyond the Sea“ jetzt absolut gespannt.

Estella lebt seit dem Tod ihres Vaters mit ihrer Stiefmutter Vee zusammen, die ihr das Leben aber nicht gerade einfach macht. Weil sie das Erbe ihres Vaters allerdings erst nach ihrem Schulabschluss ausgezahlt bekommen wird, quält sie sich nun durch ihr letztes Schuljahr. Sie kann es kaum abwarten, der gemeinen Vee den Rücken zukehren zu können und zählt schon die Tage, bis sie dem gruseligen Familienhaus endlich entkommen kann. Doch dann taucht Vees kleiner Bruder auf, der Estellas Leben noch mehr auf den Kopf stellt. Und obwohl er eine düstere und gefährliche Aura hat, scheint er sie als einziger zu verstehen. Nur dass er ein gefährliches Geheimnis hütet…

Estellas Mutter ist schon früh gestorben und nun hat sie auch ihren Vater verloren, womit sie bis auf ihre Stiefmutter niemanden mehr hat. Doch Vee duldet sie eher nur in ihrem Leben, als dass sie sich um sie kümmert, eher im Gegenteil. Durch ihren Vater hat Ella eine sehr gläubige Erziehung genossen und deswegen klammert sie sich auch jetzt immer wieder an den christlichen Glauben. Denn auch in der Schule ist sie nicht gerade beliebt, bis auf ihre beste Freundin hat sie auch dort niemanden und das beliebteste Mädchen der Schule hat sich ausgerechnet sie als Feindin ausgesucht. Und das, obwohl Ella niemals jemandem etwas Böses tun könnte. Sie ist eigentlich ein ganz typisches Good Girl, das nicht viele Lebenserfahrungen gesammelt hat und lieber auf Nummer Sicher geht, als etwas zu wagen. Aber ich mochte sie wirklich sehr. Denn so typisch, wie ich sie gerade beschrieben habe, ist sie nämlich nicht. Sie ist eine wahre Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt und ihre Ziele niemals aus dem Blick verliert. Wirklich viel mehr kann ich über sie gar nicht wirklich sagen, aber ich habe sie wie gesagt wirklich gern gehabt.

Ansonsten spielen natürlich noch Noah und Vee eine sehr große Rolle in dieser Geschichte. Vee ist wie gesagt Ellas Stiefmutter, die ihren Vater sehr geliebt hat, Ella selbst aber nicht wirklich zu mögen scheint. Sie verkörpert das märchenhafte Bild einer bösen Stiefmutter und behandelt Ella teilweise wirklich schrecklich. Sie ist einfach ein Charakter, den man von Anfang an hasst und genau das habe ich auch getan. Wir erfahren mit der Zeit immer mehr über sie und besonders ihre Entwicklung hat mich absolut begeistern können, aber den Großteil des Buches habe ich sie einfach nur verachtet.

Und dann tauch Noah auf, Vees deutlich jüngerer Bruder, der die Stadt vor 10 Jahren verlassen hat und nun mit großen Geheimnissen im Gepäck wieder auftaucht. Generell werden Noah und Vee von zahlreichen Geheimnissen umwoben, sodass ich gar nicht viel vorweg nehmen möchte. Die Familiengeschichte der beiden ist wirklich nicht ohne und wir erfahren erst nach und nach, welche Geheimnisse die Familie seit Jahrzehnten versteckt. Aber da gehe ich gleich noch drauf ein. Zunächst möchte ich noch über Noah reden, der eine ganz besondere Persönlichkeit hat, ihn nur als „Bad Boy“ zu bezeichnen würde nämlich niemals ausreichen. Er ist geheimnisvoll und ihn umgibt ganz klar eine sehr düstere und leicht chaotische Aura, aber gleichzeitig ist er auch einfühlsam, gefühlvoll und herzlich. Wir wissen ja schon aus dem Klappentext, dass er ein Geheimnis hütet, welches sich mit kleinen Schritten immer mehr lüftet und währenddessen konnte ich nie ganz einschätzen, was ich von ihm halten soll. Er hat mich fasziniert und irgendwie auch fesseln können, aber ich wusste bis zur Auflösung nicht, ob er der Gute oder der Böse der Geschichte ist, was ich aber total geliebt habe.

Der Roman ist in der Ich-Form ausschließlich aus Ellas Perspektive geschrieben worden, was ich sehr geliebt habe. Ich finde, es war hier genau richtig, sich auf ihre Sicht der Geschehnisse zu konzentrieren, da das große Mysterium der ganzen Familie von Vee und Noah so Stück für Stück gelüftet wird. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und gleichzeitig konnte er mich von den ersten Seiten an absolut fesseln.

Die Handlung ist ganz anders, als ich erwartet habe, auch wenn ich zugegebenermaßen nicht ganz wusste, was ich erwarten solle. Ich hatte mit einer typische New Adult Geschichte gerechnet, in der der Bad Boy auftaucht und dem Good Girl den Kopf verdreht, aber es kam ganz anders.

Fange ich mal vorne an: wir lernen Estella und Vee kennen und erfahren, wie sich ihr gemeinsames Leben gestaltet. Wir werden langsam an die Charaktere heran geführt, was mir schon mal sehr gut gefallen hat. Es gibt schon einige schreckliche Szenen zwischen Ella und Vee und nachdem auch Noah auftaucht, passieren einige Dinge, die mich hinterfragen ließen, wer denn wirklich der Böse und der Gute hier ist. Trotzdem wusste ich zu nächst länger nicht ganz, wohin die Geschichte führen soll. Nach etwa 200 Seiten war ich zwar irgendwie ganz gebannt, aber gleichzeitig fehlte mir etwas Größeres.

Das Gefühl hat sich dann aber recht plötzlich verflüchtigt und die Handlung nimmt ganz schön an Fahrt auf, was ich sehr geliebt habe. Wie schon gesagt hütet die Familie ein großes Geheimnis, das Stück für Stück immer mehr ans Licht kommt, bis die große Bombe schließlich platzt. Ich nehme hier natürlich nichts vorweg, aber dieses Geheimnis hat mich absolut überrascht und schockiert, ich war beim Lesen wirklich sprachlos. Es ist ganz grausam, weswegen man die Trigger-Warnung zu Beginn des Buchs definitiv wahrnehmen sollte! Ich persönlich habe das alles niemals vorweg ahnen können und war genauso schockiert, wie Ella es schließlich gewesen ist. Und genau deswegen habe ich das Buch letztendlich absolut geliebt.

Was ich aber insgesamt auch sehr geliebt habe, war die ganze Atmosphäre, die absolut außergewöhnlich ist. Obwohl das Buch zur heutigen Zeit spielt, gibt es mir ganz andere Vibes, die ich gar nicht genau definieren kann. Es erinnert irgendwie an Klassiker, obwohl es damit eigentlich nicht viel zutun hat. Gleichzeitig wird die Geschichte die ganze Zeit über von einer sehr mysteriösen und düsteren Atmosphäre begleitet, was ich absolut geliebt habe!

Fazit
Ein sehr besonderes Buch, das meine Erwartungen absolut übertreffen und mich absolut schockieren konnte. Die Handlung ist ganz anders und wird wunderbar von einer außergewöhnlichen und mysteriösen Atmosphäre unterstützt. Die Charaktere sind ebenfalls ganz wunderbar, vor allem weil sie allesamt so viel durchmachen mussten und dadurch sehr interessante Charaktere geworden sind. Der Start ist mir ein wenig schwer gefallen, weswegen es nicht ganz zum Highlight gereicht hat, aber insgesamt kann ich es wirklich sehr empfehlen!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2021

Eine wunderschön illustrierte und tolle Geschichte!

Laura Dean und wie sie immer wieder mit mir Schluss macht
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MEINE MEINUNG
Das Buch stand schon unendlich lange auf meiner Wunschliste und als ich entdeckt habe, dass Carlsen die deutsche Veröffentlichung verlegen wird, war ich super gespannt. Allein das Cover gefällt ...

MEINE MEINUNG
Das Buch stand schon unendlich lange auf meiner Wunschliste und als ich entdeckt habe, dass Carlsen die deutsche Veröffentlichung verlegen wird, war ich super gespannt. Allein das Cover gefällt mir schon unglaublich gut, deswegen habe ich mir auch von den Illustrationen im Innenteil sehr viel versprochen!

Eigentlich könnte Freddy überglücklich sein: sie ist mit Laura Dean zusammen, die wunderschön, beliebt und faszinierend ist. Doch Laura Dean macht immer wieder mit ihr Schluss! Und obwohl das Freddy jedes Mal das Herz bricht, kommt sie einfach nicht von ihr los und lässt sich immer wieder aufs Neue auf Laura Deans Entschuldigungen ein.

Ich fange mal bei den Illustrationen an, die mir wie erwartet sehr gut gefallen hat. Der Innenteil ist in schwarz/weiß gehalten, wobei immer wieder gewisse rosafarbene Akzente gesetzt wurden. Ich diese Umsetzung absolut geliebt, nicht nur, weil rosa meine Lieblingsfarbe ist, sondern auch wenn es ein super stimmiges und interessantes Gesamtbild abgegeben hat. Aber auch die Illustrationen allgemein haben mir sehr gut gefallen. Sie übertragen perfekt die Stimmung und sind wunderschön detailliert, ohne sich darin zu verlieren. Auf jeder Seite entdeckt man schöne Kleinigkeiten, die mich einfach sehr begeistert haben.

Die Story selbst behandelt, wie man ja schon im Titel erkennt, eine sehr toxische Beziehung.
Ein wichtiges Thema, das ja auch in der Realität große Aufmerksamkeit verdient. Ich fand es hier aber ganz gut dargestellt und besonders auch Freddys Entwicklung hat mir sehr gefallen. Während sie zunächst alles für Laura Dean tun würde und dabei ihre eigenen Freundschaften vergisst, werden ihr langsam immer mehr die Augen geöffnet, was mir einfach sehr gefallen hat.

Was ich auch sehr mochte, waren die Charaktere, die sehr viel diversity in sämtlichen Bereichen ausgestrahlt haben. Die Autorin hat hier sehr ungezwungen Figuren jeglicher Herkunft, Sexualität und Körperformen gestaltet, ohne dass es gewollt wirkte.

Aber leider fehlte mir auch etwas. Während neben dem Hauptthema sogar noch weitere Themen wichtig werden, fehlte mir etwas an der Geschichte und ihren Charakteren. Obwohl ich die diversity hier sehr geliebt habe, waren die Charaktere sonst doch ein wenig oberflächig gestaltet. Besonders bei Laura Dean und Freddy hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Und auch wenn ich das Lesen sehr genossen habe und das Buch auch gerne weiterempfehlen werde, fehlte mir noch das letzte gewisse Etwas, das es perfekt gemacht hätte.

FAZIT
Eine wunderschön illustrierte und tolle Geschichte, die sehr wichtige und aktuelle Themen aufgreift. Der Stil der Autorin hat mir unheimlich gut gefallen und die Idee habe ich sehr geliebt, leider war mir die Umsetzung etwas zu oberflächig. Insgesamt habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen und empfehle es gerne weiter!

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Super süß und atmosphärisch!

Soul Food
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MEINE MEINUNG
Können wir bitte erstmal über das wunderschöne Cover sprechen? Ich liebe alles daran so sehr. Die Illustration der Protagonistin ist perfekt, die Farbgebung ist sooo schön und ich liebe all ...

MEINE MEINUNG
Können wir bitte erstmal über das wunderschöne Cover sprechen? Ich liebe alles daran so sehr. Die Illustration der Protagonistin ist perfekt, die Farbgebung ist sooo schön und ich liebe all die kleinen Frucht-Illustrationen. Das schon mal vorab, ich bin auf jeden Fall sehr begeistert.

Als Mutter einer 2-Jährigen hat es die 17-Jährige Emoni nicht immer leicht. Neben der Schule balanciert sie zwischen ihrem Nebenjob und der Erziehung ihrer Tochter, als dann auch noch ein neuer Junge an ihrer Schule auftaucht und ihr den Kopf verdreht. Nur in ihrer Küche kann sie abschalten, denn dort zaubert sie mit ihren magischen Hände wahre Essens-Wunder. Doch das Leben ist nicht nur magisch ...

Emoni hat mir super gut gefallen. Ich mochte sie auf Anhieb, besonders weil sie so eine tolle Mutter ist und sich mit ihren jungen Jahren so gut durchs Leben schlägt, denn sie hatte es wirklich nicht immer leicht. Und auch wenn sie in manchen Situationen ein wenig zu sehr von sich überzeugt ist, besonders in Bezug auf Essen und Kochen, kann man sie einfach nur lieb haben. Sie hat einen ganz eigenen Kopf, lässt sich wenig von anderen sagen, wodurch sie manchmal ein wenig bockig wirkt, aber das hat einfach zu ihrer Art gepasst und war niemals nervig oder so. Und wie gesagt ist sie als Mutter einfach super süß, auch wenn ich mir noch mehr Szenen mit ihr und Emma gewünscht hätte.

Aber auch die Nebencharaktere habe ich sehr gemocht, allen voran natürlich Emonis 'Buela, die die perfekte Mischung aus liebevoll und fürsorglich, aber auch bestimmt war.
Besonders begeistern konnte mich aber Malachi, der neue Junge an Emonis Schule. Er hat eine so lockere und entspannte Art, die mich einfach immer wieder erheitern konnte. Trotz schrecklicher Ereignisse in seiner Vergangenheit lässt er sich nicht unterkriegen und sorgte mit seiner liebevollen Art immer wieder für ein Schmunzeln meinerseits.

Der gesamte Roman ist in der Ich-Form aus Emonis Perspektive geschrieben worden und ist in drei Teile geteilt, die jeweils mit einem super süßen Rezept von Emoni beginnen. Der Schreibstil der Autorin ist super angenehm und locker leicht zu lesen, sodass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise sind es nur wenige Seiten, aber das hat wirklich sehr gut mit der Handlung zusammen gepasst.

Die Handlung ist genau das, was der Klappentext versprochen hat.
Ich liebe es, dass wir erst in Emonis Leben einsteigen, als sie ihre Tochter bereits geboren hat und nun nach mehr als 2 Jahren recht gut mit ihrer Rolle als Mutter umgeht, anstatt die Schwangerschaft und all die damit aufkommenden Probleme und Zweifel zu beleuchten. So ist Emoni bereits in einer ganz anderen Phase ihres Lebens, die ich viel viel schöner finde.

Während Emoni also ihr Leben ganz gut meistert, greift die Autorin verschiedenste Themen auf. Es geht natürlich sehr viel um Familie, um Emoni als Mutter, aber auch um ihre eigenen Eltern und ihre Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist. Gleichzeitig wird natürlich das Leben als Teenie-Mutter immer wieder aufgegriffen, ihr Verhältnis zum Vater und welche Prioritäten und Verpflichtungen das Leben als Mutter mit sich bringt. Ich fand, dass all das sehr gut in die Geschichte eingebaut wurde, immer wieder erfahren wir ein wenig mehr, die Themen wechseln ein wenig durch und insgesamt hat die Autorin das einfach sehr angenehm verarbeitet.

Ebenfalls ein großes Thema ist natürlich Emonis Leidenschaft, das Kochen. Wie sich dabei fühlt, was sie kocht und was sie sich für ihre Zukunft wünscht, was natürlich nicht so einfach ist. Sie beendet bald ihre High School und muss sich langsam entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wird, was immer wieder zu innerlichen Konflikten führt.

Auch zu erwähnen ist ihr Konflikt mit ihrer Herkunft. Ihr Vater ist Puerto Ricaner, ihre Mutter meine ich eine schwarze Amerikanerin. Und sie selbst sieht sich stets zwischen den Kulturen. Sie liebt ihre Herkünfte, fühlt sich aber mit keiner so wirklich verbunden und doch mit beiden.

Insgesamt haben wir also typische Teenie-Themen wie Zukunftsängste nach der High School und das Verliebtsein, aber eben auch eher untypischere, wie ihre Tochter oder ihr Leben mit ihrer Großmutter. Ich hätte mir da ehrlich gesagt noch ein paar mehr Konflikte gewünscht, es lief teilweise wirklich einfach zu perfekt in meinen Augen, aber gleichzeitig passt es so auch einfach gut zu einem süßen YA-Roman.

Ich muss zugeben, dass die Handlung selbst nicht wirklich viel voran kommt und eigentlich auch nicht viel passiert. Trotzdem konnte die Autorin mich sehr an Emoni und ihre Gedankenwelt fesseln. Es war einfach schön, ihr in ihrem Leben zu folgen und mit ihr in der Leidenschaft des Kochens aufzugehen, da brauche es irgendwie keine dramatische Handlung. Es war einfach ein schöner, atmosphärischer Roman, der mich kurzweilig sehr begeistern konnte, mir aber vermutlich nicht länger im Kopf bleiben wird.

FAZIT
Ein super süßer, schöner und atmosphärischer Young Adult-Roman, der ohne großes Drama und mit einer wunderschönen Leichtigkeit verschiedenste Themen des Leben anspricht. Es ist teilweise vielleicht ein wenig zu perfekt, aber ich habe Emoni sehr gerne verfolgt und war gerne Teil ihrer Geschichte. Und obwohl mich das Buch vermutlich nicht mehr lange beschäftigen wird, war die kurzweilige Unterhaltung wirklich sehr schön.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Ich hab's einfach geliebt!

Fly & Forget
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MEINE MEINUNG
Der Klappentext von "Fly & Forget" konnte mich schnell begeistern, genau solche Geschichten liebe ich über alles! Das Cover gefällt mir ganz gut, auch wenn es nicht mein Favorit ist.

Als ...

MEINE MEINUNG
Der Klappentext von "Fly & Forget" konnte mich schnell begeistern, genau solche Geschichten liebe ich über alles! Das Cover gefällt mir ganz gut, auch wenn es nicht mein Favorit ist.

Als Livs Freund mit ihr Schluss macht und sie aus der gemeinsamen Wohnung wirft, bricht eine Welt für sie zusammen. Durch einen schönen Zufall findet sie allerdings schnell ein bezahlbares WG-Zimmer in Soho, zu dem sie einfach nicht Nein sagen kann. Doch schnell zeigt sich der Haken des glücklichen Zufalls: einer ihrer neuen Mitbewohner ist Noah, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, der seit 3 Jahren kein einziges Wort mit ihr geredet hat und alles dafür tun würde, dass Liv nicht einzieht...

Liv studiert Journalismus, arbeitet deswegen auch bei der Campus-Zeitung und erfüllt sich damit einen großen Traum. Sie arbeitet rund um die Uhr, verbringt viel Zeit in der Uni und lernt ständig für ihre Prüfungen, aber trotzdem will es einfach nicht so klappen, wie sie möchte. Die Redaktion scheint einen geheimen Hass auf sie zu haben und als ihr Freund sie dann auch noch verlässt, bricht sie zusammen. Sie ist eher eine Einzelgängerin, hat keine wirklichen Freunde und wird in größeren Menschengruppen ein wenig nervös, wodurch auch sie kaum jemand neues kennen lernt. Hin und wieder muss ihr einfach ein wenig in den Hintern getreten werden, damit sie sich nicht zu sehr in ihrem Schneckenhaus verkriecht und mal rauskommt.
Insgesamt war sie mir ganz sympathisch, vor allem weil sie einfach so authentisch war. Sie hat zwar Ziele in ihrem Leben, wirkt aber eher unbeständig und unsicher, wie es wohl viele dieser Generation geht. Sie handelt nicht immer perfekt, macht sich selbst kleiner, als sie ist und hat auch mal Gefühlsausbrüche, was ich an ihr aber so geliebt habe. Sie ist kein perfekter Charakter, dafür aber umso authentischer.

Noah ist als großer Frauenheld bekannt, der mit seinen Tattoos und seinem Motorrad sämtliche Klischees eines Bad Boys erfüllt. Er hat ständig wechselnde Affären, lässt sich niemals auf etwas festes ein und bemüht sich nicht einmal, mit seinen Mitbewohnerinnen zurecht zukommen. Aber er hat eine große Leidenschaft: das Schreiben. Deswegen studiert er es auch und auch wenn seine Noten eher mittelmäßig sind und seine Arbeitsmoral kaum vorhanden, mogelt er sich immer wieder durchs Semester.
Natürlich war Noah Anfangs unausstehlich, aber das sollte er ja auch sein. Er ist unverschämt, frech und teilweise auch gemein, eben der typische "Fuckboy". Doch man merkt schnell, dass er seine wahren Gefühle nur zurückdrängt und sie niemals zulassen würde, weil sie ihn verletzlich machen. Er hat nämlich mit einigen Dämonen zu kämpfen und ist eigentlich ein sehr gefühlsvoller junger Mann. Ich mochte ihn ganz gerne, er hat in der ein oder anderen Szene mein Herz schneller schlagen lassen, auch wenn ich ihm so oft gerne meine Meinung gesagt hätte.

Und auch die Nebencharaktere dürfen natürlich nicht ignoriert werden, vor allem da die zwei WG-Mitbewohnerinnen in den nächsten Teilen die Protagonistinnen sein werden. Ich mochte die Mischung an Persönlichkeiten, die hier stattgefunden hat und auch den feministischen Einfluss von Mathilda habe ich seeeehr genossen.

Der gesamte Roman wurde wechselnd aus den Perspektiven von Liv und Noah geschrieben, jeweils in der Ich-Form. Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich angenehm und sehr flüssig zu lesen, weswegen ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte. Sie schafft es, mit ihren Worten eine Leichtigkeit in die Situationen zu bringen, was mir sehr gefallen hat.

Der Klappentext verrät ehrlich gesagt schon sehr viel vom Inhalt, wodurch es teilweise ein wenig vorhersehbar wird.
Aber ich fange mal vorne an. Noah und Liv kennen sich bereits aus ihrer Kindheit, die sie als beste Freunde verbracht haben. Seit drei Jahren haben sie allerdings kein Wort mehr miteinander gesprochen, weil Noah sie nach einem schrecklichen Ereignis ignoriert. Und so ist die Stimmung zwischen ihnen vor allem durch Wut, Trauer, Enttäuschung, aber auch Sehnsucht und Leidenschaft geprägt. Ich mochte diese Anziehung zwischen den beiden, auch wenn sie es einfach nicht zulassen wollen. Außerdem habe ich mich vollkommen von ihrer Dynamik anstecken lassen und wollte gar nicht aufhören, das Buch zu lesen, weil die beiden mich so sehr fesseln konnten.

Wie gesagt war es an der ein oder anderen Stelle etwas vorhersehbar (zum Beispiel bezogen auf den Artikel, der im Klappentext ja schon erwähnt wurde), aber trotzdem habe ich der Geschichte sehr gebannt gefolgt. Ich habe besonders die Atmosphäre der Soho-WG, sowie die Stimmung zwischen den Charakteren absolut geliebt. Da hat die Autorin wirklich super Arbeit geleistet und eine richtig schöne Wohlfühl-Stimmung geschaffen. Am liebsten würde ich gleich mit in die WG ziehen!

Insgesamt ist die Handlung zwar ruhig und angenehm zu lesen, aber ein gewisses Drama darf natürlich nicht fehlen. Da ist vor allem Noahs impulsive Art immer wieder dran Schuld gewesen, aber es hat einfach perfekt in die Handlung gepasst.

Meine einzige Kritik, die für mich aber auch nicht schwer ins Gewicht fällt, ist dass mir ein paar "magische" Momente zwischen den beiden Protagonisten gefehlt haben. Es gab natürlich schöne, dramatische und gefühlvolle Momente zwischen ihnen, aber mir fehlte ein ganz besonderer Moment zwischen den beiden. Wie gesagt ist das nur eine Mini-Kritik, die ich aber trotzdem kurz erwähnen wollte.

FAZIT
Ein super schöner Auftakt, der mich sehr begeistern zurückgelassen hat. Ich habe die Charaktere sofort in mein Herz geschlossen und vor allem die Atmosphäre zwischen ihnen habe ich absolut geliebt! Die Handlung ist schön zu verfolgen, hat die perfekte Mischung aus ruhigen Szenen und Drama und wird häufig durch die lockere und humorvolle Art der Nebenfiguren perfekt aufgelockert. Ich bin sehr begeistert und freue mich sehr auf die nächsten Teile!

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Veröffentlicht am 17.03.2021

Super spannender Jugend-Fantasy-Auftakt!

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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MEINE MEINUNG
Als Fireblood schwebt Rubys Leben ständig in Gefahr, denn die Soldaten des Frost-Königs machen regelmäßig Jagd auf die letzten ihrer Art. Als sie schließlich entdeckt wird und alles verliert, ...

MEINE MEINUNG
Als Fireblood schwebt Rubys Leben ständig in Gefahr, denn die Soldaten des Frost-Königs machen regelmäßig Jagd auf die letzten ihrer Art. Als sie schließlich entdeckt wird und alles verliert, was ihr wichtig ist, wird sie ausgerechnet von einem Frostblood gerettet, der große Pläne für sie hat. Er plant eine Rebellion gegen den König und braucht dafür ausgerechnet Rubys Hilfe...

Ruby ist wie gesagt eine Fireblood, also hat sie die Fähigkeit, Feuer zu erschaffen und zu kontrollieren. Da das allerdings im Königreich verboten ist, hat sie ihre Mächte kaum unter Kontrolle und weiß nicht, wie sie mit ihnen umgehen soll. Nicht selten wünscht sie sich, eine einfache Heilerin zu sein, wie es auch ihre Mutter schon war, doch jetzt scheint ihre Gabe endlich einen richtigen Nutzen zu finden.
Ruby ist eine sehr taffe junge Frau, die sich von nichts unterkriegen lässt und sogar mit ihren letzten Kräften noch kämpft. Sie ist auf keinen Fall hilflos, auch wenn sie sie sich häufig so fühlt. Sie möchte keinem Menschen etwas böses - außer dem König natürlich - und ist sehr hilfsbereit und zurückhaltend. Ich habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen, besonders weil sie so mutig und kämpferisch ist. Häufig sind die Heldinnen in solchen Romane etwas schwacher und brauchen immer einen männlichen Gegenpart, der sie rettet, aber so ist Ruby nicht, was mir wie gesagt sehr gut gefallen hat.

Wir haben hier noch zahlreiche Nebencharaktere, die mir ebenfalls allesamt sehr gut gefallen haben. Allen voran steht natürlich Arcus, der irgendwie eine Mischung aus Nebencharakter und Protagonist ist. Wir wissen nicht viel über ihn, außer dass er ein Frostblood ist und seine Gabe wahnsinnig gut beherrscht. Er möchte seinen eigenen König stürzen und plant schon lange sein Vorhaben, bei dem Ruby ihm nun behilflich sein muss. Er hält sich stets sehr versteckt, ist sehr impulsiv und versteckt große Geheimnisse. Ich wusste nie ganz, wie sehr ich ihm trauen könne und was genau er eigentlich vor hat. Letztendlich hat er mich aber absolut überzeugen können und ich habe ganz klar einen neuen Bookboyfriend!

Der Roman ist in der Ich-Form aus der Perspektive von Ruby geschrieben worden und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr leicht und flüssig zu lesen, auch wenn ich mir eventuell eine Kate im Buchdeckel gewünscht hätte. Gerade mit den Beschreibungen der Umgebung hatte ich hin und wieder kleine Vorstellungsschwierigkeiten. Nichts Großes, ich wollte es dennoch anmerken.

Die Handlung hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es beginnt sehr spannend und wir befinden uns schnell mitten in der Handlung, was ich sehr mochte. Gleichzeitig haben wir immer mehr über die Firebloods und Frostbloods erfahren und lernen auch im Laufe der Geschichte immer wieder Neues über das Königreich. Währenddessen lernt Ruby endlich, ihre Gabe richtig einsetzen zu können und bereitet sich auf die Rebellion vor. Ich fand das alles wirklich sehr interessant und habe sie dabei auch sehr gerne verfolgt, aber im Mittelteil war es mir teilweise ein wenig zu ruhig. Es kam mir teilweise so vor, als würden die Charaktere etwas zu lange auf der Stelle laufen und als würde die Handlung nicht so gut voran kommen.

Das wird allerdings im zweiten Teil der Handlung ordentlich geändert. Ich verrate nicht zu viel, aber der Plan ändert sich gezwungenermaßen und Ruby muss ich ganz anderen Herausforderungen stellen. Hier gibt es ordentlich viel Action und Spannung, die die Handlung richtig in Schwung bringen konnte. Wir lernen immer wieder mehr über die Frostbloods und ihren König und schließlich fügen sich die Puzzle-Teile wunderbar zusammen. Der Showdown ist ebenfalls voller Spannung, aber auch Emotionen und auch das Ende des Buchs hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Und zuletzt möchte ich auch noch einmal ansprechen, wie angenehm ich die Lovestory in diesem Buch fand. Häufig rückt die in Fantasy-Romanen ja doch sehr in den Vordergrund, was hier überhaupt nicht der Fall war. Natürlich durfte sie auch nicht fehlen, aber wie gesagt hat mir die Umsetzung dabei sehr gut gefallen.

FAZIT
Eine riesige Empfehlung an jeden, der Jugend-Fantasy liebt! Ich war von Anfang an gefesselt und obwohl es im Mittelteil etwas zäh geworden ist, hat das Ende mich wieder vollends packen können. Ich mochte die Protagonistin sehr und auch die Geschichte der Fire- und Frostbloods wurde sehr gut erzählt. Ich bin gespannt auf Teil 2!

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