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Veröffentlicht am 05.06.2022

vielfältiger Methodenkoffer

Einsamkeit überwinden - Freunde gewinnen
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Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste handelt von der Theorie, der zweite um die Selbstfindung und der dritte um die Beziehung nach außen.

Das Buch besteht aus verschiedenen Selbsttest in zweiten ...

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste handelt von der Theorie, der zweite um die Selbstfindung und der dritte um die Beziehung nach außen.

Das Buch besteht aus verschiedenen Selbsttest in zweiten Teil und mehreren Methoden. Der dritte behandelt dann den Punkt Freunde finden, halten und auch loslassen.

Das Cover und das Thema fand ich sehr ansprechend.

Der erste Teil war noch spannend. Der zweite und größte fand ich zu unübersichtlich, zu lange, zu komplex und er hat mich nicht wirklich abgeholt. Ich fand es schwierig zu lesen, da oft im Fließtext auf Methoden früher oder später im Buch verwiesen wurde und trotz, dass von Kapitel gesprochen wurde, war es im Großen und Ganzen nur ein Fließtext mit unterschiedlichen Größen und Farben. Der einzige Lichtblick waren Anmerkungen in blauen Kästen und am Ende eine mehrseitige Erklärung dem Züricher Ressourcen-Modell anhand von drei Beispielpersonen. Auf der Internetseite der Autorin kann ein Workbook heruntergeladen werden. Dies ist aber nur mit dem Buch auffindbar und es handelt sich um einfache Arbeitsblätter zum Notieren ohne Beispiele. Klassisch für Coach/Therapie/etc.

Persönlich hat mich dieser Teil an Fachbücher erinnert, in diesem eine Methodik erlernt werden soll. Nur im Gegensatz zu den klassischen Methodenbüchern, welche ich als strukturiert empfinde, war dieses leider m. E. weniger strukturiert. Mir fehlen hier wirklich die Zusammenfassungen, Checklisten, Erinnerungen - Wiederholungskästen. Sehr schade, weil das Thema wichtig ist.

Der dritte Teil hat die Enttäuschung des zweiten wieder etwas verbessert. Den es werden u.a. Themen wie Fernfreundschaft, alte Freundschaften wiederbeleben, Freundschaften beenden in strukturierten und mit passenden Tipps und Bespielen erläutert.

Fazit:

Das Buch ist als Methodenkoffer sehr nett und wird sicher noch mal angeschaut und durchgelesen. Es ist geeignet für jeden, der auf der Suche nach sich selbst ist. Für jeden der sich beruflich mit der Thematik Selbstreflexion, Coaching etc. beschäftigt. Der extra Stern gab es für das letzte Kapitel und die gute Qualität des Druckes, Papier etc.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Wichtiges Buch zum Thema Alltagsrassismus, keine leichte Kost

Drei Kameradinnen
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„ Seit ihrer gemeinsamen Jugend in der Siedlung verbindet Hani, Kasih und Saya eine tiefe Freundschaft. Nach Jahren treffen die drei sich wieder, um ein paar Tage lang an die alten Zeiten anzuknüpfen. ...

„ Seit ihrer gemeinsamen Jugend in der Siedlung verbindet Hani, Kasih und Saya eine tiefe Freundschaft. Nach Jahren treffen die drei sich wieder, um ein paar Tage lang an die alten Zeiten anzuknüpfen. Doch egal ob über den Dächern der Stadt, auf der Bank vor dem Späti oder bei einer Hausbesetzerparty, immer wird deutlich, dass sie nicht abschütteln können, was jetzt so oft ihren Alltag bestimmt: die Blicke, die Sprache, Hass und rechter Terror. Ihre Freundschaft aber gibt ihnen Halt. Bis eine dramatische Nacht alles ins Wanken bringt“ (Klappentext)

Das Buch wird in der Ich-Form aus Sicht von Kasih geschrieben. Der Erzählstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, interessant und ich bin noch nicht so schlüssig, ob ich in diesem Stil noch mal ein Buch lesen möchte. Vor allem, ich mag einfach keine offenen Enden und dieses Buch hinterlässt am Ende doch einige Fragezeichen.

Aber genau durch diese manchmal verwirrende, nicht gewohnten Schreib- und Lesestil wird man oft zur Reflexion angeregt. Es geht in diesem Buch darum, dass die eigene Herkunft immer in Frage gestellt wird, über das große Thema Alltagsrassismus und wo er, in Augen der Autorin/Protagonistin, beginnt. Aber auch Gewalt, Hetze, Ignoranz und rechte Ansichten und mit dessen Umgang. Es wird kein Lösungsweg aufgezeigt, sondern mit Fragen direkt an den Leser zum Nachdenken angeregt.

Shida Bazyar hat es mit ihren Roman geschafft, dass ich als 'weiße' mir Gedanken mache, ob auch bei mir dieses Schubladendenken da ist, wo es beginnt und ob auch ich mich rassistisch verhalte. Dafür danke ich der Autorin.

Fazit für das Buch:
Es ist keine einfache Kost und kein Buch für einen Strandurlaub. Aber das Buch gehört mit zu meinen Highlights in diesem Jahr, weil es einen ziemlichen nachdenklichen Leser hinterlässt.

Es ist geeignet für jeden, der mal über den 'normalen' Erzählstil hinweg was neues lesen möchte, der sich mit den Thematik Alltagsrassismus auseinandersetzen will und der vor allem kein Problem mit offenen Enden hat.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Wahre Geschichte - interessant, aber sehr nüchtern beschrieben

Gefangen und frei
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Zusammenfassung
Es wird die wahre Geschichte von Jarvis Jay Masters aus Sicht von David Sheff erzählt.
Jarvis Jay Masters wurde mit 19 Jahren zum Tote verurteilt und hat in der Isolationshaft seinen ...

Zusammenfassung
Es wird die wahre Geschichte von Jarvis Jay Masters aus Sicht von David Sheff erzählt.
Jarvis Jay Masters wurde mit 19 Jahren zum Tote verurteilt und hat in der Isolationshaft seinen Weg zum Buddhismus gefunden.

Eindruck:
Das Cover des Buches passt zu der Geschichte. Ein Buddha mit angedeuteten Gefängnisstreifen. Wäre mir auch im Buchhandel aufgefallen.

Der Schreibstil und Spannungsbogen von David Sheff finde ich persönlich zum Teil sehr anstrengend und distanziert. Für mich hat das Buch etwas aus Reportage, Biographie und buddhistisches Aufklärungsbuch, was zu manchen Längen führt.

Es werden verschiedene 'Gebetsformen' (Meditationsformen) erklärt und zum Teil ein Anleitung dazu mitgegeben. Sowie der Weg von Jarvis Jay Masters aufgezeigt, wie er zum Buddhismus gefunden hat. Gut ist, dass nicht nur positives, sondern auch der Weg aus Hindernissen beschrieben wird.

Wenn man die Lehrweisen des Buddhismus außen vor lässt, finde ich die Geschichte dahinter, doch erschreckend und für mich traurig. Zum Glück gibt es bei uns in Deutschland keine Todesstrafe, hab ich mir öfter gedacht und auch ob es bei uns in Deutschland zu ähnlichen Strukturen kommt, wie in der USA

Fazit:
Ich finde das Buch hat interessante Aspekte, die man auch in Achtsamkeitstraining etc. verwenden kann. Es gibt einen guten Überblick über den Buddhismus, aus Sicht des Protagonisten. Leider fehlt mir an mancher Stelle die Emotionen und es wird meiner Meinung sehr nüchtern beschrieben.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Gut als Überblick für Wiedereinsteiger geeignet

Stricken lernen von den Basics bis Brioche
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Ich bin Widereinsteiger in das Hobby Stricken und habe immer wieder Motivationseinbrüche. MIt den Buch erhoffte ich mir neben guten Tipps, auch den Wunsch weiterstricken zu wünschen.

Die Muster finde ...

Ich bin Widereinsteiger in das Hobby Stricken und habe immer wieder Motivationseinbrüche. MIt den Buch erhoffte ich mir neben guten Tipps, auch den Wunsch weiterstricken zu wünschen.

Die Muster finde ich sehr hübsch und ansprechend und konnte in den ersten beiden Mustern mit Musterprobe, den Tipps zum Anschlagen gut einsteigen, das erste Quadrat mit Kraus rechts finde ich auch noch gut machbar und dann geht es über in das Stricken mit zwei Fäden. Hier bin ich anhand der Erklärung etwas ausgestiegen und mir fehlte der Überblick und die Ansicht.

Dem Buch beigefügt sind Erklärvideos, auf einer Plattform, wo ich mich zuerst anmelden sollte. Das wollte ich dann nicht und so konnte ich mir diese leider nicht ansehen.


Ich mag die Grundidee und wenn man ein Patchworkdecke stricken will mit vielen Muster von leicht zu schwer, sicher fantastisch, aber ich hätte mich über mehr Bilder und diese gut beschrieben gefreut. So sollte man schon etwas erfahren sein, oder gut Anleitungen lesen können.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

komplexe, philosophische Liebesgeschichte um das Thema Erinnerung und Zeit

Das Buch der verlorenen Stunden
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Lisavet Levy wird als junges jüdisches Mädchen in der Reichskristallnacht von ihrem Vater in einen Zwischenraum versteckt. Sie ist gefangen und lernt mit den Jahren, durch die Zeiten zu wandeln ...

Lisavet Levy wird als junges jüdisches Mädchen in der Reichskristallnacht von ihrem Vater in einen Zwischenraum versteckt. Sie ist gefangen und lernt mit den Jahren, durch die Zeiten zu wandeln und weitere wundersame Dinge. Eines Tages sieht sieh, wie ein Nazi ein Buch voller Erinnerungen verbrennen will. Sie rettet es und bemerkt, dass es sich um die Erinnerungen Ihres Vaters handeln und damit ist eine Idee geboren.

“Kein Gedanke wird nur von einem einzigen Menschen gedacht”

Besser kann man den Werdegang des Buches nicht beschreiben, denn die Rettungsversuche von Lisavet bleiben nicht unbemerkt und so wird ein junger Zeithüter auf sie angesetzt. Denn nicht jeder ist glücklich von den Rettungsversuchen, vor allem nicht im Kalten Krieg….

“Fängt eine Idee einmal an, sich zu verbreiten, ist es unmöglich sie zu vernichten” besser kann man den zweiten Teil des Buches nicht umschreiben. Das ist der Part, in dem diesen Aspekten immer mehr zum Vorschein kommt.

Die Spannung, Verknüpfungen, Erkenntnisse wachsen sehr langsam und jeder offene Plot Strang bekommt in würdiges Ende. Es ist eine Liebesgeschichte mit viel Fantastischen, viel Philosophischen über das Thema Erinnerung, Gehorsam und Zeit.

Die Geschichte läuft zu Beginn auf zwei Zeitstränge, und zwar in den 1940er und 1960er. Die Kapitel haben oft eine Länge von zwanzig Seiten und ich hatte sehr viele Schwierigkeiten, wirklich in die Geschichte zu kommen, weil die Wechsel zu abrupt waren.

Den Buch hätte es gutgetan, wenn die verschiedenen Handlungsabschnitte besser zur Trennblätter erkennbar gewesen wären. So konnte ich die Erfahrung machen, dass auch mal Bücher nach 200 Seiten deutlich besser werden.

Fazit des Buches ist, es ist eine verschachtelte Liebesgeschichte. Das Ende ist gut und philospophisch und vor allem der letzte Part der Geschichte fand ich sehr beeindruckend und leider an manchen Stellen auch sehr beängstigend.

Die Geschichte ist für jeden geeignet, der auf eine Mischung aus Fantasy, Love-Story, philosophische Gedanken zu Zeit und Erinnerungen steht.

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