Profilbild von lisbethsalander67

lisbethsalander67

Lesejury Star
offline

lisbethsalander67 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lisbethsalander67 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2021

Nicht so wirklich meins

Der Tod und das dunkle Meer
0

Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wir befinden uns im ersten Drittel des 17. Jahrhundert, als sich der Generalgoverneur Jan Haan auf die weite Heimkehr per Schiff aus der Niederländischen ...

Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wir befinden uns im ersten Drittel des 17. Jahrhundert, als sich der Generalgoverneur Jan Haan auf die weite Heimkehr per Schiff aus der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Asien, Batavia, dem heutigen Jakarta, macht. Mit ihm reisen u.a. seine Ehefrau Sahra und die gemeinsame Tochter, sowie der gefangene Detektiv Samuel Pipps und dessen Beschützer Arent Hayes und natürlich eine mehr als umfangreiche Crew mit unzähligen Mitgliedern. Das Schiff wird bereits vor der Abreise von einem Aussätzigen verflucht und steht deshalb unter keinem guten Stern. An Bord passieren dann auch eigenartige Dinge, letztendlich sogar ein Mord. Sarah und Arent ermitteln gemeinsam, was sich zunehmend als sehr gefährlich herausstellt. Was anfangs sehr sehr spannend beginnt, entwickelte sich leider für mich als zunehmend verwirrend. Der Erzählfaden wird nicht stringent durchgehalten, Stuart Turton verliert sich in meinen Augen sogar in Widersprüchlichkeiten, ich hatte mindestens ab der zweiten Hälfte tatsächlich einige Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen u. mich dauerhaft darauf zu konzentrieren. Die Idee ist zwar mit Sicherheit eine gute gewesen, eine Mischung aus Grusel-, Detektiv und historischer Geschichte zu komponieren, doch die Umsetzung ließ für mich leider zu wünschen übrig. Schade, ich denke, hier war mehr Potential vorhanden!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2021

Einblicke in das Leben einer Frau in Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982
0

In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen ...

In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen durch die alltäglichen Misshandlungen durch Männer aller Art in ihrem persönlichen Umfeld. Da Bücher aus dem asiatischen Raum in letzter Zeit extrem gehypt werden, zumindest ist dies mein individueller Eindruck, kam auch ich hieran wieder einmal nicht vorbei, irgendwie lässt mich die Neugier dann doch wieder schwach werden, es ist in kürzester Zeit das dritte Buch einer Autorin dieser Art. Und doch bin ich wiederum mit der Hauptfigur nicht wirklich warm geworden. Durch den extrem minimalistischen Schreibstil, dem Leser wird dies als fast schon sensationelle einfache Prosa angekündigt, blieben mir die handelnden Personen seltsam distanziert. Und immer wieder stelle ich mir die Frage, ob dies vielleicht auch anders funktionieren würde, auch wenn uns, mir diese Kultur natürlich nicht vertraut ist. Im KT ist die Rede von Alltagsmisogynie, die jede Frau auch in unseren Kulturkreisen nachvollziehen könnte. Tut mir leid, das muss ich passen! Ich musste dieses Wort tatsächlich erstmal nachschlagen, u. nein, ich kenne aus meinem Umfeld keinen krankhaften Hass von Männern Frauen gegenüber. Gott sei Dank! Ist dieser wirklich in Südkorea so derart an der Tagesordnung, wie uns hier weisgemacht wird? Die Protagonistin fügt sich in ihr Schicksal, erleidet dadurch eine Persönlichkeitsstörung, und das obwohl sie eine starke Mutter als Vorbild hat, die für ihre Familie das beste herausholen will, auch u. obwohl nach außen hin der Vater als der Macher dargestellt wird? Kim Jiyoung gibt sich meines Erachtens zu sehr mit der Opferrolle zufrieden, damit wurde ich nicht warm, ich hätte mir mehr Kämpfergeist gewünscht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2021

Einblicke in das Leben einer Frau in Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982
0

In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen ...

In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen durch die alltäglichen Misshandlungen durch Männer aller Art in ihrem persönlichen Umfeld. Da Bücher aus dem asiatischen Raum in letzter Zeit extrem gehypt werden, zumindest ist dies mein individueller Eindruck, kam auch ich hieran wieder einmal nicht vorbei, irgendwie lässt mich die Neugier dann doch wieder schwach werden, es ist in kürzester Zeit das dritte Buch einer Autorin dieser Art. Und doch bin ich wiederum mit der Hauptfigur nicht wirklich warm geworden. Durch den extrem minimalistischen Schreibstil, dem Leser wird dies als fast schon sensationelle einfache Prosa angekündigt, blieben mir die handelnden Personen seltsam distanziert. Und immer wieder stelle ich mir die Frage, ob dies vielleicht auch anders funktionieren würde, auch wenn uns, mir diese Kultur natürlich nicht vertraut ist. Im KT ist die Rede von Alltagsmisogynie, die jede Frau auch in unseren Kulturkreisen nachvollziehen könnte. Tut mir leid, das muss ich passen! Ich musste dieses Wort tatsächlich erstmal nachschlagen, u. nein, ich kenne aus meinem Umfeld keinen krankhaften Hass von Männern Frauen gegenüber. Gott sei Dank! Ist dieser wirklich in Südkorea so derart an der Tagesordnung, wie uns hier weisgemacht wird? Die Protagonistin fügt sich in ihr Schicksal, erleidet dadurch eine Persönlichkeitsstörung, und das obwohl sie eine starke Mutter als Vorbild hat, die für ihre Familie das beste herausholen will, auch u. obwohl nach außen hin der Vater als der Macher dargestellt wird? Kim Jiyoung gibt sich meines Erachtens zu sehr mit der Opferrolle zufrieden, damit wurde ich nicht warm, ich hätte mir mehr Kämpfergeist gewünscht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2021

Kurzgeschichten über Katzen

Das Geschenk eines Regentages
0

Es handelt sich hier nicht wirklich um einen Roman, wie ich finde, sondern um vier irgendwie miteinander zusammenhängende Kurzgeschichten über Katzen und deren Menschen, bei denen sie leben, oder mit ihnen ...

Es handelt sich hier nicht wirklich um einen Roman, wie ich finde, sondern um vier irgendwie miteinander zusammenhängende Kurzgeschichten über Katzen und deren Menschen, bei denen sie leben, oder mit ihnen in irgendeiner Beziehung stehen. Erzählt wird abwechselnd - aus der Sicht der "vermenschlichten" Katzen und deren "Besitzern", alle haben in irgendeiner Form Berührungspunkte. Die Idee fand ich recht originell, anfangs mochte ich auch, dass die Katzenperspektive wie aus Menschensicht erzählt wurde, doch nach und nach nervte es mich zunehmend. Es beginnt mit Miyu, einer jungen Frau, die eine ausgesetzte junge Katze findet und bei sich aufnimmt. Diese Katze, Chobi, lernt eine andere Katze kennen, deren Besitzerin wiederum Berührungspunkte zu Miyu hat. Über die Tiere lernen wir einen Teil der Lebensgeschichten ihrer Menschen kennen. Hierzu gibt es teilweise tatsächlich poetische fast schon philosophische kleine Weisheiten, aber alles bleibt irgendwie angerissen und wirkte auf mich etwas oberflächlich. Es bleiben eben Kurzgeschichten, für mich hat es sich an keiner Stelle zu einem Roman verdichtet, und die einzelnen Episoden gehen nicht in die Tiefe. Man hätte meines Erachtens viel mehr daraus machen können. Hinzu kommt, dass ich nicht wirklich warm werden konnte mit der japanischen Mentalität. Momentan habe ich das Gefühl, wird der Markt etwas überschwemmt mit Büchern von japanischen Autoren. So richtig gepackt hat mich bisher keines davon, die Protagonisten bleiben immer seltsam distanziert, die asiatische Mentalität gibt dies vielleicht vor? Eine Frage, die ich mir noch nicht abschließend beantworten konnte. Dadurch, dass ich einen Roman erwartet hatte, und nur recht oberflächliche Geschichten bekommen habe, außerdem im Laufe des Buches die Erzählperspektive aus der Sicht der Katzen immer seltsamer fand, gibt es von mir drei gut gemeinte Sterne. Vielleicht können echte Katzenliebhaber, zu denen ich mich als "Hundebesitzer" nicht rechne, damit mehr anfangen?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Viel Luft nach oben

Tainted Love
3

Mit "Tainted Love" hat Vincent Tal einen Krimi geschrieben, auf den ich sehr gespannt war und mir viel spannende Leseunterhaltung erhofft hatte. Leider wurde ich insgesamt vom Buch nicht wirklich abgeholt ...

Mit "Tainted Love" hat Vincent Tal einen Krimi geschrieben, auf den ich sehr gespannt war und mir viel spannende Leseunterhaltung erhofft hatte. Leider wurde ich insgesamt vom Buch nicht wirklich abgeholt und bin ehrlich gesagt nach Beendigung der Lektüre etwas enttäuscht. Der Schreibstil ist zwar flüssig und unkompliziert, und ich bin als Leser schnell in die Geschichte und die Handlung eingestiegen, trotzdem ist insgesamt der Funke nicht richtig übergesprungen. Startet das Ganze am Anfang noch ansatzweise spannend, lässt dies zur Mitte hin deutlich nach und weist für mich sogar einige Längen auf. Auch die Charaktere lassen es für mich an Tiefe vermissen, obwohl ich sie eigentlich recht sympathisch fand, konnte ich irgendwie keine echte Nähe zu ihnen aufbauen. Positiv fand ich, dass die Protagonisten recht normale Menschen wie du und ich sind und nicht irgendwelche herunter gekommenen Existenzen. Insgesamt hatte ich mir einfach mehr erhofft, was die Krimihandlung betrifft, besteht für mich einfach noch ganz viel Luft nach oben und ich möchte das Buch nicht richtig empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung