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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2021

Bis auf die letzten 100 Seiten ein klasse Buch

Something Pure
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Ein Großteil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich bin gut und schnell in die Geschichte reingekommen und habe mich durch den flüssigen, humorvollen Schreibstil sofort abgeholt gefühlt.

Alice ist ...

Ein Großteil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich bin gut und schnell in die Geschichte reingekommen und habe mich durch den flüssigen, humorvollen Schreibstil sofort abgeholt gefühlt.

Alice ist mir dabei sehr schnell ans Herz gewachsen und auch Beck hat sich durch seinen Humor in mein Herz geschlichen.

Im Laufe des Buches hat sich die ursprünglich eher oberflächlich gehaltene Beziehung der beiden immer weiterentwickelt. Es war spannend zu sehen wie sie sich nähergekommen sind und sich gegenseitig kennen und lieben gelernt haben. Durch die komplizierte Situation mit Becks Familie war es dabei stets spannend: Wie wird Alice sich in diese für sie ganz neue Welt einfügen? Wird die Beziehung der beiden das überstehen?

Was für mich persönlich das Buch leider „abgewertet“ hat, war die zentrale Wendung (mehr kann ich leider nicht sagen, da ich sonst spoilern würde). Diese kam für mein Empfinden viel zu spät. Dazu kommt, dass mich der Umgang von Alice mit der Situation total schockiert hat. Ich habe sie bis dahin für eine Person gehalten, die weiß, was sie will und die für ihre Meinung einsteht. Daher konnte ich die letzten 100 Seiten des Buches leider gar nicht mehr nachvollziehen. Man hätte aus dieser Wendung sehr viel machen können, dazu hätte sie allerdings deutlich früher kommen müssen. Auch der Klärung des Problems und den verschiedenen aufgekommenen Emotionen hätte dabei mehr Beachtung geschenkt werden müssen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ich die ersten 300 Seiten des Buches absolut geliebt habe, das kann ich über die restlichen Seiten allerdings leider nicht sagen. Daher fällt es mir aktuell sehr schwer, das Buch auf eine Sternebewertung herunterzubrechen.

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Veröffentlicht am 08.02.2021

Ein Buch für Zwischendurch

Heimweh nach uns
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Heimweh nach uns handelt von Lena und Malte. Die beiden führen seit vielen Jahren eine funktionierende Beziehung, sind jedoch seit ihre Kinder auf der Welt sind, immer mehr in einen gewissen ...

Heimweh nach uns handelt von Lena und Malte. Die beiden führen seit vielen Jahren eine funktionierende Beziehung, sind jedoch seit ihre Kinder auf der Welt sind, immer mehr in einen gewissen Alltagstrott verfallen und haben dabei verlernt sich und den Partner wertzuschätzen. Immer öfter haben beide das Gefühl, den anderen nicht mehr erreichen zu können und auf einer ganz anderen Ebene zu kommunizieren. Als Lena Yoga anfängt und dort einem Lehrer, der das genaue Gegenteil ihres Mannes darstellt, gegenübersteht, wird ihre Beziehung zu Malte auf eine harte Probe gestellt.

Zu Beginn des Buches war ich sehr begeistert. Einfach alles hat gepasst: Der Schreibstil war flüssig, die Erzählungen witzig und die Protagonisten super realistisch ausgearbeitet – Die Verhaltensweisen, Schwächen und Stärken von Lena und Malte kann jeder Leser super nachvollziehen und in der ein oder anderen Situation wird sich jeder wiederfinden. Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin die bittere Wahrheit rübergebracht und den Alltag mit seinen Tücken nicht verschönt hat. Wer kennt es nicht, dass die Arbeit oder das Studium ihren Tribut fordern und die schlechte Laune unabsichtlich an den Liebsten ausgelassen wird?

Je weiter ich im Buch gekommen bin umso genervter war ich jedoch von Lena. Ich fand ihre Entscheidungen ab einem gewissen Punkt absolut nicht mehr nachvollziehbar und an der ein oder anderen Stelle für meine Empfindungen schlichtweg dumm. Niemand ist perfekt und jeder macht mal Fehler, aber die von Lena konnte ich tatsächlich einfach nicht nachvollziehen. Auch die fehlende Kommunikation zwischen Lena und Malte hat mich zum Verzweifeln gebracht. Ihre Auseinandersetzungen oder wohl eher die fehlenden Auseinandersetzungen und Aussprachen waren meiner Meinung nach sehr kindisch und absolut nicht notwendig. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich mit meinem Freund noch in einer Phase absoluter Verliebtheit befinde, aber der Reiz des Fremden und die Anziehung die Lena gegenüber ihrem Yoga-Lehrer verspürt waren für mich absolut nicht greifbar. Dazu kommt, dass mir bereits aufgrund des Klappentextes und der ersten Kapitel klar war, was passieren wird. Das Buch hat für mich keinerlei Wendungen und nichts Unerwartetes bereitgehalten. Auch beim Ende des Buches war ich mir unsicher, was ich davon halten soll: Es war super romantisch und ich habe beim Lesen tatsächlich die ein oder andere Träne vergossen, aber auch hier gilt: Es war zu erwarten.

Trotzdem hatte ich einige entspannte Lesestunden und habe es genossen auch mal die ungeschönte Wahrheit vor Augen geführt zu bekommen. Zusammengefasst handelt es sich um ein Buch, dass man gut mal zwischendurch lesen kann, wenn man einfach eine Weile abschalten und die eigenen Probleme vergessen möchte.

Ich möchte auch noch einmal verdeutlichen, dass es sich hierbei lediglich um meine Meinung handelt - andere Personen finden sich vielleicht in genau den Verhaltensweisen, die ich nicht nachvollziehen konnte, wieder. Also: macht euch ein eigenes Bild, unterhaltsam ist das Buch aufjedenfall.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Leider nicht mein Fall

Beste Freunde
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Der Klappentext von "Beste Freunde - pass auf, was du versprichst" hat mich sofort angesprochen. Das Thema des Buches ist spannend, der Schreibstil flüssig und es gibt jede Menge Action. An sich also ein ...

Der Klappentext von "Beste Freunde - pass auf, was du versprichst" hat mich sofort angesprochen. Das Thema des Buches ist spannend, der Schreibstil flüssig und es gibt jede Menge Action. An sich also ein perfekter Thriller.

Tatsächlich habe ich auch über 400 Seiten lang von diesem Buch als "Highlight" geredet. Leider hat das Ende das Buch für mich jedoch etwas kaputt gemacht. Die Auflösung ist zwar dank jeder Menge Hinweise schlüssig herleitbar, der Leser bekommt allerdings gar keine Einblicke zu den Hintergründen der Taten. Man weiß also am Ende zwar wer es getan hat, aber nicht wieso. Dieses fehlende Motiv ist für mich persönlich tatsächlich wahnsinnig unbefriedigend - ich habe das Gefühl ein Puzzleteil fehlt, um die Taten gedanklich endgültig als aufgeklärt abzuheften.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Leider gar nicht mehr mein Geschmack

Die Quellen von Malun - Blutschicksal
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Zuallererst muss erwähnt werden, dass es sich bei der ganzen Reihe um High-Fantasy handelt (Es wird immer mehr, Band 1 beginnt noch relativ „normal“). Dies war meine erste Berührung mit diesem Genre und ...

Zuallererst muss erwähnt werden, dass es sich bei der ganzen Reihe um High-Fantasy handelt (Es wird immer mehr, Band 1 beginnt noch relativ „normal“). Dies war meine erste Berührung mit diesem Genre und leider konnte ich damit nicht sehr gut umgehen.

Dementsprechend viel mir das Lesen auch extrem schwer, wodurch ich schnell die Lust an der Reihe verloren habe. Für jemanden der gerne und viel High-Fantasy liest bedeutet das jedoch, dass meine Rezension nicht ausschlaggebend bei der Entscheidung für oder gegen das Buch sein sollte.

Wie bereits bei Band 2 habe ich sehr lange (150-200 Seiten!!!) gebraucht, bis ich mich im Buch wieder zurechtgefunden habe und mich auf die fremde Welt einlassen konnte. Der Grund hierfür liegt meiner Meinung nach zum Einen, in dem komplexen Aufbau der Welt, zum Anderen daran, dass in Band 3 am Anfang vor Allem der Krieg einen großen Teil einnimmt. Kriegs-Erzählungen treffen leider einfach nicht meinen Geschmack und können mich weder fesseln noch begeistern.

Generell konnte mich in diesem Buch vor allem die Geschichten von Feyla, Nelja und Tailin begeistern, welche leider nur ein Bruchteil der Kapitel von sich erzählen durften.

Die Beschreibungen der Autorin sind teilweise sehr extrem. Negative und belastende Beschreibungen kommen eigentlich in jedem Kapitel vor: Sexueller Missbrauch, Unterdrückung, Folter, Krieg. Nachdem ich dann das gefühlt 100. Mal gelesen habe, wie ein Kind gequält und missbraucht wurde, wurde mir auch das einfach zu viel. Durch die Häufigkeit der Beschreibungen hatte ich zudem das Gefühl, dass diese schlimmen Taten "normalisiert" werden und an Bedeutung verlieren.

Ich habe mir von dem Buch ein Abschalten und Eindringen in neue spannende Welten erhofft, jedoch hatte ich nicht mit dieser drückenden und deprimierenden Stimmung gerechnet, welche sich durch das gesamte Buch/ die gesamte Reihe zieht.

Insgesamt ist mir die Welt schon in Band 2 zu komplex, abstrakt und Fantasy lastig geworden, was in Band 3 nur noch extremer wird. Daher konnte mich Band 3, auch wenn ich neugierig war, wie sich alle Fäden zusammenführen lassen, leider nicht begeistern.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Leider nicht mein Geschmack

Geteilte Träume
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Zuallererst muss gesagt werden, dass das Buch leider gar nicht meinen Geschmack getroffen hat.

Obwohl mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen ist und ich mich nach dem ersten Kapitel total auf ...

Zuallererst muss gesagt werden, dass das Buch leider gar nicht meinen Geschmack getroffen hat.

Obwohl mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen ist und ich mich nach dem ersten Kapitel total auf das Weiterlesen gefreut habe, konnte das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllen.

Mein Hauptproblem war, dass das Buch im Prinzip eine Zusammenstellung von vielen kleinen Geschichten ist. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit befragt Ingke nach und nach alle ihre Familienmitglieder. Diese antworten jedoch nicht nur schlicht auf ihre Fragen, nein. Jeder erzählt seine eigene Geschichte. Dadurch besteht das Buch aus vielen Zeit- und Ort-Sprüngen, bei denen man leicht den Überblick verliert. Die Lebensgeschichte eines Verwandet endet mit dem Hinweis, dass sie für mehr Informationen Verwandten XY befragen muss.

Durch diese Nebenhandlungen ist es passiert, dass die eigentliche Handlung des Buches, auf welche im Klappentext verwiesen wird, komplett verloren geht.
Ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich die Geschichten der Familienmitglieder einfach übersprungen habe und nur noch die Abschnitte der Gegenwart, in denen Ingke ihre leibliche Mutter sucht und trifft, gelesen habe. Dadurch habe ich mindestens die Hälfte, wenn nicht sogar ¾ des Buches überhaupt nicht gelesen. Trotzdem habe ich verstanden, was damals passiert ist und wie es Ingke und ihrer Mutter jetzt damit geht.

Wer sich für die DDR Zeit und verschiedene Perspektiven des Lebens in der DDR interessiert, ist bei diesem Buch an der richtigen Adresse. Ich hatte mir aufgrund des Klappentextes allerdings einen anderen Fokus erhofft.

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