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Veröffentlicht am 12.05.2021

Nicht fitzeks stärkstes Buch

Die Therapie
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Nach dem ich schon mehrere Bücher von ihm gelesen habe, war jetzt das Debüt dran. Die Therapie von Sebastian Fitzek.
Inhaltlich handelt das Buch von Josy. Josy war mit ihrem Vater Viktor, einem bekannteren ...

Nach dem ich schon mehrere Bücher von ihm gelesen habe, war jetzt das Debüt dran. Die Therapie von Sebastian Fitzek.
Inhaltlich handelt das Buch von Josy. Josy war mit ihrem Vater Viktor, einem bekannteren Psychiater, in einer Arztpraxis. Dort verschwand sie spurlos und wurde bis heute, vier Jahre später, auch nicht mehr gefunden.
Doch jetzt wird der einsame und immer noch trauernde Vater von einer unbekannte Frau aufgespürt. Von ihren Wahnvorstellungen geprägt, sucht sie Flucht bei ihm und hofft auf eine Behandlung, obwohl er eigentlich keine Patienten mehr behandelt.
In ihren Wahnvorstellungen wird die Frau von einem Mädchen verfolgt. Die auf die selbe Weise wie Josy verschwand.
Viktor beginnt immer mehr, die Therapie wie ein Verhör zu führen, in der Hoffnung einen Hinweise auf seine geliebte

Was mir sofort nach beenden des Buches auffiel war, dass Fitzek jetzt denn Leser mehr verwirrt. Während dem Lesen war es tatsächlich so, dass ich das Gefühl hatte, dem Täter auf der Spur zu sein. Jedoch wurde dieses Glaube kurz vor dem Ende zerstört und man kam schnell zu dem wirklichen Täter.
Es wurde während dem Lesen einem die ganze Zeit ,,falsche" Fährten gelegt, wo man am Ende auch hinein fiel.
Das Lesen ging super schnell und machte auch Spaß. Obwohl es für einen Psychothriller nicht ganz brutal war, gab es trotzdem durchgehend Spannung.
Dennoch hätten mir ein paar mehr brutale Stellen auch sehr gut gefallen.
Die Charaktere waren greifbar. Ich hatte zu vielen ein Bild im Kopf und wusste die Verbindung zu den anderen Personen auch. Man bekam vorallem gegen Ende des Buches ein näheres Bild von den Charakteren, wodurch die Auflösung auch nochmals mehr Sinn ergab.
Die Gefühle der Protagonisten kamen sehr gut rüber. Ich konnte mich sehr gut in diese hineinverstetzen und ihre Beweggründe auch sehr gut nachvollziehen.

Es ist meiner Meinung nach nicht Fitzeks bestes Buch. Aber definitv lesenswert und mit einer gehörigen Portion Spannung, ohne brutale und blutige Stellen.

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Veröffentlicht am 13.12.2020

Eine Geschichte die in der Umsetzung nicht gelang. Die Charaktere sind charakterlos und die Handlungen sind wenig erklärbar.

Das wirkliche Leben
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Ein zehnjähriges Mädchen, das in einer Reihenhaussiedlung lebt und einen Vater hat, der neben Whiskey und TV nur Jagen als Beschäftigung besitzt.
Nach dem Tod eines Eismannes ist nichts mehr wie davor, ...

Ein zehnjähriges Mädchen, das in einer Reihenhaussiedlung lebt und einen Vater hat, der neben Whiskey und TV nur Jagen als Beschäftigung besitzt.
Nach dem Tod eines Eismannes ist nichts mehr wie davor, den ihr Bruder fällt immer mehr unter den Einfluss ihres Vaters und sie selbst wächst auch immer immer heran.
Sie wächst zu einer wissbegierigen Frau heran und gerät, aufgrund ihres immer weiblicher werdendes Körpers, immer mehr in das Visier ihres Vaters.

Das Cover spiegelt die Tiere wieder, die ihr Vater und ihr Bruder gerne töten. Das Pink passt meiner Meinung nach weniger zu dem Buch. Dennoch passt es zu dem mädchenhaften von der Hauptprotagonistin. Jedoch versteckt sie diese.
Das Cover ist auf jeden Fall ein Blickfang, jedoch nichts besonderes.

Der Schreibstil war sehr sachlich ohne große Beschreibungen der Umgebung und der Gefühle. Genau das war auch kein Problem mit der Geschichte, sie war sehr gefühllos geschrieben und ich konnte wenig mitfühlen. Auch aufgrund der wenigen Beschreibungen der Umgebung, war alles eher schemenhaft während des Lesens.
Generell war die Handlung stellenweise sehr widerwärtig beschrieben und erinnerte mich eher an einen Thriller als an einen Roman.
Im Laufe der Handlung überflog ich auch immer Seiten, da es wenig ergreifend geschrieben wurde. Das lag auch daran, dass die Handlung für mich wenig Sinn machte und auch viele Stellen sehr ungenau beschrieben wurden, wodurch beim lesen viele Lücken entstanden.

Die Charaktere waren auch ein großes Problem bei der Handlung. Einen Namen hatte die Hauptprotagonistin nicht und über sie wusste man auch mit am wenigsten, auch ihr Aussehen war nicht bekannt. Auch ihre Handlungen waren wenig klar und für mich sehr naiv und wenig realistisch.
Über ihren Vater erfuhr man mehr, jedoch widerte er mich nur an und auch sein Verhalten war sehr abstoßend. Hier erfuhr man auch nicht, wieso er so wurde, lediglich Vermutungen fallen an.

Eine Geschichte die in der Umsetzung nicht gelang. Die Charaktere sind charakterlos und die Handlungen sind wenig erklärbar.

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