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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2025

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Magie der Konsequenz
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In ihrem Ratgeber "Die Magie der Konsequenz" erklärt die Autorin Inga Böhm-Reithmeier in einfachen und verständlichen Worten wie wichtig eine klare und konsequente Kommunikation für ein faires Miteinander ...

In ihrem Ratgeber "Die Magie der Konsequenz" erklärt die Autorin Inga Böhm-Reithmeier in einfachen und verständlichen Worten wie wichtig eine klare und konsequente Kommunikation für ein faires Miteinander zwischen Mensch und Hund ist. Hierbei beleuchtet sie immer wieder verschiedene Fallbeispiele, welche ihr Gesagtes unterstreichen und den Inhalt dadurch für den Leser einfach verständlich machen.
Ich selbst beschäftige mich seit rund vier Jahren intensiv mit der Hundeerziehung und auch wenn ich behaupten würde, dass ich in diesen Jahren bereits viel in dieser Sache gelernt habe konnte mich die Autorin doch immer wieder auf kleine "Fehler" hinweisen bei denen ich nachbessern kann um meine eigene Kommunikation mit unserem Vierbeiner zu verbessern. Natürlich ersetzt ein Buch nie ein Training bei einem gut ausgebildeten Trainer. Trotzdem finde ich es immer wieder hilfreich Bücher in Sachen Hundeerziehung zu lesen. Besonders gut gefällt mir bei diesem Buch, dass die Autorin bewusst auf die Anleitung von Übungen verzichtet, den gerade das gehört meiner Meinung nach in ein Eins-zu-Eins Training.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Der Roman „Middletide - Was die Gezeiten verbergen“ von der Autorin Sarah Crouch erzählt die Geschichte von Elijah Leith, der nach einer gescheiterten Karriere als Schriftsteller in seinen Heimatort im ...

Der Roman „Middletide - Was die Gezeiten verbergen“ von der Autorin Sarah Crouch erzählt die Geschichte von Elijah Leith, der nach einer gescheiterten Karriere als Schriftsteller in seinen Heimatort im US-Bundesstaat Washington zurückkehrt. Dort trifft er auf seine Jugendliebe Nakita, welche er nie vergessen konnte. Als jedoch eine Leiche auf seinem Grundstück entdeckt wird, die auf mysteriöse Weise mit seinem eigenen Roman in Verbindung steht, gerät Elijah unter Mordverdacht und muss um seine Unschuld und seine Liebe kämpfen.

Sarah Crouch zeichnet durch ihre Worte eine fesselnde Atmosphäre, welche die Schönheit des Pazifischen-Nordwestens malerisch einfängt. Durch die zeitlichen Sprünge innerhalb der Erzählung bekommt der Leser ein komplexes Bild der Geschichte. Das Leben des Protagonisten Elijah durch diese Art des Erzählens greifbar und man hat teilweise das Gefühl das man zusammen mit seinen Gedankengängen in die Vergangenheit reist.

Mich hat die Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi sehr begeistert. Besonders gut hat mir die meiner Meinung nach authentische Darstellung des Kleinstadtlebens gefallen. Ich muss zwar sagen, dass ich zu Beginn etwas gebraucht habe um mit dem Buch warm zu werden, mich die tiefgründigen Charaktere und die spannende Handlung jedoch letztendlich überzeugt haben.
Ein Muss für Leser, die Geschichten lieben, die Herz und Verstand gleichermaßen ansprechen.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Rasanter Aufstieg - tiefer Fall: Zurück ins Leben gekämpft

Das Comeback
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In "Das Comeback" erzählt die Autorin Ella Berman die Geschichte des Tennie-Stars Grace Turner. Die wuchs gemeinsam mit ihrer Schwester Esme unter dem Namen Grace Hyde bei ihren Eltern in England auf, ...

In "Das Comeback" erzählt die Autorin Ella Berman die Geschichte des Tennie-Stars Grace Turner. Die wuchs gemeinsam mit ihrer Schwester Esme unter dem Namen Grace Hyde bei ihren Eltern in England auf, als sie eines Tages bei einem Vorsprechen an ihrer Schule von dem erfolgreichen Regisseur Able Yorke entdeckt wurde. Damit begann ein rasanter Aufstieg für Grace, welche schnell zu einer wahren Größe in Hollywood werden sollte. Doch ausgerechnet am Vorabend ihrer ersten Golden Globe-Nominierung verschwindet Grace. Doch dann, rund ein Jahr nach ihrem Verschwinden ist sie wieder da, bereit sich ihr Leben zurück zu holen ...

Die Geschichte beginnt mit einem kleinen "Prolog", wobei es eher eine Momentaufnahme aus Grace Leben darstellt. Die weitere Erzählung ist dann in ein "Vorher" und ein "Danach" unterteilt. Tatsächlich hat es die Autorin geschafft bereits mit diesem kurzen "Prolog" meine Neugierde für das Buch zu wecken. Bereits auf der ersten Seite der Erzählung wird der unfassbar tolle Schreibstil von Ella Berman klar. Sie schreibt meiner Meinung nach auf eine ganz besondere Weise. Dadurch konnte ich die Gefühlswelt von Grace besonders gut nachempfinden und mich super gut in sie hineinversetzen. Und auch alle anderen Figuren der Geschichte waren wirklich sehr gut aufgebaut.

Die Geschichte von Grace ist leider kein Einzelfall. Spätestens seit der 2006 aufbrandenden

MeToo-Bewegung wurden immer wieder Geschichten von (jungen) Schauspieler*innen bekannt, welche Opfer der mächtigen Strukturellen Verhältnisse Hollywoods wurden. "Das Comeback" lässt eine solche eindrücklich auf den Leser wirken und diesen mit einem Klos im Hals zurück.

Letztlich kann ich nur sagen, dass mir das Buch wirklich super gut gefallen hat und es einen kleinen Ehrenplatz in meinem Regal einnehmen wird. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gerne bewegende Geschichten mit einem realen Kern lesen und es mögen tief in die Gefühlswelt der Figuren abzutauchen. Gerne würde ich nur eine kleine Trigger-Warnung aussprechen, denn wie jedem spätestens nach der Nennung von

MeToo klar sein sollte, handelt das Buch von (sexuellem) Missbrauch.

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Wenn ein Blick die Gegenwart auf den Kopf stellt

Die Farbe des Vergessens
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Zusammenfassung:
Juli arbeitet als Präparatorin in München. Allein das ist für sie eigentlich schon ein Erfolg, denn ihre Kindheit und Jugend war keine einfach. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Juli nämlich ...

Zusammenfassung:
Juli arbeitet als Präparatorin in München. Allein das ist für sie eigentlich schon ein Erfolg, denn ihre Kindheit und Jugend war keine einfach. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Juli nämlich bei ihrem Onkel und dessen Frau auf, eine neue Familie, die ihr nicht die Liebe entgegenbringt, die ein junger Mensch braucht. Juli rettet sich in die Welt der Drogen und des Alkohols und vergisst ...
Doch rund achtzehn Jahr später sieht sie sich selbst auf dem Obduktionstisch vor sich liegen. Ein Erkennen das Fragen bei ihr aufwirft und sie in einen Strudel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Fiktion zieht.

Eigene Meinung:
Nachdem ich zu Beginn einige Startschwierigkeiten mit dem Buch, bzw. dem teilweise sehr sprunghaften Schreibstil hatte, hat mich die Geschichte um Juli letztlich doch sehr gepackt und begeistert (übrigens erschließt sich meiner Meinung nach diese Art des Schreibens im Laufe der Geschichte und passt daher perfekt).
Juli ist eine junge und starke Frau, welche aufgrund ihrer Erfahrungen, welche sie in ihrem Leben bereits machen musste, allerdings sehr zurückgezogen und isoliert lebt. Unter ihren Kollegen ist sie nicht gerade beliebt, den sie lebt in ihrer eigenen Welt und hält nicht viel davon sich mit ihnen auszutauschen.
Doch als sie eine jüngere Version ihrer selbst auf dem Obduktionstisch vor sich sieht beginnen sich die Rädchen in ihrem Kopf zu drehen und sie sieht sich plötzlich wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Diese Reise darf man als Leser begleiten und verliert sich oftmals mit Juli zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Was ist wahr und was nur Fiktion.

Fazit:
Die Geschichte hat mich zwar immer wieder etwas verwirrt, aber meiner Meinung nach macht dies gerade die Idee des Buches aus. Ich hab mich mit der Protagonistin in ihrer Geschichte verloren und hab jeder neunen Entwicklung entgegen gefiebert.
Dieses Buch wird mir definitiv im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Eine Fahrt ins Blaue

Der erste letzte Tag
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Zusammenfassung:
Eigentlich will Livius Reimer nur zurück nach Berlin fliegen, denn dort möchte seine Noch-Ehefrau und er einen neuen Versuch starten um ihrer Ehe zu kitten. Doch dann geht fast alles schief ...

Zusammenfassung:
Eigentlich will Livius Reimer nur zurück nach Berlin fliegen, denn dort möchte seine Noch-Ehefrau und er einen neuen Versuch starten um ihrer Ehe zu kitten. Doch dann geht fast alles schief was schief gehen kann. Zunächst geht sein Koffer kaputt und dann wird auch noch der Flug gestrichen. Mit Glück kann er noch den letzten verfügbaren Mietwagen ergattern, doch da er seinen Führerschein vergessen hat muss er ihn mit einer jungen Frau teilen, welche so gar nicht seinem Typ Mensch entspricht.
Zusammen begeben die beiden sich auf die Fahrt von München nach Berlin, ein Roadtrip der keiner der beiden je mehr vergessen wird.

Eigene Meinung zur Geschichte, Aufbau, Schreibstil & Figuren:
Als ich gehört habe, dass Sebastian Fitzek ein neues Buch rausbringt war mir sofort klar, dass ich es lesen muss, dabei hab ich bisher nur Thriller von ihm gelesen. Auch wenn die Geschichte von Livius und Lea ganz anders ist, so konnte auch sie mich begeistern. Die Frage danach, was wirklich im Leben zählt und wie man wohl den letzten Tag seines Lebens verbringen würde ist eine Frage, die sich wohl schon jeder von uns einmal gestellt hat. Sebastian Fitzek lässt diese beiden Fragen die beiden Protagonisten für sich erleben. Zwei, die auf den ersten Blick total verschieden sind. stehen vor der Aufgabe ihren ersten letzten Tag zu leben und lernen sich dabei immer besser kennen. Die quirlige, selbstbewusste und kämpferische Lea und der unauffällige, etwas spießig wirkende und gradlinige Livius. Gemeinsam begleiten wir sie auf ihrem Roadtrip und lernen dabei, was Leben wirklich bedeutet.
Die Art und Weise in der Sebastian Fitzek die Geschichte erzählt ist einfach genial. Vor allem den Humor habe ich sehr gefeiert und immer wieder laut aufgelacht.
Auch der Erzähler, Simon Jäger, welcher soweit ich weiß fast immer die Hörbücher zu Sebastian Fitzeks Büchern spricht, hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Ich finde seine Stimme super angenehm.

Fazit und Empfehlung:
Mit hat die Geschichte rund um Livius super gut gefallen und werde das Hörbuch sicher noch ein paarmal hören, vor allem wenn ich mal wieder mit dem Auto in den Urlaub fahren kann. Daher kann ich dieses Buch einfach nur jedem sehr empfehlen, der sich gerne auf eine humorvolle Art und Weise damit beschäftigt was wirklich im Leben zählt und der sich selbst mal auf das Gedankenexperiment einlassen will, was er an seinem "ersten letzten Tag" tun würde.

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