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Veröffentlicht am 23.05.2021

Mörderisches Detroit

Der gekaufte Tod
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Inhalt übernommen:

Mexicantown, Detroit. August Snow kehrt mit zwölf Millionen Dollar Schadenersatz zurück in das Viertel seiner Kindheit. Genug Geld für den Ex-Polizisten, um seinen alten Humor wiederzufinden ...

Inhalt übernommen:

Mexicantown, Detroit. August Snow kehrt mit zwölf Millionen Dollar Schadenersatz zurück in das Viertel seiner Kindheit. Genug Geld für den Ex-Polizisten, um seinen alten Humor wiederzufinden und ein neues Leben zu beginnen. Doch er hat die Rechnung ohne seine Feinde gemacht: Kurz nach seiner Rückkehr wird eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Stadt tot aufgefunden. Snow setzt sich auf die Fährte des Mörders – und gerät in einen gefährlichen Strudel, der ihn in Detroits dunkelste Winkel hinabzieht.

Die zwölf Millionen stammen aus einem Prozess gegen den korrupten Polizeiapparat der Stadt. Mit dem Geld will Snow, Sohn eines afroamerikanischen Polizisten und einer mexikanisch-amerikanischen Malerin, den Stadtteil seiner Kindheit wieder aufbauen. Da bittet ihn die Großunternehmerin Eleanore Padget, verdächtige Vorkommnisse in ihrer Bank aufzuklären. Snow lehnt ab. Kurz darauf wird die Frau tot aufgefunden. Selbstmord, lautet die Diagnose der Polizei. Snow hat Zweifel und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder. Ein packender Thriller inmitten der rauen, multikulturellen Realität Detroits.

Meine Meinung:

Die Spannung in diesem außergewöhnlichen Krimi baut sich erst sehr gemächlich auf. Zu Beginn werden die Hauptfiguren und der Schauplatz ausführlich vorgestellt.

Der Traum des Protagonisten, den Ort seiner Kindheit wieder so zu gestalten,wie er einmal war und ihn dadurch aufzuwerten,gestaltet sich schwierig,da seine Feinde andere Pläne haben. Außerdem lässt ihn der ungeklärte Todesfall, der sich gleich zu Beginn ereignet,als ehemaliger Cop ,nicht los.

Obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, verfolgt er sein Ziel mit Hartnäckigkeit und kommt schließlich zum Ziel.immer wieder muss er sich entscheiden und Freund und Feind gut sortieren. Sein soziales Engagement und die Art seinen Reichtum zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen, hat mir sehr gut gefallen. Die Menschen in seinem Umfeld waren sehr gut dargestellt, allen voran seine netten und etwas skurillen Nachbarinnen, die für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt haben.

Obwohl ich es gut finde, wenn in einem Krimi auch der Alltag der Protagonisten genügend Raum findet, waren mir hier die allzu häufigen Beschreibungen vom Essen und Trinken deutlich zu viel.

Fazit:

Ein Krimi, der mich nach Startschwierigkeiten und kleinen Mängeln, trotzdem gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 19.05.2021

Gedanken über das Leben

Ich muss raus
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Inhalt übernommen:

Die beliebteste TV-Kommissarin Deutschlands erzählt offen, direkt und privat!

Von der verhassten Tanzstunde im Rock über den Versuch, so wie alle für den tollen Typen zu schwärmen, ...

Inhalt übernommen:

Die beliebteste TV-Kommissarin Deutschlands erzählt offen, direkt und privat!

Von der verhassten Tanzstunde im Rock über den Versuch, so wie alle für den tollen Typen zu schwärmen, vom Sexismus in der Schauspielbranche über das private und das öffentliche Outing, vom Festgelegt-Werden auf die Tatort-Figur bis zur Frage, wer denn die Drehbücher für Frauenfiguren schreibt: Offenherzig, direkt und humorvoll erzählt Ulrike Folkerts von ihrem Kampf gegen innere und gegen äußere Widerstände.

Die beliebteste und längstdienende Tatort-Kommissarin hat in der Rolle der toughen Ermittlerin Lena Odenthal das Frauenbild im deutschen TV-Krimi revolutioniert. Doch bis sie ihre eigene Rolle im Leben gefunden hat, war es ein längerer und härterer Weg.

Ihre Erfahrungen als prominente Frau in der Filmbranche, als lesbische Frau, als kinderlose Frau, als älter werdende Frau spiegeln wider, was viele Frauen erleben. Um aus vorgesehenen Rollen auszubrechen, braucht es Kraft. Folkerts gibt uns den Mut, auch unseren eigenen Weg zu gehen.

Meine Meinung:

Bisher kannte ich Ulrike Folkerts hauptsächlich durch ihre Rolle als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal. Auch, dass sie sich vor etlichen Jahren zu ihrer Homosexualität bekannt hat, wußte ich. Ansonsten war mir aus dem Leben dieser toughen Frau nichts bekannt,das hat sich nach der Lektüre dieses Buchs geändert.

Auf eine schnörkellose Art, die glaube ich genau ihrem Wesen entspricht, erzählt sie aus ihrem bewegten Leben. Dabei geht es um ihre Kindheit und Jugend, die Bemühungen in dem von ihr gewünschten Beruf Fuß zu fassen,ihre Erfahrungen mit der Sexualität (mit beiden Geschlechtern)und vieles mehr.

Sie berichtet über die beruflichen und privaten Höhen und Tiefen ihres Lebens, hierbei ist sie schonungslos offen,ohne jemals peinlich zu sein.

Das Buch endet mit ein paar Wünschen und Hoffnungen, die ihre Zukunft betreffen und rundet so die Geschichte ab.

Fazit:

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen,es hat mir die private Person,hinter der von mir geschätzten Schauspielerin,etwas näher gebracht.

Veröffentlicht am 11.05.2021

Die Farbe des Vergessens

Die Farbe des Vergessens
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Inhalt übernommen:

Achtzehn Jahre nachdem ihr Kind bei einer traumatischen Geburt verschwand, liegt vor Sektionsassistentin Juli Senninger plötzlich ein Spiegelbild ihrer selbst auf dem Seziertisch. Doch ...

Inhalt übernommen:

Achtzehn Jahre nachdem ihr Kind bei einer traumatischen Geburt verschwand, liegt vor Sektionsassistentin Juli Senninger plötzlich ein Spiegelbild ihrer selbst auf dem Seziertisch. Doch ist die Tote wirklich ihre Tochter? Und wieso musste sie sterben? Auf der Suche nach Antworten muss Juli die Sicherheit ihres durchgetakteten Lebensaufgeben und hinter die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit blicken. Dabei stößt sie auf Wahrheiten, die nicht nur sie in den Abgrund reißen.

Meine Meinung:

Die Leseprobe hat mich sehr neugierig auf die gesamte Geschichte gemacht. Ein sehr ernstes Thema, mit vielen Facetten, wurde hier auf eine ziemlich eigenwillige Weise umgesetzt. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn große Probleme mit dem Schreibstil sowie der Zuordnung der verschiedenen Zeiten hatte,das legte sich jedoch nach einiger Zeit und die Geschichte nahm mich immer mehr gefangen.

Das Leben der Protagonistin Juli, gerät durch dramatische Ereignisse in ihrer Jugend,völlig aus dem Gleichgewicht. Über einen Zeitraum von circa 20 Jahren, verfolgt man ihr Leben und wird mit vielen Problemen und Stimmungen konfrontiert,dabei gibt es regelmäßige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Eine wichtige Rolle spielt ihr Jugendfreund Ömer Tok,der ihr Leben,wenn auch über einen längeren Zeitraum aus der Ferne,immer begleitet hat und eine große Stütze war und ist.

Die Autorin hat es sehr gut verstanden den Spannungsbogen durchgehend hoch zu halten, wodurch man das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Zum Schluss gab es für die Protagonisten ein einigermaßen versöhnliches Ende, was mich zufrieden zurückließ.

Fazit:

Ein Buch, was mir nach einigen Startschwierigkeiten sehr gut gefallen hat. Deshalb eine Leseempfehlung und vier Sterne.

Veröffentlicht am 06.05.2021

Düsterer Krimi

Schwarze Förde
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Inhalt übernommen: Auf einem Acker nahe der Flensburger Förde werden die Leichen von sechs als vermisst gemeldeten Frauen entdeckt, die dort im Laufe mehrerer Jahre vergraben wurden. Die Ermittlungen führen ...

Inhalt übernommen: Auf einem Acker nahe der Flensburger Förde werden die Leichen von sechs als vermisst gemeldeten Frauen entdeckt, die dort im Laufe mehrerer Jahre vergraben wurden. Die Ermittlungen führen die Kommissare Christoph Wengler und Hannah Lundgren zu einem verlassenen Bauernhof, wo die Frauen offenbar gefangen gehalten wurden. Als die Besitzer des Bauernhofes tot aufgefunden werden und eine siebte vermisst geglaubte Frau auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse.

Meine Meinung:

Es war für mich der erste Roman dieser Autorin, aber sicher nicht der letzte. Von Anfang an hat mich die Geschichte gefangen genommen. In einem schnörkellosen Schreibstil wird eine Geschichte ausgebreitet,die an Grausamkeit kaum zu überbieten ist und mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ.
Gut gefallen haben wir neben der Krimihandlung die Ausblicke in das Privatleben der verschiedenen Ermittler, was auch auf verschiedenste Art von Problemen überlagert wurde. Ich habe das Buch in kurzer Zeit beendet und empfehle es uneingeschränkt weiter.

Veröffentlicht am 30.04.2021

Der letzte Fall für das bewährte Team

Der Tod bestraft deine Sünden
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Inhalt übernommen:

Verwehre deinem Kind die Möglichkeit zur freien Entscheidung in der Liebe, und du nimmst ihm jegliche Würde. Brauchtum darf Würde niemals ersetzen.

Dass es dem Entführer des Firmenchefs ...

Inhalt übernommen:

Verwehre deinem Kind die Möglichkeit zur freien Entscheidung in der Liebe, und du nimmst ihm jegliche Würde. Brauchtum darf Würde niemals ersetzen.

Dass es dem Entführer des Firmenchefs Martin Schaffrath nicht um Lösegeld geht, ist selbst für das erfahrene Team um Hauptkommissar Gordon Rabe eine neue Erfahrung. Die Gründe dafür bekommt nicht nur der Entführte schmerzhaft zu spüren. Sein Geheimnis, von dem jedoch jeder weiß, wird ihm zum Verhängnis.

Der Suizidversuch einer jungen Frau, der anfangs keine gebührende Aufmerksamkeit erfährt, entwickelt sich besonders für Kommissarin Leonie Felten zu einem persönlichen Drama. Auch hier schockiert die traurige Wahrheit, die dieses Mädchen in die Hölle von verbotenen Ritualen führt.

Gordon Rabe, der seinen Abschied aus dem Polizeidienst plant, muss bis an die Grenzen gehen.

Meine Meinung:

Ich habe Gordon Rabe und sein Team über eine längere Zeit begleitet und dabei sowohl in seinem privaten Umfeld, als auch in seinem Team einige Höhen und Tiefen miterlebt.

Auch in diesem, seinem letzten Fall, muss er sich großen Herausforderungen stellen und sich mit den Abgründen der menschlichen Seele auseinandersetzen.Ein brutaler Täter mordet in einer Geschwindigkeit, die dem Team alles abverlangt.Als auch noch ein Mitglied seines Teams in die Fänge des Täters gerät, wird es für alle ein Wettlauf mit der Zeit.

Ich nehme mit ein bisschen Wehmut Abschied von dem bewährten Team. Eine kleine Kritik zu diesem, ansonsten wieder sehr spannenden Buch, das Ende war für mich zu kurz gefasst,da hätte ich ein bisschen mehr Ausführlichkeit erwartet.

Fazit:

Trotz des kleinen Kritikpunktes spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe vier Sterne