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Veröffentlicht am 23.02.2022

Von Liebe, Trauer und Akzeptanz

Jeder Tag für dich
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Wenn die Liebe so groß ist, dass man sich selbst in ihr verliert.
Genau das ist Mary widerfahren. In dem Roman von Abbie Greaves trauert Mary um ihren jahrelangen Freund, der spurlos verschwunden ist. ...

Wenn die Liebe so groß ist, dass man sich selbst in ihr verliert.
Genau das ist Mary widerfahren. In dem Roman von Abbie Greaves trauert Mary um ihren jahrelangen Freund, der spurlos verschwunden ist. Seit sieben Jahren hält sie jeden Tag einige Stunden Wache an einem Bahnhof mit einem Schild, auf dem folgende Worte stehen: "Komm nach Hause, Jim".

Aber wer ist dieser Jim eigentlich ? Was ist vorgefallen, dass eine junge Frau sich tagtäglich an den Bahnhof zwingt und nach ihm Ausschau hält?
Diese Einleitungsfragen stellen sich dem Leser gleich zu Beginn der Geschichte und sorgen für einen spannenden Anfang. Die Erzählweise wechselt zwischen Mary's Vergangenheit und der Gegenwart. In den Rückblicken wird dem Leser auf passive Weise Jim vorgestellt. Da er nur aus Marys Sicht beschrieben wird, bleibt die objektive Meinung zu Jim dem Leser selbst überlassen. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist gut gelungen und aus den daraus eingebauten Einblicken kann sich der Leser selbst ein Bild von dem Geschehen machen. Die anfängliche rosarote Betrachtung von Jim weicht bald der Realtität. Den jeder Mensch hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und so auch Jim.

In der Gegenwart lernt Mary neue Bekanntschaften kennen, aus denen sich zarte Freundschaftsbanden entwickeln. Besonders die junge Frau Alice Keaton ist dabei von Mary sehr fasziniert und möchte ihr helfen Jim zu finden.
Auf der Suche nach Jim machen die Charaktere viele Entdeckungen über sich selber. Manchmal muss man nunmal aus seiner Komfortzone gehen, um Akzeptanz zu finden.
Wer auf eine romantische Liebesgeschichte mit Herzschmerz und eine Liebe die stärker ist, als alle Umstände, der kann hier enttäuscht werden. Es ist ein Buch über Liebe. Aber Liebe ist vielseitig und darf sich auch selbst gewidmet werden.

Der Schreibstil ist sehr ruhig und doch von sprachlich komplexeren Wörtern gewählt. Die Ausdrucksweise ist gut bedacht. Die Suche nach Jim war gleichzeitig auch eine Suche nach sich selbst, mit dem Appell, das Leben so zu nehmen und zu lieben, wie es ist. Mit all seinen Höhen und Tiefen. Insgesamt fand ich die Geschichte doch sehr inspirierend, wozu auch die Charaktere beigetragen haben. Nicht jeder war einem gleich im ersten Moment sympatisch. Alle haben ihre Ecken und Kanten. Aber das hat die Figuren nur noch greifbarer gemacht.
Vieles wird nur oberflächlich angekratzt, aber genau dann soll der Leser selber aktiv werden und die Zeilen als Gedankenanstoß hinnehmen.

Ein schöner, inspirierender Roman, gespickt mit Schmunzel-Momenten, Seiten von grüblerischer Natur und stellenweise auch eine Brise Herzschmerz, mit einr angenehmen, poetischen Schreibweise.
Für die verbrachten Lesestunden vergebe ich 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Gelungener Reihenauftakt

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler (Fesselnde Gestaltwandler-Romantasy)
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Stefanie Lasthaus entführt uns mit dem ersten Teil der Romantasy Diologie „Touch of Ink – Die Sage der Wandler“ in eine Welt der Gestaltenwandler. Die Protagonistin Quinn trägt seit frühester Kindheit ...

Stefanie Lasthaus entführt uns mit dem ersten Teil der Romantasy Diologie „Touch of Ink – Die Sage der Wandler“ in eine Welt der Gestaltenwandler. Die Protagonistin Quinn trägt seit frühester Kindheit bereits ein Tattoo im Nacken. Ein verschlungenes, mystisches Symbol, von dem keiner weißt, was es damit auf sich hat. Wutausbrüche, Anfälle begleiten sie schon ihr leben lang, wodurch sie sich eher als Einzelgänger vom Rest abkapselt. In Vancouver Island startet Quinn den Versuch, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie zieht zu ihrer Adoptivschwester Belle und beginnt ein Studium. Schon bald lernt sie neue Leute kennen, Kommilitonen, die sich alles andere als normal verhalten. Und Nathan, zu dem sich eine besondere Bindung anbandelt.

Der erste Teil hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Einstieg in das Buch ging rasant und ohne langes hinführen an die Thematik. Durch bewusst gewählte Szenarien wird eine spanende und düstere Atmosphäre erzielt. Die Kapitel sind abwechselnd aus Nathan und Quinns Sichtweise geschrieben. Dadurch werden beide Seiten gut beleuchtet und man findet sich als Leser leichter in der Geschichte zurecht. Die „Antagonisten“ Gabriel und Joanna Blaise werden gut dargestellt mit dementsprechenden Charaktereigenschaften. Auch Quinn und Nathan sind als Hauptakteure der Geschichte gut beschrieben. Quinns Leben wird innerhalb kürzester Zeit komplett umgeworfen und diese Verzweiflung und innerliche Zerrissenheit wird in ihren Gedanken wiedergegeben. Ihre Ängste lassen sich gut nachvollziehen. Auf Nathans Schultern lagert deutlich mehr Verantwortung als Sohn des Ratsmitgliedes. Er macht einen souveränen Auftritt und durch ihn bekommt man neue Einblicke in die Welt der Wandler. Auch die Nebencharaktere sind gutgewählt. Die Handlung wird durch sie an mancher Stelle aufgelockert und sorgen für keine langatmigen Pausen dazwischen. Der Schreibstil ist sehr bildlich und locker gehalten. Man findet sich gut in die Geschichte ein und kann sich dadurch leichter zwischen den Seiten verlieren. Wie es bei einer Dilogie zu erwarten ist, überschlagen sich die Ereignisse förmlich in den letzten Seiten des Buches. Ich sag nur so viel: Band 2 kann gar nicht schnell genug bei mir ankommen, so fies ist das Ende gewählt worden.

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch „Touch of Ink“ ein gelungener Reihenauftakt ist. Die Sage um die Gestaltenwandler ist in sich nachvollziehbar und es werden viele informative Details eingestreut, rund um Wandler und Sänger. Die Handlung wird spannend erzählt und ich habe einiger Charaktere dabei richtig ins Herz geschlossen. Eine gute Fantasy-Geschichte für zwischendurch, wenn man den Alltag etwas entfliehen will und sich in eine Welt voller Gestaltenwandler stürzen mag!
Insgesamt verleihe ich dem Buch 4 von 5 Sternen und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Gemeinsames Lesen lernen mit Mia

Eine Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule - Erstlesebuch für Kinder ab 5 Jahren
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Das neue Buch " Eine Freundin von Mia" von der Ravensburger Leserabe Vorlesestufe-Reihe, hält was es verspricht.
Das Buch ist sowohl geeignet für Nicht-Leser als auch Leseanfänger. Große und einfache Sätze, ...

Das neue Buch " Eine Freundin von Mia" von der Ravensburger Leserabe Vorlesestufe-Reihe, hält was es verspricht.
Das Buch ist sowohl geeignet für Nicht-Leser als auch Leseanfänger. Große und einfache Sätze, in denen viele Wörter durch klare eindeutige Bilder ersetzt werden, sodass man für den Anfang auch nur wortweise mitlesen kann.
Ein ausklappbare Symbolleiste/ Motivleiste am Ende des Buches, unterstützt noch einmal bei den einzelnen Bildern, auch wenn 99% auf Anhieb verständlich sind.

Die Handlung des Buches ist sehr einfach gehalten. Mia sucht eine Freundin, wie der Titel bereits verraten hat, allerdings hat sie genaue Vorstellungen, wie diese auszusehen hat. Ihre neue beste Freundin muss nämlich eine Prinzessin sein. Das solche oberflächlichen Kriterien nicht immer alles sind, wird am Ende durch das Mädchen Leo gezeigt, die mit ihren braunen, zotteligen Haaren alles andere als eine Prinzessin darstellt.
Von der Handlung haben wir uns etwas mehr erhofft, aber die Botschaft dahinter, dass nicht jedes Mädchen Rosa und Glitzer mögen muss, um ein tolles Mädchen zu sein, ist gut gelungen.

Fazit:
Für Erstleser super geeignet. Einfacher Satzbau und kindergerechte Darstellung von Symbolen. Die Handlung an sich war nett zu lesen, aber nicht besonders fesselnd, da man sich etwas mehr Abwechslung und Ergeignisse schon früher erhofft hat.
Ein großes Plus gibt es allerdings für die Rätsel am Ende.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Familiäre Atmosphäre + süße Liebesgeschichte

Someone Else
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Der zweite Teil der „Someone“- Reihe von Laura Kneidl dreht sich rund um Cassie und Auri, die nicht nur beste Freunde sind, sondern gleichzeitig auch noch Mitbewohner. Doch wenn Gefühl dazukommen, ist ...

Der zweite Teil der „Someone“- Reihe von Laura Kneidl dreht sich rund um Cassie und Auri, die nicht nur beste Freunde sind, sondern gleichzeitig auch noch Mitbewohner. Doch wenn Gefühl dazukommen, ist ein Durcheinander vorprogrammiert.

Bereits in „Someone New“ haben mir Julians ehemalige Mitbewohner gut gefallen, weswegen ich mich sehr gefreut habe, dass die beiden auch ein eigenes Buch bekommen haben.
Was mir am besten in der gesamten Reihe gefallen hat, ist die Art und Weise wie die Autorin mit Klischees und klassischen Rollenbildern umgeht, ohne dabei provokativ zu werden. Dunkelhäutiger Footballstar kann gleichzeitig auch ein klassischer Nerd sein, Homosexualität ist nichts Außergewöhnliches oder auch ein Altersunterschied von 15 Jahren in einer Beziehung ist völlig normal.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Cassie beschrieben, die von der Persönlichkeit ein sehr liebevollen, schüchternen und nerdigen Charakter besitzt. An manchen Stellen kann man sich mit ihren Gedanken und vor allem Sorgen sehr gut identifizieren. Auch der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Man kann sich beim Lesen fast schon berieseln lassen.
Fazit:
Wer nach einer süßen Liebesgeschichte für zwischendurch sucht, der wird mit „Someone Else“ definitiv fündig. Eine familiäre Atmosphäre wird geschaffen, die Haupthandlung dreht sich um den Liebeskonflikt zwischen den beiden Hauptcharakteren, aber auch die Nebencharaktere ergänzen die Geschichte sehr gut.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Wenn der fliegende Teppich auf Umwegen gelangt

Auf fliegender Mission 1 - Ein stürmischer Anfang
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„Auf fliegender Mission: Ein stürmischer Anfang“ dreht sich rund um die Abenteuer des orientalischen, fliegenden Teppichs Kasimir und ist der erste Band einer Buchreihe. Das Buch beginnt mit dem Aufeinandertreffen ...

„Auf fliegender Mission: Ein stürmischer Anfang“ dreht sich rund um die Abenteuer des orientalischen, fliegenden Teppichs Kasimir und ist der erste Band einer Buchreihe. Das Buch beginnt mit dem Aufeinandertreffen von Kasimir mit den drei Geschwistern Hanna, Matteo und Stella. Nach dem etwas holprigen bzw. stürmischen Treffen findet ein kleiner Rückblick statt, indem Kasimirs Geschichte erzählt wird und vor allem wie es dazu kam, dass er bei den Geschwistern gelandet ist.
Das Buch ist ab einer Altersgruppe von acht Jahren ausgeschrieben. Die Sprache und der Schreibstil sind demnach sehr einfach gehalten und leicht verständlich. Was beim Lesen ein wenig gefehlt hat, ist der Tiefgang der Geschichte. Die Handlung inklusive Spannungsmomente ist vorhanden und gut durchdacht, nur fehlt es mir an manchen Momenten Tiefgang. Stellenweise habe ich einfach gehofft, dass die spannenden Situationen nicht so rapide abfallen und das mehr Reaktionen gezeigt werden von den betroffenen Personen bzw. Teppichen, wenn etwas Dramatisches vorgefallen ist. Für Erstleser dürfte diese Tatsache nicht extrem störend sein. Die gesamte Handlung wird durch verschiedene Illustrationen und Effekte unterstützt. Ist es beispielsweise tiefste Nacht bei en Protagonisten, ist auch die Seite komplett dunkel gehalten und die Schrift ist dann weiß. Unterstreicht die Geschichte noch einmal sehr gut. Da es eine Reihe ist und alle guten Dinge irgendwann enden müssen, ist zu erwarten, dass das Ende dementsprechend offener ausfällt. Die Spannung auf den folgenden Teil ist groß, und man kann sich freuen, endlich zu lesen, wie die Abenteuer weitergehen.

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