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Veröffentlicht am 03.07.2021

Hoffnungsbringer

The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
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Es gibt Bücher, die geben dir unglaublich viel Hoffnung. Matt Haigs neuestes Werk "The Comfort Book" schenkt den Leser*innen so viel mehr.

Das farbenfrohe Cover erinnert an einen Sonnenuntergang und gibt ...

Es gibt Bücher, die geben dir unglaublich viel Hoffnung. Matt Haigs neuestes Werk "The Comfort Book" schenkt den Leser*innen so viel mehr.

Das farbenfrohe Cover erinnert an einen Sonnenuntergang und gibt ein Gefühl von Wärme, Leben und Kraft. Die farbigen Wellen sind durchzogen von goldenen Linien, ein Auf und Ab wie das Leben selbst.

Erschienen ist das Buch im Droemer Knaur Verlag und ist von innen eher sachlich gehalten. Dafür sind die Texte, Erzählungen und Zitate des Autors gefüllt mit seinen Erfahrungswerten, seinen Gedanken und Erlebnissen über das Leben. Manchmal chaotisch, mal liebevoll, mal gefühlvoll oder zutiefst berührend. Jede einzelne von ihnen ist wie ein kleiner Schatz.

Matt Haig gibt uns mit seinen Zeilen die Möglichkeit, zu uns selbst hinzuschauen. Natürlich könnte man es in einem Rutsch durchlesen. Doch dann würde einem etwas entgehen. Mein Rat daher: Lest ein, zwei Seiten, wann immer ihr es braucht. Egal, ob müde, erschöpft, traurig, wütend, lachend, fröhlich oder nachdenklich gestimmt - bisher war es für mich wie ein kleiner Impulsgeber, Hoffnungsbringer oder Mutmacher. Man kann es auch einfach auf einer beliebigen Seite aufschlagen und lesen.

Matt Haig ist selbst schon durch dunkle Tiefen gegangen. Man spürt das beim Lesen. Es wirkt einfach authentisch.

"The Comfort Book" ist eine deutsche Ausgabe, gibt es aber natürlich auch in Englisch.
Es ist ein großer Schatz, in dem sich viel Wunderbares entdecken und erfahren lässt.

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Veröffentlicht am 23.06.2021

Auf Leben und Tod

Das Gift der Mondlilie
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Ein grandioser Auftakt einer vierteiligen Buchreihe wartet auf die Leserinnen und Leser in "Das Gift der Mondlilie" von April Wynter.

Allys Familie wird auf grausame Weise ermordet und ihr Bruder von ...

Ein grandioser Auftakt einer vierteiligen Buchreihe wartet auf die Leserinnen und Leser in "Das Gift der Mondlilie" von April Wynter.

Allys Familie wird auf grausame Weise ermordet und ihr Bruder von dem eisigen Herrscher verschleppt. Seitdem kennt sie nur noch ein Ziel. Auf dem Weg nach Ankor trifft sie den Straßenräuber Devan und erhält unerwartet Hilfe. Sie schließen sich den Anwärterinnen der Akademie der verlorenen Künste an, die ebenfalls Pläne haben. Hoffnung und Tod scheinen sich zu vereinen und letzten Endes befindet sich Ally nicht nur in einem Kampf um das Leben oder den Tod.

April Wynter hat hier eine faszinierende Welt erschaffen, mit ganz eigenen Regeln, Magie und Charaktere, die so fein ausgefeilt sind, dass man manchmal nicht wer weiß, wem Ally noch trauen kann. Ihr Schreibstil fesselt und lässt sich wunderbar, fließend lesen. Im Kopf entsteht ein Film, der alles fast real wirken lässt. Dieses Buch kann man nur schwer aus der Hand legen und beinhaltet Fantasy vom Feinsten.

Allein Jadera mit all seinen Orten, Wäldern und Wesen ist so beeindruckend. Eine wunderschöne Landkarte weist den Weg von Allys Zuhause nach Ankor.

Ein absolutes Highlight sind jedoch die atemberaubenden, ausdrucksstarken Illustrationen, die man sich einfach immer wieder anschauen kann.

Dank dem Triggerhinweis kann man auf der Homepage der Autorin sehen, in welchem Kapitel welche Art von Trigger vorkommt. Dieses wird dann grob zusammen gefasst. So muss man die triggernden Szenen nicht lesen, verpasst er auch nichts Wichtiges. Mir persönlich hat das sehr geholfen. Da das Buch sehr viele gewaltsame Szenen enthält, würde ich es für junge Erwachsene aufwärts empfehlen.

Das düstere Cover in seinen dunklen Farben wirkt mystisch. Einerseits ragt das Schloss bedrohlich am Himmel auf, gleichzeitig zieht es magisch jeden in seinen Bann. Ally im Vordergrund wirkt kraftvoll, geerdet und zielsicher.

Im Buch geht es u.a. um ein großes Schicksal, Familie, Freundschaft, Liebe, Macht, Herrschaft, Intrigen und die Kraft der Magie. Man findet immer wieder Szenen, in denen man auch für sich selbst etwas mit nehmen kann. So ist es mir zumindest ergangen. Was das war, verrate ich hier aber nicht.

"Das Gift der Mondlilie " ist ein Auf und Ab der Gefühle, manchmal fast wie eine Mischung aus Krimi und Mystery, dann gibt es wieder atemberaubende Wendungen und faszinierende Szenen mit Gänsehautfaktor. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und sorgt für kleine Atempausen in dem sonst so spannenden Abenteuer. Besonders ein Charakterwesen hat es mir angetan. Amina hat mein Herz nun einmal im Feuersturm erobert.

Wer das ist und was es mit dem feurigen Wesen auf sich hat, findet heraus, wer mutig genug ist, Ally auf dem Weg nach Ankor zu begleiten.


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Veröffentlicht am 19.06.2021

Ponyschicksal

Schnee
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Ein schneeweißes Pony im Wald, ein 16jähriges Mädchen, das einen großen Verlust im Herzen trägt und ein geheimnisvoller Klassenkamerad - das alles erwartet die Leser*innen in "Schnee Das Pony im Wald" ...

Ein schneeweißes Pony im Wald, ein 16jähriges Mädchen, das einen großen Verlust im Herzen trägt und ein geheimnisvoller Klassenkamerad - das alles erwartet die Leser*innen in "Schnee Das Pony im Wald" von Marie- Therese Goldmann.

Das wunderschöne Cover mit dem grünen Wald und dem weißen Pony lädt zum Träumen ein, weckt die Neugierde und vermittelt einen Hauch von Freiheit und Naturverbundenheit. Es lässt das Pferdeherz einfach höher schlagen. Auch die Gestaltung des Klappentextes auf der Buchrückseite ist einfach ein Traum.

Marie-Therese Goldmann schreibt wunderbar fließend. Man kann sich richtig in die Geschichte fallen lassen und sieht beim Lesen alles genau vor sich. In Claire, die Hauptprotagonistin,kann man sich sehr gut hinein versetzen und das ganze Setting ist einfach wunderbar gestaltet. Besonders die Szenen mit der alten Damen waren neben denen mit den Pony etwas Besonderes.

Empfehlenswert ist es für Jugendliche ab 13/14 Jahren. Natürlich werden Pferdeliebhaber hier ganz viele berührende Szenen finden, jedoch ist es auch so ein sehr bewegendes Buch, das noch weitere Themen anspricht. Es geht nicht nur um die richtige Pferdehaltung, sondern auch um die ältere Generation, eine Notlage, Familienprobleme, Freundschaft und Verlust. Hinten im Bich steht ein Contenthinweis, den ich mir lieber zu Anfang gewünscht hätte. Wer gerade eine Nähe stehende Person oder sein Pferd verloren hat, der sollte auf jeden Fall achtsam lesen.

Es gibt eigentlich nur eine Kleinigkeit, die mir im Buch gefehlt hat. Ansonsten ließ es sich nur schwer aus der Hand legen, weil es so wunderbar geschrieben war. Die Geschichte ist authentisch in allen Themenbereichen und setzt sich auch für das Wohl der Pferde ein.

"Schnee -Das Pony im Wald" bewegt, stimmt nachdenklich, hat einige wichtige Inhalte zum Thema Pferdehaltung und Mensch sein und hat mir persönlich auch etwas Mut gemacht.

Lernt das weiße Pony und das mutige Mädchen kennen und erfahrt, welchen Weg das Schicksal für die beiden bestimmt hat.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Leben zum hohen Preis

Nordstern - Die Nacht der freien Pferde
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Endlich geht die spannende Reihe weiter! "Nordstern - Die Nacht der freien Pferde" von Karin Müller ist die Fortsetzung der fantastischen Reihe, in der Erla nicht nur um ihr eigenes Leben und das von ihrer ...

Endlich geht die spannende Reihe weiter! "Nordstern - Die Nacht der freien Pferde" von Karin Müller ist die Fortsetzung der fantastischen Reihe, in der Erla nicht nur um ihr eigenes Leben und das von ihrer heiß geliebten Stute Drifa kämpfen muss.

Das wunderschöne Cover mit der Silhouette von Pferd und Reiterin am Nachthimmel Islands vermittelt Freiheit, tiefe Verbundenheit und Wildnis. Es passt perfekt zum ersten Band.

Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte hier nicht weiter lesen. Es empfiehlt sich grundsätzlich mit Band 1 "Der Ruf der freien Pferde"zu starten. Zwar wird am Anfang des zweiten Bandes ein paar Details vom Geschehen wiederholt, aber es ist ein tieferes Leseerlebnis, wenn man es von Anfang an gelesen hat.

In "Die Nacht der freien Pferde" erwacht Erla nach ihrem schrecklichen Unfall, den sie mit ihrer Drifa beim Schafabtrieb im isländischen Hochland hatte. Flóki und Kadlin retteten ihr zwar das Leben, aber der Preis ist hoch und dass nicht nur, weil beim Hulduvolk die Uhren anders laufen. Auch Drifa geht es nicht gut. So steht Erla vor einer alles entscheidenden Frage, die nicht nur ihr Leben betrifft.

Karin Müller hat eine atemberaubende Fortsetzung geschrieben, die von der ersten bis zur letzten Seite, die Leser und Leserinnen in ihren Bann hält. Dynamisch, spannend und mit viel Gefühl erleben wir hier ein dramatisches Abenteuer, das mit einigen überraschenden Wendungen daher kommt. Besondere Textstellen sind auch dieses Mal besonders hervorgehoben - an dieser Stelle möchte ich nichts weiter verraten.

Wir begegnen Erla, Kadlin und Flóki, die interessante Entwicklungen durchmachen, reisen durch Islands fantastische Natur, die einfach immer wieder verzaubert und beim Aussprechen der Namen gibt es sicherlich so manchen Schmunzler. Im Glossar befindet sich eine Liste mit Hilfen, wie man die isländischen Namen ausspricht.

Karin Müller schreibt die Nordsternreihe mit wunderbaren Worten, die das Herz berühren, die Seele beflügeln und das Leserherz begeistert. Es gibt im zweiten Band einige besondere Pferdemomente zwischen Islandpferd und Mensch bzw Huldu. Diese Augenblicke sind von authentisch und machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Das Ende ist spektakulär und lässt die Leser*innen schon jetzt den dritten Band herbei sehnen.

"Nordstern Die Nacht der freien Pferde", eine gelungene Fortsetzung, einer fantastischen Reihe, die man einfach gelesen haben muss.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

Rosenglück

Wie Träume im Sommerwind
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Ein Rosenhof auf Usedom und ein bezaubernder Rosengarten in Südengland sind die beiden Hauptschauplätze in Katharina Herzogs Roman "Wie Träume im Sommerwind".

Der Rosenhof wird von Generation zu Generation ...

Ein Rosenhof auf Usedom und ein bezaubernder Rosengarten in Südengland sind die beiden Hauptschauplätze in Katharina Herzogs Roman "Wie Träume im Sommerwind".

Der Rosenhof wird von Generation zu Generation von Emilias Familie geführt. Während ihre Schwester Clara für den Hof lebt, hat es sie von der Insel nach Paris verschlagen. Eines Tages hat Clara einen Autounfall und Emilia soll sich um die Kinder und den Hof, dem die Insolvenz droht, kümmern. Eine Reise nach England führt Emilia auf eine geheimnisvolle Spur. Begleitet wird sie von ihrer Nichte Lizzy, die ziemlich rebellisch ist und von Claras besten Freund Josh. Da stehen nicht nur die Gefühle schnell auf dem Kopf.

Das zarte, weiße Cover mit den Rosen, Muscheln und Steinen gibt uns kleine Hinweise, was uns im Buch erwartet. Es ist einfach ein Traum und man spürt die leichte Sommerbrise und seht sich direkt nach Sand und dem Meer.

Katharina Herzog hat hier eine himmlische Geschichte erschaffen mit faszinierenden Schauplätzen, die authentischer nicht sein können und Charakteren, die einem einfach ans Herz wachsen. Man kann sich in jeden Einzelnen hinein versetzen.

Im Buch geht es um die Familie, die wahre Liebe, die sich mitunter auch ganz anders darstellt ( lasst euch hier überraschen), von dem Glück des Lebens und den Herausforderungen, die uns Lesern sicherlich auch vertraut sind. Besonders eindrucksvoll sind all die Facetten und Informationen zu den Rosen und Düften. Wer der Autorin auf Instagram folgt, weiß, wie gründlich ihre Recherche war. Das hat sich mehr als gelohnt. Man hat beim Lesen tatsächlich die Düfte in der Nase, sei es nun die Meeresluft, die der Rosen oder eines Parfüms.

Katharina Herzog ist es wieder einmal gelungen, mich an das Buch regelrecht zu fesseln und mein Herz zu berühren. "Wie Träume im Sommerwind" bringt alles mit, was man sich von einem Roman wünscht. Ein Hauch von Kribbeln im Bauch, Spannung, Abenteuer, Dramatik, natürlich die Liebe und Leidenschaft ( die hier aber nicht zu stark geschildert, sondern wohl dosiert ist) und auch eine Prise Humor. Das Buch ist einfach himmlisch und lässt einem an wunderschöne Orte träumen, was gerade zur aktuellen Zeit einfach herrlich ist.

"Wie Träume im Sommerwind" kann man immer und immer wieder lesen. Es schenkt so manchen wunderbaren Lesemoment, etwas Leichtigkeit und ganz viel Sommerträume.

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