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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2017

nicht so gut wie die Vorgängerbände

Die Wege der Macht
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In diesem Band geht es wieder um die bekannten Protagonisten. Emma hat mit Barrington alle Hände zu tun, um ihre Position im Vorstand zu behaupten. Harry engagiert sich für einen russischen Autor in Gefangenschaft, ...

In diesem Band geht es wieder um die bekannten Protagonisten. Emma hat mit Barrington alle Hände zu tun, um ihre Position im Vorstand zu behaupten. Harry engagiert sich für einen russischen Autor in Gefangenschaft, der es gewagt hatte, ein Buch über sein Leben an der Seite Stalins zu schreiben. Kaum veröffentlicht, wurden die Bücher vernichtet und der Autor kam nach Sibirien. Harry versucht, ein Exemplar des Buches zu finden, um es in Amerika veröffentlichen zu lassen. Sebastian hat bei der Bank mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Sein Kollege Sloan macht ihm das Leben schwer. Giles begeht einen Fehltritt und muss die Folgen tragen. Und auch Major Fisher und Virginia sind wieder mit von der Partie, es geht in gewohnter Weise um Intrigen, Rache, Winkelzüge etc.

Das Buch knüpft wieder einmal an den Vorgängerband an und reicht bis ins Jahr 1970. Mir hat es dieses Mal nicht so gut gefallen, da es sich immer wieder um die selben Widersacher handelt und auch das "Strickmuster" ziemlich gleich ist. Natürlich endet auch dieser Band wieder offen, so dass man den nächsten ebenfalls lesen muss, wenn man wissen will, wie es weitergeht. Der Cliffhanger war aber nicht so dramatisch wie bei den letzten Büchern. Noch zwei Bände, dann ist die Saga auserzählt. Dann ist es auch gut, finde ich.

Veröffentlicht am 03.04.2017

nicht mein Fall

Getürkt
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In Istanbul wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr Tattoo läßt vermuten, dass sie aus München kommt. Kommissar "Pascha" Zeki Demirbilek Leiter des Sonderdezernats Migra wird von seinem Kollegen ...

In Istanbul wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr Tattoo läßt vermuten, dass sie aus München kommt. Kommissar "Pascha" Zeki Demirbilek Leiter des Sonderdezernats Migra wird von seinem Kollegen Selim Kaymaz um Ermittlungshilfe gebeten. Auch er hat einen Fall. Angeblich sein ein Anschlag auf einen türkischen Diplomaten geplant. Im Visier des Verfassungsschutzes geraten ist ein Werbefilmmacher. Kurz darauf wird dieser aber selbst ermordet.

Ich hatte aus der Reihe noch kein Buch gelesen. Man konnte aber gut in die Reihe einsteigen. Die bayrisch/türkische Kombi war mal etwas erfrischend anderes. Kommissar Pascha hat mir als Figur gefallen, da er, aufgewachsen in München, sich nicht typisch türkisch benimmt und sogar Schweinebraten mag. Dennoch kommt die türkische Seite in ihm gerade im familiären Bereich durch. Dieser Kulturspagat hat mir gefallen. Allerdings haben mich z.T. die Dialoge genervt. Der Schreibstil hat mir nicht wirklich gefallen. Auch die Privatprobleme von Kommissar Demirbilek haben für meinen Geschmack einen zu großen Raum eingenommen. Dagegen verblassten die Fälle beinahe. Klar haben alle Krimiermittler heutzutage auch ihr privates Päckchen zu tragen, aber bitte wohldosiert und nicht überbordend. Insgesamt konnte ich mich nicht mit Kommissar Pascha und seinem Team (hier allen voran Pius Leipold) anfreunden. Vielleicht, weil ich aus dem Norden komme. Aber damit hat nicht zu tun, dass für mich auch nicht sonderlich viel Spannung aufkam. Daher ist dieses für mich das erste und letzte Buch der Reihe.

Veröffentlicht am 20.03.2017

schnell gelesen, schnell vergessen

Retour
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Kommissar Luc Verlain lässt sich aus Paris nach Bordeaux versetzen, als sein dort lebender Vater an Krebs erkrankt. Luc ist in der Aquitaine als Sohn eines Austernfischers aufgewachsen, aber es zog ihn ...

Kommissar Luc Verlain lässt sich aus Paris nach Bordeaux versetzen, als sein dort lebender Vater an Krebs erkrankt. Luc ist in der Aquitaine als Sohn eines Austernfischers aufgewachsen, aber es zog ihn vor vielen Jahren nach Paris. Nun also kehrt er vorübergehend mit gemischten Gefühlen nach Hause zurück, um bei seinem Vater zu sein. Er ist als zweiter Leiter der Mordkommission von seinem früheren Mentor eingestellt worden, sehr zum Missfallen des gleichgestellten Kollegen. An Lucs erstem Arbeitstag schon haben er und sein neues Team es mit einem Mord zu tun. Am Strand liegt die Leiche eines jungen Mädchens. Schnell wird ein junger Algerier als Täter auserkoren. Aber war er es wirklich?

Dieser Krimi ist der Auftakt einer Reihe um Luc Verlain und gleichzeitig der Debütroman des Autors, der vorher als Journalist gearbeitet hat. Dass der Autor Land und Leute kennt, merkt man. Auch, dass er das Land liebt. Denn es wird sehr viel über die Landschaft geschrieben und über die kulinarischen Dinge, die das Land zu bieten hat. Die Figur seines Protagonisten Verlain zeichnet er mit ein paar Klischees, als ob man beim typischen Franzosen immer erwarten würde, dass er ein Frauenheld ist und ständig raucht. Aber egal. Das Buch las sich zwar schnell weg, da der Schreibstil gut zu lesen ist. Es hat mich aber nicht wirklich gefesselt. Die vielen Landschaftsbeschreibungen waren für mich persönlich nicht so interessant, auch nicht die Beschreibungen, was denn wo gegessen wurde. Mich interessiert eher der Fall, die Ermittlungsarbeit und die Auflösung. Mit einem gewissen Spannungsbogen. Diesen habe ich hier leider vermisst. Die Handlung plätscherte für mich so vor sich hin, die vorprogrammierten Streitigkeiten zwischen den Kommissaren waren teilweise etwas überzogen, nur eine kurze spannende Stelle nach über der Hälfte des Buches, ein Täter, den man bald schon auf dem Schirm hatte und dadurch ein wenig überraschender unspektakulärer Schluss trotz falscher Fährten. Dazu - wie gesagt - die vielen Beschreibungen. Klar tragen die dazu bei, dass man sich das Setting besser vorstellen kann, aber man muss das wirklich mögen und ich finde es leider ermüdend zu lesen, da es den Fall nicht voranbringt.

Alles in allem zwar ein solider Krimi, aber Lust auf mehr habe ich nicht bekommen, da mir auch Luc Verlain nicht sonderlich sympathisch war. Z.B. geht er lieber surfen und widmet sich seinen Frauengeschichten, als endlich mal zu seinem Vater ins Krankenhaus zu fahren, wo der doch der Grund für seine Rückkehr war.
Wenn ich das Buch übrigens im Buchladen in die Hand bekommen hätte, hätte ich es bei nur 288 Seiten im Vergleich zum Preis wieder auf den Tisch gelegt. Auch wenn vorn und hinten eine Karte abgedruckt ist finde ich das Buch trotzdem zu teuer. Die Aufmachung haben andere im Ausland spielende Krimis auch, sind aber deutlich dicker und kosten trotzdem weniger. Das bewerte ich hier allerdings nicht mit. Aber für mehr als 3 Sterne reicht es leider nicht. Schnell gelesen, schnell vergessen.

Veröffentlicht am 20.03.2017

für mich war das nichts

Die Liebe in diesen Zeiten
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1939: die junge Mary North meldet sich sofort nach Kriegsausbruch in London, um ihren Teil beizutragen, die Truppen zu unterstützen. Sie hat als Tochter eines Abgeordneten bisher ein sehr behütetes und ...

1939: die junge Mary North meldet sich sofort nach Kriegsausbruch in London, um ihren Teil beizutragen, die Truppen zu unterstützen. Sie hat als Tochter eines Abgeordneten bisher ein sehr behütetes und verwöhntes Leben geführt. Mary stellt sich in ihrem Enthusiasmus vor, z.B. als Spionin ihrem Land dienen zu können. Doch in London angekommen, muss sie feststellen, dass man sie als Lehrerin eingeteilt hat. Sie versucht das Beste daraus zu machen, eckt mit ihren Ansichten, dass Lehrer Verbündete der Kinder sein sollen und nicht nur Erzieher aber ziemlich an. Nach vier Tagen schon legt die Direktorin ihrer Schule ihr nahe, sich eine andere Tätigkeit zu suchen. Mary will das nicht hinnehmen und wendet sich an das Schulministerium, um neuerlich eine Stelle als Lehrerin zu erhalten, obwohl alle Kinder schon evakuiert wurden. Dabei lernt sie Tom kennen, mit dem sie schnell eine Beziehung beginnt. Doch dann kommt Toms Freund Alistair auf Heimaturlaub und Mary und er verlieben sich. Der Krieg macht es ihnen aber schwer. Sie können sich nur schreiben. Und was ist mit Tom?

Ich hab mich leider mit dem Buch schwergetan. Es dauerte, bis ich einigermaßen in die Geschichte reinkam. Der schnörkelige Schreibstil hat mir nicht gefallen ebenso wie die vielen substanzlosen Dialoge, aber auch nicht die Charaktere. Marys einerseits naive und andererseits doch sehr selbstbewusste, verwöhnte Art und während der Schrecken des Krieges auch ihre Morphiumabhängigkeit machten sie mir nicht sympathisch, auch wenn sie einiges mitgemacht hat. Dass es in einem Buch über den zweiten Weltkrieg nicht nur um eine Liebesgeschichte geht, sondern auch brutale Dinge gibt, war klar. Die Schilderungen der dramatischen Ereignisse haben mich trotz ihrer Dramatik irgendwie nicht berührt. Ich blieb die ganze Zeit als Leser außen vor und war froh, als ich das Buch ausgelesen hatte. Es gibt meiner Meinung nach viel besser und packender erzählte Liebesgeschichten aus der Zeit, so dass ich allenfalls drei Sterne vergeben kann, da es mich einfach nicht gefesselt hat.

Veröffentlicht am 07.03.2017

wenig spannend

Wassersarg
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Am Nord-Ostseekanal wird ein erschlagener Mann gefunden. Lisa Sanders und ihr Team finden schnell heraus, dass es sich um einen Sexualstraftäter handelt, der vor 17 Jahren zwei Kinder missbraucht und getötet ...

Am Nord-Ostseekanal wird ein erschlagener Mann gefunden. Lisa Sanders und ihr Team finden schnell heraus, dass es sich um einen Sexualstraftäter handelt, der vor 17 Jahren zwei Kinder missbraucht und getötet hat und nun entlassen ist. Man vermutet zunächst einen Fall von Selbstjustiz. Aber der Fall ist vielschichtiger....

Es geht in diesem Buch nicht nur um den Fall, sondern auch um Lisas Privatleben, das kompliziert ist. Sie fühlt sich zu Staatsanwalt Fehrbach hingezogen, der aber in festen Händen ist, wie es scheint. Auch sie hat ja eigentlich einen Partner. Und auch noch Lisas verschwundene Schwester Britt ist Thema. Dieses Private hat mich etwas gelangweilt, weil es eigentlich keinen "Nährwert" hatte, sondern ich habe es als Füllmaterial empfunden. Auch die Ermittlungen zogen sich ewig hin. Immer wieder schweiften meine Gedanken beim Lesen ab und ich habe für das dünne Buch für meine Verhältnisse recht lange zum Lesen gebraucht, da ich das Buch immer wieder weglegte. Ich fand es leider überhaupt nicht spannend, es war für mich das Gegenteil eines Pageturners. Schade, daher nur 3 Sterne.