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Veröffentlicht am 15.06.2021

Geliebter Feind

Dear Enemy
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„Dear Enemy“ von Kristen Callihan ist eine unterhaltsame und gleichzeitig emotionale From-Enemies-To-Lovers Romance.
Delilah Baker und Macon Saint sind wie Feuer und Wasser und pflegten ihren gegenseitigen ...

„Dear Enemy“ von Kristen Callihan ist eine unterhaltsame und gleichzeitig emotionale From-Enemies-To-Lovers Romance.
Delilah Baker und Macon Saint sind wie Feuer und Wasser und pflegten ihren gegenseitigen Hass die gesamte Zeit an der Highschool. Auch zehn Jahre später verspürt Delilah immer noch genau die gleiche tiefe Abneigung gegen den inzwischen sehr erfolgreichen Schauspieler. Als ihre Schwester Sam, die als persönliche Assistentin für Macon arbeitete, ihn bestiehlt und er sie anzeigen will, springt Delilah ein. Sie bietet ihm an, Sams Schuld abzuarbeiten, auch wenn seine Nähe sie wahnsinnig macht. Täglich fliegen die Beleidigungen hin und her, aber der Grat zwischen Liebe und Hass ist offenbar sehr schmal.

Kristen Callihan ist eine meine Lieblingsautorinnen und ich mag ihren humorvollen und doch berührenden Schreibstil.
Die Geschichte der Feindschaft zwischen Delilah und Macon wird gleich zu Beginn aufgerollt und ich habe mich gefragt, was für ein Problem er eigentlich mit ihr hat. Sein Verhalten ist ganz klares Mobbing, gegen das sich Delilah so geht es geht behauptet. Trotzdem hinterlassen seine Bemerkungen Spuren. Da die Protagonisten abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählen, wird schnell deutlich, dass Macon alles andere als abgestoßen von Delilah ist, sondern eher absolut fasziniert. Nur seine Reaktion auf seine eigenen Gefühle ist absolut fragwürdig, auch wenn seine Beweggründe erklärt werden und teils einen Kloß im Hals hinterlassen. Macon ist auf seine Art liebenswert, auch wenn er fast niemanden hinter seine Fassade blicken lässt.
Die Dynamik der beiden ist auf jeden Fall atemberaubend und ihre knallharten Schlagabtausche sind herrlich. So witzig es ist, wenn hier die Fetzen oder auch die Tomaten fliegen, so emotional und berührend ist es, wenn die Charaktere ihre innersten Emotionen und Unsicherheiten offenbaren. Die Autorin verleiht ihnen ausreichend Tiefgang und man hofft bis zum Ende, dass diese beiden Hälften, die so zwingend zusammengehören, endlich auch zusammenkommen. Die Entwicklung ihrer alles andere als unkomplizierten Beziehung ist authentisch und genau im richtigen Tempo erzählt.

Mein Fazit:
Die Story ist sowohl in den explosiven als auch in den leisen Momenten wunderschön und bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.06.2021

Ungewöhnliches Casting

The Memories We Make
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„The Memories We Make“ von Maya Hughes beginnt mit einem absurden Casting und endet mit einer großen Liebe.
Persephone Alexander ist ein Mathegenie und eine Überfliegerin, aber in sozialen Belangen total ...

„The Memories We Make“ von Maya Hughes beginnt mit einem absurden Casting und endet mit einer großen Liebe.
Persephone Alexander ist ein Mathegenie und eine Überfliegerin, aber in sozialen Belangen total unerfahren. Das College soll ihr dabei helfen, endlich etwas Normalität in ihr Leben zu bringen, aber bisher hatte sie damit kaum Erfolg. Ihr bleiben nur wenige Monate, bis sie wieder unter der strengen Kontrolle ihres Vaters stehen wird und so veranstaltet sie ein Casting, um einen Jungen zu finden, mit dem sie ihr erstes Mal erleben will. Durch einen Zufall steht plötzlich der Footballer Reece Michaels vor ihr, dessen Beschützerinstinkte anspringen, als er von ihrem naiven Plan erfährt.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Obwohl ich am Anfang der Geschichte nur mit dem Kopf geschüttelt habe, weil der skurrile Plan von Seph derart absurd und hochgradig naiv war und ich ehrlicherweis nur dachte, was für ein Quatsch. Doch je länger man Seph kennenlernt, desto mehr versteht man ihre Gedankengänge und ihre ganz besondere Situation, die den Anfang später völlig logisch erscheinen lässt. Sie ist fast isoliert aufgewachsen und die üblichen sozialen Interaktionen sind ihr fremd. Dafür ist es absolut bewundernswert, wie mutig sie ihre Erfahrungen erweitern will, auch wenn die Beweggründe einfach nur traurig machen. Sie ist so liebenswert, direkt und irgendwie unschuldig, dass man sie nur ins Herz schließen kann.
Reece wirkt zu Beginn wenig sympathisch, aber dies ändert sich nach der ersten Begegnung mit Seph. Es ist total süß, wie er sie vor allen schlechten Einflüssen beschützen will und ihr bei der Abarbeitung ihrer Liste hilft. Das Knistern ist von Anfang an da, aber es dauert eine Weile, bis sich beide ihre Gefühle tatsächlich eingestehen können. Reece entdeckt seine romantische Ader und ich wollte einfach nur dahinschmelzen.

Mein Fazit:
Der lockere und humorvolle Schreibstil und die äußerst sympathischen und tiefgründigen Charaktere haben mich in dieser wunderschönen Lovestory komplett überzeugt. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände und gebe eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2021

Zweite Chance

More than Love – Was dein Blick mir sagt
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„More than Love – Was dein Blick mir sagt“ von Nicole Knoblauch erzählt eine tiefgründige und emotionale Lovestory, in der der Protagonist um eine zweite Chance kämpft.
Josh und Mia waren seit ihrer Kindheit ...

„More than Love – Was dein Blick mir sagt“ von Nicole Knoblauch erzählt eine tiefgründige und emotionale Lovestory, in der der Protagonist um eine zweite Chance kämpft.
Josh und Mia waren seit ihrer Kindheit die engsten Freunde und später ein unzertrennliches Paar. Bis Josh diese Liebe zerstörte und der Kontakt komplett abbrach. Nun, zehn Jahre später, steht Josh vor dem Standesamt, in dem Mia gerade seinem ehemals besten Freund Ben das Ja-Wort geben will. Er überlegt noch, ob er wirklich die Hochzeit der beiden sprengen will, als ihn Mia tränenüberströmt beinahe über den Haufen rennt. Doch schnell ergreift er seine Chance und versucht, die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen.

Diese Geschichte ist alles andere als ein seichtes Dreiecksdrama, sondern geht viel tiefer. Ich kenne einige Bücher der Autorin, die mich hier wieder einmal mit ihrer Vielseitigkeit überraschen konnte.
Mia, Josh und Ben gab es schon immer nur als untrennbares Trio, was sich selbst dann nicht änderte, als Mia und Josh ein Paar wurden. Doch mit der unschönen Trennung der beiden zerbrach auch Freundschaft, zumindest von Ben und Josh.
In Rückblicken erfährt man die Geschichte ihrer Freundschaft und welche Ereignisse zum Bruch führten. Mia war schon immer die Eine für Josh und sie ist es immer noch. Spätestens beim Wiedersehen war ihm klar, dass er um sie kämpfen würde. Aber die Umstände haben sich geändert und alle sind nicht mehr dieselben, die sie vor zehn Jahren waren.
Josh und seine Vergangenheit nehmen einen wichtigen Part der Story ein und seine Geschichte ist keine leichte Kost. Die Autorin erzählt schonungslos offen und ungeschönt von seinem Kampf mit seinen inneren Dämonen und verleiht dem ernsten Thema das nötige Gewicht.
Der Schreibstil ist absolut fesselnd und trotz der komplexen Probleme erschaffen die Protagonisten mit ihrer offenen und sympathischen Art eine Leichtigkeit, die nie die Hoffnung untergehen lässt. Die facettenreichen Charaktere tragen den Großteil der Handlung und beeindrucken mit ihrer Authentizität und Glaubwürdigkeit. Ich konnte gar nicht anders, als atemlos mitzufiebern, ob diese große Liebe eine neue Chance bekommen wird.

Mein Fazit:
Diese gefühlvolle und tiefgründige Lovestory bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Zum Dahinschmelzen

Alle Farben des Regens
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„Alle Farben des Regens“ von Jessica Winter ist wieder einmal eine unglaublich gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, Vergebung und zweite Chancen.
Arya hat seit ihrem siebten Lebensjahr nur ...

„Alle Farben des Regens“ von Jessica Winter ist wieder einmal eine unglaublich gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, Vergebung und zweite Chancen.
Arya hat seit ihrem siebten Lebensjahr nur einen besten Freund, dem ihre ganze Liebe und ihr Herz gehören. Doch eben dieses Herz bricht Kasey zehn Jahre später, als er sie ohne Abschied und Begründung einfach verlässt. Jahre später führt Arya ein ihrer Meinung nach stabiles und geordnetes Leben an der Seite ihres langjährigen Verlobten. Zumindest solange, bis in ihrer Vorschulklasse eine neue Schülerin auftaucht, deren alleinerziehender Vater sich als Kasey entpuppt und Aryas lang unter Verschluss gehaltene Gefühle ordentlich durcheinanderbringt.

Die Bücher von Jessica Winter lassen mich jedes Mal dahinschmelzen, wie eine Schneeflocke in der Sonne. Und auch bei dieser Geschichte ging es mir nicht anders.
Kasey muss zu Beginn den plötzlichen Tod seiner Freundin verkraften, die ihn mit zwei kleinen Kindern zurücklässt. Er ist mit der Situation völlig überfordert, zumal er seine Kinder zwar abgöttisch liebt, aber bisher nur wenige Berührungspunkte mit ihrem Alltag hatte.
Arya ist eine liebenswerte Vorschullehrerin, die es immer allen recht machen will und dafür lieber selbst zurücksteckt. Die Begegnung mit Kasey ist ein Schock, der aber gleichzeitig dafür sorgt, dass sie endlich ihre eigenen Gefühle wahrnimmt.
Die Perspektiven wechseln zwischen den beiden Hauptfiguren, so dass man deren innere Konflikte und Verletzlichkeit hautnah mitbekommt. In Rückblenden werden immer wieder Etappen ihrer gemeinsamen Vergangenheit erzählt, die nach und nach Aufschluss darüber geben, wie tief diese Liebe geht und warum es zu Kaseys damaliger Entscheidung kam. Die herzzerreißende Gefühlsachterbahn hat mich bis zum Ende mitfiebern lassen, ob die beiden es schaffen, zu ihren Gefühlen zu stehen und endlich eine gemeinsame Zukunft zu wagen. Die Verbindung zwischen Arya und Kasey ist unglaublich stark und hatte viele Gänsehaut- oder Taschentuchmomente im Buch. Die Autorin trifft irgendwie immer genau den richtigen Nerv und hat mich mit ihrer Geschichte sehr berührt.

Mein Fazit:
Die wunderschöne und emotionale Lovestory bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Faszinierende Hauptfigur

Die Highlanderin
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„Die Highlanderin“ von Eva Fellner erzählt die spannende und berührende Geschichte einer ganz besonderen Frau, die sich gegen alle Widerstände und in einer männlich geprägten Gesellschaft behaupten kann.
Enya ...

„Die Highlanderin“ von Eva Fellner erzählt die spannende und berührende Geschichte einer ganz besonderen Frau, die sich gegen alle Widerstände und in einer männlich geprägten Gesellschaft behaupten kann.
Enya gerät nach einem Schiffsunglück als Kind in die Hände von Sklavenhändlern, die sie im Orient weiterverkaufen. Für das kleine Mädchen beginnt eine abenteuerliche Odyssee, die sie über mehrere gefährliche Stationen schließlich zu einer Ausbildung als Assassine führt. Ein paar Jahre später landet Enya in Schottland, wo sie ein neues Zuhause und eine neue Aufgabe findet. Sie schließt sich dem schottischen Unabhängigkeitskrieg gegen den englischen König Edward an und kämpft furchtlos und unerbittlich für ihren Clan und dessen treue Mitglieder.

Die Autorin teilt ihre Geschichte in zwei Zeitebenen auf, von der eine die aktuellen Geschehnisse ab dem Jahr 1304 in Schottland erzählt und die zweite die ereignisreichen Etappen in Enyas Leben ab ihrer Kindheit 1289. Die Erzählstränge wechseln sich ab und sind durch die Überschriften über den Kapiteln einfach zu unterscheiden.
Ich könnte gar nicht sagen, welchen Teil ich spannender fand, denn ich war von beiden absolut gefesselt. Der Schreibstil liest sich hervorragend und ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Die Lebensgeschichte von Enya ist außergewöhnlich und packend und zeigt eine Frau, die stark, mutig, loyal und sehr intelligent ist. Sie geht ihren eigenen Weg, der für sie einige Schicksalsschläge bereit hält, aber gleichzeitig immer wieder vom Glück begünstigt ist. Ein starker Partner an ihrer Seite ist der martialisch wirkende Ire Hal, der für sie durchs Feuer gehen würde. Aber auch die Beziehung zum Clanführer James Douglas verspricht noch einiges an Spannung. Überhaupt sind hier sowohl die Neben- als auch die Hauptfiguren absolut facettenreich und voller Überraschungen.
Das Ende bleibt offen und ich fiebere der Fortsetzung förmlich entgegen. Noch immer gibt es viele Geheimnisse und ungeklärte Fragen zu Enyas und Hals Geschichte, sowie zu ihrer Zukunft, von der ich unbedingt mehr lesen will. In dieser faszinierenden Story steckt unglaublich viel Potenzial, was die Autorin in diesem Auftaktband erfolgreich ausgeschöpft hat.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne!

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