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Rebecca1493

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2017

Starkes Debüt!

Dirty English - Verboten Heiß
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Klappentext: Elizabeth stockt der Atem. In nichts als Shorts und Boxhandschuhen lehnt Declan in seiner Tür; Schweißperlen glitzern auf seinen tätowierten Muskeln. Ungekannte Lust rast durch ihre Adern. ...

Klappentext: Elizabeth stockt der Atem. In nichts als Shorts und Boxhandschuhen lehnt Declan in seiner Tür; Schweißperlen glitzern auf seinen tätowierten Muskeln. Ungekannte Lust rast durch ihre Adern. Der neue Nachbar ist heiß. Verdammt heiß. Aber seit dem Alptraum vor zwei Jahren hat sich Elizabeth strenge Dating-Regeln auferlegt, nach denen Declan für sie strikt tabu ist. Doch der raue Sex-Appeal des Briten schreit danach, alle Regeln über Bord zu werfen …

Zunächst ein paar Worte zum Cover: Leider, leider wurde mal wieder nicht auf den Inhalt des Buches geachtet, denn die weibliche Hauptperson wird als weißblonde junge Frau vorgestellt, leider passiert das viel zu häufig für meinen Geschmack. Ansonsten ist es gut gelungen, vor allem der Titel des Buches wird ansprechend in Szene gesetzt.

Bis auf ein paar Schreib- und Übersetzungsfehler (für die die Autorin natürlich nicht verantwortlich ist) ließ sich die Geschichte ausgesprochen flüssig lesen. Ich hatte keinerlei Probleme in die Erzählung einzusteigen, die mich von Beginn an nicht mehr losgelassen hat. Es ging Schlag auf Schlag und wurde zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Wie man vielleicht aus meinen bisherigen Rezensionen erahnen kann, bin ich ein großer Fan von Büchern, die aus der Perspektive beider Hauptpersonen erzählt wird um so die Gedankengänge der beiden besser verstehen zu können. Wirklich ein gelungenes Debüt!

Meiner Meinung nach war es kein typisches Bad-Boy-Buch. Natürlich hat Declan viele Tattoos, boxt gerne und hat mit einer Menge Mädchen das Bett geteilt, aber irgendwie ist er doch ein kleiner Softie, der gerne Jane Austen liest. Ein bisschen too much war in meinen Augen, dass Elizabeth ausgerechnet Bennett als Nachnamen trägt, aber ich will mal nicht so sein ;) Die Geschichte hat auf jeden Fall Tiefgang bewiesen, wobei mich die ein oder andere Bemerkung von Declan und Elizabeth wirklich zu Tränen rühren konnte. Mindestens genauso gut hat mir Declans Zwillingsbruder Dax gefallen und durch seine Machosprüche mir das ein oder andere Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Fazit: Das Debut der Autorin Ilsa Madden-Mills hat mir ausgesprochen gut gefallen! Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung mit Dax als Hauptperson des neuen Romans!

Veröffentlicht am 03.04.2017

Ein Mädchen zwischen zwei Welten

Das verrückte Leben der Jessie Jefferson
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Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter bricht für die erst 15Jährige Jessie Pickerill eine Welt zusammen. Tief verzweifelt entfremdet sich von ihren Freunden, beginnt zu trinken und rauchen und lässt niemanden ...

Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter bricht für die erst 15Jährige Jessie Pickerill eine Welt zusammen. Tief verzweifelt entfremdet sich von ihren Freunden, beginnt zu trinken und rauchen und lässt niemanden mehr an sich heran bis ihr Stiefvater das bisher wohlbehütete Geheimnis ihrer Herkunft lüftet: Jessie ist die Tochter des berühmten Rockstars Johnny Jefferson. Das junge Mädchen will natürlich sofort ihren Vater kennenlernen und reist dafür nach L.A. Sie muss allerdings feststellen, dass sie dort nicht nur mit offenen Armen empfangen wird. Wird Jessie in der Welt der Schönen und Reichen zurechtkommen?

Zu Beginn der Geschichte war ich entsetzt: die Hauptfigur sitzt auf einem Fensterbrett, trinkt Cider und raucht, ihr Stiefvater steht vor der Tür und tritt vor lauter Frust fast die Tür ein. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich schockiert war. Allerdings legte sich dieses Gefühl sehr rasch, denn das Buch war wirklich ein Glückgriff!

Paige Toon hat einen mitreißenden Schreibstil, der sich einwandfrei lesen lässt. Sie lädt den Leser ein in ihre Geschichte einzutauchen und aus Jessies Sicht die Welt einer pubertierenden 15Jährigen, die gerade ihre Mutter verloren hat, zu entdecken. Da knallen die Türen, wird über die Strenge geschlagen, geschrien, getobt und geflucht; aber auch geweint, geliebt, sich umarmt und geküsst.

Ich mochte Johnny und Stu, die beiden Väter von Jessie von Anfang an. Obwohl Jessie es den beiden nicht wirklich leicht macht (v.a. Stu muss zu Beginn sehr viel Durchsetzungsvermögen an den Tag legen), vermitteln sie ihr in dieser schweren Zeit ein Gefühl von Vertrauen, Zuneigung und Geborgenheit. Das hatte ich vor allem Johnny nicht zugetraut, der sich im Verlauf zu einem liebevollen Dad eines Teenager-Mädchen mausert.

Es werden in diesem Buch mehrfach die Schattenseiten der Glitzer-und Glamourwelt aufgezeigt, in die Jessie mehr und mehr eintaucht: Man wird auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt und hat keinerlei Privatleben mehr. Vor allem der Besuch im Freizeitpark zu Beginn von Jessies Aufenthalt zeigt das ganz klar. Auch die Tatsache, dass Johnny einen eigenen Anwalt und eine private PR-Agentin hat, weisen daraufhin wie anstrengend ein Leben im Scheinwerferlicht sein kann.

Auch die Liebe kommt nicht zu kurz: Jessie lässt nach dem Tod wieder Gefühle zu und baut sowohl zu Tom als auch Jack eine Beziehung auf. Bin sehr gespannt, für wen sie sich letztendlich entscheiden wird. Ganz unwahrscheinlich ist es in meinen Augen nicht, dass Jack sich für Jessie ändert.

Fazit: Ein super Auftakt! Nicht nur für junge Leserinnen, sondern auch für Frauen jenseits des Teenageralters durchaus lesenswert! Freue mich schon sehr auf den nächsten Teil! Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 03.04.2017

Ein Auf und Ab der Gefühle

Mister Dream (Band 1)
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Emma führt zusammen mit ihrer Mutter Charlotte Stern eine kleine Pension in der Nähe eines Freizeitparks. Der Teenager ist seit drei Jahren hoffnungslos in Erik, einen ihrer Mitschüler verliebt. Für ihn ...

Emma führt zusammen mit ihrer Mutter Charlotte Stern eine kleine Pension in der Nähe eines Freizeitparks. Der Teenager ist seit drei Jahren hoffnungslos in Erik, einen ihrer Mitschüler verliebt. Für ihn scheint sie jedoch lediglich - trotz ihrer ein Meter achtzig- Luft zu sein. Enttäuscht erträumt sie sich ihren Traum-Boy Colin, der nur in ihrer Fantasy existiert und Emma mit seinen meerblauen Augen nachts um den Verstand küsst. Kurz vor ihrem Geburtstag überschlagen sich jedoch die Ereignisse: Erik nimmt wieder Notiz von ihr, ein Junge namens Tom, der Colin wahnsinnig ähnlich sieht taucht auf und Colin selbst ist natürlich bei so viel Konkurrenz schnell eifersüchtig! Wie wird diese Achterbahn der Gefühle enden?

Schon das Cover des Buches macht Lust das Buch aufzuschlagen. Das Mädchen stellt Emma da, die meines Erachtens nach gut getroffen ist, mit Ausnahme der Wahl des Tshirts! Auch die Achterbahn passt gut zur Thematik und zum Titel der Geschichte. Besonders ist auch, dass das Buch in blauer Schrift abgedruckt ist - eine nette Abwechslung wie ich finde.

Die 345 Seiten behandeln ein sehr überschaubares Kapitel in Emmas Leben, um genau zu sein drei Tage. Man erfährt dadurch sehr viel über das Mädchen selbst, da sie in der Ich-Form die Geschichte erzählt, aber auch über ihre Mitmenschen, die von der Autorin Brigitte Kanitz sehr anschaulich dargestellt werden. Besonders Max und Lilli, Emmas beste Freundin, habe ich dadurch sehr ins Herz geschlossen.

Das Buch behandelt Themen, die vermutlich bei jedem heranwachsenden Jugendlichen eine mehr oder weniger große Rolle spielen: Mobbing, Teil einer Clique zu sein, die erste große Schwärmerei/Liebe, die Frage nach seiner Herkunft und die fast täglichen Konflikte mit den in der Pubertät heiß und innig geliebten Eltern. Manchmal ernst, manchmal lustig werden diese "Probleme" der jungen Erwachsenen dem Leser vor Augen geführt und man erkennt sich ein in einem der Charaktere wieder. Das hat für mich einen großen Reiz der Geschichte ausgemacht.

Fazit: Möglicherweise entspricht das Buch eigentlich nicht mehr meiner Altersklasse, aber ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Wirklich eine schöne Geschichte für Zwischendurch.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Gelungene Fortsetzung

Talon - Drachenherz
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Ember und Riley (Cobalt) haben es geschafft: Sie sind Talon und seiner Viper mit Garrets Hilfe entkommen. Allerdings wird der Georgskrieger anschließend von seinen eigenen Leuten gefangen genommen und ...

Ember und Riley (Cobalt) haben es geschafft: Sie sind Talon und seiner Viper mit Garrets Hilfe entkommen. Allerdings wird der Georgskrieger anschließend von seinen eigenen Leuten gefangen genommen und verschleppt. Den beiden Drachen gelingt es jedoch den Soldaten zu befreien und gemeinsam flieht die Truppe zusammen mit Wes nach Las Vegas, gejagt vom Orden und Talon, allen voran Dante, Embers Zwillingsbruder, der seine Schwester in die Organisation zurückholen möchte. Ein Wettlauf beginnt...

Der zweite Teil der Talon-Trilogie(?) hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Von der ersten Seite an fiebert man mit Ember, Riley und Garret mit. Auch Dante wird diesmal als Charakter eingeführt, aus dessen Sicht die Geschichte beschrieben wird. Die unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen die Personen berichten, erhöhen einerseits die Spannung, da an besonders packenden Stellen (wie könnte es anders sein ;)) die Perspektive geändert wird und andererseits bekommt man einen viel besseren Eindruck davon, wie die Personen die Handlung der anderen Charaktere wahrnehmen und bewerten. Immer wieder kommt es auch zu einer Rückblende in die Zeit vor dem Ausstieg Cobalts aus der Organisation Talon, die uns Leser verstehen lässt, weshalb er versucht ein Netzwerk aufzubauen.

Auch das Liebesdreieck zwischen Ember, Riley und Garret kommt nicht zu kurz und man fiebert richtig mit den beiden Jungs mit.

Weiterhin bleibt die Frage offen, weshalb Ember für die Organisation einen solchen Wert hat und nach wie vor lebend zu Talon gebracht werden soll.



Zusammenfassend kann gesagt werden: Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite, absolut empfehlenswert und macht definitiv Lust auf mehr!!

Veröffentlicht am 03.04.2017

Fesselnder Historienroman

Aelia, die Kämpferin
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Im Jahr 441 n. Chr. muss sich das Waisenmädchen Aelia als Schaukämpferin des Dardanus durch ihr Leben schlagen. Als eine ihrer Freundinnen nach einem Wettstreit nicht ins Haus ihres Herren zurückkehrt, ...

Im Jahr 441 n. Chr. muss sich das Waisenmädchen Aelia als Schaukämpferin des Dardanus durch ihr Leben schlagen. Als eine ihrer Freundinnen nach einem Wettstreit nicht ins Haus ihres Herren zurückkehrt, ahnt Aelia nichts Gutes und versucht bei ihrem nächsten "Auftritt" mehr über den Verbleib ihrer Mitstreiterin herauszufinden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Schaukampf, sondern um ein Gefecht, bei dem es um Leben und Tot geht, das Aelia nur knapp überlebt. Die Ereignisse überschlagen sich und das junge Mädchen findet sich bald als Spionin am Königshof des fränkischen König Chlodios wider. Auf sich allein gestellt taucht sie immer weiter in eine Welt voller Intrigen und Gewalt, aber auch Liebe und Freundschaft ein.

Das Cover zeigt die Zeichnung einer junge Frau (Aelia) auf einer Marmorwand , die in eine Tunica gehüllt ist. Meiner Meinung nach stimmt dieses Bild mit der Beschreibung überein. Auch das Messer, das einen Großteil des Titelbilds einnimmt, ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Der Titel des Buches in roten Lettern symbolisieren das Blut, das einige Male im Buch fließt. Fazit: Schlicht, aber durchaus ein Blickfang.

Wie bei anderen historischen Romanen, habe ich ein bisschen Zeit gebraucht, vollkommen in die Geschichte einzutauchen. Dann hat sie mich allerdings nicht mehr losgelassen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
Die Handlung wird aus der Sicht der Hauptperson Aelia erzählt. Marion Johanning versteht es, einfühlsam den Zwiespalt, in dem sich das Mädchen als Halbrömerin und Halbfränkin befindet, zu vermitteln. Man leidet richtig mit und würde Eghild, die als Gegenspielerin Aelias auftritt, manchmal gerne den Kopf abreißen ;)
Auch der romantische Aspekt kommt nicht zu kurz, beherrscht aber die Erzählung nicht, sondern fügt sich stimmig ein, denn dadurch ist es möglich Aelias Verhalten besser nachzuvollziehen. Ich hätte mit allerdings gerne ein Kapitel aus der Sicht der männlichen Hauptperson gewünscht und auch seine Intention zu verstehen.

Auch das Ende ist gut gelungen und wirkt weder kitschig noch zu sehr konstruiert, auch wenn wirklich die Götter im Spiel sein müssen bei den vielen Hindernissen, die der jungen Römerin im Weg stehen.

Alles in allem ein rundum gelungener historischer Roman, der alles mitbringt, um Fans dieses Genre glücklich zu machen!