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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2021

Mallorca-Krimi, der Spaß macht!

Wer Buße tut
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Und das liegt letztendlich auch an den humoristischen Passagen, in der die ermittelnde Subinspectora ihren Wortwitz sprühen lässt. Die Story selbst lässt nichts an Spannung vermissen und beginnt gleich ...

Und das liegt letztendlich auch an den humoristischen Passagen, in der die ermittelnde Subinspectora ihren Wortwitz sprühen lässt. Die Story selbst lässt nichts an Spannung vermissen und beginnt gleich mit einem mysteriösen Todesfall. Während der Osterprozession fällt ein Büßer tot um. Herzversagen oder Mord? Die Meinungen im Ermittlungsteam gehen zunächst auseinander, aber Subinspectora Xisca lässt nicht locker.
Dieser Roman besticht auch durch die kenntnisreichen Schilderungen der Örtlichkeiten, auch zu den heimischen Traditionen, Bruderschaften (fast à la Dan Brown) erfährt man so einiges. Die Ermittlerin ist sympathisch mit Ecken und Kanten und versucht nach ihrer Versetzung von Madrid nach Palma hier Fuß zu fassen. Nicht immer einfach.
Ein guter Krimi, stilistisch gut geschrieben, detailgetreu ohne langweilig zu werden. Fazit: klare Leseempfehlung, macht neugierig auf den folgenden Band!

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Gut strukturierter Reiseführer

Languedoc-Roussillon Reiseführer Michael Müller Verlag
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Ralf Nestmeyer ist ein lesenswerter und hilfreicher Reiseführer gelungen. Sehr umfangreich und dabei von der Größe her so, dass man ihn ständig dabeihaben kann. Eine klare und durchdachte Gliederung hilft ...

Ralf Nestmeyer ist ein lesenswerter und hilfreicher Reiseführer gelungen. Sehr umfangreich und dabei von der Größe her so, dass man ihn ständig dabeihaben kann. Eine klare und durchdachte Gliederung hilft bei der Orientierung. Viele kleinere, in den Reiseführer integrierte Karten und die zusätzliche, herausnehmbare Faltkarte sorgen dafür, dass man sich gut zurechtfindet. Ergänzt wird der Reiseführer mit einem informativen Nachschlageteil, Vorschläge für Wandertouren und in den Reiseführer eingestreuten Infoblöcken, die auch ungewöhnliche und amüsante Einblicke geben.
Viele Restauranttipps, Übernachtungsvorschläge und Informationen zu Markttagen und Museen der Region ergänzen die Schilderungen zu den einzelnen Orten.
Und alles liest sich sehr gut. Sachlich und informativ, wo es erforderlich ist. Aber nicht trocken, wenn es um Geschichte und Geschichtchen geht.
Ich selbst war schon oft im Languedoc unterwegs und kenne insbesondere das Aude und Hérault gut. In dem Reiseführer fand ich vieles Bekannte wieder und dazu auch Neues, was sich zu entdecken lohnt. Für Reisevorbereitung und -begleitung kann ich den aktuellen Reiseführer uneingeschränkt empfehlen.

Für Reisevorbereitung und -begleitung uneingeschränkt zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Nicht alles ist so, wie es scheint.

Die Toten von Lindau
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Ein neues Ermittlerteam startet gleich mit einem Mordfall. Niklas, der junge Ermittler, der frisch aus München versetzt wurde, wo er eine Profiler-Karriere anstrebte und Emma, die erfahrene Kriminalistin, ...

Ein neues Ermittlerteam startet gleich mit einem Mordfall. Niklas, der junge Ermittler, der frisch aus München versetzt wurde, wo er eine Profiler-Karriere anstrebte und Emma, die erfahrene Kriminalistin, Großmutter und tierliebend. Beide müssen sich noch aneinander gewöhnen. Aber es ist zu merken, dass auf beiden Seiten Sympathien mitschwingen.
Sowohl der Kriminalfall, als auch die Entwicklungen im privaten Umfeld von Niklas und Emma machen Spaß beim Lesen. Während Niklas beginnt, sich einzurichten, neue Freunde zu finden und Tiere näher als eigentlich erwünscht kennenlernt, engagiert sich Emma – neben der Begeisterung für ihren Beruf – für den Gnadenhof ihres Mannes. Das Tierwohl steht im Zentrum – nicht nur auf dem Gnadenhof, auch ergibt sich rasch ein Bezug zu dem aktuellen Fall. Die Auflösung ist zu Beginn nicht vorhersehbar und das Finale selbst gestaltet sich spannend und überraschend. Mir gefällt dabei auch gut, dass neben den beiden Hauptprotagonisten auch weitere Personen aus dem Ermittlerteam eingebunden sind.
Das Buch liest sich sehr gut und flüssig, während ich nach dem ersten Drittel noch eine kurze Lesepause eingelegt hatte, konnte ich mich dann kaum noch lösen. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall aus Lindau!
Fazit: Empfehlenswerter Krimi, der dazu in einer wunderbaren Region spielt!

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Ein sehr bewegendes Buch.

Der Junge, der den Wind einfing
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In seiner Autobiografie erzählt William Kamkwamba von seinem Leben in einem armen Dorf in Malawi.
Auch wenn das Leben dort nicht einfach war, erlebte er schöne Zeiten – bis zu dem Zeitpunkt, als die Hungersnot ...

In seiner Autobiografie erzählt William Kamkwamba von seinem Leben in einem armen Dorf in Malawi.
Auch wenn das Leben dort nicht einfach war, erlebte er schöne Zeiten – bis zu dem Zeitpunkt, als die Hungersnot kam und sich für alle das Leben einschneidend veränderte. Der kleine William, der ein guter Schüler war, sollte diese weiter besuchen, aber das Schulgeld konnte von seinem Vater nicht aufgebracht werden. So half er auf dem Feld und brachte sich viel Wissen selbst bei, las viel in der Bücherei, lernte viel über physikalische Zusammenhänge. Ein Buch inspirierte ihn, sich selbst am Bau eines Windrades mit Teilen vom Schrottplatz zu versuchen - mit Erfolg - und erzeugte so für seine Eltern die notwendige Elektrizität. Später konnte er auch noch seinem ganzen Dorf weiterhelfen.

Mir haben an dem Buch besonders die eindringlichen Schilderungen des Dorflebens gefallen und dass aus aussichtsloser Lage heraus ein junger Mensch etwas schaffen kann, trotz vieler Widerstände seine Vision umsetzt und so etwas Positives bewirkt. Die Schilderungen der Hungersnot ist eindringlich. Wir machen uns keine Vorstellungen davon, was Hungern bedeutet. Hier bekommt man beschrieben, was die Menschen versuchen, um das eigene Überleben zu sichern. Und welche Rolle Korruption spielt.

Dieses Buch zieht einen in seinem Bann, egal ob Afrikakenner oder nicht. Sicher sollte man mit der Bezeichnung „Held“ vorsichtig umgehen, aber hier ist sie nachvollziehbar und angebracht. William hat viel Bedeutendes für seine Gemeinschaft bewegt und auch für sich selbst, denn nur so hat er die Aufmerksamkeit bekommen, die ihm auch den weiteren Schulbesuch ermöglichte. Bryan Mealer, der das Buch mit ihm gemeinsam schrieb, hat gute Arbeit geleistet. Es gelingt ihm, in einige Passagen auch etwas Humor einfließen zu lassen. Der Schreibstil des Buches, aus der Ich-Perspektive erzählt, gefällt mir gut, es liest sich flüssig, man kann einfach nicht aufhören. So ging es zumindest mir.

Mein Fazit: Unbedingte Leseempfehlung und den Film, dem diese Geschichte zugrunde liegt, werde ich mir auf jeden Fall ansehen.

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Toni Morales ermittelt wieder

Mörderisches Mallorca – Toni Morales und der Lohn der Habgier
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Toni kann sich noch immer nicht um den Fall seines toten Halbbruders kümmern. Der Fund einer Frauenleiche passt zu einem 27 Jahre alten Vermisstenfall. Und es kommt zu einem weiteren Mord.
Auch wenn ich ...

Toni kann sich noch immer nicht um den Fall seines toten Halbbruders kümmern. Der Fund einer Frauenleiche passt zu einem 27 Jahre alten Vermisstenfall. Und es kommt zu einem weiteren Mord.
Auch wenn ich den ersten Band nicht kenne, fiel es mir nicht schwer in das Buch reinzukommen. Mir hat auch gut gefallen, dass auf der hinteren, inneren Umschlagseite eine Karte abgebildet ist, dies hilft, sich während des Lesens auch mal zu orientieren. Positiv ist auch die Information zum Hintergrund der Geschichte am Ende, sehr aufschlussreich. Bereits in den ersten Kapiteln passiert viel, es wird nicht langweilig und das Tempo wird über weite Strecken beibehalten. Beim Lesen kristallisiert sich im Laufe der Zeit ein Verdacht heraus, ob dieser sich bestätigt, wird hier nicht verraten.
Neben dem Hauptstrang gibt es noch mehrere Nebenstränge, die verfolgt werden. Sei es, aus dem familiären Umfeld von Toni heraus oder auch interne Probleme innerhalb des Ermittlerteams, die nicht aufgelöst und wahrscheinlich im folgenden Band fortgesetzt werden.
Die sehr unterschiedlichen Charaktere – egal ob sympathisch oder nicht - sind durchweg gut beschrieben, Mallorca als Ort der Handlung wird ausreichend gewürdigt, das Meer ist dabei so nahe.
Nicht nur, dass man einen lesenswerten Krimi mit einer spannenden und auch dramatischen Handlung in den Händen hält, mal erfährt auch einiges zu der spanischen Rechtsprechung und dort geltenden Verfahren. Fazit: Leseempfehlung

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