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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2021

Bausünden im engsten Sinne

Stummes Opfer: Thriller
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Wieder entführt uns Catherine Shepherd in das mittelalterliche und parallel in das heutige Zons.

Ich habe schon einige Zons-Krimis gelesen und dieser hat erneut meine Erwartungen erfüllt.

Während es ...

Wieder entführt uns Catherine Shepherd in das mittelalterliche und parallel in das heutige Zons.

Ich habe schon einige Zons-Krimis gelesen und dieser hat erneut meine Erwartungen erfüllt.

Während es im Heute Probleme beim Bau eines Archivs gibt, so kommt es 500 Jahre früher immer wieder zu Einstürzen der Kirchenmauer. Sowohl damals als auch heute passieren unerklärliche Morde und Bastian Mühlenberg und Oliver Bergmann haben alle Hände voll zu tun, die Untaten in jeweils ihrer Zeit aufzuklären. Ein grausliches Ritual spielt dabei eine entscheidende Rolle, welches, das sei hier nicht verraten. Die wirren Geister, die diese Schandtaten vollbringen, sind nicht gleich erkennbar. Das Buch liest sehr gut, einfach so weg, ohne dass es an Spannung verliert. Mir hat die Lektüre Spaß gemacht – empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Spannend bis zum Schluss

Sommernacht
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Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt, so dass ich die ersten 378 Seiten „in einem Rutsch“ durchgelesen habe, ist mir lange nicht mehr passiert.
Eine prominente Hochzeit auf einer einsamen irischen ...

Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt, so dass ich die ersten 378 Seiten „in einem Rutsch“ durchgelesen habe, ist mir lange nicht mehr passiert.
Eine prominente Hochzeit auf einer einsamen irischen Insel, düstere Gewitterstimmung, mit der Insel selbst werden alte, teils unheimliche Geschichten verbunden. Geschildert wird wechselweise aus der Sicht der wichtigsten Protagonisten, Hochzeitsplanerin, Braut, Halbschwester der Braut, Trauzeuge des Bräutigams, Ehefrau des bestens Freundes der Braut - überwiegend im Rückblick auf den Vortag. Und dazu im Erzählstil die Handlung der Gegenwart, des Tages der Trauung. Man erfährt darüber viel zu den Verbindungen der Menschen untereinander, der gemeinsam verbrachten Lebensabschnitte. Man spürt die tief vergrabenen Geheimnisse, die sich nicht gleich offenbaren und die verborgenen Spannungen untereinander.
Durch diesen Schreibstil bleibt die Spannung durchweg auf hohem Niveau. Kein Moment der Geschichte ist vorhersehbar und das Ende bleibt offen und überrascht schließlich. Ich habe lange keinen so interessant komponierten Thriller mehr gelesen. Mein Fazit: unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Nimmt einen mit in ein junges Leben

Hard Land
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Das Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Die Gedanken und Erfahrungen eines Heranwachsenden nehmen einen mit und lassen die eine oder andere eigene Erinnerung mit Höhen und Tiefen wieder aufsteigen. ...

Das Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Die Gedanken und Erfahrungen eines Heranwachsenden nehmen einen mit und lassen die eine oder andere eigene Erinnerung mit Höhen und Tiefen wieder aufsteigen. Seite für Seite liest sich einfach weg. Die Erzählung handelt von Beginn und Ende, von Freundschaft und Verlust. Emotionen kochen in den Protagonisten hoch und lassen den Leser auch nicht kalt. Klare Leseempfehlung!

Der Roman spielt in Missouri, im Jahr 1985 und erzählt von einem wichtigen Jahr - vielleicht dem wichtigsten Jahr überhaupt - im Leben von Sam. Während seine ältere Schwester Jean an der Westküste lebt, wohnt Sam mit seinen Eltern in der Kleinstadt Grady. Sams Mutter, eine außergewöhnliche Frau, ist schwer krank, das lastet auf der ganzen Familie und Sam versucht es zu verdrängen. Als in sich gekehrter Einzelgänger mit wenig Selbstbewusstsein und geheimen Ängsten fällt es ihm schwer, Freunde zu finden. Im örtlichen Kino lernt er dann 3 ältere Mitschüler kennen, mit denen er den Sommer verbringt. Besondere Freundschaften entstehen, intensiv gelebte Momente verbinden die vier jungen Leute. So wie der Beginn der Freundschaften, ist auch deren mögliches Ende schon absehbar, da die Älteren aufs College gehen werden und Sam noch zwei weitere Jahre zur Schule gehen wird. Jeder in dieser Gruppe hat zudem seine eigene Geschichte. Zu Kirstie, der einzigen jungen Frau in der Gruppe, entwickelt Sam eine besondere Zuneigung. Diese wird auch erwidert, aber nicht so, wie es ein Junge auf der Schwelle zum Mann erhofft. Sam feiert seinen 16. Geburtstag mit seinen Freunden, am nächsten Tag stirbt seine Mutter…

Für Sam endet in diesem Jahr die Kindheit, er entdeckt sich und auch seine Familie neu. Andere Blickwinkel erschließen sich ihm und er lernt auch seinen Vater besser zu verstehen. Nicht nur die Menschen selbst oder die Sicht auf den einzelnen Menschen verändert sich. Auch die Kleinstadt ist Veränderungen unterworfen. Alles ist vergänglich, die Jugend erlebt man nur einmal. Erinnerungen bleiben.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Mallorca-Krimi, der Spaß macht!

Wer Buße tut
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Und das liegt letztendlich auch an den humoristischen Passagen, in der die ermittelnde Subinspectora ihren Wortwitz sprühen lässt. Die Story selbst lässt nichts an Spannung vermissen und beginnt gleich ...

Und das liegt letztendlich auch an den humoristischen Passagen, in der die ermittelnde Subinspectora ihren Wortwitz sprühen lässt. Die Story selbst lässt nichts an Spannung vermissen und beginnt gleich mit einem mysteriösen Todesfall. Während der Osterprozession fällt ein Büßer tot um. Herzversagen oder Mord? Die Meinungen im Ermittlungsteam gehen zunächst auseinander, aber Subinspectora Xisca lässt nicht locker.
Dieser Roman besticht auch durch die kenntnisreichen Schilderungen der Örtlichkeiten, auch zu den heimischen Traditionen, Bruderschaften (fast à la Dan Brown) erfährt man so einiges. Die Ermittlerin ist sympathisch mit Ecken und Kanten und versucht nach ihrer Versetzung von Madrid nach Palma hier Fuß zu fassen. Nicht immer einfach.
Ein guter Krimi, stilistisch gut geschrieben, detailgetreu ohne langweilig zu werden. Fazit: klare Leseempfehlung, macht neugierig auf den folgenden Band!

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Gut strukturierter Reiseführer

Languedoc-Roussillon Reiseführer Michael Müller Verlag
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Ralf Nestmeyer ist ein lesenswerter und hilfreicher Reiseführer gelungen. Sehr umfangreich und dabei von der Größe her so, dass man ihn ständig dabeihaben kann. Eine klare und durchdachte Gliederung hilft ...

Ralf Nestmeyer ist ein lesenswerter und hilfreicher Reiseführer gelungen. Sehr umfangreich und dabei von der Größe her so, dass man ihn ständig dabeihaben kann. Eine klare und durchdachte Gliederung hilft bei der Orientierung. Viele kleinere, in den Reiseführer integrierte Karten und die zusätzliche, herausnehmbare Faltkarte sorgen dafür, dass man sich gut zurechtfindet. Ergänzt wird der Reiseführer mit einem informativen Nachschlageteil, Vorschläge für Wandertouren und in den Reiseführer eingestreuten Infoblöcken, die auch ungewöhnliche und amüsante Einblicke geben.
Viele Restauranttipps, Übernachtungsvorschläge und Informationen zu Markttagen und Museen der Region ergänzen die Schilderungen zu den einzelnen Orten.
Und alles liest sich sehr gut. Sachlich und informativ, wo es erforderlich ist. Aber nicht trocken, wenn es um Geschichte und Geschichtchen geht.
Ich selbst war schon oft im Languedoc unterwegs und kenne insbesondere das Aude und Hérault gut. In dem Reiseführer fand ich vieles Bekannte wieder und dazu auch Neues, was sich zu entdecken lohnt. Für Reisevorbereitung und -begleitung kann ich den aktuellen Reiseführer uneingeschränkt empfehlen.

Für Reisevorbereitung und -begleitung uneingeschränkt zu empfehlen.

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