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Veröffentlicht am 15.09.2016

Altbekanntes toll umgesetzt

Sanguineus - Band I
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Cover:
Das Cover ist recht schlicht gehalten und zeigt eine sich spiegelnde Feder, die mit der Spitze in Blut eingetunkt ist. Da dies ein Vampir-Roman ist, ist das Blut nur allzu logisch. Die Feder allerdings ...

Cover:
Das Cover ist recht schlicht gehalten und zeigt eine sich spiegelnde Feder, die mit der Spitze in Blut eingetunkt ist. Da dies ein Vampir-Roman ist, ist das Blut nur allzu logisch. Die Feder allerdings kann ich mir nicht wirklich erklären. Außer vielleicht, dass Vampire eine Art gefallene Engel sind? Das wäre aber sehr weit hergeholt...

Die Story:
Die Reihe behandelt die typische Vampirthematik. Wer also mit Geschichten rund um Blutsauger nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen. Dem Leser wird nicht viel Neues erzählt. Aber auch Altbekanntes hat sich bewährt und kann bei entsprechendem Talent, wie Ina Linger es hat, spannend erzählt werden.

Die Charaktere:
Samantha (kurz Sam) Reese wurde einst in Kindertagen von Nathan aus den Händen eines blutgierigen Vampirs gerettet und seither ist er für sie ihr Engel. Als sie älter wurde, entwickelte sie Gefühle für ihn, die auf Gegenseitigkeit beruhten und irgendwann konnte sich Nathan auf eine Beziehung mit Sam einlassen. Nun wurde ihr Nathan entrissen und sie ist am Boden zerstört. Sie glaubt auch nach einem Jahr seines Verschwindens noch daran, dass er lebt und gibt nicht auf.
Jonathan Haynes ist der beste Freund von Nathan und -natürlich- auch Vampir. Er ist arrogant, selbstsüchtig, ein Frauenaufreißer und ziemlich materialistisch eingestellt. Nur, wenn es um Nathan oder dessen Freundin Sam geht, kann er manchmal aus seiner Rolle heraus treten und sehr verständnisvoll und plötzlich überhaupt nicht mehr so oberflächlich sein.
Die ganze Zeit über fühlte es sich während des Lesens so an, als wäre Sam die Hauptprotagonistin. Dagegen wird die Rolle aber Jonathan zuteil, denn seine Parts sind in der 1. Person erzählt. Sehr ungewöhnlich, aber auch interessant, gerade weil man im Kopf so festgefahren ist. Außerdem erlebt man es nicht allzu häufig, dass eine Autorin einen männlichen Hauptcharakter beschreibt. Die Charaktere sind allesamt sehr authentisch dargestellt und wirken sympathisch.

Der Schreibstil:
Frau Linger hat einen überaus ansprechenden und angenehmen Schreibstil. Es hat Spaß gemacht, den Geschehnissen zu folgen und in die Welt von "Sanguineus" einzutauchen.
Interessant war hierbei der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, mit dem die Autorin den Leser langsam an alles heranführt. Manchmal haben mich die verschiedenen Rückblicke und Zeitebenen zwar etwas durcheinander gebracht, aber im Großen und Ganzen war es verständlich.
Besonders positiv hervorheben muss ich die herausragende Sexszene und die erotischen Sequenzen, die die Autorin hier einbaut. Vampirromane sind einfach dafür gemacht, prickelnde Erotik zu übermitteln und Frau Linger schafft die Umsetzung gekonnt.

Das Ende:
Bei diesem Buch stolpert man von einem Extrem ins nächste und jeder spannende Höhepunkt könnte das Ende sein. Die Autorin setzt immer noch einen drauf und führt den Leser nicht nur einmal an der Nase herum.
Da es sich bei "Sanguineus" um eine Reihe handelt, ist das Ende natürlich offen.

Fazit:
Auch aus der typischen Vampirthematik kann man mit Talent noch etwas herausholen und neben einem flüssigen Schreibstil auch authentische Charaktere, eine spannende Geschichte und prickelnde Erotik zaubern.
4 von 5 Isis'

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zoey werd' erwachsen!

Gejagt
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Das Cover:
Wie immer ist das Cover schön anzusehen. Zoey, die Hauptprotagonistin präsentiert sich darauf mit all ihren schönen Tattoos, die sogar über ihren Körper hinaus über den Buchdeckel wandern. Der ...

Das Cover:
Wie immer ist das Cover schön anzusehen. Zoey, die Hauptprotagonistin präsentiert sich darauf mit all ihren schönen Tattoos, die sogar über ihren Körper hinaus über den Buchdeckel wandern. Der Mond darauf ist das Zeichen der Göttin Nyx. In der Hand hält sie eine Feder, thematisch passend zum Erscheinen von Kalona, dem gefallenen Engel.

Die Story:
Nahtlos geht es weiter mit der spannenden Geschichte rund um Zoey. Die Jungvampyre haben sich vor Kalona und Neferet in den Untergrund geflüchtet und schmieden Pläne, wie sie den schwarzen gefallenen Engel vertreiben können. Er ist nicht nur eine Gefahr für das House of Night und das gesamte Vampyr-Dasein, sondern auch für die Menschen.
Etwas anstrengend fand ich, dass die Autorin am Anfang des Buches noch einmal alle vorkommenden Personen und Konstellationen beschrieben hat. Nach 5 Teilen House of Night sollten die Leser es wohl kapiert haben und wollen ganz sicher nicht für blöd gehalten werden. Da der Start in einen neuen Teil immer super reibungslos läuft und man sofort im Geschehen ist, kann die Autorin hier wirklich darauf verzichten.
Aufgrund der tollen Ideen und Umsetzungen reizt es mich aber nach wie vor weiterzulesen.

Die Charaktere:
In "House of Night" dreht sich alles um die Jungvampyrin und Hohepriesterin Zoey. Häufig hat sie es schwer - gerade, weil sie lernen muss, ihren Aufgaben als Hohepriesterin gewachsen zu sein. Und mit vielen Freunden an ihrer Seite erhält sie zwar immer die nötige Unterstützung, aber es ist auch nicht einfach, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Zoey schafft es aber immer wieder und zeichnet sich somit als ganz besondere Jungvampyrin aus.
Da wir nun bereits im 5. Band rund um das House of Night sind, würde man vermuten, dass Zoey auch ein Stück weit erwachsen geworden ist. Im Buch soll sie 19 Jahre alt sein, sie benimmt sich aber häufig eher wie eine 13-Jährige. Wenn es um sexuelle Themen geht, agieren sie und ihre gleichaltrigen Freunde überaus albern. Die Autorin hat wohl vergessen, dass Zoey und ihre Freunde keine Jugendlichen mehr, sondern zu Erwachsenen geworden sind. In vielen Lebenslagen handelt Zoey außerdem extrem naiv, was mich auch an ihrem Alter zweifeln lässt.
Ein großer Minuspunkt sind leider, wieder einmal, ihre Liebeskisten. Jeder Typ, der ihr gegenüber tritt, ob Mensch oder Vampyr, gut oder böse scheint auf sie abzufahren und umgekehrt - sofern er nicht, wie ihr bester Freund Damien, schwul ist. Das nervige daran ist aber nicht die Masse an Verehrern, sondern die Art, wie sie und ihre Typen damit umgehen. Sie verknallt sich immer hemmungslos in jeden und kann sich für keinen von ihnen entscheiden. Am liebsten würde sie mit jedem eine Beziehung eingehen. Umgekehrt ist den Männern zwar bewusst, dass sie Konkurrenten haben, sie akzeptieren es aber, Zoey teilen zu müssen. Ganz so realistisch ist das in meinen Augen nicht. UND ES NERVT! Tut mir Leid, liebe Zoey - entscheide dich endlich mal!

Der Schreibstil:
Sprachlich hält Frau Cast alles recht einfach und gut verständlich. Es ist schnörkellos und flüssig zu lesen.
Teilweise lässt sie noch die jugendliche Umgangssprache zwischen den Freunden einfließen, aber das hat meiner Ansicht nach im Vergleich zu den Vorgängerbänden schon deutlich abgenommen. Ich finde es gut so, denn man soll ja merken, dass die Herrschaften erwachsen werden - auch, wenn Frau Cast das nicht in allen Lagen schafft.

Ende:
Das Ende wurde gut eingeleitet und umgesetzt. Der Ausgang erscheint einem gerade zu einfach und zu glatt, aber der Schein trügt und auf unsere Jungvampyre werden wohl noch weitere gefährliche Situationen warten.

Fazit:
Wenn die Geschichte rund um das House of Night nicht so einfallsreich und spannend wäre, würde ich wegen Zoeys ewigen Liebeleien und der fehlenden Charakterentwicklung die Reihe abbrechen. Aber - ich bin einfach zu neugierig!
3 1/2 von 5 Isis'

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider zu kurzweilig

Der Psychopath
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Die Story:
Bram Dehouck präsentiert hier dem Leser einen ganz schön harten Brocken: Ein Vater, der seinen Sohn töten will, weil er in ihm einen Psychopathen sieht.
Dass es Psychopathen gibt, wissen wir ...

Die Story:
Bram Dehouck präsentiert hier dem Leser einen ganz schön harten Brocken: Ein Vater, der seinen Sohn töten will, weil er in ihm einen Psychopathen sieht.
Dass es Psychopathen gibt, wissen wir alle. Und auch, dass es Eltern gibt, die im Nachhinein immer ganz geschockt reagieren, wenn ihre Kinder austicken. Es gibt sogar Fälle, in denen Eltern ihre Kinder decken. Doch Dehouck beschäftigt sich mit der Frage, was geschieht, wenn der Vater es erkannt hat UND es mit allen Mitteln verhindern will. Eine Thematik, die ruhig einmal zur Sprache kommen darf.

Die Charaktere:
Chris Whalschap ist der Hauptprotagonist und führt uns größtenteils durch die Geschichte. Als Kind hatte er ein distanziertes Verhältnis zu seinen Eltern und nie viel Wärme erfahren. Trotzdem hat es ihm an nichts gefehlt, denn mit seinem Bruder konnte er sich austoben. Schon früh hat er aber erkannt, dass mit ihm etwas nicht stimmt, dass er anders als die anderen Kinder ist. Mit Tabletten und eiserner Disziplin konnte dem Einhalt geboten werden. Doch hier spannt sich nun der Bogen zu Chris' Sohn Sam. Für Chris ist es nur logisch, dass Sam seine schlechten Gene geerbt hat und er versteift sich bis auf's Äußerste darauf.
Sam Walschap ist ein unkontrollierter Junge, der mich mit seinen beschriebenen Taten jedesmal wütend gemacht hat. Er ist brutal und asozial und nur sein Vater hat erkannt, dass bei ihm ein besorgniserregendes Aggressionspotential besteht. Ich habe für Sam nur Abscheu empfunden und daher konnte ich mich sehr gut in Chris' hineinfühlen. Ich muss sogar eingestehen, dass ich regelrecht mitgefiebert habe, ob Chris es schafft Sam zu töten.
Die beiden Charaktere hat der Autor sehr gut gezeichnet. Nur die anderen Figuren sind überaus blass dargestellt. Aber um die Geschichte richtig zu übermitteln (und in Anbetracht der Kürze des Buches) ist es eigentlich nur logisch.

Der Schreibstil:
Herr Dehouck präsentiert uns 2 Erzählebenen. Zum einen lässt er uns an Rückblicken teilhaben, die aus der Erinnerung von Chris bestehen. Chris' Vorhaben und die Suche von Chris' Ehefrau nach Mann und Kind finden in der Gegenwart statt und werden treffend im Präsens erzählt.
Zugestopft fühlte ich mich allerdings, als in Chris' Erzählperspektive Erinnerungen in Erinnerungen wiedergegeben wurden. Das heißt, im Rückblick vom Vater gab es mindestens eine noch weiter in der Vergangenheit liegende Rückblende, von der er uns in diesem Zusammenhang unbedingt berichten musste. Das war etwas too much und kam leider nicht selten vor.
Dem Buch hätten außerdem ein paar mehr Seiten nicht geschadet. So fehlte für mich einfach die Tiefgründigkeit. So ausführlich wie im Klappentext beschrieben, wird es nicht dargestellt. Als Leser blickt man "nur mal eben ganz kurz" rein und schon ist es vorbei. Der Spannung hätte dies sicher auch gut getan.

Ende:
Leider konnte mich das Ende nicht überzeugen. Ich habe es als unbefriedigend und regelrecht einfallslos empfunden. Ich hatte einfach Besseres erwartet.

Fazit:
Ein Plus sind die überzeugenden Charaktere. Aber die fehlende Tiefgründigkeit und das schwache Ende können dies schwer ausgleichen.
3 1/2 von 5 Isis'

Veröffentlicht am 22.05.2017

Schwache Fortsetzung mit wenig Grusel

Sunshine Girl - Das Erwachen (Sunshine Girl 2)
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Achtung, dies ist der 2. Band - die Rezension könnte Spoiler enthalten!

Die Charaktere:
Sunshine weiß nun, dass sie eine Luiseach ist und geht bei ihrem Vater Aidan in "Lehre". Dafür zieht sie mit ihm ...

Achtung, dies ist der 2. Band - die Rezension könnte Spoiler enthalten!

Die Charaktere:
Sunshine weiß nun, dass sie eine Luiseach ist und geht bei ihrem Vater Aidan in "Lehre". Dafür zieht sie mit ihm auf ein verlassenes Universitätsgelände irgendwo in Mexiko.
Sunshine wirkt nun schon etwas erwachsener als im 1. Band. Dies wird durch die nicht mehr so stark verwendete kindliche Sprache suggeriert. Einerseits finde ich es gut, dass sich die Geschichte nicht mehr so jugendlich liest, anderseits wundere ich mich über den enormen Sprung im Ausdruck. Denn zwischen Band 1 und 2 sind gerade mal ein paar Tage vergangen. Wieso spricht und denkt Sunshine nun erheblich reifer? Hier hätte ich mir mehr Einheitlichkeit gewünscht.
In diesem Teil wird das Hauptaugenmerk auf neue Personen (Aidan und Lucio) gelegt und die sympathischen Protas aus Band 1 (Nolan und Sunshines Mutter Kat) geraten in den Hintergrund. Ich persönlich finde das sehr schade, denn durch Aidan und Lucio wirkt die gesamte Story etwas kühler.

Die Story:
"Das Erwachen" knüpft nahtlos an seinen Vorgänger "Die Heimsuchung" an und der Leser findet sehr gut in die Geschichte rein.
Leider wird einiges, was Sunshine bei Aidan erlebt und lernt, gar nicht weiter thematisiert und damit oberflächlich behandelt. Es fehlt die Tiefe. Da Sunshines Aufenthalt einen Großteil der Erzählung ausmacht, zieht sich der fehlende Tiefgang durch das gesamte Werk.
Des Weiteren ist der Grusel nicht präsent und bleibt fast komplett aus. Mit den Schauer-Elementen hat die Autorin im 1. Teil mehr Talent bewiesen.

Schreibstil:
Der bildliche Schreibstil ist für mich der einzige Pluspunkt in diesem Bereich.
Ansonsten habe ich mich leider mit seichter, wenig spannender Unterhaltung konfrontiert gesehen. Frau McKenzie bekommt bedauerlicherweise keinen Sog in die Geschichte und hat somit schon sehr früh meine Aufmerksamkeit verloren.

Ende:
Das Ende ist unbefriedigend, teilweise übertrieben und viel zu abrupt; so als würden noch Seiten fehlen. Mit diesem Abschluss bin ich mir über mein Interesse an der Fortsetzung nicht ganz sicher.

Fazit:
Mit "Das Erwachen" legt die Autorin eine schwache Fortsetzung hin, der es an Einheitlichkeit, Grusel und Spannung fehlt.
2 1/2 von 5 Sterne

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

Veröffentlicht am 05.04.2017

Gut, aber mit kleinen Schwächen

Die letzte Melderin II.
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Achtung, dies ist der 2. Band - die Rezension könnte Spoiler enthalten!

Die Charaktere:
Nach der Flucht aus ihrer Siedlung taucht Dan mit Jonas und Mick in einer kleiner Hütte mitten im Nirgendwo von ...

Achtung, dies ist der 2. Band - die Rezension könnte Spoiler enthalten!

Die Charaktere:
Nach der Flucht aus ihrer Siedlung taucht Dan mit Jonas und Mick in einer kleiner Hütte mitten im Nirgendwo von Europa unter. Dan braucht ihre Zeit, um das Erlebte in der Siedlung zu verkraften, vor allem da sie auch für den Tod einiger Menschen verantwortlich ist. Jonas ist ihr dabei eine große Hilfe - wohingegen sie sich immer weiter von Mick, ihrer alten Jugendliebe, entfernt. Ihr wird eine große Aufgabe zuteil: Einige Mitglieder der Regierung planen etwas Großes und sie muss es verhindern, bevor ein Unglück geschieht. Bereits während der Zeit in der Siedlung hat sie eine ungefähre Ahnung über die Ausmaße bekommen, aber die Auswirkungen sind bedeutender als sie ahnt.
Dan besitzt eine unglaubliche Gefühlstiefe, die es dem Leser sehr gut ermöglicht, sich in sie hineinzuversetzen. Mit ihrer impulsiven und unbeherrschten Art, die nicht recht zu ihr passen will, schießt sie zwar manchmal etwas quer, aber diese Charaktereigenschaft bringt sie bei ihren Plänen voran.
Dans Rolle erscheint mir zu perfekt. Warum soll ausgerechnet sie alles verändern? Warum nicht jemand Stärkeres, jemand mit mehr Einfluss? Was ist an ihr besonders? Und keiner ihrer Sympathisanten nimmt selbst etwas in die Hand - alle geben die Verantwortung an sie ab. Das erscheint mir doch sehr unrealistisch. Außerdem kann ich nicht recht nachempfinden, warum alle nach ihrer Pfeife tanzen. In ihre Rolle als "Anführerin" ist sie eher durch Glück als Können hinein geraten und sie hatte obendrein immer Hilfe, musste nichts allein bewältigen. Dennoch sehen alle zu diesem noch unerfahrenen Mädchen auf, als wäre sie der neue Messias. Sie wird für meinen Geschmack viel zu schnell glorifiziert und empor gehoben und erhält eine Rolle, die ich ihr nicht abkaufen kann.

Die Story:
Mit Beginn des 2. Bandes ist man sofort wieder im Geschehen drin. Der Autor macht es dem Leser leicht, wieder hineinzufinden. Es kommen außerdem ein paar Dinge ans Licht, die sich im 1. Teil nur angedeutet haben und machen somit aus der Story etwas Rundes.

Der Schreibstil:
Die Dialoge sind durchweg authentisch. Dennoch waren es für meinen Geschmack zu viele Dialoge und innere Monologe und Gedanken. Die Handlung kommt nur schleppend voran, weil sich Herr Spitzer zu sehr auf Dans Gefühle fokussiert. Die Spannung wird dadurch leider ebenso getrübt.
Doch auch, wenn die Spannung über weite Teile fehlt, liest sich die Geschichte dennoch flüssig.

Das Ende:
Die Dramatik zieht zum Ende etwas an. Es gibt ein paar unerwartete Wendungen, die mich neugierig weiteren Entwicklungen entgegen sehen lassen. Das Ende ist nervenaufreibend mit einem wirklich, wirklich fiesen Cliffhanger.

Fazit:
Die Charakterdarstellung der Hauptprotagonistin erfolgt mit viel Gefühl, dennoch wird sie aus einem mir unerfindlichen Grund glorifiziert. Die Geschichte ist zwar flüssig, aber die Spannung wird durch lange Monologe getrübt und nur das Ende gibt dem 2. Band wieder etwas Aufwind.

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de