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Veröffentlicht am 25.10.2021

Leider war das Buch absolut nicht meins

Stand by Me
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Katelyn war immer ein großer Fan von Daxton, nie hätte sie erwartet, ihm auf dem College zu begegnen und sich dabei auch noch so lächerlich wie möglich zu machen. Doch entgegen aller Wahrscheinlichkeit ...

Katelyn war immer ein großer Fan von Daxton, nie hätte sie erwartet, ihm auf dem College zu begegnen und sich dabei auch noch so lächerlich wie möglich zu machen. Doch entgegen aller Wahrscheinlichkeit werden sie Freunde – zumindest dachte Katelyn das, bis er sie verraten hat.
Nun steht Daxton Jahre später wieder vor ihr und braucht ihre Hilfe. Seine Eltern, die sie kennengelernt hat, als sie einen Fond für die jüngere Schwester Emme eingerichtet hat, sind bei einem Unfall verstorben und Daxton befindet sich in einem hässlichen Sorgerechtstreit mit seiner Tante.
Kann Katelyn die Vergangenheit, Vergangenheit sein lassen? Was wenn Daxton erfährt, dass ihre Motive nicht ganz uneigennützig sind?


Ich muss vorneweg schicken, dass das Buch leider nicht mein Fall war. Es hat mich fast verzweifeln lassen und ich habe mehrfach darüber nachgedacht, es abzubrechen, weil mich die Charaktere und ihre Handlungen extrem aufgeregt haben.

Die Grundidee fand ich nicht schlecht. Katelyn und Daxton kennen sich seit Uni-Zeiten und waren damals ineinander verknallt, ohne jemals etwas in der Richtung zu unternehmen. Dann hat Daxton Katelyns Vertrauen missbraucht und ihrer beruflichen Zukunft geschadet, um selbst besser dazustehen, was sie ihm bis heute nicht verziehen hat. Jetzt braucht er aber ihre Hilfe.
Das Problem ist aber, dass von Anfang an leider klar war, was passieren würde. Es war wirklich absolut alles komplett vorhersehbar und das hat mich in diesem Fall leider extrem gestört. Nicht nur, weil ich es vorhergesehen habe und diverse Klischees involviert waren, sondern vor allem wegen der Message dahinter.
Katelyn wird als nachtragend und kleingeistig dargestellt, weil das erste, was man von dem „Vorfall“ erfährt, die Tatsache ist, dass damals Katelyns Hausarbeit von Daxton zu spät abgegeben wurde – wirkt ziemlich affig, deswegen noch sauer zu sein. Aber es steckt viel mehr dahinter. Was, kann ich nicht verraten. Aber es kommt noch dicker, denn Katelyn wird die Chance geboten beruflich all ihre Ziele zu erreichen, wenn sie Daxton überredet, in ihre Kanzlei zu wechseln. Sagt sie ihm das offen und ehrlich? Nein. Stattdessen versucht sie ihn zu manipulieren und das ist so extrem Kindergarten! Ich habe mich da wirklich sehr drüber aufgeregt. Das Ende und die Message, die insgesamt mit diesem Handlungsstrang gesendet wird, finde ich absolut falsch.
Genauso wie mich Daxtons Verhalten, besonders am Anfang aber auch ab und an noch später sehr genervt hat.

Insgesamt haben bei mir die Protagonisten zunehmend verloren.

Auch der andere große Handlungsbereich bezogen auf die Sorgerechtsklage war extrem vorhersehbar. Es war wirklich von Beginn an klar, worum es geht und es ließ mich sehr an Daxtons ach so brillanten Verstand zweifeln, dass er bis kurz vor Schluss gebraucht hat, um das Logischste zu tun.

Das einzig Positive für mich war Emme und die Darstellung ihres Schmerzes ob des Verlustes ihrer Eltern. Sie tat mir schrecklich leid und ich wollte sie mehr als einmal in den Arm nehmen. Ihr Verhalten passt für mich sehr gut zu ihrem Trauma, außerdem hat sie für ihre Stimmungsschwankungen wenigstens eine Ausrede: sie ist wirklich erst 13.


Fazit: Leider war das Buch nicht meins. Die Protagonisten waren mir nicht sonderlich sympathisch und wurden zunehmend unsympathischer. Beide haben sich immer wieder richtig idiotisch aufgeführt und waren nicht in der Lage 1 und 1 zusammenzuzählen – bei mehr als einer Gelegenheit. Ich habe ehrlich überlegt, mehr als einmal, ob ich das Buch nicht besser abbrechen sollte. Es war komplett vorhersehbar und mich hat das in diesem Fall sehr aufgeregt.
Zudem fand ich die Message nicht mehr zeitgemäß.

Ich bin leider enttäuscht. Von mir gibt es 1,5 Sterne und die auch nur, weil ich die Darstellung von Emme so toll fand.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Leider war das Buch absolut überhaupt nicht meins

The Second We Met
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Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber man sollte sie nach der Reihe lesen, weil sie miteinander verbunden sind.


Allen ist klar, dass Nix Russo der nächste Star der NFL wird. Das war ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, in sich abgeschlossen, aber man sollte sie nach der Reihe lesen, weil sie miteinander verbunden sind.


Allen ist klar, dass Nix Russo der nächste Star der NFL wird. Das war immer der Plan und sein Vater hat ihn sein Leben lang daraufhin gedrillt. Doch nun ist dieser Plan in Gefahr und Nix muss dringend sein Image aufpolieren – wer hätte gedacht, dass er dabei ausgerechnet mit seiner Nachbarin, die ihn bis aufs Blut zu hassen scheint, viel mehr Zeit verbringen muss? Und ganz vielleicht ist sie doch nicht bloß eine frustrierte Zicke.

Elle hasst Footballspieler. Allgemein vertraut sie keinen Männern mehr – sie wurde zu oft enttäuscht. Und vor allem kann sie ihre Nachbarn nicht leiden – eine Football-Spieler-WG, die ständig lärmende Partys veranstalten, Dinge beschädigen und sich einfach null um ihre Mitmenschen scheren. Oder hat sie Nix vielleicht doch falsch eingeschätzt?


Uff. Ich habe ja Band 1 der Reihe geliebt, wirklich richtig geliebt, aber Band 2 war absolut und überhaupt nicht meins. Dieses Buch hat mich so oft so extrem wütend gemacht!

Elle ertrinkt. Sie hat einen genauen Plan, wie ihre Zukunft aussehen soll, der beinhaltet aber mehr, als sie leisten kann. Jobs, Ehrenamtliches Engagement ohne Ende und die Uni. Sie ist total gestresst und ist einfach frustriert darüber, arm zu sein.
Elle wird einem als nervige Zicke vorgestellt. Ständig geht sie auf Nix los, motzt über ihn oder ruft die Polizei wegen der lauten Partys. Deswegen ist sie eine Spaßbremse. Dass sie dringend ihren Schlaf braucht, weil sie praktisch rund um die Uhr arbeitet, ist unerheblich. Sie ist ja bloß neidisch auf Nix und seine Freunde, weil sie das College genießen und Spaß haben können und sie nicht. Geht’s noch?! Klar ist es frustrierend, sich quasi zu Tode zu schuften und dann darf man auch noch ständig mit Lärmbelästigung kämpfen. Ich fand es mega schade, dass sie ständig darauf reduziert wurde. Immer hat Elle unrecht und immer hat sie Vorurteile. Sie ist wirklich schnell mit Vorurteilen bei der Hand – unendlich vielen sogar – und ständig muss sie sich dafür entschuldigen. Irgendwann hat mich das nur noch genervt. Selbst wenn Nix Mist gebaut hat – sie muss sich entschuldigen, weil sie ja überreagiert hat.

In Nix steckt viel mehr, als man erwarten würde. Ich fand es toll zu erfahren, wie es wirklich in ihm aussieht. Was ich aber schade fand war, dass er über Elle genauso schnell geurteilt hat, wie sie über ihn, aber ihr das immer wieder vor den Latz geknallt hat. Elle hat immer unrecht. Ja, sie ist übermäßig misstrauisch und reagiert oft über, aber er hat sich auch nie die Mühe gemacht, eines der vielen hundert Missverständnisse in der Vergangenheit auszuräumen.


Fazit: Ich habe Band 1 der Reihe geliebt. Band 2 war aber leider überhaupt nicht meins. Mir waren die Protagonisten oft zu Teenie, vor allem Elle. Alles immer sofort Drama, Drama, Drama. Ein Missverständnis jagte die nächste Überreaktion, wurde überholt von ein paar Vorurteilen und fast über den Haufen gefahren von jede Menge Selbstgerechtigkeit.
Beide Protagonisten haben auch ihre Momente, in denen ich sie ganz gern mochte, aber die ganz schnell wieder kaputt gemacht.

Ich fand das Buch leider vor allem frustrierend. Es hat mich wütend gemacht und das finde ich so unheimlich schade.

Letztlich bleibt eine Message im Gedächtnis: Die Protagonistin hat immer unrecht, immer, immer, immer! Und wenn sie nicht unrecht hat, dann hat sie unrecht, weil sie überreagiert. Noch Fragen? Zudem wiederholten sich für mich gewisse Abfolgen einfach zu oft, ohne dass die Protagonisten daraus gelernt haben – vor allem Elle. Sie wird ziemlich oft in die Rolle der Zicke gedrängt, bei der man den Überblick verliert, warum sie denn jetzt wieder ausrastet.

Von mir bekommt das Buch 1,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.06.2021

Leider war es nicht meins

Vampire, Pech und P(f)annen
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Linett hat den Mord an ihrem besten Freund mit angehört und weil sie eine Aussage bei der Polizei gemacht hat, hetzt ihr die Mafia einen Vampir-Auftragskiller ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Linett hat den Mord an ihrem besten Freund mit angehört und weil sie eine Aussage bei der Polizei gemacht hat, hetzt ihr die Mafia einen Vampir-Auftragskiller auf den Hals. Jeremy hält das für einen einfachen Auftrag, doch Linett erweist sich als äußerst wehrhaft, vor allem, wenn sie eine Pfanne in die Hand bekommt.


Eigentlich wäre Linett eine durchaus sympathische Protagonistin, immerhin zieht sie einem mörderischen Vampir eine Pfanne über den Schädel. Aber leider ist sie, ebenso wie Jeremy total überzeichnet. Sie wirkt extrem launisch, zickig und einfach over the top. Ständig liegt sie mit Jeremy im Streit, er ist ja auch oft genug ein Mistkerl, aber ich kann Linetts Stimmungsschwankungen einfach nicht nachvollziehen. Da bekommt man echt ein Schleudertrauma.

Jeremy ist ein A… Er ist so ein absolutes A…, dass man sich echt wünscht, dass Linett noch ein paar Mal zuschlägt. Es macht ihm Spaß zu töten, zu foltern, zu tyrannisieren. Aber Jeremy ist ja auch ein Vampir. Lange wird man nicht schlau aus ihm. Ständig beschwert er sich, Linett sei die größte Zicke der Welt, aber er ist auch alles andere als ein Engel. Mag er sie? Hätte er sie wirklich getötet? Ist sie nur ein Spielzeug für ihn?

Es gibt einige witzige Szenen und Momente und ich habe auch häufig gelacht, mindestens doppelt so oft, habe ich aber die Augen verdreht. Mir war es immer wieder zu albern, einfach zu übertrieben. Entweder die beiden zicken sich an ohne Ende – wirklich auf Kindergarten-Niveau – oder sie knutschen plötzlich. Die Entwicklung dahin wurde aber irgendwie übersprungen. Eben hassen sie sich noch wie die Pest und schon soll es – zumindest bei Linett – Liebe sein?


Fazit: Es tut mir wirklich leid, aber das Buch war echt nicht meins. Mir war es zu übertrieben. Die Zickereien waren einfach zu viel, auf mich wirkte das albern. Ebenso wie die Art, wie Linett von den Vampiren behandelt wurde, als könne sie nicht bis drei zählen und dann waren sie wieder so richtig gemein, null Einfühlungsvermögen. Mich haben die Protagonisten irgendwann einfach nur noch unendlich genervt. Das ist so schade, weil ich die Grundidee echt interessant und charmant fand.
Die witzigen Szenen haben die Sterne noch nach oben getrieben, aber konnten mich nicht darüber hinwegtrösten, dass es mich 80% des Buches überwiegend eher genervt als unterhalten hat.

Zudem war es mit den ständigen plötzlichen Sprüngen zwischen den Charakteren wirklich anstrengend zu lesen. Mitten im Kapitel sprang man von Jeremy zu Linett und umgekehrt, ohne Vorwarnung.

Von mir bekommt das Buch leider nur 1,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.05.2021

Mir fehlten die Emotionen - einfach schade!

Dear Sister
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Die Zwillinge Joe und Jenna stehen einander sehr nah, sie sind ihr jeweiliger Ruhepol, ihr sicherer Hafen. Trotzdem sind sie eben auch Geschwister und streiten ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Die Zwillinge Joe und Jenna stehen einander sehr nah, sie sind ihr jeweiliger Ruhepol, ihr sicherer Hafen. Trotzdem sind sie eben auch Geschwister und streiten sich auch mal. Vor allem wenn es um Jennas Freund Mark geht. Irgendwie stört es Joe immens, dass Jenna ausgerechnet mit diesem Idioten zusammen ist. Gut, es würde ihn auch stören, wenn es ein anderer Typ wäre. Immerhin ist sie seine kleine Schwester. Das hat gar nichts mit den seltsamen Gefühlen zu tun, die er plötzlich in Jennas Nähe empfindet. Ganz sicher nicht. Das darf einfach nicht sein.


Ich hatte mir bei der Thematik „Geschwisterliebe“ ein Buch erwartet, dass getragen wird von dem emotionalen Konflikt einer Liebe, die ein gesellschaftliches Tabu darstellt. Verstärkt wird das ganze durch die Tatsache, dass Joe und Jenna nicht nur Geschwister, sondern sogar Zwillinge sind.
Doch leider ist dieses Buch ganz und gar nicht emotional.

Das Buch ist aus der Erzählerperspektive geschrieben, was wie ich finde, bei dieser Thematik gar nicht passt. Der Erzählstil ist zu distanziert. Die Gefühle von Joe und Jenna, vor allem hinsichtlich der Gefühle die „mehr“ sind als sie sollten, kommen für mich zu kurz.

Joe und Jenna waren mir nicht unsympathisch, sympathisch aber leider auch nicht. Ich fand sie viel zu „jung“, oft benahmen sie sich kindisch und unreif und wirkten auf mich eher wie maximal 13. Irgendwie wirkten die Dialoge auf mich steif und „unecht“. Den Großteil der Handlung – vor allem die Entwicklung der Charaktere – konnte ich komplett vorhersehen. Hier hat mich das in der Hinsicht gestört, dass alles da war, aber gefühlt absichtlich ignoriert wurde. Die Rollen im Buch sind ebenso klar verteilt, wie in der Familie von Joe und Jenna.

Für mich hat sich die Handlung bis auf wenige Stellen sehr gezogen. Ich habe immer darauf gewartet, dass jetzt endlich etwas passiert, mehr Emotionen kommen, man mit Joe mitleidet, als ihm klar wird, dass er Jenna wirklich liebt. Aber das alles blieb so oberflächlich, dass es mich nicht erreichen konnte.
Dadurch, dass man nur selten einen Einblick in die Köpfe der Protagonisten erhielt, war vieles unverständlich. Zum Beispiel Jennas Beziehung mit Mark. Sie hält verbissen an ihm fest – aber warum? Er behandelt sie wie Dreck, aber sie verteidigt ihn ständig. Man erfährt aber auch nicht, was sie für ihn empfindet. Sieht sie das wirklich vor lauter Liebe nicht, oder was geht in ihr vor? Das bleibt zu lange im Dunkeln.
Erst gegen Ende kommen die „richtigen“ Emotionen ans Licht. Es wird emotional und dramatisch und spannend – aber für mich kam das viel zu spät.


Fazit: Leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Ich fand es langatmig und durch den Erzählstil blieb ich auf Distanz zu den Protagonisten. Genau das, was ich als sicher vorausgesetzt habe – nämlich eine emotionale Achterbahnfahrt – blieb mir bis wenige Seiten vor Schluss verwehrt. Die Protagonisten wirkten auf mich extrem jung und gingen mir auch immer wieder auf die Nerven.

Ich finde es schade, dass das Buch in eine andere Richtung ging als erwartet. Ich finde das Thema sehr wichtig und interessant, gerade weil es ein Tabu ist und in der Literatur noch sehr selten zu finden ist. Ich hatte gehofft auf eine emotionale Reise mitgenommen zu werden. Leider bin ich wohl an der falschen Haltestelle ausgestiegen.

Von mir bekommt das Buch 1,5 Sterne, weil das Ende wirklich deutlich besser war als der Rest und die Grundidee gut war. Die Umsetzung war aber leider nicht meins.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Zu junge Charaktere, zu viele Ungereimtheiten - leider absolut nicht meins

A New Chapter. My London Bookshop - My-London-Series, Band 1
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Lia weiß nicht, was sie tun soll. Sie hat ihren Vater verloren und jetzt muss sie sich entscheiden, wie es mit seinem Buchladen – ihrem Lieblingsort – weitergehen soll. Sie kann ihn nicht schließen oder ...

Lia weiß nicht, was sie tun soll. Sie hat ihren Vater verloren und jetzt muss sie sich entscheiden, wie es mit seinem Buchladen – ihrem Lieblingsort – weitergehen soll. Sie kann ihn nicht schließen oder verkaufen, aber kann die hochsensible Studentin den Laden allein führen? Er läuft nicht gut und sie hat keine Ahnung vom Umgang mit Menschen. Um den Laden am Laufen zu halten braucht sie Kundschaft und darf sich nicht vor ihr verstecken. Kann das gut gehen? Ihr Studium muss sie auch stemmen und dann ist da auch noch Drew, er kommt immer wieder in den Laden und irritiert und fasziniert Lia gleichermaßen. Warum scheint er ihre Nähe zu suchen, wo sie doch so unterschiedlich sind?


Ich habe mich von diesem wunderschönen Cover und dem Klappentext verführen lassen, er klang einfach so toll! Leider hat aber schon ein Punkt der Ausgangshandlung für mich keinen Sinn gemacht. Das war so kompliziert gedacht und gehandelt, dass ich nur dasaß und den Protagonisten schütteln und fragen wollte: was hast du dir denn dabei gedacht?! Zudem fand ich Drews Absichten Lia gegenüber am Anfang einfach nur bescheuert und mies.

Ja, Drew hat es nicht einfach, ich kann verstehen, dass er sich oft hilflos fühlt und einfach nur versuchen will, alles irgendwie hinzukriegen, damit es seinem kleinen Bruder gut geht. Es ist eine beschissene Situation, aber Drew sieht nicht, dass das alles so, wie es im Moment ist, zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist. Anstatt es besser zu machen, macht er es nur schlimmer.

Ich konnte mich recht gut in Lia einfühlen mit ihrer Schüchternheit und Hochsensibilität. Ich fand es toll, dass sie so tief in der Buch-Welt lebt, inklusive Bookstagram und umso besser gefiel es mir, dass sie auch Autorin ist.

Leider gab es in diesem Buch einige – meiner Meinung nach – Ungereimtheiten. Teilweise bissen sich die Informationen, die man über einen Charakter bekam, mit dessen Verhalten, teilweise handelten mir die Charaktere einfach viel zu jung für ihr Alter oder auch ihren Hintergrund. Sie tragen gefühlt die Last der ganzen Welt auf ihren Schultern, benehmen sich aber immer wieder plötzlich wie Teenies.
Vor allem wie Drew und Lia einander kennenlernen, dieser ganze Teil der Handlung ist für mich viel zu konstruiert, zu künstlich kompliziert und aufgebauscht. Drew versteckt einen USB-Stick mit belastendem, verschlüsseltem (!) Material im Laden und als er ihn abholen will, ist er weg. Statt jetzt aber Lia danach zu fragen, denkt er sich komplizierte Pläne aus, wie er den USB-Stick zurückbekommen – sprich stehlen – kann. Das fand ich einfach total bescheuert und unrealistisch.
Auch beim Buchladen gibt es einige Ungereimtheiten für mich. Die Grundidee finde ich interessant und gut mit dem Laden, aber bei der Umsetzung wirkt es auf mich eher wie im Märchenland, jedes Puzzleteil fällt an seinen Platz, ein bisschen Feenstaub und der Realismus der Geschäftswelt fliegt zum Fenster raus.


Fazit: Ich fand die Idee total interessant, aber insgesamt war das Buch einfach nicht meins. Für mich gab es zu viele Ungereimtheiten, zu viele – in meinen Augen – Logikbrüche. Das Verhalten der Charaktere hat immer wieder für mich keinen Sinn gemacht. Sie waren mir zu jung. Vieles war zu aufgebauscht, zu künstlich dramatisch. Ich habe die meiste Zeit über die Charaktere einfach nur den Kopf geschüttelt.

Es tut mir echt leid, aber das Buch war leider gar nicht meins. Ich hatte mehrmals überlegt es abzubrechen. Von mir bekommt es nur 1,5 Sterne.

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