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Veröffentlicht am 29.12.2017

Autobiografische Liebesgeschichte

Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand
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Eine autobiografische Liebesgeschichte ist mir bis jetzt nur sehr selten in die Finger gekommen und diese hier hat durchaus Tiefgang! Die Lektüre von "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe ...

Eine autobiografische Liebesgeschichte ist mir bis jetzt nur sehr selten in die Finger gekommen und diese hier hat durchaus Tiefgang! Die Lektüre von "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" von Glenn Dixon hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich vom Ende zugegebenermaße nicht ganz so überzeugt gewesen bin.
Hier zunächst der Klappentext als Einführung in die Geschichte: "Glenn Dixon lebt als Highschool-Lehrer in Kanada und nimmt jedes Jahr in der Abschlussklasse »Romeo und Julia« durch. Als er sich von Claire, seiner großen Liebe, betrogen sieht, verlässt er das Land und geht auf Reisen. Im italienischen Verona, vor dem berühmten Balkon, stößt er auf den Club der Julias: eine Gruppe von Frauen, die Tausende von Briefen beantworten, die jedes Jahr dort ankommen. Er wird der erste Mann in der langen Geschichte des Clubs der Julias. Durch die Auseinandersetzung mit all den Geschichten und Fragen erkennt er, dass die Briefe Leben verändern können – auch sein eigenes …"
Die Geschichte wird in mehreren Strängen erzählt. Zum Einen begleitet sie Glenn während seiner Zeit in Verona, zum anderen erzählt sie über die Englischstunden zu Shakespeare und gelegentlich gibt es auch noch Ausflüge in die Vergangenheit um die Beziehung zu Claire zu erzählen.
Besonders gefallen hat mir die persönliche Auseinandersetzung mit den Briefen an Julia in Verona und die Weisheiten, die die sogenannten Sekretäre sich selbst daraus gezogen haben. Allein das macht einen großen Teil der Besonderheit des Romanes für mich aus.
Für mich eher plötzlich kam die neue Frau an Glenns Seite und als Leserin muss ich sagen, hatte ich nicht das Gefühl, dass sich dort die Liebe des Lebens anbahnt. Irgendwie fühlte es sich nicht "richtig" an und ich habe lange gehofft, dass es doch nochmal eine Wendung in Glenns Liebesleben gibt. Ich hoffe, dass es sich für ihn in Wirklichkeit besser darstellt als es mir beim Lesen damit ergangen ist ;)

Veröffentlicht am 19.10.2017

Glasengel und Träume

Winterengel
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Mit ihrem Roman "Winterengel" hat Corina Bomann ein bezauberndes Wintermärchen geschaffen, welches schöner eigentlich nicht sein könnte!
Ich muss ehrlich gestehen, dass Corina Bomann sich zu einer meiner ...

Mit ihrem Roman "Winterengel" hat Corina Bomann ein bezauberndes Wintermärchen geschaffen, welches schöner eigentlich nicht sein könnte!
Ich muss ehrlich gestehen, dass Corina Bomann sich zu einer meiner liebsten Autorinnen entwickelt hat. Es ist nicht leicht, Literatur deutscher Autoren zu finden, die zudem auch noch meinen Geschmack treffen. Bomann schafft dies jedoch in jedem ihrer Romane wieder und das ohne sich zu wiederholen. Im Fall von "Winterengel" erzählt sie die Geschichte von Anna, der nach dem Tod ihres Vaters nur noch ihre kranke Mutter und ihre jüngere Schwester geblieben sind. Ebenso wie ihr handwerkliches Geschick des Glasgießens, welches ihr der Vater vor seinem Tod noch gelernt hat. Doch seine Glasbläserei wird nach seinem Tod aufgelöst, weil er zu viele Schulden hatte und Anna versucht nun ihre Familie (mehr schlecht als recht) zu ernähren. Um etwas hinzuzuverdienen fertigt sie abends kleine Glasengel an, die es zufällig bis zur Queen nach England schaffen, welche diese an ihren Weihnachtsbaum hängen möchte. Doch der Weg dorthin, begleitet vom mysteriösen John, birgt einige Gefahren und Steine.
Ein bisschen Liebesgeschichte, ein bisschen deutsche Geschichte und dazu noch eine weihnachtlich, winterliche Atmosphäre der vergangenen Zeiten. Das ist der Rahmen des Romans von Bomann, der das Gesamtpaket zu einem leichten, unvergesslich schönen Erlebnis macht. Dabei schwebt die Hauptperson Anna auch immer wieder in den Sphären von Emanzipation oder aber der klassischen Rolle der Frau, welche am Ende des 19. Jahrhunderts doch die eher dominierende war. Letztendlich findet sie aber für sich einen Weg, der ihr ausreichend Freiraum und Selbstverwirklichung in der Glasbläserei lässt ohne dabei die Liebe oder eine eigene kleine Familie außen vor zu lassen.
Mein Fazit: Es wird nicht der letzte Roman von Bomann gewesen sein, den ich gelesen habe. Ich mag ihre Art des Schreibens und ihre Geschichten, die immer etwas Besonderes und Außergewöhnliches haben aber trotz allem nicht abgehoben oder übermäßig kitschig sind. Absolut gelungen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leichte, aber keinswegs kitschige, Sommerlektüre

Finding Back to Us
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Zum Buch
Bianca Iosivoni schafft mit ihrem Roman „Was auch immer geschieht“ eine wunderbare (Sommer-) Lektüre, die mich zum Verweilen und Genießen eingeladen hat. Das ebook ist 2016 bei LYX.digital erschienen ...

Zum Buch
Bianca Iosivoni schafft mit ihrem Roman „Was auch immer geschieht“ eine wunderbare (Sommer-) Lektüre, die mich zum Verweilen und Genießen eingeladen hat. Das ebook ist 2016 bei LYX.digital erschienen und ich bin unglaublich froh darüber, es direkt diesen Sommer getestet und gelesen zu haben.

Stil und Sprache
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive der Hauptperson Callie geschrieben. Sie beschreibt dabei nicht nur ihre eigenen Gedanken, sondern reflektiert dabei auch viel von dem, was um sie herum geschieht und wie andere Personen agieren und reagieren. Insgesamt liest sich das Buch sehr gut und durch den gewählten Stil ist es auch möglich, sich in Callie hineinzuversetzen. Einzig ein kleines Manko ist mir aufgefallen: Hin und wieder verwendet Iosivoni die gleichen Bilder und Umschreibungen für Sachverhalte. Das passt an einigen Stellen ganz gut, an anderen wirkte es für mich eher störend.

Inhalt des Buches
Callie kehrt für einen Sommer zurück in ihrem Heimat und besucht ihre Schwester Holly und Stiefmutter Stella. Es ist der letzte Sommer, bevor ihre jüngere Schwester Holly ebenfalls das Elternhaus verlässt und zunächst eine Weltreise beginnt. In diesem Sommer trifft sie auch ihren Stiefbruder Keith wieder, mit dem sie kurz nach ihrem dreizehnten Geburtstag nichts mehr zu tun haben möchte. Ihrer Meinung nach trägt er Schuld am Tod ihres Vaters. Das konnte sie ihm nie verzeihen. In diesem Sommer knistert es zwischen den beiden gewaltig als sie für einige Zeit wieder gemeinsam in einem Haus wohnen. Insbesondere Callie ist dabei hin- und hergerissen zwischen ihrer Ablehnung und ihrem Hass Keith gegenüber und den liebevollen und romantischen Gefühlen, die sie nach und nach für ihn entwickelt. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle im Konflikt zwischen Keith und Callie aber auch im Hinblick auf den tragischen Unfall, bei dem Callies Vater vor vielen Jahren starb. Aber auch dieses Mysterium soll sich im Laufe des Sommers klären, ebenso wie die Beziehung zwischen Callie und Keith.

Fazit
Für die Leserunde sollte das Buch eigentlich auf drei Wochen verteilt in jeweils drei Abschnitten gelesen werden. In meinem Fall wurde es jedoch zum ersten Buch seit langem, welches ich an einem einzigen Tag durchgelesen hatte. Um noch mehr und noch besser auf die Details achten zu können, habe ich es anschließend nochmals gelesen und fand es immer noch so spannend wie zuvor schon. Die Geschichte hat mich mitgerissen und ich war fast schon ein wenig traurig als sie zu Ende war. In den letzten Wochen wurde viel über die Intensität der Thematik der Geschwisterliebe und der Thematik des Hasses gesprochen. Ich finde beide recht ausgewogen dargestellt, immerhin handelt es sich bei beiden um Stiefgeschwister und keinesfalls um leibliche oder Halbgeschwister. Es fällt Callie schwer zu vergeben, ihrer Stiefmutter und Schwester hingegen nicht. Auch das finde ich durchaus logisch und glaubwürdig, da alle drei sehr unterschiedliche Emotionen mit dem Unfall und mit Keith verbinden. Hinzu kommt, dass jeder Mensch anders mit Schicksalsschlägen und mit Problemen umgeht und sie unterschiedlich verarbeitet. Einzig wünschenswert gewesen wäre eine bessere Gestaltung und Fortführung der Geschichten um die Nebenpersonen, insbesondere der besten Freundin und des besten Freundes von Callie. Hier wird viel angesprochen, aber alles offen gelassen.
Insgesamt gibt es von mir eine absolute Empfehlung für alle diejenigen, die gern Liebesromane lesen

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Veröffentlicht am 30.06.2021

Nicht nur für Erstlesende

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 1 - Dinosaurier
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Wir durften das Dinosaurier-Buch aus der neuen Erstleser-Reihe von Ravensburger testen. Es knüpft an die bereits bekannte Reihe der Wieso? Weshalb? Warum? Bücher an.
Obwohl unser Kind noch nicht lesen ...

Wir durften das Dinosaurier-Buch aus der neuen Erstleser-Reihe von Ravensburger testen. Es knüpft an die bereits bekannte Reihe der Wieso? Weshalb? Warum? Bücher an.
Obwohl unser Kind noch nicht lesen kann, kam das Buch super an. Kapitel für Kapitel mussten wir ihm Vorlesen. Dabei waren die Länge der Kapitel und Menge der Infos genau richtig für den Vierjährigen. Sie konnte er gut überblicken und aufnehmen, mehr wäre noch zu viel. So wird uns das Buch also in den nächsten Jahren bis zu seinen ersten Leseversuchen begleiten können.
Auch die Informationsdichte ist gut. Ganz gut gefallen haben auch die Gestaltungsideen zwischendurch. Die lockern das Ganze ein wenig auf. Schade ist nur, dass sie nicht mehrfach nutzbar sind wie zB die Klappen in den anderen Büchern. Das macht es dann auch weniger attraktiv, dass Buch irgendwann mal weiterzugeben. Das ist aber so der einzige Kritikpunkt, der uns aufgefallen ist. Alles in allem ist das Buch durchaus zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Mitreißender Roman

Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Ikonen ihrer Zeit 4)
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m Roman "Fräulein Mozart und der Klang der Liebe" von Beate Maly geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um Nannerl Mozart, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Roman beginnt im Jugendalter ...

m Roman "Fräulein Mozart und der Klang der Liebe" von Beate Maly geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um Nannerl Mozart, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Roman beginnt im Jugendalter von Nannerl ihre Geschichte zu erzählen und endet rund um ihre erste Schwangerschaft und die Geburt ihres ersten Kindes. Nannerl ist dabei nicht unbedingt als Ikone zu betrachten, wie es die Reihe suggeriert in der der Roman erschienen ist ("Ikonen ihrer Zeit"). Das mag aber weniger an mangelndem Talent sondern an den Lebensumständen von Nannerl und ihrem Umgang damit sowie ihrer Aufopferung für ihren Bruder gelegen haben. Für mich ist es daher eher die Geschichte einer Frau mit viel Talent und Können, die durch die Gegebenheiten der damaligen Zeit und sicherlich auch ihren Charakter zurückgehalten wurde. Weder hat sich Nannerl als Pianisten verdingen oder einen Namen machen können, noch durfte sie komponieren lernen obwohl sie es vermutlich gekonnt hätte. Für eine Ikone fehlt mir an der Stelle einfach ein wenig Persönlichkeit.
Lässt man diesen Kritikpunkt außen vor, bekommt man mit dem Roman aber ein ganz wunderbares Leseerlebnis. Malys Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch ließ sich gut lesen, war verständlich aber nicht plakativ geschrieben. Auch die Figuren sowie ihre Motive und Gefühle, insbesondere natürlich die von Nannerl, sind überwiegend nachvollziehbar. Besonders angetan hat es mir ihre Freundin Katherl, die für ihre Zeit sehr rebellisch war und ihren eigenen Weg gegangen ist.
Am Ende waren wahrscheinlich vor allem meine Erwartungen an Nannerl Mozart im Rahmen dieser Romanserie zu hoch. Insgesamt finde ich den Roman nämlich sehr gelungen und kann ihn guten Herzens weiterempfehlen!

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