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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2017

„Cursed Souls“ ist eine Romantasy-Story, die mich wirklich begeistert hat

Cursed Souls
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Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Ausschnitt aus der Vergangenheit, genauer gesagt spielt die Szene im Jahr 1987. Sie ist aus der Sicht eines Mannes erzählt, man erfährt jedoch nicht von wem und ...

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem Ausschnitt aus der Vergangenheit, genauer gesagt spielt die Szene im Jahr 1987. Sie ist aus der Sicht eines Mannes erzählt, man erfährt jedoch nicht von wem und auch nicht genau, um was es geht, kann es sich aber aufgrund des Klappentextes zusammenreimen. Doch dieser kleine Abschnitt ist schon so voller Gefühl, dass ich sofort in das Geschehen hineingezogen wurde und unbedingt wissen wollte, was genau es mit dem Fluch auf sich hat.

Danach springt man in die Gegenwart und lernt die Protagonistin etwas kennen. Ein bisschen seltsam fand ich ihre Familienverhältnisse, aber das muss wohl für die Geschichte so sein und hat jetzt nicht wirklich gestört. Obwohl ich Kate nicht unsympathisch fand, war es doch ihre beste Freundin Susan, die es mir wirklich angetan hatte. Sie ist so schön quirlig und liebenswert, aber auch total voller Leben, dass die Protagonistin fast schon etwas langweilig neben ihr wirkt. Schnell lernt Kate Francis kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Ich fand es toll, dass in diesem Buch diese Gefühle, die so schnell so tief sind, endlich auch mal einen richtigen Hintergrund haben. So kann ich sie viel eher akzeptieren und fand sie nicht zu übertrieben, wie das oft in anderen Büchern mit dem Thema „Liebe auf den ersten Blick“ ist.

Besonders gut gefiel mir, dass man immer wieder Rückblicke miterleben darf und das zu den verschiedensten Zeiten. Diese sind immer aus Sicht eines der jungen Männer erzählt, ohne dass man jedoch lange Zeit weiß, wer von beiden es ist. Diese Sequenzen mochte ich besonders gern, weil sie zum einen einen guten Einblick in die Vergangenheit und in das Schicksal der jungen Männer gab und weil sie zum anderen so voller Gefühl waren. Man spürte die Verzweiflung der beiden männlichen Protagonisten in jedem Wort, erlebte ihr Leid hautnah mit und konnte so noch tiefer in die Gefühlswelt der beiden eintauchen.

Ehrlich gesagt waren mir diese Ausflüge in die Vergangenheit sogar lieber als die eigentliche Geschichte, da sie durchaus auch spannend waren. Dagegen hat mir in der Gegenwart ein bisschen der „Drive“ gefehlt. Zwar macht sich Kate auf die Suche nach Antworten, aber es dauert sehr, sehr lange, bis sie einmal erfährt, was es mit ihr, Francis und Jakob auf sich hat.

Das Ende dagegen hat mich total begeistert, da ich schon Angst hatte, es wäre richtig kitschig, aber hier hat mich die Autorin wirklich überrascht. Es ist so ganz anders, als ich erwartet habe und doch ist es noch nicht das eigentliche Ende, so dass noch alles möglich ist. Ich bin wirklich sehr gespannt, was Veronika Rothe für ihre Protagonisten und vor allem auch für ihre Leser noch bereithält.

Fazit:

„Cursed Souls“ ist eine Romantasy-Story, die mich wirklich begeistert hat. Vor allem die Ausflüge in die Vergangenheit haben es mir angetan, da sie so voller Gefühl sind. Bei der eigentlichen Geschichte hat mir ein bisschen der „Drive“ gefehlt, aber dafür hat mich das Ende dieses ersten Bandes wirklich positiv überrascht und mitgerissen. Ich bin schon sehr gespannt, was Veronika Rothe für ihre Leser noch bereithält und wohin mich die Story rund um Kate, Francis und Jakob noch führen wird.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 06.12.2016

Toller New Adult Roman

Begin Again
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Meine Meinung:

Momentan hab ich richtig Lust auf New Adult Geschichten, deswegen hat mich auch der Klappentext von Mona Kastens Buch sofort angesprochen.

Der Einstieg fiel mir auch gleich richtig leicht. ...

Meine Meinung:

Momentan hab ich richtig Lust auf New Adult Geschichten, deswegen hat mich auch der Klappentext von Mona Kastens Buch sofort angesprochen.

Der Einstieg fiel mir auch gleich richtig leicht. Ich machte mich gemeinsam mit Allie, aus deren Sicht in Ich-Form die Geschichte erzählt wird, auf zu einem Besichtigungstermin in Kadens Wohnung. Schon die erste Begegnung zwischen den beiden Protagonisten verspricht jede Menge Spannung zwischen ihnen. Mir gefiel es sehr gut, dass Allie sich nicht von Kaden einschüchtern lässt. Anders, als in anderen New Adult Bücher ist sie nicht die schüchterne, unerfahrene, graue Maus und das fand ich sehr positiv.
Auch Kaden mit seiner schroffen, von sich eingenommenen Art war mir alles andere als unsympathisch. Man merkt sofort, dass er doch einen weichen Kern hat und nicht so fies ist, wie er sich anfangs gegenüber Allie gibt.

Der Autorin Mona Kasten gelingt es auch wirklich gut, ein paar prickelnde, spannende Momente zwischen den beiden Protagonisten zu erschaffen. Es knistert ordentlich und das sorgte bei mir für einige Schmunzler.

Doch trotz dem ganzen Hin und Her zwischen Allie und Kaden vergisst die Autorin auch die übrige Handlung nicht. Man erfährt von Allies Studium, von Freunden, die sie findet und schließlich auch von ihrer Familiengeschichte, vor der sie flüchtet. Ich fand es wirklich gut, dass es eine Hintergrundstory gibt, denn diese verleiht der Geschichte etwas mehr Tiefgang, als es andere New Adult Bücher oft haben. Auch Kaden handelt nicht einfach blind, sondern hat sein Päckchen zu tragen, das sehr stimmig in die Gesamtgeschichte passt.

Obwohl dieses New Adult Buch doch mehr Tiefgang beweist, als es andere Bücher dieses Genres tun, hat mich irgendwann das ewige Hin und Her der Protagonisten genervt. Sobald es einmal etwas schwieriger wurde oder etwas Unvorhergesehenes geschah, wechselte die Stimmung der beiden so plötzlich, warfen sie alles über den Haufen, als wäre nie etwas geschehen. Ohne Reden, ohne Erklärungen, das war mir dann doch wieder etwas too much. Ich denke, man hätte die Geschichte gut etwas kürzen können, indem man etwas weniger Drama einbaut.

Der Schreibstil allerdings war jederzeit locker-leicht und flüssig, sowie der Zielgruppe angepasst, so dass man das Buch gut lesen konnte und die Seiten schnell verflogen.

Fazit:

Mona Kasten hat mit ihrem Buch „Begin Again“ eine New Adult Story geschaffen, die durchaus Tiefgang beweist. Trotz allem hätte ich mir etwas weniger Drama zwischen den Protagonisten gewünscht, um nicht doch irgendwann von dem ganzen Hin und Her genervt zu sein. Der flüssige, locker-leichte Schreibstil hat mich dieses Buch jedoch ganz schnell und entspannt lesen lassen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Erst im letzten Drittel konnte mich die Autorin wirklich abholen

Venturia (Band 1): Juwelen und Verfall
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Inhalt:

Tiana ist die Thronfolgerin in Bel Aniz und obwohl sie alles hat, was man sich nur wünschen kann, fühlt sie sich doch wie in einem goldenen Käfig. Sie sehnt sich nach Freiheit und danach eigene ...

Inhalt:

Tiana ist die Thronfolgerin in Bel Aniz und obwohl sie alles hat, was man sich nur wünschen kann, fühlt sie sich doch wie in einem goldenen Käfig. Sie sehnt sich nach Freiheit und danach eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Stattdessen werden die Geheimnisse immer mehr. Wer sind die Venturen und wieso darf niemand im Königreich von Magie sprechen?

Tiana möchte sich auf die Suche nach Antworten machen, doch ihre Eltern haben andere Pläne: Die Prinzessin soll sich einen Ehemann suchen. Dafür werden sechs Bälle ausgerichtet, auf denen sie jeweils sechs Anwärter kennenlernen soll. Aber schon auf dem ersten Ball kommt alles ganz anders und Tiana wird in ein fremdes Land verschleppt.

Findet sie hier endlich, was sie schon immer gesucht hat?

Meine Meinung:

Da ich die Prinzessinnen-Reihe von Regina Meißner liebe, musste ich natürlich auch dieses Buch unbedingt haben. Überhaupt liebe ich gerade Geschichten über Königreiche, Prinzessinnen und Magie, deshalb freute ich mich sehr aufs Lesen.

Zu Beginn lernt man Tiana kennen und ich muss gestehen, irgendwie war sie mir nicht sympathisch. Von Anfang an ist sie unzufrieden und beschwert sich über ihren goldenen Käfig, wobei ich nicht so recht verstand, worin eigentlich ihr Problem lag. Natürlich hat man als Prinzessin gewisse Pflichten, aber für mich war es nicht so deutlich ersichtlich, wo die Grenzen für sie lagen, was sie so eingeengt hat.

Auch das ganze Geheimnis um die Venturen wurde mir zu wenig „aufgebauscht“. Es wurde mehr beiläufig erwähnt und obwohl sich Tiana ein bisschen mit dem Thema Magie beschäftigt, war mir das doch etwas zu wenig. Ich hätte da auf einen richtigen Paukenschlag gehofft, eine Spannung, die sich stetig aufbaut, so dass man unbedingt wissen möchte, was dahinter steckt. Meiner Meinung nach hätte die Autorin hier noch mehr Hinweise einstreuen sollen, immer wieder versteckte Informationen, damit sich sowohl für Tiana, als auch den Leser langsam ein Bild ergibt. Immerhin ist es ja strengstens verboten, über Magie zu sprechen, da muss doch auch etwas dahinterstecken. Für mich wurde dieses Geheimnis leider zu wenig ausgereizt.

Als dann die Sache mit den Bällen aufkam, bekam ich etwas mehr Verständnis für die junge Prinzessin. Wer möchte schon mit 17 Jahren dazu gezwungen werden, sich einen Ehemann auszusuchen. Und als ich dann die Bewerber kennenlernte, tja, da wollte ich wie Tiana am liebsten gemeinsam mit ihr weglaufen. Durch den Ball kam jedoch für mich endlich eine interessante Komponente in die Geschichte, da man ja aufgrund des Klappentextes weiß, dass etwas passiert und ich freute mich richtig darauf.

Doch auch jetzt platzte die erwartete Bombe nicht. Vielleicht bin ich inzwischen bei Fantasy-Geschichten etwas zu kritisch, aber mir fehlte das Drama, das Gänsehautfeeling die große Enthüllung. Zwar gibt es ein paar sehr schöne und interessante Wendungen, die mir wirklich gut gefielen und sehr viel Potenzial haben, aber für mich waren sie leider nicht genug in Szene gesetzt. Sie wurden eher einfach so in die Geschichte hineingeflochten, anstatt mit einem Knall serviert. Trotz allem muss ich sagen, dass mir die Entwicklung der Story sehr gut gefiel. Das letzte Drittel riss mich dann wirklich richtig mit, da es endlich auch etwas Spannung gibt, ein paar Wow-Momente und tolle Überraschungen. Wohin das Ganze führen wird, bleibt für mich am Ende offen, was ich jedoch sehr gut fand, denn jetzt kann Regina Meißner das Potenzial vielleicht doch noch voll ausschöpfen.



Fazit:

Mit „Venturia – Juwelen und Verfall“ startet Autorin Regina Meißner sehr ruhig in eine neue Reihe. Vor allem zu Beginn konnte ich wenig Verständnis und Sympathie für Tiana aufbringen und verstand ihr Dilemma nicht. Es gab zwar tolle Wendungen in der Geschichte, die waren mir jedoch nicht gut genug in Szene gesetzt. Erst im letzten Drittel konnte mich die Autorin wirklich abholen und mitreißen. Ich denke, die Geschichte hat jede Menge Potenzial, das jedoch in diesem ersten Band leider noch nicht ausgeschöpft wurde.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Konnte mich leider nicht überzeugen

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Inhalt:

Um in Alandra das Gleichgewicht zu behalten, gibt es zwei magische Throne: Den Kupferthron und den Eisenthron. König oder Königin werden die Magischen, deren Kräfte am stärksten sind. Um diesen ...

Inhalt:

Um in Alandra das Gleichgewicht zu behalten, gibt es zwei magische Throne: Den Kupferthron und den Eisenthron. König oder Königin werden die Magischen, deren Kräfte am stärksten sind. Um diesen zu ermitteln, gibt es den Kronenkampf.

Fiana hat als Angestellte im Palast schon so manchen Kronenkampf miterlebt, hält sich selbst aber stets im Hintergrund, um ihr Geheimnis bewahren zu können.

Doch als Kayden, der Bruder des Kupferkönigs im Palast auftaucht und ihre Aufmerksamkeit sucht, gerät Fiana plötzlich in den Mittelpunkt. Es bleibt ihr nur eine Möglichkeit, weiterhin zu verbergen, wer sie wirklich ist: Sie muss selbst am Kronenkampf teilnehmen.



Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt ohne viel Vorgeplänkel. Wir erfahren sofort, dass Fiana ein Geheimnis verbirgt und sie trifft auch gleich auf Kayden. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, als würden mir Informationen fehlen, denn das System der Welt ist relativ einfach und wir bekommen während der Geschichte alle wichtigen Hintergründe. Ich muss gestehen, ich mag es, wenn man direkt in die Handlung einsteigt und das Buch ein hohes Tempo vorlegt. So werde ich sofort in die Story hineingezogen.

Durch das hohe Tempo in der Handlung wird natürlich nicht so viel Gewicht auf die Charaktere gelegt, so dass sie nicht den Tiefgang haben, wie ich das von anderen Fantasy-Stories gewohnt bin. Aber ich muss gestehen, dass dieses Buch auch ohne funktioniert. Dadurch, dass ständig etwas passiert und die Autorin das Tempo konstant oben hält, liegt meiner Meinung nach das Hauptaugenmerk einfach auf der Handlung.

Fiana und ein paar Nebencharaktere lernt man dabei noch am besten kennen, Kayden blieb für mich dagegen etwas blass, da man überhaupt keine Informationen über sein Leben vor seinem Besuch im Schloss bekommt. Er ist plötzlich einfach da und scheint keinerlei Vergangenheit zu haben. Das fand ich etwas schade und für mich hat sich die Liebesgeschichte auch wieder viel zu schnell entwickelt und alles „überstrahlt“. Damit konnte ich sie leider nicht besonders nachvollziehen, aber das gilt eigentlich für alle Liebesgeschichten in diesem Buch. Tatsächlich muss ich sogar gestehen, dass ich den Umstand, dass Eiserne und Kupferne sich nicht lieben dürfen fast sogar etwas bedenklich fand. Das hat bei mir so einen kleinen Beigeschmack hinterlassen in der Art, man darf mit niemandem eine Beziehung eingehen, der einer anderen „Rasse“ angehört. Das wird dadurch verstärkt, dass die Liebenden dann entweder sterben oder zu einem schrecklichen Monster werden. Meiner Meinung nach könnte das etwas problematisch gesehen werden und hätte vielleicht anders gelöst werden können. Aber vielleicht lese auch nur ich das aus dieser Geschichte heraus und andere Leser*innen nehmen es ganz anders wahr.

Zum Glück hatte die Story aber auch abseits der Liebesgeschichten einiges zu bieten. Sie ist durchweg spannend und es gibt einige tolle Überraschungen und Wendungen. Zum Beispiel hatte ich so gar nicht damit gerechnet wer am Ende die Fäden in der Hand halten würde. Tatsächlich habe ich eine ganz andere Person verdächtigt, aber ich mag es, wenn nicht alles so vorhersehbar ist. Mich hat Valentina Fast mit ihren Plottwists auf jeden Fall sehr begeistert.

Auch, dass es sich bei „Kronenkampf“ um einen Einzelband handelt, konnte bei mir punkten, trotzdem ging es mir am Ende alles etwas zu schnell und zu glatt und für mich gab es nicht wirklich eine richtige „Auflösung“ des Problems. Da wäre es mir lieber gewesen, es hätte noch einen zweiten Band gegeben und die Geschichte hätte damit noch mehr Raum bekommen.


Fazit:

„Kronenkampf“ ist für mich ein Buch, das man schnell durchgelesen hat. Valentina Fast punktet wieder mit ihrem flüssigen, mitreißenden Schreibstil und auch die Idee gefiel mir sehr gut. Der Tiefgang der Charaktere geht etwas zu Lasten der flotten Handlung, die mich mit einigen Wendungen sehr überrascht hat. Auch die Liebesgeschichten waren mir leider etwas zu flach und teilweise sehe ich das System sogar problematisch. Wenn man allerdings nicht so viel hineininterpretiert, kann man das Buch durchaus genießen.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 04.07.2021

Interessante Welt, leider mit ein paar Längen

Die Allianz der Sonne (Band 1)
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Inhalt:

Die Kämpfergilde Schwarze Allianz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen von Dekar zu beschützen. Doch als ihr Anführer Lichtfels von heute auf morgen plötzlich verschwindet, ändert das ...

Inhalt:

Die Kämpfergilde Schwarze Allianz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen von Dekar zu beschützen. Doch als ihr Anführer Lichtfels von heute auf morgen plötzlich verschwindet, ändert das alles.

Ein tyrannischer Herrscher erobert den Thron und alles, wofür die Allianz stand wird zerschlagen. Stattdessen müssen die Mitglieder um ihr Leben fürchten.

Nach fünf Jahren kehrt Lichtfels jedoch zurück, um die Gilde erneut zu vereinen und gemeinsam den König zu stürzen. Doch vertrauen ihm seine Gefährten nach all dieser Zeit noch? Und wo war Lichtfels all die Jahre?


Meine Meinung:

Die Geschichte startet an der Kämpferakademie und wir lernen Lichtfels und seine Kameraden kennen. Leider ist dieses Kapitel nur sehr kurz, denn ich hätte sehr gerne mehr über die verschiedenen Arten der Kämpfer und das Leben an der Akademie erfahren.

Danach springen wir fünf Jahre in der Zeit und erleben, wie Lichtfels zurückkehrt und versucht seine Gilde wieder zu vereinen. Über den Auftrag, den Lichtfels hatte, schweigt sich die Autorin zunächst jedoch aus. Dafür bekommt man jetzt Zeit, die verschiedenen Kämpferarten kennenzulernen und ich muss gestehen, hier hat Stefanie Karau etwas Außergewöhnliches geschaffen. Es hat mir unglaublich Spaß gemacht, in diese Welt einzutauchen, die Magie zu spüren und die Figuren zu begleiten.

Die Autorin lässt dem Leser*in auch genügend Zeit, um die Charaktere und ihre Eigenarten kennenzulernen. Dabei fängt man nicht nur an, mit den Figuren mitzufiebern, sondern beginnt, sie auch wirklich ins Herz zu schließen. Natürlich habe ich meine Favoriten, aber ich finde, dass jeder einzelne Charakter sehr interessant ist. Obwohl es wirklich viele verschiedene Protagonisten in dieser Geschichte gibt, kann man diese durch ihre verschiedenen Eigenschaften sehr gut unterscheiden und hat deswegen keine Probleme, diese auseinander zu halten und zu sortieren.

Allerdings muss ich gestehen, dass mir das Kennenlernen der Figuren etwas zu Lasten der Story ging. Wir begleiten die Schwarze Allianz und müssen zwar verschiedene Abenteuer erleben, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, in der Gesamtgeschichte nicht vorwärts zu kommen. Das Geheimnis um Lichtfels‘ Verschwinden wird auch sehr lange nicht gelüftet und wir kommen dem Ziel, den König zu stürzen erst ganz am Ende einen Schritt näher. Für mich persönlich gab es im Mittelteil zu viele Länge, die mich nicht dazu animierten, das Buch weiterzulesen.

Der Schluss dagegen gefiel mir wieder sehr gut. Endlich gibt es etwas Action und ich finde es auch gut, dass Stefanie Karau nicht gerade zimperlich mit ihren Figuren umgeht. Da man sie gut kennenlernen konnte, fiebert man natürlich auch mit ihnen mit und leidet auch mit ihnen. So wird man selbst noch tiefer in die Geschichte hineingezogen, was mir sehr gut gefiel.


Fazit:

Die Welt, die Stefanie Karau in „Die Allianz der Sonne“ geschaffen hat, gefällt mir sehr gut und hat mich sofort fasziniert. Man bekommt genug Zeit, um alle Charaktere kennenzulernen und fiebert direkt mit ihnen mit. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir im Mittelteil zu viele Längen gab und ich das Gefühl bekam, als würde die Hauptgeschichte einfach nicht vorwärts kommen. Erst zum Ende hat mich das Buch dann mit seiner Action noch einmal richtig abgeholt. Insgesamt ein schönes Highfantasywerk, das mich aber noch nicht ganz überzeugt hat.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

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