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Veröffentlicht am 13.03.2022

Nomaden von Laetoli

Nomaden von Laetoli
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Nachdem er auf Grönland eine versunkene Wikinger-Hafenanlage entdeckt hat, wird Martin Anderson von Professor Miller nach Laetoli gerufen. Dieser behauptet, die ersten Menschen gesehen zu haben.

Afrika ...

Nachdem er auf Grönland eine versunkene Wikinger-Hafenanlage entdeckt hat, wird Martin Anderson von Professor Miller nach Laetoli gerufen. Dieser behauptet, die ersten Menschen gesehen zu haben.

Afrika gilt als Wiege der Menschheit. Andersons Weg führt ihn von Laetoli über Aksum nach Jambiani. Immer mehr Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Professor Miller wohl doch nicht so verrückt war, wie Martin dachte.

Eine spannende Geschichte nimmt den Leser mit nach Afrika. Autor H.S. Eglund beschreibt Landschaften und Gegebenheiten so, dass man als Leser das Gefühl hat, selbst dabei gewesen zu sein. Es passieren so viele interessante Ereignisse, dass eine Rezension ohne Spoilern schwer möglich ist.

Im Buch begleitet man Martin Anderson auf seinen Nachforschungen, und, soviel kann ich ohne zu spoilern verraten, er wird interessante Theorien und Entdeckungen zu den ersten Menschen erfahren. Durch einen guten Schreibstil ist das Buch schnell zu Ende gelesen. Die Geschichte hat bei mir ein gutes Kopfkino ausgelöst und auch zum Nachdenken angeregt.

Ich danke dem Autor H.S. Eglund und dem ViCON Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 13.03.2022

Lass den Papa doch machen!

Lass den Papa doch machen!
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Mit „Lass den Papa doch machen!“ erwartet den Leser eine Autobiographie der etwas anderen Art. Unter dem Pseudonym „Charlott Trotzdem“ zeigt die Autorin, wie sie es geschafft hat, die Geister ihrer Vergangenheit ...

Mit „Lass den Papa doch machen!“ erwartet den Leser eine Autobiographie der etwas anderen Art. Unter dem Pseudonym „Charlott Trotzdem“ zeigt die Autorin, wie sie es geschafft hat, die Geister ihrer Vergangenheit zu verarbeiten. Dafür ist sie den für sich geeignetsten Weg gegangen.

Aus spiritueller Sicht, mit Hilfe von Therapeuten, ihres Geistigen Heilers und Heilpraktiker findet sie Möglichkeiten, ihre verdrängte Vergangenheit aufzuarbeiten und zu merken, welche Einflüsse diese Verdrängung auf ihr heutiges Leben hat.

Charlott Trotzdem stößt auf die eine oder andere verborgene Wahrheit, welche nicht ihren „gespeicherten Erinnerungen“ entspricht. Das Buch nimmt den Leser emotional mit. Besonders, wenn sie von Missbrauch und sexuellem Missbrauch berichtet. Dies macht sie sehr sachlich, so dass auch sensible Menschen das Buch lesen können, ohne Albträume zu bekommen.

Mit jeder weiteren Seite zeigt sich, wie stark Charlott trotz ihrer persönlichen Geschichte geworden ist. Ein harter Weg, doch sie hat sich nie unterkriegen lassen. Ihre persönliche Hauptstütze des Lebens ist die Spiritualität. Diese und Charlotts Mut zur Veränderung, egal wie schwer das Leben in diesem Moment ist, prägen dieses Buch.

Egal, ob sich ein Leser in der Art von Charlotts Spiritualität wiederfindet oder nicht, es ist spannend, die Entwicklung der Autorin zu verfolgen. Dabei kann man sich durchaus auch über das eine oder andere Thema Gedanken machen, wie man selber dazu steht.

Veröffentlicht am 19.09.2021

Split Second – Zurück in der Zeit

Split Second - Zurück in der Zeit
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In einem Augenblick befindet sich Jenna noch bei ihrem Verlobten, einem genialen Physiker, kurz darauf werden beide entführt. Was Jenna nicht ahnt, ihr Verlobter hat eine grandiose Entdeckung gemacht. ...

In einem Augenblick befindet sich Jenna noch bei ihrem Verlobten, einem genialen Physiker, kurz darauf werden beide entführt. Was Jenna nicht ahnt, ihr Verlobter hat eine grandiose Entdeckung gemacht. Zeitreisen sind möglich, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Militär und Geheimdienst werden auf ihn aufmerksam.

Die Geschichte startet mit viel Action und behält diese bei. Die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Komplizierte Zusammenhänge werden verständlich und anschaulich erklärt, ohne die Geschichte künstlich aufzublähen oder ihr den Schwung zu nehmen.

Ich habe mit Jenna und den anderen Charakteren mitgefiebert und fühlte mich mit ihnen verbunden. Es gibt viele geschickt platzierte Wendungen, wobei einige für mich vorhersehbar waren. Gestört hat mich dies jedoch nicht. Es passte einfach.

Die Theorie der Zeitreise und was selbst eine halbe Sekunde für Möglichkeiten bietet sind sehr gut dargestellt. Ethische und moralische Fragen werden aufgeworfen, und auch nach Ende dieses genialen Thrillers werden die Gedanken noch darum kreisen. Beantworten kann diese Fragen nur jeder für sich alleine.

Veröffentlicht am 11.07.2021

Doors – Dämmerung

DOORS X - Dämmerung
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Die im Keller der Villa ihres Urgroßvaters verschwundene Anna-Lena führt ein Geo-Expertenteam in ein geheimnisvolles Höhlensystem. Das Team wurde von ihrem Vater engagiert, der sich große Sorgen um seine ...

Die im Keller der Villa ihres Urgroßvaters verschwundene Anna-Lena führt ein Geo-Expertenteam in ein geheimnisvolles Höhlensystem. Das Team wurde von ihrem Vater engagiert, der sich große Sorgen um seine Tochter macht. Die Suche entwickelt sich für die Teilnehmer zu einem Alptraum. Mysteriöse Türen führen in gefährliche Welten.

Zu Anfang des Buches gibt es den Einführungsteil „Doors – Der Beginn“ zu lesen. Wer diesen Einführungsteil noch nicht kennt, findet so den Einstieg in Geschichte. Die betreffenden Seiten sind markiert, so dass Leser, welche „Doors – Der Beginn“ bereits kennen, direkt in das Abenteuer starten können.

Die Spannung startet auf gutem Niveau und steigert sich bis zum Schluss immer weiter. Merkwürdige Geschehnisse und Welten regen die Fantasie des Lesers an. Gut ausgearbeitete Figuren, welche alle ein kleines Geheimnis mit sich tragen, nehmen den Leser auch emotional mit.

Leider ist die Geschichte relativ kurz und daher schnell ausgelesen. Eventuell ist dies dem Umstand geschuldet, dass es mehrere Bücher dieser Reihe gibt, und jedes unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden kann. Dieser Teil der Reihe hat bei mir ein schönes Kopfkino laufen lassen. Mal sehen, ob dies die anderen Bände ebenfalls schaffen werden.

Veröffentlicht am 06.06.2021

Die Bucht der Lupinen

Die Bucht der Lupinen
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Nach dem Tod ihrer Großmutter Lou fährt Anna mit ihren beiden Schwestern zu Lous Haus am Meer in Neufundland. Dort finden die Schwestern ein altes Foto. Darauf ist ein ihnen unbekannter Mann. Dieses Foto ...

Nach dem Tod ihrer Großmutter Lou fährt Anna mit ihren beiden Schwestern zu Lous Haus am Meer in Neufundland. Dort finden die Schwestern ein altes Foto. Darauf ist ein ihnen unbekannter Mann. Dieses Foto führt in Lous Vergangenheit in die 1930er Jahre nach Hamburg. Denn dort ist Lou aufgewachsen – als Jüdin.

Die Kapitel der Zeitachse der 1930er Jahre und der folgenden Zeit beginnt immer mit einem kurzen Tagebucheintrag von Lou, dann steigt der Leser direkt in das Geschehen ein. Dass Lou diese schreckliche Zeit überstehen wird, ist klar, jedoch nicht, was damals geschah. Ihrer Tochter und den Enkeltöchtern gegenüber war sie immer schweigsam. Nach und nach kommt Licht in diese Dunkelheit.

Autorin Johanna Laurin schreibt so gefühlvoll, dass ich die eine oder andere Träne während des Lesens im Auge hatte. Diese Geschichte hat mich auf beiden Zeitebenen emotional mitgenommen. Das Geschehen ist so gut dargestellt, dass ich manchmal das Gefühl hatte, direkt daneben zu stehen und alles zu beobachten. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, und auch die Landschaft kommt in der Beschreibung nicht zu kurz. Das Buch verliert sich dabei jedoch nicht in überflüssigen Beschreibungen.

Was ein Buch bei mir nur selten schafft, ist diesem gelungen. Ich erlebte ein intensives Kopfkino. Der Roman bietet auch alles an Gefühlen auf, welche nach meiner Meinung in eine Geschichte dieses Genres gehören. Genau so sollte es sein. „Die Bucht der Lupinen“ wird definitiv in mein Regal der Lieblingsbücher wandern.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.