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Veröffentlicht am 03.09.2021

Gut Greifenau - Sternenwende

Gut Greifenau - Sternenwende
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Handlung
Berlin / Greifenau 1929
Katharina hat ihr Studium abgeschlossen und sie freut sich auf ihr Dasein als Ärztin. Allerdings erleidet sie einen schweren Schicksalsschlag, der ihr ganzes Leben auf ...

Handlung
Berlin / Greifenau 1929
Katharina hat ihr Studium abgeschlossen und sie freut sich auf ihr Dasein als Ärztin. Allerdings erleidet sie einen schweren Schicksalsschlag, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. All ihre Träume für die Zukunft werden verdrängt, sie flüchtet vorerst nach Greifenau und versucht, langsam wieder auf die Beine zu kommen. Während dieser Zeit kommt sie einem großen Geheimnis auf die Spur...
Auch in Greifenau sieht es nicht sonderlich rosig aus. Die Weltwirtschaftskrise hält die Menschen fest in ihrem Griff und darunter leiden sowohl die Grafenfamilie, als auch die Bediensteten. Und aufgrund der misslichen Lage in Deutschland ändert Konstantin langsam seine politische Meinung, und wendet sich einer Partei zu, die Großes verspricht, von seiner Frau Rebecca jedoch kritisch betrachtet wird.
Und auch bei den Dienstboten geschieht allerhand aufregendes. Die Köchin Bertha ist wieder da und bringt unerwarteten Zuwachs mit. Und es kommen ganz überraschend Besucher aus Amerika...

Meinung
Ich finde das Cover stimmungsvoll und schön, wenngleich ich auch sagen muss, dass es mir einen Hauch zu dunkel ist. Der Himmel ist schon ziemlich düster, wenngleich ich es gern mag, wie die Sterne darauf funkeln. Allerdings ist es mir im Zusammenhang mit der Dame, die dunkle Haare hat und ein dunkles Gewand trägt, etwas zu viel...
Im Hintergrund kann man wieder einen Ausschnitt des Hauses erahnen, welches bereits auf den anderen fünf Titelbildern zu sehen ist. Daneben befindet sich eine Dame, die den Kopf so abwendet, dass man sie als Betrachter nicht vollkommen sieht. Sie scheint recht zufrieden zu sein und man könnte denken, sie wirft einen recht wohlwollenden Blick auf das Gebäude. Insgesamt entsteht so ein schönes Gesamtbild, welches ich aber leider nicht als perfekt betrachte.

Ach, was habe ich dem finalen Band entgegengefiebert. Ich hatte richtig viel Lust darauf, noch ein letztes Mal nach Greifenau zu reisen und in die Welt der Gutsfamilie, sowie deren Angestellten einzutauchen. Daher war es mir eine große Freude, das Buch endlich in den Händen zu halten, wenngleich ich auch ein wenig traurig und wehmütig war. Ich konnte es kaum erwarten, mit dem Lesen zu beginnen und möchte mich beim Droemer Knaur Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken!

Bevor ich meine Meinung zu der Geschichte darlege, finde ich das umfangreiche Zusatzmaterial als erwähnenswert. Dieses bin ich bereits von den vorherigen Bänden gewöhnt und ich bin sehr froh, dass es auch diesmal so viel zu entdecken gibt. Anfangen tut dies bei den drei Karten vorm Beginn der Geschichte, danach folgt eine genaue Auflistung der handelnden Personen und am Ende befindet ein interessantes und den Roman abschließendes Nachwort. All diese Extradetails mag ich sehr gerne und ich bin immer froh, wenn sie in Romanen genutzt werden!
Anhand der Karten kann man schauen, wie das Gut Greifenau aufgebaut ist, wo die Wohnbereiche, aber auch Wirtschaftsgebäude und Ställe liegen. Weiterhin finden sich zwei Karten dazu, wie der Aufbau des fiktiven Ortes Greifenau ist und wo sich dieser geografisch befindet.
Vor dem Beginn der Geschichte werden die wichtigsten Figuren benannt, man kann familiäre Verbindungen erkennen und bei Bedarf das Gedächtnis auffrischen, wer wer ist. Ich hatte mir vor dem Lesen mal das Verzeichnis angeschaut und auf Anhieb sind mir Details aus den vorherigen Bänden eingefallen. Und dies hat letztendlich dazu geführt, dass ich einen angenehmen und spannenden Start in die Erzählung hatte.
Auch das Nachwort möchte ich vorab nochmals lobend hervorheben. Dieses gibt auf manche Sachverhalte einen noch genaueren Blick, zudem erfährt man einiges über die Hintergründe des Werkes. Das bietet den perfekten Rahmen für ein rundes Ende und ich empfinde das Nachwort als sehr informativ und passend.

Insgesamt erstreckt sich die Geschichte über rund vier Jahre. In dieser Zeit passiert nicht nur im Leben der Figuren, sondern auch auf historischer Ebene allerhand. Um nie den Überblick zu verlieren wurde vor jedem Kapitel eine zeitliche Angabe gemacht. Anhand derer kann man gut schauen, wie viel Zeit seit dem letzten Kapitel vergangen ist und wo sich die Handlung mittlerweile befindet. Es ist möglich, sich selbst seine Gedanken über die politische Lage und kommende Ereignisse zu machen und damit einen kleinen Blick in die Zukunft der Figuren zu wagen. Insgesamt ist es also wirklich praktisch, dass man stets über die Daten informiert wurde, es wäre ein leichtes gewesen, darüber den Überblick zu verlieren da es häufiger mal Zeitsprünge gibt. Diese wurden sinnvoll eingesetzt und sie helfen dabei, der Geschichte trotz ihrer Länge einen recht kurzweiligen Charakter zu verleihen und Längen haben auf diese Weise gar nicht erst die Möglichkeit, um zu entstehen.

Ich glaube, wenn ich sage, dass ich das Buch innerhalb von drei Tagen ausgelesen habe, wird schon viel über die Qualität des Werkes ausgesagt. Ich wollte und konnte nicht aufhören mit Lesen, es war einfach zu interessant und spannend, zudem mochte ich es unglaublich, die ganzen Figuren wiederzusehen. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte komplett in ihren Bann gezogen und ich wollte den Roman einfach nicht aus der Hand legen. Die Kapitel wurden spannend und abwechslungsreich gehalten, sodass stets neuer Schwung in die Handlung kommt und ich hatte durchweg das Bedürfnis genau jetzt wissen zu wollen, wie sich die Ereignisse entwickeln. Daher habe ich das Buch am Freitag begonnen und Sonntag war das Lesevergnügen leider auch schon vorbei und ich bin zwar mit dem Ende sehr zufrieden, aber auch traurig, dass ich mich nun endgültig von den Protagonisten verabschieden musste...
Ich empfand den Start in die Geschichte als sehr angenehm. Direkt auf den ersten Seiten sind mir noch mehr Details aus dem vorherigen Band eingefallen, sodass ich mich schnell und problemlos in der Handlung zurechtgefunden habe. Mir waren die Figuren, sowie das Setting schnell wieder vertraut und es hat mir großen Spaß bereitet, in die Welt von Greifenau einzutauchen. Und für den Fall, dass manchen Leser*innen einiges von den bisherigen Geschehnissen entfallen ist, wird vorgesorgt. Mit kleinen Bemerkungen und versteckten, teils aber auch offenen Hinweisen gibt die Autorin eine Hilfestellung und daher ist es leicht möglich, wieder in die Geschichte hineinzufinden, die sich als äußerst mitreißend präsentiert.

Aus den anderen fünf Bänden bin ich bereits eine sehr angenehme und wunderbar lesbare Sprache gewohnt, die sich auch diesmal wieder durchgesetzt hat. Von der ersten Seite an konnte ich mir jegliche Situation, jedes Setting und auch jede Figur problemlos vorstellen, ich habe mich teils wie ein heimlicher Beobachter der Szenen gefühlt. Es war nie eine Distanz da, man bekommt einen guten Zugang zu den Protagonisten und ich empfinde jede Handlung als authentisch und häufig kann ich Aussagen und Taten gut nachvollziehen. Das ist unter anderem ein Punkt, weshalb ich die Handlung als so mitreißend empfinde.
Die Sprache befindet sich auf einem guten Niveau, sie ist weder zu einfach, noch zu anspruchsvoll gestaltet. Dabei werden nicht nur lebhafte und farbenfrohe Beschreibungen eingefügt, sondern auch allerlei historische Informationen. Solche tauchen diesmal in einem besonders hohen Maße auf und man kann hautnah miterleben, was viele politische Entscheidungen für die Menschen für Auswirkungen haben. Ich mag es, dass man stets historische Details dargestellt bekommt, man damit aber auch nicht zu sehr überfordert wird. Es gibt eine angenehme Abwechslung von Kapiteln mit vielen Informationen rund um die Lebenssituation oder die Politik zwischen 1929 und 1932, und solchen, die das normale Leben der Bewohner beschreiben und die wieder mehr Ruhe in die Geschichte bringen.

Um der Erzählung mehr Vielfalt zu geben, wurde wieder ein allwissender Erzähler genutzt, der im Verlauf der Geschichte mehrere Perspektiven einnimmt und daher einen großen Überblick über die Figuren, als auch über die Ereignisse bietet. Mein Highlight war es hierbei, dass nicht nur die Familie von Auwitz-Aarhayn zu Wort kommt, sondern auch deren Angestellte die Möglichkeit erhalten, um ein bisschen aus ihrem Leben preiszugeben. Das bietet eine tolle Mischung, man kann sich von dem Zusammenspiel der Dienstboten mit der Herrschaft ein Bild machen und die Geschichte gestaltet sich abwechslungsreicher. Anhand davon wird ein kleiner Einblick in verschiedene Lebensweisen geboten und wird die Möglichkeit geboten, sich von der Gesellschaft ein Bild zu machen. Das mochte ich sehr gern, zumal die Handlung auf diese Weise immer interessant und lebendig bleibt.

Die Spannung im Buch ist eine Wucht. Sie hält bis ans Ende an, erst hier werden noch einige offenen Fragen geklärt und erst danach findet die Saga rund um das Gut Greifenau ihr wohlverdientes und sehr befriedigendes Ende. Bis dahin ist es ein weiter Weg und sehr geschickt wurden immer wieder kleine Hinweise und Aussagen versteckt, die die Spannung nicht nur oben halten, sondern auch eine mögliche Auflösung von Konflikten und offenen Fragen bieten.
Ich empfand die Geschichte meistens als nicht vorhersehbar. Immer wieder konnten mich die Figuren mit ihren Handlungen und Aussagen überraschen und oft hatte ich gedacht, dass sich die Ereignisse in eine andere Richtung entwickeln könnten. Oft lag ich mit meinen Vermutungen falsch, nur selten erwiesen sich meine Überlegungen als richtig, da häufig Wendungen eingebaut wurden, die absolut unvorhersehbar waren.
Auf jeden Fall gestaltete sich die Geschichte für mich als abwechslungsreich und spannend, ich mag es sehr, wie bestimmte Konflikte bis ans Ende des Buches getragen wurden und erst hier eine Auflösung erhalten. Und das Ende ist eh eine Sache für sich, es ist absolut gelungen, war überraschend, ich mag es sehr gern und es hat mich wirklich gut unterhalten!

So gut wie alle Handlungsorte sind bereits aus den vorherigen Teilen bekannt, es kommen nur sehr wenige neue Orte hinzu, die wenigsten davon sind von großer Bedeutung. Noch immer ist das Gut Greifenau der Hauptspielplatz der meisten Szenen. Und ich muss sagen, dass dies mein Lieblingsschauplatz ist. Ich mag einfach die Beschreibungen der Gegend, sowie des Guts und der dortigen Stimmung. Außerdem finde ich das Zusammenspiel zwischen der Herrschaft und den Bediensteten als unglaublich interessant.

Ein großer Teil der Figuren sind liebgewonnene Protagonisten, die man in den vorherigen Bänden bereits kennengelernt hat. Einige neue Personen kommen hinzu, doch sie ordnen sich tadellos in die Reihe der Figuren ein, sie besitzen ebenfalls ein interessantes und breit angelegtes Wesen, sie gehen verschiedenen Zielen nach und sie bringen häufig neuen Schwung in die Geschichte. Ich mag es, welch unterschiedliche Charaktere die Protagonisten gesamt betrachtet besitzen und wie deren Entwicklung aussieht. Bei vielen kann man dies gut beobachten, man lernt sie im ersten Band kennen und verfolgt ihr Leben über 19 Jahre. Grob kann ich mich noch an ihre Zeichnung zu Beginn der Saga erinnern und es ist herrlich zu sehen, wie die Entwicklung letztendlich aussah und wo die Figuren mittlerweile im Leben stehen.

Fazit
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich nach dem Ende des dritten Bandes dasaß und mir dachte, dass die Reihe ein famoses Ende gefunden hat. Mittlerweile kann ich diesen Gedanken gar nicht mehr nachvollziehen. Ich bin unglaublich froh darüber, dass Hanna Caspian noch drei weitere Teile geschrieben hat und ich somit noch viele Stunden in der Welt von Greifenau verbringen konnte! Mit jedem Buch wuchs meine Begeisterung und ich finde, dass dieser Teil die Übrigen nochmals übertroffen hat. Es hat einfach unglaublichen Spaß gemacht, all die liebgewonnenen Protagonisten wiederzusehen und zu schauen, wie sie sich entwickeln und was das Schicksal noch mit ihnen vorhat. Und dies vermischt mit den historischen Hintergründen ergibt einen großen Lesegenuss, der einfach nur gelungen ist! Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen ausgelesen, dann zufrieden beiseite gelegt und ich danke Hanna Caspian für all die schönen Lesestunden!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 17.07.2021

Die wilden Hühner und die Liebe

Die Wilden Hühner 5. Die Wilden Hühner und die Liebe
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Handlung
Derzeit beschäftigt ein Thema alle fünf wilden Hühner: Die Liebe. Sprotte ist mit Fred überglücklich, auch wenn sie die Eifersucht nicht immer verdrängen kann. Melanie ist immer noch in Willi ...

Handlung
Derzeit beschäftigt ein Thema alle fünf wilden Hühner: Die Liebe. Sprotte ist mit Fred überglücklich, auch wenn sie die Eifersucht nicht immer verdrängen kann. Melanie ist immer noch in Willi verliebt, der jedoch die Liebe nicht mehr erwidert. Trudes Angebeteter erscheint unerreichbar, Frieda wünscht sich mehr als nur eine Fernbeziehung und Wilma überrascht mit ihren Gefühlen alle...

Meinung
Den fünften Band habe ich mir neu gekauft und jetzt erstmals gelesen. Ich wusste zwar anhand der Verfilmung so ungefähr, was mich erwarten wird, jedoch sind Film und Buch nicht identisch, weshalb ich sehr gespannt auf die Handlung war.
Es gibt wieder einen gewohnt angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der mir gut gefällt. Er zeichnet sowohl von den Figuren, als auch von den Handlungsorten und den Situationen allgemein ein solides und lebendiges Bild. Ich konnte mir jede Szene gut und vor allem farbenreich vorstellen, häufig hatte ich dabei natürlich die jeweiligen Momente aus dem Film vor Augen.
Die einzelnen Kapitel haben einen kurzweiligen Charakter, sie bauen aufeinander auf und überfordern den Leser in keinster Weise. Ich konnte mich bei der Lektüre richtig gut entspannen und hatte unterhaltsame Stunden mit dem Buch. Es ist mir leicht gefallen, mich auf die Handlung einzulassen, letztendlich hatte ich die Geschichte deshalb auch innerhalb von kurzer Zeit ausgelesen.
In diesem fünften Band ist mir eine starke Entwicklung der Figuren aufgefallen. Sie sind nochmals reifer und erwachsener geworden und langsam lassen sie ihre kindlichen Züge und Eigenschaften hinter sich. Ein großes Thema, welches diesmal noch mehr behandelt wird ist die Liebe. Sie ist eines der Hauptthemen im Buch und man kann gut schauen, wie unterschiedlich und vielfältig dieser Bereich ist und das es kein richtig oder falsch gibt. Das lernen auch einige Figuren und ich glaube, dass manche Aussagen, die getroffen werden für jugendliche Leser sehr hilfreich sind.
Außerdem finde ich, dass das Thema Freundschaft wieder einen vollkommen neuen Stellenwert erhält. Diese Thematik war schon immer unterschwellig vorhanden, allerdings wurde diesmal in nochmals einem stärkeren Maße darauf eingegangen. Ich denke, dass dies auch stark mit der Reifung der fünf Mädchen zusammenhängt und ihrer Selbstfindung. Auf jeden Fall werden starke Botschaften vermittelt, die man durchaus annehmen kann.

Fazit
Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und hatte mich sehr auf das Lesen gefreut. Und glücklicherweise kann ich sagen, dass ich keineswegs enttäuscht wurde. Es handelt sich wieder um eine gut lesbare, interessante und kurzweilige Geschichte, die sich locker nebenbei lesen lässt und bei deren Lektüre ich mich gut entspannen konnte.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 13.07.2021

Die wilden Hühner und das Glück der Erde

Die Wilden Hühner 4. Die Wilden Hühner und das Glück der Erde
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Handlung
Sprotte soll die Ferien auf einem Reiterhof verbringen. Zunächst ist sie nicht begeistert davon, bis sie hört, dass auch die anderen vier wilden Hühner mitkommen werden. Schlagartig freut sie ...

Handlung
Sprotte soll die Ferien auf einem Reiterhof verbringen. Zunächst ist sie nicht begeistert davon, bis sie hört, dass auch die anderen vier wilden Hühner mitkommen werden. Schlagartig freut sie sich auf ein paar schöne Tage mit ihren Freundinnen und schnell merkt sie, dass ihr Pferde und das Reiten besser gefallen als anfangs gedacht und die Mädchen genießen jede Sekunde auf dem Hof. Und das obwohl Melanie Sehnsucht nach ihrem Freund hat, Frieda, Wilma und Trude für ein Theaterstück üben müssen und Sprotte plötzlich von ungewohnten Gefühlen heimgesucht wird...

Meinung
Von der vierten Geschichte sind mir noch vor dem Lesen einige Details wieder eingefallen, weshalb ich diesmal nicht ganz so sehr überrascht wurde wie bei den vorherigen Bänden. Trotzdem habe ich die Handlung mit viel Interesse verfolgt und hatte sehr unterhaltsame und kurzweilige Stunden mit dem Buch.
Es liegt eine einfache und leicht lesbare Sprache vor, die den Leser gut über alles informiert und an zahlreichen Textstellen lebendig ist. Oft hatte ich von den Situationen starke Bilder vor Augen und ich mag die Umschreibungen von dem Reiterhof noch immer unheimlich gern. Ich konnte mir jede Ecke des Geländes richtig gut vorstellen, zudem mochte ich es, wie natürlich sich die Figuren in diesem Setting aufgehalten haben. Sie hauchen den jeweiligen Orten viel Leben ein und so entstehen lebendige und schöne Handlungsorte. Außerdem ist es gut, dass man die Freundinnen auch mal wieder außerhalb ihres gewohnten Umfelds sieht.
Auch diesmal merkt man wieder, wie es eine Verschiebung bei den Themen gibt. Bandenstreiche geraten immer mehr in den Hintergrund, stattdessen steht diesmal das Theater spielen als Hobby und die Liebe im Vordergrund, was ein Zeichen dafür ist, dass die fünf Mädels reifer und erwachsen werden. Ihre Interessen verschieben sich, sie lernen sich selbst und die anderen aus einem nochmals anderen Blickwinkel kennen und sie bemerken langsam, in welche Richtung sie sich entwickeln wollen.

Fazit
Eine schöne Geschichte, bei der mich vor allem die Darstellung des Settings überzeugen kann. Dieses bildet die Grundlage für eine schöne Handlung, eine gute Entwicklung der Figuren und einen gewinnenden Gesamteindruck!

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Die wilden Hühner - Fuchsalarm

Die Wilden Hühner 3. Fuchsalarm
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Handlung
Es herrscht Fuchsalarm bei den wilden Hühnern. Sprottes Oma möchte tatsächlich ihre Hennen schlachten. Das möchten die fünf Freundinnen unbedingt verhindern, schließlich sind die Tiere ihre Maskottchen. ...

Handlung
Es herrscht Fuchsalarm bei den wilden Hühnern. Sprottes Oma möchte tatsächlich ihre Hennen schlachten. Das möchten die fünf Freundinnen unbedingt verhindern, schließlich sind die Tiere ihre Maskottchen. Allerdings gestaltet sich die Planung als schwierig. Wie sollen sie die fünfzehn gackernden Hühner abtransportieren, ohne die Aufmerksamkeit von Oma Slättberg auf sich zu ziehen? Und da die wilden Hühner noch immer kein Bandenquartier gefunden haben stellt sich auf die Frage, wo sie ihre gefiederten Freunde unterbringen wollen. Ein Lösung muss her, und zwar schnell!

Meinung
Diesen dritten Band habe ich im Juni erstmals gelesen. Die Verfilmung ist mir gut bekannt, weshalb ich wusste, um was sich die Handlung drehen wird. Und daher war ich natürlich sehr gespannt darauf, wie sich die ursprüngliche Geschichte gestaltet und welche Unterschiede es zum Film gibt.
Ich konnte mich auch diesmal wieder problemlos auf das Buch einlassen, es ist auch diesmal eine kurzweilige Lektüre, die ich innerhalb weniger Stunden ausgelesen hatte. Das liegt unter anderem auch daran, dass mir die Geschichte so gut gefallen hat und ich mich als gut unterhalten gefühlt habe. Aber auch die Schreibweise war wieder sehr angenehm und ließ sich flüssig und leicht lesen. Sie gestaltete sich als einfach und schaffte es, von jeder Situation und auch von jeder Person ein lebendiges Bild zu zeichnen.
Ich mochte es sehr, wie viele Gemeinsamkeiten ich zum Film gefunden habe. Zwar tauchen manche Ereignisse in unterschiedlicher Reihenfolge auf, aber man merkt, dass sich ausführlich mit der Lektüre befasst wurde und viele Szenen ziemlich genauso übernommen wurden.
Es zieht sich eindeutig ein roter Faden durch die Geschichte. Die einzelnen Szenen bauen aufeinander auf und ergeben im Gesamten betrachtet viel Sinn. Es liegt eine runde Handlung vor, bei der alle Fragen beantwortet werden und die sehr stimmig wirkt.
Ich mag es, wie man langsam sehen kann, dass die Protagonisten erwachsener und reifer werden. Sie beschäftigen sich nicht mehr ganz so viel mit Streichen und Kabbeleien, sondern die Figuren kommen langsam in ein jugendlicheres Alter, wo sich die Interessen verändern. Die Themen Freundschaft und Zusammenhalt stehen in einem noch stärkeren Fokus, was ebenfalls eine Entwicklung zeigt und für mich angenehmer zu lesen ist als die Bandenkriege.

Fazit
Es hat mir viel Spaß bereitet, den dritten Band erstmals zu lesen. Mir hat auch diese Geschichte gut gefallen und ich mag es sehr, wie man bei den fünf Mädchen erste Entwicklungen hinsichtlich ihres Charakters, aber auch bei den Interessen sieht.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Die kleine Straße der großen Herzen

Die kleine Straße der großen Herzen
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Handlung
Es sind drei Jahre vergangen und allerhand ist in der Valerie Lane passiert. Orchid hat auf ihr Herz gehört und ist mir ihrer großen Liebe ausgewandert, Keira hat geheiratet und Laurie ist mittlerweile ...

Handlung
Es sind drei Jahre vergangen und allerhand ist in der Valerie Lane passiert. Orchid hat auf ihr Herz gehört und ist mir ihrer großen Liebe ausgewandert, Keira hat geheiratet und Laurie ist mittlerweile zweifache Mutter geworden. Die Valerie Lane versprüht noch immer ihre Wärme und Herzlichkeit und auch wenn einiges in einem jeden Leben passiert ist, die Freundschaft zwischen den fünf Ladenbesitzerinnen bleibt bestehen.
Diese Idylle wird durch eine Nachricht unterbrochen, mit der niemand gerechnet hätte. Und ohne eine Sekunde zu zögern, erklären sich nicht nur die fünf Damen, sondern auch einige andere Personen dazu bereit, einer geliebten alten Freundin einen großen Wunsch zu erfüllen!

Meinung
Tatsächlich habe ich es lange Zeit vermieden, den Klappentext zu dem finalen Band zu lesen. Das habe ich erst getan, kurz bevor ich mit der Geschichte angefangen habe. Irgendwie war doch ein wenig Angst vorhanden, dass ich irgendwie gespoilert werde und ich wollte auch einen kleinen Überraschungseffekt haben. Aus diesem Grund konnte ich es nicht abwarten, endlich mit dem Lesen zu beginnen und damit zu erfahren, wie die Reihe letztlich enden wird.

Auch im finalen Teil gibt es wieder die gewohnte gut und flüssig lesbare Sprache, die den Leser sehr angenehm durch die Handlung geleitet. Oft wird eine Alltagssprache genutzt, die sehr lebendig wirkt und gut zu den Figuren, aber auch der Handlungszeit passt, da die Geschichten in der Gegenwart spielen. Zudem wirkt die Story dadurch schön locker und lässig, was auch gut zu den Charakteren passt!
Ich habe den Eindruck, dass die Handlungszeit diesmal ziemlich kurz ist. Genau kann ich es nicht benennen, allerdings entsteht bei mir dieser Eindruck, weil jeder Tag verschiedene Erzählperspektiven beinhaltet. Dadurch würde ich mal schätzen, dass in der Geschichte höchstens zwei Wochen beschrieben werden, was ich als sehr angenehm empfand. Es gab keine Längen und die Handlung erstreckt sich nicht ins Unendliche.

Und natürlich spielen auch diesmal wieder die meisten Szenen in der wunderbaren Valerie Lane. Ich hatte auf Anhieb wieder Bilder von der Straße vor Augen, ich habe die Umschreibungen geliebt und ich mochte es sehr, wie natürlich alle Figuren dort auftreten. Sie müssen sich nicht verstellen, sondern werden so angenommen, wie sie sind. Sie finden bei jeglichen freudigen und traurigen Fragen Rat und jeder wird herzlich aufgenommen. Und genau diese Wärme, Herzlichkeit und Offenheit strahlt die Valerie Lane aus, was ich einfach liebe!

Der Hauptgrund, weshalb dieser Band mich so stark überzeugen konnte ist die Stimmung. Diese war in einer unglaublichen und mitreißenden Wucht da, der ich mich einfach nicht entziehen konnte. Schon nach wenigen Seiten wurde ich von der Handlung gefangen genommen, ich konnte mitfühlen und habe mich emotional eingebunden gefühlt. Schon nach wenigen Seiten musste ich ein paar Tränen verdrücken, was im Folgenden noch sehr häufig vorkommen sollte.
Für mich handelt es sich bei dem letzten Band definitiv um den emotionalsten. Immer wieder gab es Szenen, die mir ans Herz gingen und die einfach nur wunderschön geschildert wurden!

Wenn ich benennen müsste, welches Thema ganz besonders hervorragend behandelt wird, sind das für mich Freundschaften. Solche, bei denen man sich wortlos versteht und solche, bei denen Altersunterschiede keine Rolle spielen. In diesem Punkt werden starke Botschaften vermittelt und ich empfand es als wunderschön zu lesen, wie sich die Figuren stets unterstützen und beistehen, sie immer füreinander da sind und sie sich nicht gescheut haben, Emotionen zu zeigen. Dadurch entstehen ganz tolle Dynamiken und ich glaube auch dadurch ging mir die Handlung teilweise so ans Herz. Ein jeder hat die anderen Personen geschätzt, es gibt keine Vorurteile, stattdessen steht ganz klar der Charakter im Vordergrund. Und das ist ein Statement, dass man aus dem Buch mitnehmen kann und welches teils nachdenklich macht.

Diesmal zeichnet sich die Geschichte außerdem durch allerhand Erzählperspektiven aus. Nicht nur die Damen, denen die anderen Bände gewidmet sind, kommen zu Wort, sondern auch noch einige andere Figuren. Dadurch entsteht eine große Vielfalt, man hat verschiedene Blicke auf Situationen, Aussagen und Handlungen, aber auch auf die einzelnen Figuren. Diese wirken anhand der Darstellung äußerst lebhaft und natürlich, zudem finde ich, dass die Stimmung in der kleinen Straße, als auch die Freundschaften untereinander besser spürbar sind.
Auf jeden Fall war es eine nette Abwechslung, dass so viele Personen die Möglichkeit erhalten haben, ihre Sicht der Dinge abzugeben. Manche Figuren lernt man hier nochmals von einer anderen Seite kennen, zudem wurde die Handlung für mich nie langweilig und und es war nie wirklich zu benennen, was im Folgenden kommen wird.

Mir hat es richtig gut gefallen, dass nun auch Figuren im Vordergrund stehen, die bisher eher eine Nebenrolle gespielt haben. Allen voran Phoebe, die Schwester von Orchid, lernt man diesmal besser kennen und man kann schauen, was sie beschäftigt, wie ihre Ziele aussehen und welche Merkmale sie ausmachen. Bisher habe ich Phoebe nur nebenbei wahrgenommen, mir nie wirklich viel zu ihrer Person gedacht. Diesmal wurde sie viel stärker und interessanter gezeichnet, sodass ich mir fast wünsche, dass es noch ein Buch über sie geben würde...
In diesem Band treten zahlreiche Protagonisten auf. Hier treffen sehr viele Personen aufeinander, die aus den anderen fünf Teilen bereits bekannt sind. Dadurch entsteht eine große Fülle, die allerdings sehr gut zu der Handlung gepasst hat. Und meistens werden zu jeder Figur ein paar Worte verloren, sodass man stets genau weiß, wer in welchem Zusammenhang auftritt.
Besonders schön empfand ich das Wiedersehen mit den fünf Damen, mit denen man mittlerweile allerhand Zeit verbracht hat. Es war schön zu lesen, wie zufrieden und glücklich sie mittlerweile sind und das es das Schicksal gut mit ihnen gemeint hat. Eine jede übt nicht nur die berufliche Tätigkeit aus, die sie erfüllt, sondern sie sind auch im Privaten am Ziel angekommen und schauen hoffnungsfroh in die Zukunft. Das hat u.a. dazu geführt, dass ich das Buch am Ende zufrieden beiseite gelegt habe und ich die Entwicklungen der Personen als sehr gelungen empfinde!

Fazit
Ich habe es einfach nur geliebt, noch ein letztes Mal gedanklich in die Valerie Lane zu reisen. Es handelt sich um einen grandiosen und mitreißenden finalen Teil, der einfach nur perfekt ist. Ich habe jede Seite genossen, mich über ein letztes Wiedersehen mit den Figuren gefreut und ich bin richtig unglücklich, dass nicht noch ein weiterer Teil auf mich wartet...
Einfach alles hat gepasst und ich bin selbst überrascht, wie stark ich beim Lesen mit den Personen mitgelitten habe und wie emotional ich teilweise wurde. Dadurch zeichnet sich für mich der finale Band aus und ich finde, dass er der Reihe einen würdigen und perfekten Abschluss bietet!

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