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Veröffentlicht am 19.07.2021

Die abenteuerliche Reise der Grafentochter Alida

Das Spiel der Ketzerin
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Die Autorin Manuela Schörghofer entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Das Spiel der Ketzerin“ in das Rheinland im 13. Jahrhundert auf eine spannende und romantische Zeitreise.

Inhalt:
Rheinland ...

Die Autorin Manuela Schörghofer entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Das Spiel der Ketzerin“ in das Rheinland im 13. Jahrhundert auf eine spannende und romantische Zeitreise.

Inhalt:
Rheinland im 13. Jahrhundert: Als ihr Vater in Ungnade fällt, entgeht die Grafentochter Alida von Erkenwald nur knapp einem Mordanschlag und muss vor ihrem Widersacher fliehen. Sie versteckt sich bei Salomon ben Isaak, einem Juden aus Coellen, der sie zu ihrem Schutz als seine Tochter ausgibt und ihr verspricht, ihr bei der Rettung ihres Vaters zu helfen. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, doch ihre Verfolger sind ihr auf der Spur. Als Alida verbotene Gefühle für ihren Feind entwickelt, weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann …

Meine Meinung:
Richtig schön finde ich die Einleitung mit dem Verzeichnis der Personen, Orts- und Flussbezeichnungen - damals und heute -, Glossar „Das Spiel der Ketzerin“ sowie historische Begebenheiten.

Aus der Flucht der temperamentvollen Alida, entwickelt sich nach und nach eine abenteuerliche Reise, die sich mit viel Spannung, langsam aufbaut. Ihr Verfolger Richard von Thurau ist ein Ritter des Deutschen Ordens und von deren Regeln mehr als überzeugt. Auch ist er geprägt von tiefer Gläubigkeit. Für ihn steht fest, er wird Alida zurück zu Konrad bringen.

Ein herrliches Katz und Maus Spiel zwischen Alida und Richard mit vielen Verstrickungen beginnt. Langsam baut sich zwischen beiden eine gewisse Spannung auf, die jedoch immer greifbarer wird. Wie wird Richard sich als Ordensritter entscheiden? Alida, ist hin- und hergerissen, ob sie Richard nicht doch die Wahrheit gestehen soll...!

Zum Ende der Geschichte werden alle offenen Fragen, harmonisch und mit einem wundervollen Abschluss, beantwortet.

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, mit einem spannenden und flüssigen Schreibstil, eine romantische Zeitreise zu erzählen, die mich durchaus begeistern konnte. Die Protagonisten sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen ausführlich gut dargestellt und richtig lebendig in den Handlungsverlauf, eingebunden.
Mit den vielen überraschenden Wendungen, hatte ich mehr als schöne Lesestunden und daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Eine Frau die ein Weltwunder vollendet

Die Architektin von New York
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Die Autorin Petra Hucke erzählt in ihrem neuen Roman „Die Architektin von New York“, die Hintergrundgeschichte eines historischen Bauwerks die auf wahren Begebenheiten beruht, mit vielen Informationen ...

Die Autorin Petra Hucke erzählt in ihrem neuen Roman „Die Architektin von New York“, die Hintergrundgeschichte eines historischen Bauwerks die auf wahren Begebenheiten beruht, mit vielen Informationen über Architektur und einer starken Frau.

Inhalt:
New York, 1865. Die frisch verheiratete Emily Warren Roebling gerät in Panik, als sie und ihr Mann mit der Fähre im vereisten East River stecken bleiben: Es wäre nicht der erste folgenschwere Fährunfall. Doch die Passagiere kommen mit dem Schrecken davon. Wie gut, dass die Stadt endlich den Bau einer Hängebrücke genehmigt hat.

Emily ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie diejenige sein wird, die diese kolossale Aufgabe zu Ende bringen muss. Denn ihr Mann, der Chefingenieur der Brooklyn Bridge, wird schwer krank. Sie übernimmt gegen erbitterte Widerstände die Führung der enormen und gefährlichen Baustelle. Sie will ihrem geliebten Mann zeigen, dass sie an ihren gemeinsamen Traum glaubt. Und der Welt beweisen, dass eine Frau ein Weltwunder schaffen kann.

Meine Meinung:
Für den Bau der Hängebrücke von Brooklyn nach Manhattan, bekommt Emilys Schwiegervater, der Architekt John Augustus Roebling, den Auftrag für den Entwurf und den Bau der Brooklyn Bridge. Dafür schickt er sogar seinen Sohn Washington mit Emily auf eine Europareise, nicht nur um ihr seine alte thüringische Heimat zu zeigen, sondern sich vor allem viele Brückenkonstruktionen anzusehen. Als John Roebling 1870 überraschend stirbt, übernimmt Washington die Bauleitung der Brooklyn Bridge. Bei Unterwasserbauarbeiten erkrankt Washington so schwer, dass er nicht mehr in der Lage ist, vor Ort zu sein. Emily übernimmt immer mehr Aufgaben rund um die technische Leitung des Brückenbaus. Sie will ihrem Mann beistehen und ihm seinen größten Wunsch erfüllen. Sie leitet entgegen jeglichem Widerstand die Baustelle der Brücke…

Emily ist eine offene, selbstbewusste und starke Frau, die trotz ihrer vielen Aufgaben, ihren eigenen Weg geht. In der Geschichte kommt die Beziehung zu ihrem Mann und auch zu ihrem Sohn, viel zu kurz, denn hier fehlen mir einfach die persönlichen und harmonischen Emotionen.

Fazit:
Die Autorin hat mit sehr gut recherchierten Details vor dem historischen Hintergrund über den Bau der Brooklyn Bridge, eine spannende Geschichte in einem angenehmen Schreibstil, erzählt. Auch ist es der Autorin gelungen, alle Protagonisten und Nebenfiguren, im Handlungsverlauf sehr interessant darzustellen und einzubinden.
Von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Von Paderborn über Amsterdam nach Amerika

Im Westen ist Amerika
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Der Autor Dirk Möller, erzählt in seinem Belletristik-Debüt „Im Westen ist Amerika“ eine spannende historische Reise mit dem jungen Johannes durch das südliche Ostwestfalen bis ins ferne Amerika. In einem ...

Der Autor Dirk Möller, erzählt in seinem Belletristik-Debüt „Im Westen ist Amerika“ eine spannende historische Reise mit dem jungen Johannes durch das südliche Ostwestfalen bis ins ferne Amerika. In einem wundervoll gelungenen Schreibstil, baut sich die Geschichte nach und nach langsam auf.

Inhalt:
Paderborn 1792: Frömmigkeit und Armut regieren. Wer arm ist, hungert – oder hilft sich selbst. Wie der siebzehnjährige Johannes, der alles tut, um seine Familie zu ernähren. Er tötet in Notwehr, aber der, den er erschießt, ist nicht irgendwer. Eine atemlose Flucht führt ihn durch das ganze Land und noch viel weiter. Amsterdam ist schmutzig und gefährlich. Auch dort ist er nicht sicher. Er entkommt nach Amerika, und die junge Nation schenkt ihm ein neues Leben. Doch am Himmel über Philadelphia ziehen dunkle Wolken auf – eine Katastrophe bahnt sich an.

Meine Meinung:
Als Leser habe ich einen wunderbaren und - meines Erachtens nach - authentischen Einblick in das Leben im ausgehenden 18. Jahrhunderts, erhalten.

Johannes Bargfeld und seine Eltern, wagen es in der streng religiös geprägten Umgebung von Paderborn anders zu sein. Der Preis jedoch, den sie dafür zahlen müssen, ist ziemlich hoch. Von den Ortsbewohnern werden sie geächtet, ausgestoßen und fristen ein recht armseliges Dasein.
Um seine Familie ernähren zu können, greift der Vater zur Waffe und geht in der Nacht zum Wildern bis ihn Johannes überrascht, der von nun an sich anschließt. Es läuft alles gut bis zu dieser verhängnisvollen Nacht als Johannes in Notwehr tötet. Johannes muss flüchten!

Was Johannes auf seiner abenteuerlichen Flucht erlebt ist schwer in Worte zu fassen. Der Autor hat es geschafft, auf spannende Weise die Geschichte eines Jungen auf der Flucht von Paderborn über Amsterdam nach Amerika zu schildern und beschreibt dabei Land und Leute so lebendig, dass man fast meint dabei zu sein. Er lässt nichts aus, weder die schönen Momente noch die oft grausamen Erlebnisse.

Fazit:
Besonders die detailliert recherchierten historischen Hintergründe waren sehr gelungen und mit seiner zum Teil fast poetischen Ausdrucksweise fesselte mich der Autor, an die spannende Geschichte. Auch die Protagonisten und Nebenfiguren, sind mit viel Spannung im Handlungsverlauf interessant dargestellt und eingebunden.
Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Eine sehr emotionale und tragische Geschichte

Von hier bis zum Anfang
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Der Autor Chris Whitaker, erzählt in seinem neuen Roman „Von hier bis zum Anfang“ eine grandiose Geschichte um Verbrechen, Sühne und Erlösung, die sich in einem wundervollen Schreibstil, nach und nach ...

Der Autor Chris Whitaker, erzählt in seinem neuen Roman „Von hier bis zum Anfang“ eine grandiose Geschichte um Verbrechen, Sühne und Erlösung, die sich in einem wundervollen Schreibstil, nach und nach langsam aufbaut und mit einem dicht gewobenen Ende aufwartet.

Inhalt:
Cape Haven, Kalifornien. Eine beschauliche Kleinstadt vor dem Panorama atemberaubender Küstenfelsen. In diesem vermeintlichen Idyll muss die 13-jährige Duchess nicht nur ihren kleinen Bruder fast alleine großziehen, sondern sich auch um ihre depressive Mutter Star kümmern, die die Ermordung ihrer Schwester vor 30 Jahren nie verwinden konnte. Als deren angeblicher Mörder aus der Haft entlassen wird, droht das fragile Familiengefüge, das Duchess mühsam zusammenhält, auseinanderzubrechen. Denn der Atem der Vergangenheit reicht bis in das Heute und wird das starke Mädchen nicht mehr loslassen...

Meine Meinung:
In Cape Haven scheint jeder jeden zu kennen und nichts bleibt verborgen. Vor dreißig Jahren wurde der damals 15-jährige Vincent King des angeblichen Mordes an der 7-jährigen Sissy Radley angeklagt, verurteilt und musste als Jugendlicher seine Strafe im Männergefängnis, verbringen. Vincent King kehrt als Fremder nach Cape Haven zurück. Nur der Polizist Walk, sein Freund aus Kindertagen, glaubt an ihn und hält zu ihm.

Die Familie Radley zerbricht am Tod von Sissy. Ihre Mutter nimmt sich das Leben und der Vater geht nach Montana. Die ältere Schwester Star und damalige Freundin von Vincent King leidet an Depressionen, verfällt immer wieder dem Alkohol und schafft es nicht, sich um ihre beiden Kinder Duchess und Robin zu kümmern. Walk hält ein Auge auf die kleine Familie und beweist sich hier mehr als ein guter Freund. Die 13-jährige Duchess, kümmert sich rührend um ihren kleinen Bruder. Selbst hat sie sich mit einer mehr als schroffen Art eine Fassade aufgebaut um gegen die Anfeindungen und Ablehnungen ihrer Mitmenschen, anzukämpfen.

Die beiden Protagonisten Duchess und Walk, sind gefangen in ihren festen Ansichten. Duchess, fühlt sich stark und bezeichnet sich selbst als Outlaw, die aber eigentlich nur ihre Mutter und ihren Bruder, beschützen möchte. Walk, ist ein gutmütiger Mensch, der versucht immer nur das Gute in jedem zu sehen.

Erst zum Schluss offenbaren sich die tatsächlichen Zusammenhänge und das ganze Ausmaß der tragischen Wahrheit.

Fazit:
Der Autor rollt emotional die Beziehungen der einzelnen Charaktere untereinander Stück für Stück auf und offenbart Abgründe, aber auch eine Realität, die mich total überrascht hat. Der Schreibstil baut eine fesselnde Spannung auf, die intensiv aufwühlt und tief berührt.
Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Eine tragische Liebe

Die Bucht der Lupinen
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Die Autorin Johanna Laurin, erzählt in ihrem beeindruckenden Debüt-Roman „Die Buch der Lupinen“ eine wundervolle und spannungsgeladene Geschichte, die auf zwei Zeitebenen aufgebaut ist.

Inhalt:
Als Annas ...

Die Autorin Johanna Laurin, erzählt in ihrem beeindruckenden Debüt-Roman „Die Buch der Lupinen“ eine wundervolle und spannungsgeladene Geschichte, die auf zwei Zeitebenen aufgebaut ist.

Inhalt:
Als Annas Großmutter Lou stirbt, reist sie mit ihren beiden Schwestern nach Neufundland, wo Lou seit vielen Jahrzehnten gelebt hat. Während die drei das Haus am Meer ausräumen, wird ihnen bewusst, wie wenig sie über die Vergangenheit und das Leben ihrer Großmutter wissen. Doch dann stoßen die Schwestern auf ein verblichenes Foto, das ihre Großmutter mit einem unbekannten Mann zeigt. Es beginnt eine Reise in das Hamburg der 1930er Jahre, wo Lou als Tochter jüdischer Eltern heranwuchs und wo die Geschichte ihrer ganz großen Liebe begann – einer schicksalhaften Liebe, die Lou in Zeiten der größten Finsternis den Weg wies wie ein leuchtender Stern ...

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist einfach wunderschön und vom Anfang bis zum Ende, stimmig und fesselnd zu lesen.
Die Autorin schreibt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, in der Gegenwart aus der Sicht der drei Schwestern, Anna, Greta und Judith und aus der Vergangenheit in die Gegenwart, von Lou.

Als Anna, Greta und Judith nach dem Tod ihrer Großmutter Louise nach Neufundland reisen und beim Aufräumen auf ein Foto eines unbekannten Mannes stoßen, beginnt auf einmal eine abenteuerliche und unter die Haut gehende Reise in die Vergangenheit. Den Schwestern fällt auf, dass sie über die Vergangenheit ihrer Großmutter, nichts wissen und das wollen sie ändern.

Das Leben von Lou, in Hamburg in den 30er Jahren war nicht einfach. Ihr Leben und das ihrer Familie, wurde schwer durch die politische Lage bedroht und diese jeweiligen Geschehnisse berühren durch tiefe Einblicke in die dramatischen Ereignisse im Zweiten Weltkrieg. Das Schicksal und der Lebensweg von Lou, wird jedoch dramatisch und authentisch, dargestellt.

Nach und nach stellt sich heraus, dass auch die Schwestern mit ihren täglichen Sorgen zu kämpfen haben und hier enthüllen sich auch deren Lebenswege. In Neufundland scheinen sie von ihrem Alltag zur Ruhe zu kommen und finden Zeit, Frieden in ihr eigenes Leben zu bringen.

Fazit:
Die Autorin hat mit ganz bezaubernden Worten, lebendig die historischen sowie politischen Begebenheiten und deren Details gut recherchiert, erzählt. Der Handlungsverlauf wurde richtig interessant und fesselnd dargestellt. Für mich ein Buch so richtig zum Wohlfühlen.
Mit Freude, warte ich gespannt auf weitere Veröffentlichungen der Autorin.
Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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