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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2021

solide

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Als Fantasy-Fan kann ich an neuen AutorINNen immer schlecht vorbeigehen und bin deshalb auf KRONENKAMPF von Valentina Fast gestoßen.

Im Königreich Alandra findet ein Wettkampf statt um die Krone des ...

Als Fantasy-Fan kann ich an neuen AutorINNen immer schlecht vorbeigehen und bin deshalb auf KRONENKAMPF von Valentina Fast gestoßen.

Im Königreich Alandra findet ein Wettkampf statt um die Krone des Reiches. Dazu bedarf es magischer Fähigkeiten, die auch die Gesellschafterin Fiana besitzt. Eine Weile kann sie das Geheimnis für sich behalten, aber schließlich steckt sie mitten im Kampf um die Krone.

Es ist ein Jugendbuch, dementsprechend ist der Erzählstil relativ einfach gehalten und manche Geschehnisse passieren etwas schnell und einiges ahnt man als erfahrener Fantasy-Leser auch vorher schon. Dennoch hatte ich Spaß mit dem Buch, da es einige schöne Szenen und eine sympathische Heldin bereit hält. Ich hatte keine große Lektüre erwartet sondern erfrischende junge Phantastik und meine Erwartungen wurden weitgehend erfüllt. Durchaus einen Blick wert gewesen.

Veröffentlicht am 20.07.2021

zum Nachdenken

The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
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Ich kenne den ein oder anderen Roman von Matt Haig bereits. In den letzten Jahren beschäftigen ihn vor allem Themen, die mit Depressionen und ähnlichem zu tun haben. Das liegt sicher an seinen eigenen ...

Ich kenne den ein oder anderen Roman von Matt Haig bereits. In den letzten Jahren beschäftigen ihn vor allem Themen, die mit Depressionen und ähnlichem zu tun haben. Das liegt sicher an seinen eigenen Erfahrungen mit dem Thema. The comfort book ist eine Sammlung von klugen Lebensweisheiten, Denkanstößen, Anekdoten und Ähnlichem. Teilweise aus seiner eigenen Feder, teilweise von anderen Dichtern und Denkern. Im besten Sinne ist es ein Buch, welches zum Nachdenken anregt, zum Hinterfragen des eigenen Lebens, der eigenen Einstellung, dem eigenen Wohlbefinden. Es geht nicht darum, das Buch von vorne bis hinten durchzulesen, sondern eher, immer wieder neue Abschnitte zu genießen und für sich zu entdecken. Ein Buch also, welches man gerne auf den Nachttisch legt und vielleicht nach dem Aufwachen ein wenig drin schmökert, um dann einen guten Gedanken über den Tag mit zu nehmen. So habe ich es gemacht und fand das durchaus bereichernd.

Ob das Buch wirklich etwas für depressiv veranlagte Menschen ist, möchte ich jetzt mal nicht beschwören. Aber zur Erweiterung des eigenen Horizonts fand ich es eine gute Unterstützung. Die Abschnitte aus dem Leben des Autors waren für mich sehr ehrlich und nahbar. Das hat mir gefallen.

Veröffentlicht am 08.02.2021

gute Teenagerlektüre

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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An diesem Wahnsinns-Cover kann man wirklich nur schwer vorbei gehen. Es zieht einen magisch an. Außerdem spielt das Meer und ein geheimnisvoller Fremder namens Aris eine große Rolle. Die Heldin Ella ist ...

An diesem Wahnsinns-Cover kann man wirklich nur schwer vorbei gehen. Es zieht einen magisch an. Außerdem spielt das Meer und ein geheimnisvoller Fremder namens Aris eine große Rolle. Die Heldin Ella ist eine energische Teenagerin, die sich nicht so leicht einschüchtern oder aus der Ruhe bringen lässt. Ihr Temperarment und ihre Gewitztheit sind erfrischend und kommen vor allem in den Dialogen gut rüber. Aris, der Unbekannte, dem Ella das Leben rettet, ist einerseits ein netter Kerl aber andererseits lastet ein Geheimnis auf ihm. Auch das liest man zwischen den Zeilen gut raus.

Das Buch ist für junge Teenager und deshalb ist auch der Schreibstil eher einfach und fast kindlich gehalten. Auch die zarten Gefühle der beiden Hauptakteure sind dem angepasst und halten sich angenehm im Hintergrund. Für Jugendliche, die gerne ein wenig Magie in einer eigentlich realen Geschichte lesen wollen, genau das richtige Buch

Veröffentlicht am 08.02.2021

neue Krimireihe

Der andere Sohn
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Das schwedische Autorenduo Mohlin/Nytröm legt mit „Der andere Sohn“ seinen ersten Kriminalroman vor. Das tolle Cover – farblich ungewöhnlich für einen Krimi – und der vielversprechende Klappentext waren ...

Das schwedische Autorenduo Mohlin/Nytröm legt mit „Der andere Sohn“ seinen ersten Kriminalroman vor. Das tolle Cover – farblich ungewöhnlich für einen Krimi – und der vielversprechende Klappentext waren Gründe genug für mich, das Buch zu lesen.

Man wird gleich reingeschmissen in das Leben des FBI-Agenten John Adderley und erlebt mit, wie ein gefährlicher Einsatz ihn an seine Grenzen bringt. Er muss das Land dringend unerkannt verlassen und landet mit neuer Identität als Fredrik Adamsson in der Heimat seiner Mutter in Schweden. Dort wird er als Ermittler auf einen Cold-Case-Fall angesetzt, der schon 10 Jahre zurück liegt und in dem u.a. ein junges Mädchen verschwunden ist.

Was mir gefallen hat:
Die Figur des Fredrik/John ist wahnsinnig komplex und erschließt sich dem Leser nur nach und nach. Das fand ich durchaus interessant, auch wenn der Kerl kein wirklicher Sympathieträger sein möchte. Der Fall an sich ist kniffelig und undurchsichtig, so dass man nur durchs Weiterlesen der Lösung näher kommt. Knackige Dialoge und wohl dosierte Action machen Tempo.

Was mir nicht so gefallen hat:
Am Anfang tat ich mich irgendwie schwer, in die Geschichte reinzukommen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Ich habe etwas gebraucht, um im Leben von Fredrik und im Fall anzukommen, aber dann konnte der Plot mich überzeugen. Vielleicht war es mir einfach too much, dass der Ermittler Undercover, durch eine Angststörung gehandicapt und an einem Fall dran ist, in dem sein eigener Bruder als der Hauptverdächtige geführt wird. Einfach ein bisschen viel Gewolltes. Aber nachdem ich das akzeptiert hatte, machte der Krimi durchaus Vergnügen zu lesen.

Fazit: Ungewöhnlich aber empfehlenswert.

Veröffentlicht am 13.11.2020

Guter Reiheneinstieg

Die Göttinnen von Otera (Band 1) - Golden wie Blut
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Schon wieder konnte ich es mir nicht verkneifen eine neue Jugendbuchreihe anzufangen. Aber das Cover hat mich einfach magisch angezogen. Die Welt, die in Otera erschaffen wird, ist eine archaische und ...

Schon wieder konnte ich es mir nicht verkneifen eine neue Jugendbuchreihe anzufangen. Aber das Cover hat mich einfach magisch angezogen. Die Welt, die in Otera erschaffen wird, ist eine archaische und von Männern und Vorurteilen beherrschte. Mädchen, die ganz offensichtlich durch ihr Blut als ungewöhnlich erkannt werden, müssen aus der normalen Gesellschaft entfernt werden und haben nur durch eine harte und grausame Ausbildung die Möglichkeit, sich wieder zu integrieren. Das nenne ich mal eine Gruppe von Menschen ausgrenzen. Durch diese Ausgangssituation, denn die Hauptdarstellerin Deka ist natürlich eine der Ausgestoßenen, ist es ein recht düsteres und für Mädchen und Frauen eher frustrierendes Szenario. Und die Heldin muss sehr mit sich ringen und sich wirklich verändern, denn anfangs fügt sie sich in dieser Welt und denkt lange nicht daran, auszubrechen und umzudenken.

Es handelt sich um ein Jugendbuch und diesem Umstand rechne ich mal den eher einfachen Erzählstil zu, der für mich gerne etwas ausführlicher und mehr ins Detail gehender hätte sein dürfen. Viele Beschreibungen kratzen nur an der Oberfläche und lassen sehr großen Raum für die Phantasie des Lesers. Dadurch wird es manchmal etwas zu wage für meinen Geschmack. Alles in allem lässt sich das Buch aber gut lesen und wird zum letzten Drittel hin richtig spannend. Und man möchte wissen, wie es weitergeht, also heißt es waren auf den zweiten Band, der bereits angekündigt wurde.