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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2021

Ein richtig cooler Reihenauftakt voller Witz, Charme, Herz & Grusel!

Biest & Bethany (Band 1) - Nicht zu zähmen
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Als ich das erste Mal von „Biest & Bethany – Nicht zu zähmen“ hörte, wusste ich sofort, dass ich die Geschichte lesen muss. Der Klappentext klang einfach so gut und das coole Cover konnte ebenfalls augenblicklich ...

Als ich das erste Mal von „Biest & Bethany – Nicht zu zähmen“ hörte, wusste ich sofort, dass ich die Geschichte lesen muss. Der Klappentext klang einfach so gut und das coole Cover konnte ebenfalls augenblicklich bei mir punkten. Das Buch musste ich einfach bei mir einziehen lassen.

Ebenezer Tweezer ist stinkreich und uralt. Er wohnt in einem wahren Schloss und zählt stolze 511 Jahre, sieht dank eines Trank, den er regelmäßig einnimmt, allerdings wie Anfang zwanzig aus. Für sein junges, attraktives Aussehen würde Ebenezer Tweezer so gut wie alles tun. Er würde sogar ein Kind an ein Monster verfüttern. Was nun wie ein schlechter Witz klingt, ist leider grausame Realität. Ebenezer hat mit einem Biest, das seit seiner Kindheit gut versteckt auf seinem Dachboden haust, einen Pakt abgeschlossen: Er bringt diesem schleimigen Ungeheuer alles, was es zu fressen verlangt und im Gegenzug erfüllt es ihm alle seine Wünsche. Und zu denen gehört eben auch sein Unsterblichkeitstrank. Inzwischen hat das Biest schon alles Mögliche verspeist, aber eine Sache hat es noch nicht gekostet: Ein saftiges, gut genährtes Kind. Dies wird die nächste Forderung der Bestie sein. Erst wenn ihm Ebenezer ein Menschenkind bringt, erhält er sein lebenswichtiges Elixier. Da die Zeit drängt, macht sich Ebenezer sofort auf die Suche nach einem passenden Kind. In der Waise Bethany wird er schließlich fündig. Bethany ist einfach nur ein grässliches Mädchen. Wenn es ein Kind verdient hat, von einem Monster aufgefressen zu werden, dann sie. Das Ganze wird sich jedoch als kniffliger herausstellen als gedacht.

Wer meinen Lesegeschmack ein bisschen näher kennt, wird vermutlich wissen, dass ich wahnsinnig gerne Bücher lese, die voller schwarzem Humor und Grusel stecken. Und dass ich eine absolute Kinderbuchliebhaberin bin, dürfte wohl wirklich allen, die meine Rezensionen verfolgen, inzwischen bekannt sein. Solltet ihr diese Vorlieben mit mir teilen, kann ich euch nur wärmstens empfehlen, den Auftakt der „Biest & Bethany“ - Serie bei euch einziehen lassen!

Ich bin eindeutig nicht mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen: Die Geschichte, die ich hier zu lesen bekommen habe, ist herrlich makaber und schräg und unheimlich lustig. Zugleich ist sie aber auch herzerwärmend und vermittelt wichtige Botschaften. Spannend und schaurig ist sie natürlich auch und grandios illustriert. All das habe ich mir von dem Kinderbuchdebüt von Jack Meggitt-Phillips erhofft und tja, wie gesagt, genau das habe ich auch bekommen.

Mir hat der erste Band der „Bethany & Biest“ - Reihe wundervolle Lesestunden bereitet. Die bissige Komik war definitiv vollkommen meine – ich stehe einfach total auf diesen einmaligen britischen Humor. Jedermanns Sache wird er wohl nicht sein, da er schon recht speziell ist, aber ich habe mich beim Lesen teilweise wirklich köstlich amüsiert. Die Story sprüht nur so vor verrückten Ideen und die Charaktere sind allesamt so hinreißend ausgefallen und einzigartig.

Mit den Figuren konnte mich der Autor gänzlich überzeugen. Allesamt haben sie so ihre Eigenarten und Besonderheiten, mit denen sie das Leseerlebnis absolut perfekt machen.
Da hätten wir zum einem Ebenezer Tweezer, der wie ein junger, gut aussehender 20-jähriger Mann aussieht und die Aura reizender Unschuld besitzt. Der Schein trügt allerdings, denn Ebenezer ist sage und schreibe 511 Jahre alt und als reizend und unschuldig kann man ihn beileibe nicht bezeichnen. Ebenezer Tweezer ist ein schrecklicher und extrem selbstsüchtiger Mensch. Ihn wird zunächst garantiert kein/e Leser*in ins Herz schließen.
Mit Bethany schaut das ganz genauso aus. Sie ist zunächst sogar noch abscheulicher drauf als Ebenezer. Bethany ist nervig, rotzfrech und einfach nur grässlich. Sie mobbt und bestiehlt andere Kinder im Waisenhaus, sie ist unverschämt gegenüber Ebenezer und spielt ihm lauter gemeine Streiche. Das Zusammenspiel zwischen den beiden fand ich einfach nur spitze. Mich hat es bestens unterhalten. :D
Aber, so viel sei schon mal verraten: In Ebenezer und auch in Bethany wird noch ein Umdenken stattfinden. Die beiden werden sich im Verlauf der Geschichte sehr verändern und diese Entwicklung mitzuverfolgen fand ich wunderschön und bewegend.

So abgedreht und schwarzhumorig die Story auch sein mag – sie ist auch sehr warmherzig und charmant und vermittelt wichtige Werte wie die wahre Bedeutung von Freundschaft und Familie. Diese Kombi aus Witz, Tiefe und Herzenswärme hat mir ganz besonders gut gefallen.

Aber noch einmal zurück zu den Charakteren. Auf alle werde ich hier nun nicht eingehen, aber von dem Biest möchte ich euch unbedingt noch berichten.
Mit dem Biest hat Jack Meggitt-Phillips eine außergewöhnliche Kreatur erschaffen. Das Biest sieht aus wie ein hässlicher, unförmiger Klumpen, es ist schleimig, böse und gierig. Es frisst nahezu alles und kann wiederum so gut wie alles auskotzen. Ich warne mal lieber vor: Das Biest verspeist auch Lebewesen und es würgt ständig Dinge aus seinem erstaunlichen Magen hervor. Ja, ich weiß, das klingt furchtbar und ziemlich eklig, aber keine Sorge, die Erzählung bleibt jederzeit kindgerecht. Die grausigen Dinge werden wunderbar überspitzt dargestellt und die vielen Widerlichkeiten werden bei Kindern ganz bestimmt richtig gut ankommen.
Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 9 Jahren und dem schließe ich mich auf jeden Fall an.

Was dann natürlich nicht unerwähnt bleiben darf, sind die großartigen schwarz-weiß Illustrationen von Isabelle Follath. Von den zahlreichen Bildern bin ich total begeistert. Sie sind lustig, zum Schmunzeln schön und passen einfach nur perfekt zur Geschichte. Zu meiner großen Freude kommen wir in den Genuss von sehr vielen Zeichnungen – sogar doppelseitige! Ich muss unbedingt noch schauen, was die Isabelle Follath sonst noch so illustriert hat. Mir gefällt ihr Zeichenstil ausgesprochen gut.

Enden tut die Geschichte mit einen kleinem fiesen Cliffhanger, sodass man am liebsten sofort weiterlesen würde. Leider heißt es da aber noch ein kleines bisschen warten, denn die Fortsetzung wird erst im Frühjahr 2022 erscheinen. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr!

Fazit: Ein genialer Gruselschmöker voller Spannung, Herz und Charme und mit ganz viel herrlich skurrilem Humor!
Jack Meggitt-Phillips hat mit dem ersten Teil seiner Biest & Bethany-Reihe einen rundum gelungenen Auftaktband aufs Papier gezaubert, mit welchem er mich auf ganzer Linie überzeugen konne. Mir hat dieser ungewöhnliche Kinderroman ein tolles Lesevergnügen beschert. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und mich dabei prächtig amüsiert. Langeweile kam für mich beim Lesen definitiv an keiner Stelle auf. Ich kann „Biest & Bethany – Nicht zu zähmen“ nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2021

Eine wunderschöne Fortsetzung!

Maxi von Phlip (2). Wunschfee vermisst!
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Da mir der Auftaktband der „Maxi von Phlip“ - Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf das zweite Abenteuer mit dieser quirligen und ...

Da mir der Auftaktband der „Maxi von Phlip“ - Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf das zweite Abenteuer mit dieser quirligen und weltbesten Wunschfee habe ich mich riesig gefreut!

Seit Maxi von Phlip bei Paula Goldenberg wohnt, ist jeder Tag der reinste Kopfstandtag. Wenn man so eine abenteuerlustige Fee wie Maxi zur Freundin hat, sucht man eine Sache wahrlich vergebens: Langeweile. Paula hat diese kleine Wunscherfüllerin inzwischen ganz fest in ihr Herz geschlossen, auch wenn diese mit ihren magischen Fähigkeiten gerne mal für ordentlich Chaos sorgt.
Doch dann ist Maxi eines Tages plötzlich spurlos verschwunden. Und das alte Segelschiff aus dem Trödelladen von Paulas Vater, von dem die Wunschfee so fasziniert war, ist ebenfalls weg. Ihr Papa hat es verkauft, kennt allerdings den Namen des Käufers nicht. Paula ist sich sehr sicher, dass sich Maxi auf dem Modellschiff befunden hat. Sie muss ihre neue Freundin unbedingt wiederfinden und retten! Ob ihr die Oberfeen vielleicht helfen können?

Die Geschehnisse aus dem ersten Teil waren mir noch sehr präsent – ich habe daher problemlos in das „Maxi von Phlip“-Universum zurückgefunden. Kurze Info an alle Neulinge: Steigt besser mit Auftaktband in die Serie ein. Man kann der Handlung in der Fortsetzung zwar vermutlich auch ohne Vorkenntnisse gut folgen, aber da die Bände aufeinander aufbauen, macht es definitiv mehr Sinn, wenn man sie in der chronologischen Reihenfolge liest. Das Lesevergnügen ist dann einfach deutlich höher.

Mein Leseerlebnis war jedenfalls absolut perfekt. In meinen Augen haben Anna Ruhe und Max Meinzold mit „Wunschfee vermisst!“ einen rundum gelungenen Folgeband aufs Papier gebracht, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Auch das zweite Abenteuer mit Maxi von Phlip und Paula steckt voller Magie, Spannung, Witz und Charme und ist traumhaft von Max Meinzold illustriert. Ich hatte tierisch viel Freude beim Lesen und habe das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Dem Erscheinen von Band 3 fiebere ich schon jetzt ganz ungeduldig entgegen. Angekündigt ist, soweit ich weiß, zwar noch nichts, aber da Maxis Mission immer noch nicht abgeschlossen ist (keine Sorge, es gibt keinen fiesen Cliffhanger), gehe fest davon aus, dass wir uns über mindestens ein weiteres Wiedersehen mit ihr freuen dürfen.

Aber zurück zum zweiten Band. Wunschfee Maxi befindet sich nach wie vor in der Menschenwelt, genauer gesagt bei Paula zu Hause, und muss mit recht eingeschränkten Zauberkräften auskommen. Erst wenn sie ein paar gute Taten für Paula vollbracht hat, erhält sie von den (sehr strengen) Oberfeen ihre gesamten Fähigkeiten zurück. Keine leichte Aufgabe, zumindest dann nicht, wenn man Maximeralda Feodora Dilara Nima von Phlip heißt. Maxis Vorstellungen davon, was gut für ihre Menschenfreundin ist, unterscheiden sich nämlich etwas von Paulas. Hinzu kommt, dass sie ein totaler Wirbelwind ist. So endet unter anderem eine Zimmeraufräumaktion dank diesem kleinen rotgelockten Wuschelkopf in einem ziemlichen Durcheinander und Paula hat letztendlich mehr Arbeit als vor der Wunschfee-Zauberei. Man kann Maxi allerdings nie lange böse sein, dafür ist sie viel zu süß und liebenswert. Also in meinem Herzen hat sie sich schon längst einen Platz gesichert. Ich finde Maxi einfach nur bezaubernd und musste auch dieses Mal ständig über sie schmunzeln. So hat mich beispielsweise ihr enorm großer und beeindruckender Appetit bestens unterhalten, hihi.

Neben unserer Buchheldin haben mir auch die weiteren Charaktere wieder richtig gut gefallen. Allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und wirken jederzeit authentisch. Da hätten wir zum Beispiel Paula, aus deren Sicht wir erneut alles in der dritten Person erfahren. Paula ist ein super sympathisches Mädchen, man muss sie einfach sofort gernhaben. Genauso schaut es mit ihrer besten Freundin Jule aus sowie ihrem Papa (der, anders als Jule, keine Ahnung von Maxi hat, was für einige amüsante Szenen sorgen wird).

Bezüglich der Handlung kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Sie kann mit lauter witzigen Momenten aufwarten und auch die Spannung und die Überraschungen kommen nicht zu kurz. Langeweile kommt beim Lesen definitiv nicht auf. Die Geschichte lädt durchweg zum Mitfiebern ein und bringt einfach nur unheimlich viel Spaß.

Empfohlen wird die Reihe ab 7 Jahren und dem schließe ich mich an. Kinder ab diesem Alter sollten der Erzählung ohne Probleme folgen können. Zum Vorlesen kann ich die Bücher ganz besonders empfehlen. Ich selbst habe beide Bände zwar für mich alleine gelesen, kann mir allerdings nur zu gut vorstellen, dass sie für wunderbare Vorlesestunden sorgen. Vor allem die ulkigen, „maxibombastischen“ Wortneuschöpfungen von Plappermaul Maxi werden bei jungen Zuhörer*innen garantiert sehr gut ankommen.
Zum Selberlesen würde ich persönlich die Reihe ab etwa 8 Jahren empfehlen. Wer schon etwas geübter im Lesen ist, sollte mit den Maxi von Phlips-Geschichten meinem Empfinden nach keine Schwierigkeiten haben.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die fantastische Innengestaltung, die wir erneut dem Illustrator und Grafikdesigner Max Meinzold zu verdanken haben. Ich bin von seinen zahlreichen farbigen Illustrationen mal wieder ganz hingerissen. Eines meiner persönlichen Highlights war die doppelseitige Zeichnung von dem Puppenhaus, in welches Maxi einziehen wird. Das Bild hat es mir wirklich total angetan. Der Max Meinzold kann schon echt toll zeichnen. Ich liebe seinen unverkennbaren Zeichenstil einfach. Besonders angetan bin ich immer von seinen Figuren, die stets so ein herrlich keckes Aussehen haben.
Bei der Maxi von Phlips-Serie finde ich zudem ziemlich genial, dass die Bilder so eine coole Unscharf-Scharf-Technik besitzen. Manche Dinge stehen fokussiert im Vordergrund, während der Rest des Bildes etwas verschwommen im Hintergrund zu sehen ist. Von dieser innovativen Idee war ich bereits im ersten Band hellauf begeistert. Die gesamte Aufmachung der Maxi von Phlips-Bücher ist einfach nur klasse und einzigartig.

Fazit: Turbulent, lustig und charmant. Eine zauberhafte Fortsetzung!
Maxi von Phlip ist wieder da und mit ihr ein weiteres feenstarkes Abenteuer! Mich haben Anna Ruhe und Max Meinzold mit „Wunschfee vermisst!“ auf ganzer Linie überzeugen können. Auch der zweite Band beschert Jung und Alt eine magische Feen- und Freundschaftsgeschichte, die an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt, voller Fantasie steckt und wunderschön illustriert ist. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Wunschfee Maxi und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Witzig, liebenswert, einzigartig - ein tolles Buch!

Ich bin (d)ein Buch, hol mich hier raus! (1). Vorsicht: Hier spukt ein Buch
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Als ich das erste Mal über „Ich bin (d)ein Buch, hol mich hier raus! Vorsicht: Hier spukt ein Buch“ stolperte, konnten der ulkige Titel und das originelle Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich ...

Als ich das erste Mal über „Ich bin (d)ein Buch, hol mich hier raus! Vorsicht: Hier spukt ein Buch“ stolperte, konnten der ulkige Titel und das originelle Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach und ich die Bücher von der Katja Frixe zudem immer wahnsinnig gerne lese, stand für mich sehr schnell fest, dass dieses Buch unbedingt mein Buch werden sollte. Ich ließ es daher mit Freude bei mir einziehen.

Schule ist öde und langweilig? Also wenn ein gelbes, lebendiges Buch im Klassenzimmer haust, ist der Unterricht definitiv das genaue Gegenteil von langweilig. Seit das Buch in der Klasse von Herrn Blume aufgetaucht ist, haben Ben und seine Mitschülerinnen den lustigen und tollsten Unterricht der Welt. Das Buch ist fröhlich, pfiffig und immerzu auf Schabernack aus, es macht ständig Quatsch und hilft den Kindern heimlich im Unterricht. Es kann einfach alles. Na ja, okay, so gut wie alles. Es kann zum Beispiel Klavier und Fußball spielen und Buchstaben durch die Luft fliegen lassen. Mit so einem außergewöhnlichen Buch als Freund wird einfach jeder Schultag zu einem echten Abenteuer.

Als ich mit dem Lesen begann, wusste ich schon nach der ersten Seite, dass ich eine sehr vergnügliche (und leider auch ziemlich kurze) Lesezeit mit dem Buch verbringen werde. Und wisst ihr was? Ich habe goldrichtig vermutet. Mir hat es diebisch viel Freude bereitet die vier Comic-Geschichte durchzuschmökern und da Text insgesamt nur recht wenig vorhanden ist, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Also in meinen Augen haben Katja Frixe und Tine Schulz eine fabelhafte Teamarbeit geleistet und gemeinsam ein wundervolles Buch herausgebracht, welches für Leseanfänger und Lesemuffel einfach nur perfekt geeignet ist. Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 6 Jahren und dem schließe ich mich auf jeden Fall an.

Dank der einfallsreichen Innenaufmachung und der großen Schrift bietet sich „Ich bin (d)ein Buch, hol mich hier raus! Vorsicht: Hier spukt ein Buch“ wirklich prima fürs Lesenlernen an. (Zum Vorlesen kann ich es aber auch nur empfehlen.) Die Comic-Geschichten sind in vier unterschiedliche Lesestufen unterteilt – von ganz leicht bis etwas anspruchsvoller.

Gleich zu Beginn, nachdem wir anständig begrüßt wurden, erklärt uns unser buchiger Protagonist wie man das Buch lesen kann. Wenn man noch nicht so sicher im Selberlesen ist, sollte man am besten zuerst die erste Geschichte lesen. Diese besitzt einen hohen Bildanteil und nur sehr wenig Text, der aus kurzen und einfachen Sätzen besteht.
Sollte man schon etwas besser lesen können, kann man aber auch weiterblättern, wenn man mag, und sich den etwas schwieriger gestalteten Erzählungen widmen. Das letzte Kapitel ist schließlich für junge Leseprofis – dieses enthält deutlich mehr Text.

Natürlich weist uns das Buch aber auch darauf hin, dass man am besten alle Geschichten lesen sollte, da sie alle vier sehr spannend und spaßig sind. ;)

Ich bin dem Rat von dem Buch natürlich gefolgt. Solltet ihr unbedingt auch tun, die vier kleinen Schulabenteuer sind wirklich allesamt richtig toll! Und da sie überdies ein bisschen miteinander zusammenhängen, halte ich es für sinnvoller, sie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Man kann sie aber auch problemlos unabhängig voneinander lesen.
Welche Geschichte mir am besten gefallen hat, kann ich gar nicht sagen. Mich haben alle vier bestens unterhalten. Das Buch hat wahrlich nur Flausen im Kopf, hihi. Man muss es aber einfach lieben. Also ich habe diese liebenswürdige, aufgeweckte Kerlchen sofort in mein Herz geschlossen.

Was dieses Buch wirklich zu etwas ganz Besonderem macht, ist die außergewöhnliche Erzählweise. Von der ich bin ganz hingerissen. Das Buch höchstpersönlich schlüpft in die Rolle der Hauptperson und erzählt uns alles in der Ich-Perspektive. Eine total coole Idee und, wie ich finde, großartig umgesetzt. Das Buch besitzt so eine herrlich humorvolle und einfach nur einmalige Art zu erzählen – ich bin da aus dem Schmunzeln stellenweise gar nicht mehr herausgekommen. Klasse fand ich auch, dass uns das Buch immer wieder direkt anspricht. Man bekommt als Leser
in so richtig das Gefühl, selbst Teil der Geschichten zu sein. Verstärkt wird dieser Eindruck noch dadurch, dass uns das Buch immer wieder auffordert irgendetwas zu tun wie es zum Beispiel mal ausgiebig am Rücken zu kratzen oder ihm ein bisschen frische Luft zuzuwedeln.
Die zahlreichen interaktiven Elemente gestalten das Leseerlebnis enorm abwechslungsreich und unterhaltsam – man mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, weil es einfach so viel Spaß macht.

Hinsichtlich der Gestaltung kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Tine Schulz hat das Buch mit zahlreichen farbigen Illustrationen im Comic-Stil versehen, die allesamt hevorragend mit dem Text harmonieren. Mir haben die vielen, vielen Bilder unheimlich gut gefallen. Sie sind witzig, fröhlich und einfach nur zum Schmunzeln schön. Vor allem die verschiedenen Gesichtsausdrücke der Figuren haben mir ständig ein breites Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Fazit: Ein wunderbares Mitmachbuch mit Gute-Laune-Garantie – perfekt geeignet für Leseanfänger und Lesemuffel!
Mich haben Katja Frixe und Tine Schulz mit ihrem gemeinsamen Werk „Ich bin (d)ein Buch, hol mich hier raus! Vorsicht: Hier spukt ein Buch“ auf ganzer Linie überzeugen können. Die kleinen Comicgeschichten, die in unterschiedliche Lesestufen eingeteilt sind, stecken voller Witz, Charme und Kreativität und lassen an keiner Stelle Langeweile aufkommen, die Erzählweise und das Konzept sind super originell und einzigartig, die Aufmachung ist genial - klingt gut? Nun, das ist es auch! Also ich bin begeistert und kann jedem nur ans Herz legen, dieses liebenswerte Buch bei sich einziehen zu lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 07.07.2021

Spannend, lustig, herzerwärmend. Ein wunderbares Finale!

Die Magischen Sechs - Kalagans Rache
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Hurra, endlich geht es mit den Magischen Sechs weiter! Da mich Neil Patrick Harris mit den drei vorherigen Bänden hellauf begeistern konnte, habe ich dem Erscheinen des vierten Bandes ganz ungeduldig ...

Hurra, endlich geht es mit den Magischen Sechs weiter! Da mich Neil Patrick Harris mit den drei vorherigen Bänden hellauf begeistern konnte, habe ich dem Erscheinen des vierten Bandes ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Auf mein Wiedersehen mit den Magischen Sechs habe ich mich riesig gefreut!

Wer ist nur dieser mysteriöse und fiese Kalagan? Die Magischen Sechs müssen unbedingt hinter seine wahre Identität kommen und herausfinden, was ihr Gegenspieler Böses im Schilde führt. Doch gerade jetzt, wo zusammenhalten angesagt ist, sorgt Ridley Larsen mit ihren ehrlichen und harten Worten für Unstimmigkeiten in der Truppe. Ridley ist eigentlich alles, was eine gute Freundin ausmacht: Man kann sich auf sie verlassen, sie ist treu und clever. Wäre da nur nicht ihr hitziges Temperament. Für ihre Freunde würde sie aber wirklich alles tun. Als die Magischen Sechs Kalagan immer mehr auf die Schliche kommen, erkennt Ridley, dass sie und ihre Freunde gemeinsam am stärksten sind und sie nur zusammen ihren Erzfeind aufhalten können.

Nach gut eineinhalb Jahren habe ich mich letzte Woche nun also endlich auf meinen sehnsüchtig erwarteten vierten Teil der „Die Magischen Sechs“ - Serie stürzen können. Was ich nur vor dem Lesen gar nicht wusste: Bei „Kalagans Rache“ handelt es sich leider um den Abschlussband der Reihe. Keine Ahnung, aber irgendwie ist das völlig an mir vorbeigegangen. Erst als ich das Buch aufschlug und im Vorwort des Autors über das Wörtchen „Finale“ gestolpert bin, ist mir bewusst geworden, dass ich mit diesem Band das letzte Abenteuer der Magischen Sechs in Händen halte. Ich habe die Geschichte daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Echt schade, dass die Reihe nun abgeschlossen ist. Aber gut, ist nun eben so – und was man über den vierten Teil zweifellos sagen kann: Er beschert uns ein absolut würdiges Finale! Mich zumindest hat Neil Patrick Harris mit „Kalagans Rache“ auf ganzer Linie überzeugen können.

Ehe ich euch weiter berichte, warum ich so begeistert von dem Buch bin, kurze Info an all diejenigen, die noch nicht das Vergnügen hatten, die Magischen Sechs kennenzulernen: Da die Bände aufeinander aufbauen, rate ich sehr sie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. In meinen Augen braucht man das Vorwissen aus den Vorgängern um dem Geschehen in den Fortsetzungen ohne Probleme folgen zu können.

Obwohl es bei mir nun schon wieder ein Weilchen her ist, dass ich den dritten Teil gelesen habe, habe ich mühelos in die Welt der Magischen Sechs zurückgefunden und einmal wieder in sie eingetaucht, wollte ich sie am liebsten gar nicht mehr verlassen. Ich habe auch diesen Band so richtig weggesuchtet und leider viel zu schnell wieder beendet.

Nachdem bereits Carter, Leila und Theo in die Rollen der Hauptprotagonistinnen geschlüpft sind, übernimmt im vierten Band Ridley diesen Part. Auf ihr liegt dieses Mal der Fokus, sodass wir sie und ihr Leben nun endlich näher kennenlernen dürfen.
Ridley mochte ich schon in den drei vorherigen Bänden sehr gerne. Sie ist so herrlich tough und clever. Einen wirklich herzlichen Eindruck hat sie zwar bislang nicht gemacht – sie wirkt meist recht misstrauisch und übellaunig – aber liebgewonnen habe ich dieses starke Mädchen im Rollstuhl dennoch, definitiv. Und da wir in diesem Band einen sehr genauen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhalten und mehr über sie erfahren, kann man als Leser
innen zudem immer besser verstehen und nachvollziehen, warum sich Ridley meist etwas unwirsch gibt.

Relativ zu Beginn der Geschichte wird deutlich, dass es Ridley sehr belastet, dass ihre Eltern so viel arbeiten. Ihr Vater ist ständig auf Reisen und ihre Mutter denkt immer nur an ihre Romane und widmet sich mehr ihrer Schreibkarriere als ihrer Tochter. Mir tat Ridley voll leid, dass sie sich zu Hause so einsam fühlt. Es wird sich aber noch was in ihrem Leben ändern, so viel sei schon mal verraten. Und keine Sorge, zu traurig oder bedrückend wird die Story nicht. Es werden zwar teils schwere Themen angesprochen wie Einsamkeit, Vernachlässigung und Enttäuschung, aber da der Autor diese Aspekte auf eine sanfte und leichte Weise behandelt, bleibt die Handlung jederzeit vollkommen kindgerecht. Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich auf jeden Fall an.

Neben den bereits genannten Themen haben noch viele weitere bedeutsame Dinge ihren Platz in der Geschichte gefunden wie Freundschaft, Familie, Ehrlichkeit, Mut und Zusammenhalt. Die Erzählung vermittelt wundervolle Botschaften und steckt voller Herz und Wärme. Zu sehen was für eine tolle Freundschaft die Magischen Sechs verbindet und wie großartig ihr Teamgeist ist, fand ich erneut total schön. Mir haben so einige Szenen ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Was natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommt, ist die Spannung. Die Handlung reißt einen von Beginn an und lässt an keiner einzigen Stelle Langeweile aufkommen. Sie kann mit lauter Geheimnissen, Überraschungen und unglaublicher Enthüllungen aufwarten, sodass man durchweg am Mitfiebern und Mitraten ist. Und da es natürlich auch wieder so einige amüsante Szenen gibt – so sorgen zum Beispiel die Zwillinge Izzy und Ollie mal wieder für die beste Unterhaltung – gerät man beim Lesen auch öfters sehr ins Schmunzeln. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfach so viel Spaß macht.

Mit den Figuren hat mich der Autor ebenfalls wieder gänzlich überzeugen können. Zu meiner großen Freude sind erneut zahlreiche liebgewonnene Gesichter mit von der Partie wie die Magischen Sechs (logisch) oder die beiden herzensguten Mr Vernons. Auch ein paar neue Personen werden eingeführt und egal ob alte Bekannte oder Neulinge – alle Figuren wurden mit ganz viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Besonderheiten rundum perfekt.

Der humorvolle und lebendige Schreibstil konnte ebenfalls wieder komplett bei mir punkten. Für mich hat er sich super angenehm lesen lassen. Genial fand ich auch wieder, auf welche Art und Weise die Geschichte erzählt wird. Auch in diesem Band bringt sich der Autor ständig selbst mit ein und spricht uns Leser*in direkt an. Finde ich echt klasse, man hat so richtiggehend das Gefühl selbst Teil der Geschichte zu sein.
Mit coolen neuen Anleitungen für Zaubertricks werden wir natürlich auch wieder versorgt. Für angehende Magier ist diese Reihe ganz klar ein wahrer Leckerbissen.

Die zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen haben mir ebenfalls wieder total gut gefallen. Vor allem die Bilder von Lissy Marlin, die die eigentliche Geschichte begleiten, fand ich wieder spitze. Ich mag ihren comicartigen Zeichenstil unheimlich gerne.

Das Ende hat mich glücklich und traurig zugleich gemacht. Ersteres, weil alles zufriedenstellend aufgelöst wird und keine Fragen offenbleiben, und letzteres weil: You know, letzter Band, seufz. Ich werden die Magischen Sechs sehr vermissen.

Fazit: Ein wunderbarer Abschlussband einer zauberhaften Reihe!
Auf das vierte und letzte Abenteuer der Magischen Sechs habe ich mich wahnsinnig gefreut und das eindeutig zurecht! Auch das Finale steckt voller Spannung, Spaß, Magie und Warmherzigkeit und wird auf eine ganz besondere Weise erzählt. Die Charaktere und die Illustrationen sind klasse, das Cover ist ein echter Hingucker – was will man mehr? Also ich bin begeistert und habe das Buch mit einem glücklichen (und wehmütigen) Gefühl wieder zuklappen können. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 04.07.2021

Witzig, romantisch, queer und einfach nur zauberhaft schön!

Kate in Waiting
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Da mir meine bisherigen Werke von Becky Albertalli ungemein gut gefallen haben, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Roman „Kate in Waiting“ hörte. Da stand für mich einfach ...

Da mir meine bisherigen Werke von Becky Albertalli ungemein gut gefallen haben, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Roman „Kate in Waiting“ hörte. Da stand für mich einfach augenblicklich fest: Das Buch muss ich unbedingt lesen!

Kate Garfield und Anderson Walker sind seit Kindheitstagen die allerbesten Freunde und unzertrennlich. Sie sind stets füreinander da und können einfach alles miteinander teilen. Sie verlieben sich sogar immer gemeinsam in dieselben Jungs und himmeln sie zusammen aus der Ferne an. Doch dann taucht Matt Olsson an ihrer Schule auf und die innige Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Matt sieht umwerfend gut aus, er ist charmant, talentiert und einfach genau Kates Typ. Kate ist ist sofort ganz hingerissen von ihm. Anderson allerdings auch…

Hach, war das schön. Meine große Vorfreude auf den neuen Young Adult Roman von Becky Albertalli war definitiv vollkommen gerechtfertigt: Ich bin hellauf begeistert von „Kate in Waiting“! Ich denke, dass es doch wohl eindeutig für das Buch spricht, dass ich es quasi in einem Rutsch durchgesuchtet habe, oder? :D
Einmal mit dem Lesen begonnen, habe ich irgendwie gar nicht mehr damit aufhören können. Die Handlung konnte mich einfach vom ersten Moment an packen und vom Schreibstil war ich ebenfalls sofort ganz angetan. Er ist jugendlich, leicht und humorvoll – für mich hat er sich super angenehm sehen lassen. Auch die sehr kurzen Kapitel (ich liebe kurze Kapitel) konnten umgehend bei mir punkten. Ich bin beim Lesen wirklich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch für meinen Geschmack viel zu schnell wieder beendet.

In meinen Augen ist Becky Albertalli mal wieder ein ganz toller Jugendroman geglückt, der mir genau das beschert hat, was ich mir erhofft habe: Eine romantische und zuckersüße High-School-Komödie mit ganz viel Herz, Humor und Queerness, der genau richtigen Portion an Ernst und Tiefe und jeder Menge unterhaltsamer Dialoge. Und wisst ihr was? Exakt das habe ich auch bekommen!

Erzählt wird alles aus der Sicht der 16-jährigen Kate in der Ich-Perspektive. Mit ihr hat die Autorin eine wundervolle Protagonistin erschaffen. Kate ist lustig, echt und liebenswert; ich mochte sie auf Anhieb wahnsinnig gerne und habe mich dank der glaubhaften und bildlichen Darstellungsweise ihrer Gefühls- und Gedankenwelt jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können.

Anderson hat mein Herz ebenfalls im Sturm erobert. Er ist so ein cooler Typ und toller bester Freund! Wie die innige Vertrautheit zwischen ihm und Kate beschrieben wird, hat mir so richtig das Herz erwärmt (und öfters breit schmunzeln lassen. Ihr geheimer Code „Ich muss mal“ fand ich einfach nur herrlich, hihi.)
Die Zwei verbindet wirklich ein ganz besonderes Band der Freundschaft. Sie können alles miteinander teilen und sind immer füreinander da, sie sind große Musical-Fans und sie vergöttern beide den Disneyfilm „Rapunzel neu verföhnt“ (den Film muss ich mir unbedingt mal wieder anschauen!).

Die weiteren Figuren haben mir ebenfalls total gut gefallen. Wenn ich so darüber nachdenke, waren mir tatsächlich alle sympathisch...na ja, okay, die A-Typen natürlich nicht. Aber das hat schon seine Richtigkeit, die A-Typen soll man gar nicht mögen. Abgesehen von diesen Idioten muss man die zahlreichen Charaktere jedoch einfach alle lieben. Sie sind allesamt einzigartig, lebensnah und, dieser Punkt hat mir ganz besonders gut gefallen, sie sind so schön divers gestaltet. Da hätten wir zum Beispiel den schwulen und schwarzen Anderson oder Kates Freundin Rania, die trans ist. Also ich finde es wirklich großartig, wie vielfältig Becky Albertalli die Figuren ausgearbeitet hat und auf welche Art und Weise sie LGBTQ+ behandelt.

Was die Handlung angeht, habe ich euch weiter oben ja bereits berichtet, dass sie mich durchgehend an die Seiten fesseln konnte und genau das beschert hat, was ich erwartet habe. Langeweile kam für mich wahrlich an keiner Stelle auf. Ich war immerzu am mitfiebern, habe mich köstlich amüsiert und stellenweise saß auch ganz ergriffen da.
„Kate in Waiting“ vereint absolut gekonnt eine gefühlvolle und witzige Teenie-Romanze mit wichtigen und aktuellen Themen. Das Buch ist einfach der reinste Gute-Laune-Macher und lässt einen immerzu verzückt aufseufzen und breit lächeln. Zugleich bewegt es einen aber auch und stimmt nachdenklich.
Eine Sache, die ich persönlich auch ziemlich genial fand: Diese einmalige Glee-Stimmung. Dank des Musicals, das in der Geschichte eine große Rolle spielt, strahlt die Erzählung ein richtiges Glee-Feeling aus. Als Teenie habe ich diese Serie unheimlich gerne geguckt. Mich hat es daher sehr gefreut, dass für mich beim Lesen voll die Glee-Vibes aufkamen.

Mein Lesevergnügen war absolut perfekt. Ich hatte tierisch viel Freude dabei Kate, Anderson und Co. kennenzulernen, gemeinsam mit ihnen an den Musicalproben teilzunehmen, viele spaßige und heitere, aber auch ernste und emotionale Momente mit ihnen zu erleben und mich beim Lesen noch einmal wie ein echter Teenager zu fühlen. Egal ob Jung oder Alt – ich kann euch „Kate in Waiting“ nur ans Herz legen!

Fazit: Lustig, queer, authentisch und romantisch. Ein wunderbarer Roman mit Gute-Laune und Wohlfühl-Garantie!
Dies war mein viertes Werk aus der Feder von Becky Albertalli und auch mit diesem hat mich die US-amerikanische Autorin auf ganzer Linie überzeugen können. „Kate in Waiting“ erzählt eine total süße und wunderschöne Teenie-Lovestory mit Tiefgang und ist amüsant und ergreifend zugleich. Ich kann das Buch nur empfehlen, mir hat es zauberhafte Lesestunden bereitet. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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