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Veröffentlicht am 26.07.2021

Ein Buch zur Stille und ein humorvoller Kloster-Besuch

Ich bin dann mal still
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Horst Lichter ist dann mal still – und geht ins Kloster. Dieser Teil war humorvoll zu lesen (3 Stunden später auf die Uhr geguckt, waren 15 Minuten um), durchaus interessant und manchmal auch etwas seltsam. ...

Horst Lichter ist dann mal still – und geht ins Kloster. Dieser Teil war humorvoll zu lesen (3 Stunden später auf die Uhr geguckt, waren 15 Minuten um), durchaus interessant und manchmal auch etwas seltsam. Einmal dachte er, jetzt kommt Guido Cantz von Verstehen Sie Spaß gleich um die Ecke. Er fragt im Kloster, wo er arbeiten muss/darf. Da hieß es dann, man kann im Garten oder in der Küche arbeiten, aber Küche geht jetzt nicht wegen Corona nicht. Also Garten – „der ist schon voll, dann müssen sie putzen“. Wobei diese Art von Arbeit keine wirklichen Arbeiten waren. Das war nicht effizient arbeiten, sondern sich der Arbeit bewusst machen.

Im Buch geht es (auch nach Verlassen des Klosters auf Seite 90) um Stille und Innehalten, aber nicht nur. Es kommt auch mal eine Erinnerung an die Schulzeit und einige Seiten geht es auch um die Tv-Show „Bares für Rares“. Da ist auch Streß mit dabei. Gehört vielleicht auch in ein Buch zum Thema Stille und innere Einkehr“ so quasi als Gegenpol. Und was nehme ich aus dem Buch mit? Vielleicht sollte ich auch öfter mal nur still sitzen. Nichts in die Hand nehmen. Und wenn es nur für 5 Minuten ist.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Teil sehr interessant, verständlich geschrieben

Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben
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Das Buch ist stellenweise sehr interessant, stellenweise interessierte es mich weniger und ich habe es dann überflogen. Bei einem Sachbuch interessiert einen ja auch meist nicht alles. Der Schreibstil ...

Das Buch ist stellenweise sehr interessant, stellenweise interessierte es mich weniger und ich habe es dann überflogen. Bei einem Sachbuch interessiert einen ja auch meist nicht alles. Der Schreibstil ist verständlich und auch wenn es um ernste Themen geht (z. B. schon eine Kreditkarte bzw. Plastik zum Frühstück gegessen) kommt das Buch ohne Panikmache aus.

Eckart von Hirschhausen behandelt im Buch Themen wie Essen & Verdauen, Atmen, Hitze, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Corona und mehr. Er geht auf regelmäßige Sommergewitter und dem Wandel zu Extremwetter ein, beschreibt ein Interview mit der Schimpansenforscherin Jane Goodall und führt ein Interview mit Sarah Wiener zum Thema Essen.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Recht humorvolles Buch

Familienpackung
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Das Buch ist recht humorvoll geschrieben und der dritte Band der Andrea Schnidt – Reihe. Die Vorgängerbände kannte ich nicht, war aber wohl auch nicht nötig. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir auch ...

Das Buch ist recht humorvoll geschrieben und der dritte Band der Andrea Schnidt – Reihe. Die Vorgängerbände kannte ich nicht, war aber wohl auch nicht nötig. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir auch so mühelos.

Die Handlung ist mitten aus dem Leben gegriffen – ein Einkauf bei IKEA mit den Kindern, die dort zwischenzeitlich sich im Spielparadies vergnügen, eine S-Bahn Fahrt und leider keinen Fahrschein hat, die Vorbereitung einer Geburtstags-Überraschungs-Party für den Mann.

Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden – zu ihrer Geburt mit PDA, zur Hochzeit, zum Türkei-Urlaub.

Der vierte Band der Reihe ist dann „Treuepunkte“ und spielt ein paar Jahre später.

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Veröffentlicht am 17.06.2021

Eine Art Corona-Tagebuch zweier Leute

Fröhlich mit Abstand
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Dies ist eine Art Tagebuch, ein E-Mail-Verkehr, zu Beginn des Lockdowns zwischen Susanne Fröhlich und Constanze Klein.

Von Tag 1 (16. März 2020) bis Tag 64 und zwei Monate später. Jeder wird das eine ...

Dies ist eine Art Tagebuch, ein E-Mail-Verkehr, zu Beginn des Lockdowns zwischen Susanne Fröhlich und Constanze Klein.

Von Tag 1 (16. März 2020) bis Tag 64 und zwei Monate später. Jeder wird das eine oder andere entdecken, was ihm selbst widerfahren ist oder was er gedacht hat. Und vielleicht auch herausgefunden hat - z. B. dass man gelenkiger als gedacht ist. Dass man den Knopf am Aufzug mit dem Knie betätigen kann, hätte ja vorher keiner für möglich gehalten. Und den Türgriff mit dem Bein betätigen? Interessante Lösung, die vielleicht mal als Corona-Yoga in die Geschichte eingeht? Bei mir wäre es die Türe mit dem Ellenbogen oder dem Arm aufmachen.

Das Buch ist einerseits mal etwas lustig, auf der anderen Seite auch etwas traurig. Corona bestimmt das Hauptthema - von Lockdown bis Lockerung, von Maskengebot bis Maskenpflicht, von Hamsterkäufen und mehr.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Mal interessant, mal lustig, mal zum Kopf schütteln

Und erlöse uns von den Blöden
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In diesem Buch der Kabarettistin Monika Gruber und dem Journalisten Andreas Hock geht es nicht nur um Corona. Die Pandemie spielt schon mit, und auch wie sich manche Sichtweisen dadurch verändert haben. ...

In diesem Buch der Kabarettistin Monika Gruber und dem Journalisten Andreas Hock geht es nicht nur um Corona. Die Pandemie spielt schon mit, und auch wie sich manche Sichtweisen dadurch verändert haben. Der Paketbote der die Pakete einfach über den Gartenzaun wirft, ist plötzlich nicht mehr der böse sondern wird plötzlich hoch wertgeschätzt.

Es geht in diesem Buch auch um die Politik und die Regeln, die sie einem aufzwingt. Ob die alle so sinnvoll sind? Früher jedenfalls hat es kaum einen interessiert, wenn der Hund auf den Bürgersteig schiss, heute gibt es Bußgelder für mit einem Freund auf der Parkbank sitzen und ein Stück Kuchen essen. Oder warum nimmt man es so genau mit der exakten Dachrinnenkrümmung und der ordnungsgemäßen Ableitung des Niederschlagswassers? Man muss hier wohl mehr Auflagen einhalten als ein vorzeitig aus der Sicherungsverwahrung entlassener Schwerkriminieller im Resozialisierungsprogramm.

Es geht in diesem Buch auch um jene Trottel deren Sichtweise die Pandemie nicht verändert hat und für drei Stationen in der U-Bahn unbedingt einen Sitzplatz ergattern müssen oder die es Einbrechern leicht machen, weil sie jeden Tag neue Facebook-Fotos aus dem Urlaub posten. Es geht um Fleischkonsum, Flexitarier, Veganer und dass der Anbau der Sojabohne in Asien und Südamerika immer größere Fläche einnimmt und nach Angaben des WWF deshalb Lebensräume für Tiere und Pflanzen zerstört werden. Es geht um die jungen Leute von Fridays von Future, die von den Eltern einen Lebenswandel erwarten, selbst auf die Demos gehen aber sich dann doch nicht so klimafreundlich verhalten wie sie sollten, Stichwort IPhone / IPad.

Es geht ums Fernsehen, und das Moderatoren wie Frank Elstner z. B. ihren Gästen zuhören und um Straßenfeger von damals wie „Ich heirate eine Familie“, „Schwarzwaldklinik“ (ja, das waren nette Sendungen), „Monaco Franze“ und „Derrick“. Heute sind manche Tatort-Folgen ja sehr dunkel und nuschelnden Darstellern.

Von der Verrüpelung der Gesellschaft – ich selbst habe als Jugendlicher meine Füße nicht auf den gegenüberliegenden Trambahn-Sitz gestellt (und tue es als Erwachsener auch nicht) oder übe Gewalt gegen Polizisten, Rettungskräfte, Feuerwehrleute aus. Oder diejenigen, die im Kino zwei volle Stunden lang jedes Popcorn einzeln in den Mund schieben. Für Herrn Hock war es einer der wenigen Vorzüge der Corona-Krise, dass der nächste Zuschauer im Kino weiter entfernt saß als zuvor.

Am Ende des Buches wirft Frau Gruber einen Ausblick auf die Zeit nach Corona. Leider teile ich ihre Einschätzung, das der Mundschutz weiter unseren Alltag bestimmen wird (ich hoffe ja, nur im Winter) und ganz gewöhnen werde auch ich mich daran nie. Wobei ich zugeben muss, dass bei frostigen Temperaturen ein Mundschutz beim Abendspaziergang ganz angenehm ist. Vor allem, wenn die Nase frei bleibt – ich bin Brillenträger

Stellenweise war das Buch ganz interessant, z. B. für mich als Kinderloser zu erfahren, dass es für einen neu geborenen Sohn einen Brief mit einer Steuer-ID vom Finanzamt gab, noch ehe dieser vom Krankenhaus nach Hause kam. Manchmal wirklich zum Kopf schütteln über die Blödheit mancher Blödheit mancher Leute, manchmal aber auch zum Lachen. Z. B. bei den Handtüchern auf den Liegen die plötzlich weg waren oder beim Thema Fluchen: „Meine Oma sagte immer, >>Gott sieht nicht alles<<. Daher hoffe ich, er hört auch nicht alles.“

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