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Veröffentlicht am 18.07.2019

Chaotisches Paris - bei Einbruch Liebe?

Rendezvous mit Lou
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Inhalt:
„LOU STELLT PARIS AUF DEN KOPF UND FINDET DABEI DIE LIEBE
Abserviert. Dabei hatte Lou gedacht, endlich auf die Pariser Sonnenseite des Lebens zu wechseln. Mit Olivier und einem erfolgreich abgeschlossenen ...

Inhalt:
„LOU STELLT PARIS AUF DEN KOPF UND FINDET DABEI DIE LIEBE
Abserviert. Dabei hatte Lou gedacht, endlich auf die Pariser Sonnenseite des Lebens zu wechseln. Mit Olivier und einem erfolgreich abgeschlossenen Journalistikstudium. Und dann so was: Die Noch-Ehefrau ist schwanger, und zwar von Olivier.
Zwei Wochen bleiben Lou, um zu beweisen, dass sie eine gute Verliererin und eine noch bessere Journalistin ist. Denn bis dahin muss sie ihren Schmerz besiegt und ein Exklusivinterview mit dem medienscheuen Frédéric d’Arambault ergattert haben.
Die Zeit läuft, und Lou muss unbedingt gewinnen …“
Quelle: Buchrücken „Rendezvous mit Lou“ von Fabienne Brouillard

ACHTUNG SPOILER INBEGRIFFEN!

Lou scheint ein ziemlicher Pechvogel zu sein, als sie an einem Abend ihren „Freund“ verliert und auch noch fast ihren Abschluss. Um noch Erfolg haben zu können, bekommt sie von der Universitätsleiterin eine unmögliche Aufgabe gestellt – sie soll Frédéric d’Arambault zu einem Exklusivinterview überreden.
Frédéric d’Arambault ist ein stolzer Geschäftsmann. Seit dem Tod seiner Frau lebt er sehr zurückgezogen, gibt keine Interviews und versucht sich komplett aus der Öffentlichkeit rauszuhalten. Jahr für Jahr verbringt er die „Todeswoche“ seiner Frau in dem Hotel, wo es passiert ist.
Da Lous offizielle Anfrage natürlich abgelehnt wird, sieht sie keinen anderen Weg, als in sein Hotelzimmer einzusteigen … und wird erwischt. Damit Frédéric nicht die Polizei ruft, treffen die beiden eine Abmachung: Sie bekommt ihr Interview, nachdem sie ihm zwei Wochen lang zur Verfügung steht. Was Lou nicht weiß ist, dass Frédéric noch eine Rechnung mit ihrem Vater (mittlerweile tot) offen hat und sich so seine Rache ermöglichen möchte.  Als wäre da nicht Chaos vorprogrammiert?
Lou scheint eine sehr impulsive und verrückte Person zu sein und neigt dazu, Entscheidungen übers Knie zu brechen, ohne vorher richtig über die eventuellen Konsequenzen nachgedacht zu haben. Deshalb stimmt sie auch dem Vorschlag zu, statt sich verhaften zu lassen. – Aber mal im Ernst, wer hätte sich auch verhaften lassen?
An diesem Vorschlag allein sieht man schon, dass Frédéric sehr intelligent ist und definitiv auch am längeren Hebel sitzt. Leider ist er in einiger Hinsicht viel zu stolz und würde fast tausende Arbeitsplätze seiner Angestellten riskieren. So kommt es, dass Lou und er vor seinem hoffentlich neuen Geschäftspartner ein Ehepaar spielen, da dieser sehr konservativ veranlagt ist. Kann das gut gehen? – Lest den Rest am besten selbst! ?

Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch durch das wunderschöne Cover. Die Farben passen sehr stimmig zueinander und das geflogene Herz mit dem Eifelturm versprühen schon ein gewisses romantisches Flair.
Die Story selbst war toll geschrieben und sehr gut gefallen haben mir die einzelnen Kapitelüberschriften. Sie verraten nicht zu viel, aber machen auf jeden Fall neugierig, sodass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Man konnte sich sehr schön in die Entwicklung der Beziehung zwischen Lou und Frédéric hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle verstehen.

Ein bisschen gestört hat mich der Schreibstil auf den ersten hundert Seiten. Diese bestanden nur aus zwei Kapiteln und irgendwie waren diese sehr langatmig formuliert. Die Autorin ist Französin und das habe ich auch gemerkt, denn irgendwie hat mich der erste Teil sehr an meinen früheren Französischunterricht erinnert – den fand ich leider absolut nicht toll. Die Situationsbeschreibungen waren in meinen Augen einfach viel zu ausführlich. Ein bisschen gestört hat mich auch noch, dass ständig über Frédérics angebliche Erpressung diskutiert wurde. Lou will ständig aussteigen, tut es aber nicht. Das wirkt auf mich sehr schwach, vor allem, wenn sie sich vorher sogar einen Einbruch gewagt hat. Das hat irgendwie nicht so recht zusammengepasst.

Aber wie gesagt, es wurde wesentlich besser und lustiger und zwischendrin auch einfach total süß, dass ich dann wirklich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
„Rendezvous mit Lou“ war für mich das erste Buch der Autorin – passend, da es auch ihr erster Roman war. Und ich würde mich freuen, in Zukunft noch mehr von ihr zu hören. Das Buch ist eine wunderschöne lustige Liebesgeschichte. Sie hat zwar hier und da ein paar Mäkel, aber ich kann definitiv über diese hinwegsehen!

Veröffentlicht am 06.10.2023

Rezension: "Beyond the Stars" von Mareen Knoth

Beyond the Stars
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Autor/in: Mareen Knoth
Titel: Beyond the Stars
Reihe/Band: Beyond, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: März 2023
ISBN: 978-3-7457-0395-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, ...

Autor/in: Mareen Knoth
Titel: Beyond the Stars
Reihe/Band: Beyond, Band 1
Genre: New Adult
Erschienen: März 2023
ISBN: 978-3-7457-0395-5

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über das Harper Collins Bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Ein Rockstar zum Verlieben
Die Gesangstrainerin Natalie Winter erhält das Angebot, einem der größten Rockstars der Welt aus einer Stimmkrise zu helfen: Kurzerhand packt sie ihre Koffer und fährt zu ihm nach Kanada. Doch Pascal Girard, der Leadsänger der Band Renard, verhält sich alles andere als kooperativ. Natalie ist trotzdem überzeugt, seine Stimme retten zu können – aber dazu müsste er ihr vertrauen. Dass Pascal auch noch unverschämt attraktiv ist, bringt ihren Vorsatz, sich niemals mit einem Klienten einzulassen, gefährlich ins Wanken …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover bildet ein lilafarbener Untergrund mit einer großen Menge funkelnder Sterne. Das Wort „Stars“ steht in schwungvollen Buchstaben quer über die Front geschrieben, während der Titel insgesamt drei Zeilen an Platz einnimmt. Im oberen und unteren Bereich sind silberne Schwingen dargestellt worden, die wie verdrehtes Notenpapier wirken.
Der Titel, zu dt. übersetzt „Über den Sternen“, hinterlässt einen romantischen und zugleich mystischen Eindruck. Für mich persönlich passt dieser Eindruck auf sehr gut zum Thema Musik, da man weder das eine noch das andere ‚anfassen‘/berühren kann. Es sind Dinge beschrieben, die man höchstens sehen, hören oder gar innerlich fühlen kann.

Charaktere
Natalie Winter ist Stimmtrainerin – und eine absolute Besserwisserin. Sie scheint von allem etwas zu viel zu sein – zu professionell, zu organisiert, zu kritisch. Obwohl sie sich gerade in Bezug auf letzteres meist selbst nicht wirklich besser benimmt. Ihr Leben besteht im Normalfall aus Yoga, vegetarischem Essen, Sport und der Natur – und ihrer nervtötenden besten Freundin Abby. Aber hinter ihrer starken und strikten Art verbirgt sich ein großes Päckchen, dass für sie gar nicht so einfach mit sich rumzutragen ist.
Pascal Girard ist der Leadsänger einer bekannten Band – arrogant, reich und überaus selbstsicher. Außerdem steckt er zur Zeit in einer kleinen Krise, von der niemand wissen darf. Er weiß, dass er nur mit Hilfe wieder zu seiner alten Form zurückfinden kann, doch dabei zeigt er sich nur wenig kooperativ. Er scheint den Mut verloren zu haben, was man auch an seiner permanent schlechten Laune und seinem Rumgemecker sehr gut erkennen kann. In seinen wenigen guten Momenten kann er aber durchaus auch locker und humorvoll sein, was gleich wieder ein komplett anderes Bild von ihm zeigt.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Autorin Mareen Knoth war flüssig, angenehm und mitreißend, sodass man die Geschichte von „Beyond the Stars“ sehr gut runterlesen konnte, auch wenn einige Sätze stellenweise etwas steif wirkten. Man bekommt in den einzelnen Kapiteln durch die abwechselnde Perspektive der Protagonisten einen angemessenen Einblick in beide Personen, auch wenn ich persönlich es schöner finde, wenn solche Geschichten in der ICH-Perspektive geschrieben sind und nicht in der dritten Person, wie es in diesem Buch der Fall gewesen ist. Aufgrund der gewählten Erzählform ist leider auch die Übermittlung verschiedenster Emotionen ein wenig auf der Strecke geblieben, was aber zumindest den Lesefluss nicht gestört hat.
Am allerbesten haben mir an der Geschichte all die Ansätze des Stimmtrainings gefallen. So einen Einblick hatte ich bisher in absolut keinem Buch, dass mit Musik oder gar Rockstars zu tun hatte. Man merkt deutlich, dass die Autorin aus diesem Bereich kommt und ich fand die entsprechenden Schilderungen unglaublich interessant. Die Lovestory zwischen Natalie und Pascal als Protagonisten der Geschichte ging recht langsam und realistisch vonstatten. Jedoch habe ich wieder feststellen dürfen, dass ‚Slow Burn Romance‘ nicht wirklich was für mich ist, denn da fehlt mir meist etwas das Feuer und intensive Knistern, was aufgrund der Erzählperspektive sowieso schwierig zu übermitteln gewesen wäre. Hinzu kommt, dass ich aber auch das Rockstar-Feeling der Band ‚Renard‘ nicht fühlen konnte. Die meisten Szenen bezogen sich alleine auf Pascal und/oder Natalie und mehr oder weniger kitschige oder von Starallüren geprägte Momente. Ich denke, dass die Geschichte in derselben Form mit geänderter Erzählform nochmal wesentlich besser hätte abschneiden können. Denn sowohl bei Musik als auch der großen Liebe geht es nunmal um Gefühle – und diese zu erkennen, verstehen und zu übermitteln. Der rein fachliche Part war, wie bereits beschrieben, wirklich großartig und insgesamt gab es auch die ein oder andere schöne Szene mit Pascal und Natalie, allerdings hat mir ein wenig die Besonderheit in ihrer Beziehung gefehlt.

Fazit
Ein großartiger Einblick in die musikalische Themenwelt. Im Vergleich zu vielen anderen Rockstar Romance war dieses Buch etwas Besonderes. Trotzdem blieb mir der romantische Part ein wenig zu sehr auf der Strecke und auch Protagonist Pascal konnte nur begrenzt Sympathiepunkte sammeln.

Bewertung: 3,5 / von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2022

Rezension: "Sehnsucht und Skandal" von Emma Hunter

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
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Autor/in: Emma Hunter
Titel: Sehnsucht und Skandal
Reihe/Band: Somerset Chronicles, Band 1
Genre: Regency Romance
Erschienen: April 2022
ISBN: 978-3-328-10880-1

Transparenz
Diese Rezension ...

Autor/in: Emma Hunter
Titel: Sehnsucht und Skandal
Reihe/Band: Somerset Chronicles, Band 1
Genre: Regency Romance
Erschienen: April 2022
ISBN: 978-3-328-10880-1

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Die Bälle sind groß, die Skandale größer: Willkommen in Somerset.
Isabella Woodford hat ein Problem: Nach einer leidenschaftlichen, verbotenen Liebesnacht mit einem Offizier ist ihr Ruf als tugendhafte junge Adelige in Gefahr. Nun gilt es, den Skandal zu vertuschen und sich schnellstmöglich einen Ehemann zu sichern. Mit einer List mietet sie sich bei ihrer Tante im mondänen Bath ein, wo die englische High Society auf rauschenden Bällen die Nacht zum Tag macht. Ein erster Verehrer ist bald gefunden. Aber dann macht Isabella die Bekanntschaft des reichen, unnahbaren Tuchhändlers Alexander, der ihr Herz auf bisher nie gekannte Weise zum Glühen bringt. Doch Alexander ist ein Lebemann, der niemals heiraten will. Als schließlich der Offizier wieder auftaucht, um sie mit dem Wissen um die gemeinsame Nacht zu erpressen, muss Isabella sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist: ihr Ruf oder die Liebe …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zum ersten Band der „Somerset Chronicles“ ist hell und freundlich, geradezu strahlend und idyllisch gestaltet worden. Während man im Hintergrund ein großes weißes mächtig wirkendes Herrenhaus erblicken kann, führt ein wenig weiter vorn ein kleine Brücke über einen Bach, an deren Übergang ein schmaler Kiesweg anknüpft. Auf diesem Weg kommt uns immer weiter in den Vordergrund rückend eine junge Frau entgegen, rings um sie herum nur grüne Wiese und blauer Himmel. Sie trägt ein rosa-pinkfarbenes Kleid, hat ihre blonden Haare unter einem farblich passenden Hut verborgen, dazu Handschuhe. Insgesamt kann man nur äußerst wenig von ihrem Körper erkennen, denn nahezu jedes Fleckchen ist mit Stoff bedeckt, wie es sich in der damaligen Zeit gehörte. Der Reihen- und auch Bandtitel steht mittig in der unteren Hälfte der Coverfront abgedruckt. „Somerset“ in großen Blockbuchstaben und „Sehnsucht und Skandal“ in dünner filigraner Schreibschrift. Wenn wir schon bei den Titeln angekommen sind, dann hier auch gleich meine Vermutungen. Mit „Somerset“ wird wohl ein Teil des Handlungsortes der Geschichte gemeint sein, denke ich. Was den Titel dieses ersten Bands angeht – für mich setzte er einen großen Kontrast zwischen den eigenen Gefühlen und gesellschaftlichen Zwängen. Dass man förmlich hin- und hergerissen ist und keine Zustimmung für eine selbst getroffene Wahl erhält. Außerdem erwartete ich Geheimnisse, Lügen und selbstverständlich einen schockierenden Skandal – und war sehr gespannt auf die Geschichte.

Charaktere
Isabella Woodford ist die Tochter eines Chirurgen und hatte schon immer andere Interessen, als es sich ihre Familie oder die Gesellschaft von ihr gewünscht hätten. Um nach einem Fehltritt den Ruf ihrer Familie zu retten, reist sie mit ihrer bäuerlichen Begleiterin Betty auf der Suche nach einem angemessenen Ehemann zu ihrer Tante nach Bath. Isabella wirkt noch recht jung und naiv, hat sich verführen lassen und trägt nun eine große Last auf ihren Schultern. Auch wenn die Familie ihrer Tante keine allzu gute Unterstützung ist, findet sie in Wirtshausbesitzerin Rebecca schnell eine neue Freundin und Verbündete. Im Verlauf der Geschichte ist stark auffällig, dass Isabella keine Entscheidungen für sich selbst trifft, aus ihrer Situation nichts gelernt zu haben scheint und oftmals recht hormongesteuert, willenlos und ohne klaren Verstand wirkt.
Alexander Wilkinson ist Tuchhändler und hat sich im Laufe der Jahre ein sehr erfolgreiches Stoffimperium aufgebaut. Gemeinsam mit seinem besten Freund Tom Miller führ er die Geschäfte und hat sich ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet – und das sogar ohne einer der oberen Schichten anzugehören. Er hasst die feiner Gesellschaft und gibt sich meist nur widerwillig mit ihnen ab. Seitdem er von seiner ehemaligen Verlobten betrogen worden ist, vertraut Alexander nicht leichtfertig und hat sich geschworen, nie wieder zu heiraten. Auf einmal tritt eine besondere Frau in sein Leben und er nimmt einen gefährlichen Auftrag an, um seine weitere Zukunft zu sichern. Stück für Stück bringen diese beiden Gegebenheiten seine Entscheidungen und Grundsätze stark ins Wanken und er muss seine Einstellungen überdenken.

Schreibstil und Handlung
Für mich war „Sehnsucht und Skandal“ das erste Buch von Autorin Emma Hunter und ich denke, dass es grundsätzlich auch nicht meine letzte gewesen ist. Die Geschichte von Isabella und Alexander ist durchgehend in der dritten Person, aus Sicht eines allwissenden Erzählers, geschrieben worden. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und so konnte man direkt eintauchen und das Buch stellenweise auch nicht mehr aus der Hand legen. Kommen wir zunächst zum Schreibstil: Dieser war insgesamt recht flüssig, ließ sich meistens gut lesen und hat stellenweise auch immer neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte gemacht. Durch äußerst bildhafte und detailgetreue Szenenbeschreibungen wurde man das ein ums andre Mal direkt in eine bereits vergangene Zeit entführt. Durch die gewählte Erzählperspektive hat man eine Vielzahl an Gedanken der Charaktere vermittelt bekommen, die sich oftmals aber auch wiederholt haben, wohingegen die Gefühle der Protagonisten leider stark in ihrer Übermittlung auf der Strecke geblieben sind. Sprachlich gesehen war der Ausdruck der einzelnen Personen durchaus zeitgemäß, je weiter die Handlung allerdings voranschritt, umso eher schlichen sich modernere Wörter und Phrasen ein, die zu modern oder gar übertrieben gewirkt haben. Auch ein wenig gestört hat mich, dass sowohl romantische als auch spannende Szenen nicht abschließend ausgeführt worden sind. Sie wurden angeteasert, es kam ein Absatz und es ging an einer ganz anderen Stelle weiter und das hat mich, je häufiger es der Fall gewesen ist, irgendwann dann doch recht frustriert, dass so viel der eigenen Fantasie überlassen wurde. Dadurch bedingt wollte ich zwar auch immer und immer weiter lesen, weil ich darauf gehofft habe, auch mal eine ausgeführte Szene zu erhaschen – aber meist vergeblich.
Inhaltlich gesehen war der erste Band der „Somerset Chronicles“ unglaublich abwechslungsreich. Die Geschichte von Isabella und Alexander beschäftigte sich nämlich nicht nur mit ihrer gegenseitigen Anziehung, sondern auch stark mit der gesellschaftlichen Etikette oder gar politischen Situationen der damaligen Zeit. Verbunden mit einem bunten Mix an Gefühlen, einer etwas stärkeren Prise Erotik, mysteriösen Geheimnissen und ernstzunehmender Detektivarbeit wurden einige Genrebereiche bedient und haben für ein nicht gerade langweiliges Zusammenspiel gesorgt. Man merkt eindeutig, dass sich die Autorin intensiv mit der Regency-Zeit und auch den dortigen Moralvorstellungen etc. auseinandergesetzt haben muss, um die Story authentisch herüberbringen zu können. Isabella und Alexander waren als Charaktere recht stur und nur schwer von ihren eigenen Meinungen abzubringen. Während sie mir oftmals zu stur und naiv gewesen ist, war er mir zu ignorant und gefühlskalt. Sie hatten beide ihre guten Seiten, aber durchaus auch Ecken und Kanten, die es zu umschiffen gab. Neben ihnen bot die Geschichte mit Betty und Rebecca noch zwei sehr interessante Nebencharaktere, die die Neugier auf weitere Geschichten aus Somerset bereits geschürt haben. Allerdings gab es leider auch inhaltlich einen etwas größeren Kritikpunkt für mich. Am Anfang war ich noch absolut mitgerissen und wollte immer mehr, aber ab der Mitte etwa gab es einige Dreh- und Wendepunkte, die mich nicht so ganz zugesagt haben. Oftmals wirkte die Geschichte auf mich vollkommen überladen von all den verschiedenen Handlungssträngen und gefühlt wurde mit jedem Handlungsfortschritt immer weniger auf die einzelnen Bereiche eingegangen. Während es viele gedankliche Wiederholungen und ausufernde Szenenbeschreibungen gab, hätte man an der Stelle vielleicht lieber ein bisschen gekürzt, um die Handlung weiter auszuführen. Auch das Ende wurde all den individuellen Handlungsbereichen nicht gerecht. Alles wurde auf einmal viel zu schnell abgehandelt und auch die Auflösung bzgl. Alexanders Auftrag war nicht wirklich logisch durchdacht. Insgesamt fehlte es der Geschichte im Verlauf immer mehr an Tiefe und Logik, was mich leider am Ende etwas frustriert zurückgelassen hat. Für den nächsten Band der „Somerset Chronicles“ wünsche ich mir ein bisschen mehr Fokus, vielleicht ein paar weniger Themenbereiche und vor allem mehr Tiefe. Insgesamt war „Sehnsucht und Skandal“ durchaus gute Unterhaltung, auch wenn die Geschichte stilistisch als auch inhaltlich noch etwas ausbaufähig gewesen ist.

Fazit
Eine gute startende Geschichte im Regency-Zeitalter, die sich im Handlungsverlauf irgendwann aber leider ein wenig verrennt. Auch die Charaktere waren stellenweise etwas zu modern, dass es unglaubwürdig wirkte. Im Großen und Ganzen gute Unterhaltung, die ausbaufähig gewesen ist. Ich freue mich jedenfalls auf den zweiten Teil der „Somerset Chronicles“. 😊

Bewertung: 3,5 / von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Rezension: "Erst auf den zweiten Blick" von Jen DeLuca

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Autor/in: Jen DeLuca
Titel: A History of us: Erst auf den zweiten Blick
Reihe/Band: Willow Creek, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-499-00449-3

Transparenz
Diese ...

Autor/in: Jen DeLuca
Titel: A History of us: Erst auf den zweiten Blick
Reihe/Band: Willow Creek, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3-499-00449-3

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Sie träumt sich in vergangene Zeiten. Doch ihre Probleme sind nur allzu modern …
Staceys Leben ist ziemlich durchschnittlich. Ehrlich gesagt, sogar etwas langweilig. Ein Job in einer Zahnarztpraxis, eine kleine Wohnung über der Garage ihrer Eltern, ein paar gute Freunde, aber keine Beziehung. Dich für vier Wochen im Jahr ändert sich alles, für vier Wochen wird ihr Leben aufregend. Jeden Sommer findet in ihrer Heimatstadt Willow Creek ein Mittelalterfestival statt, und Stacey nimmt als Schaustellerin daran teil. Sie schlüpft in eine andere Rolle, fühlt sich frei und glücklich. Bis das Festival wieder vorbei ist. Seufz. In ihrem Leben muss sich etwas ändern. Sie weiß nur nicht, was. Bis sie eine E-Mail an einen Mann scheibt, den sie viel weniger gut kennt, als sie denkt …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover ist in einem blassen bläulichen Farbton gehalten und bildet nicht sonderlich viel ab. Am unteren Rand ist eine wie gezeichnet wirkende Hand abgebildet, auf deren ausgestrecktem Zeigefinger ein Schmetterling zur Landung ansetzt. Es ist eine sehr dezente Darstellung, ein wenig abstrakt, aber definitiv so gewählt, dass man zweimal hinschaut und neugierig wird. „A History of us“ ist als Teil des Titels in weißer Schrift auf dem Cover abgedruckt und ist wahrscheinlich erneut die Anspielung auf das im Klappentext bereits angesprochene Mittelalterfestival. Als weiterer Part des Titels ist „Erst auf den zweiten Blick“ in einer goldbraunen Schriftfarbe dargestellt und fügt sich farblich sehr gut in die Gesamtfarbkombination ein. Auch dieser zweite Part des Titels scheint eine Anspielung auf den Inhalt des Buches zu sein, denn im Leben von Protagonistin Stacey scheinen einige Dinge anders zu laufen, als sie erwarten würde. Ich vermutete eine Geschichte über Überraschungen, die vielleicht auch eine Täuschung innehaben könnten.

Charaktere
Stacey Lindholm lebt ein recht durchschnittliches Leben und wir haben sie bereits im ersten Band der „Willow Creek“-Reihe als angehende beste Freundin der zugezogenen Emily kennengelernt. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, ist ein bisschen Social-Media süchtig und liebt das jährliche Mittelalterfestival, bei dem sie als Schankmaid Beatrice mitwirkt, über alles. Stacey ist Ende 20, geht als Plus-Size-Frau durch und lebt zusammen mit ihrem Kater Benedick über der Garage ihrer Eltern. Stacey ist ziemlich normal, hat nicht viele Freunde, eine Vorliebe für Pumpkin-Spice-Latte‘s und trägt einen ganzen Berg an Selbstzweifeln mit sich herum, da sie Willow Creek nie wirklich lang verlassen hat und ihren großen Traum, Designerin zu werden, an den Nagel hängen musste.
Über den männlichen Gegenpart der Geschichte möchte ich an dieser Stelle nicht so viel sagen, geschweige denn ihn direkt nennen, denn sonst wäre direkt die ganze Spannung der Geschichte weg. Allerdings arbeitet er auf verschiedenen Mittelalterfestivals und ist im Vergleich zu anderen nicht besonders auffällig.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil der Geschichte war für mich dieses Mal ein recht zweischneidiges Schwert. Einerseits waren die Wortwahl und die einzelnen Sätze sehr locker und leicht, flüssig und angenehm zu lesen und auch das Festival-Feeling ist viel besser herübergebracht worden als noch im ersten Band – was wohl an Staceys Begeisterung für diese Zeit gelegen hat. Andererseits zog sich die Geschichte leider massiv in die Länge – teilweise durch sehr intensive Szenenbeschreibungen, die nicht immer notwendig gewesen wären, und auch durch fehlende Handlung, sodass man vermehrt das Gefühl hatte, als wäre inhaltlich kein Vorrankommen.
Inhaltlich gesehen ist meine größte Kritik, dass die Charaktere für mich recht farblos geblieben sind, denn meiner Meinung nach fehlte es ihnen an Tiefgang. In beide konnte ich mich nicht wirklich hineinversetzen, denn Stacey hat sich einfach nie richtig mit ihren Problemen auseinandergesetzt, außer in Selbstmitleid zu baden, und der männliche Protagonist der Geschichte – ich werde nicht spoilern um wen es sich handelt – hat mich die meiste Zeit über ein bisschen wütend gemacht. Die im Klappentext bereits angeteaserte Mail-Konversation im Stil von „E-Mail für dich“ zwischen Stacey und Mister X fand ich von der Idee her wirklich gut, allerdings trat der Plottwist ab der Hälfte Geschichte auf und ab da ging es dann spannungstechnisch ziemlich bergab, denn die Geschichte plätscherte einfach nur weiter vor sich hin, bis hin zu noch mehr Überraschungen, die leider von vorhersehbaren Natur waren, und einem sich wiederholenden Chaos.
Dem entgegen stand das Wiedersehen mit all den bereits bekannten Charakteren, was mein Charakterunverständnis teilweise wieder aufgehoben hat, wenn ein gewisses Ereignis nicht so sehr im Vordergrund gestanden hätte. Auch das malerische Kleinstadtsetting gepaart mit dem Festival-Feeling möchte ich positiv hervorheben, denn diese Szenen haben mir grundsätzlich sehr viel Spaß beim Lesen bereitet.

Fazit
Insgesamt war dieser zweite Band leider etwas schwächer als sein Vorgänger, was allen voran daran lag, dass ich mit Protagonistin Stacey nicht ganz warm geworden bin und nach der Hälfte eigentlich die Luft raus gewesen ist. Noch weiß ich allerdings nicht, was ich mit dem noch kommenden dritten Band der Reihe anfangen werde – oder nicht.

Bewertung: 3,5 / von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 25.07.2021

Rezension: "Speed my Heart" von Sarah Saxx

Speed My Heart
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Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Speed my Heart
Reihe/Band: Supercross Love, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juni 2021
ISBN: 978-3-95761-199-4

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Diese Rezension basiert auf einem ...

Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Speed my Heart
Reihe/Band: Supercross Love, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Juni 2021
ISBN: 978-3-95761-199-4

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin und dem Verlag für eine Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Mae Headrick trifft bei einem Supercross-Event auf Eric Guyette, den heimlichen Favoriten der Meisterschaft. Dieser will sie zuerst nur ins Bett bekommen, um eine Wette gegen seinen Kontrahenten Domenic Ramos zu gewinnen. Doch bald merkt Eric, dass er sich mit Mae mehr vorstellen kann als nur eine Nacht. Auch in Mae wachsen die Gefühle für ihn – bis sie von dem Deal zwischen den beiden Gegnern erfährt. Dabei ist Erics Grund dafür äußerst ehrenwert …
Wird Eric es schaffen, Maes Vertrauen zurückzugewinnen, oder hat er auf einen Schlag alles verloren?

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Nachdem der erste Band der Dilogie vollständig in verschiedenen Blautönen gehalten gewesen ist, wurde beim zweiten Band zur Farbe grün in verschiedenen Abstufungen gewechselt. Als besonderes Highlight haben wir auch bei „Speed my Heart“ wieder die weißen herausgestanzten bzw. hervorgehobenen Reifenspuren, die, wenn man beide Cover nebeneinanderlegt, ein ergänzendes Bild ergeben. Der Buchtitel prangt mittig auf dem Cover, während die Autorin am oberen Rand und der Verlag in der unteren linken Ecke genannt ist.
In Kombination mit dem Klappentext spielt „Speed my Heart“ als Titel wohl auf die schnelle Gefühlsentwicklung und die daraus entstehende Beziehung zwischen den Protagonisten Mae und Eric an. Zumindest ist dies die Vermutung, die ich rein aufgrund des Äußeren des Buches anstellen kann.

Charaktere
Mae Headrick studiert an der Universität auf Grundschullehramt und lebt mit ihren Anfang 20 immer noch im Hause ihrer Mutter, was sie teilweise ein wenig in ihrer persönlichen Entwicklung einschränkt. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, da dieser sich kurz nach ihrer Geburt aus dem Staub gemacht hat. Neben dem Studium trifft sie sich viel mit ihrer besten Freundin Jen oder arbeitet nebenher in einer kleinen Pizzeria. Da sie Aaron, dem besten Freund ihres Bruders, etwas schuldet, verpflichtet dieser sie, ihn auf verschiedene Supercross-Events zu begleiten, auch wenn sie keine Ahnung von dem Sport hat, geschweige denn ihn mag. Mae ist eine sehr direkte, offene und meist fröhliche Person, die man leicht ins Herz schließen kann.
Eric Guyette ist ein bekannter Supercross-Fahrer und wird bei der diesjährigen Weltmeisterschaft als Favorit gehändelt. Er steht in starker Konkurrenz zu Domenic Ramos, der ihn mit seinem provakanten Verhalten öfter zu hitzköpfigen Entscheidungen verleitet. Eric ist sehr ehrgeizig und immer auf Bestform bedacht. Außerdem ist er ein Frauenheld durch und durch, der nichts anbrennen lässt und auch noch nie auf eine feste Beziehung aus war. Diese Einstellung verleitet auch seine beste Freundin Brooke, Protagonistin aus Band 1 der Dilogie, ihm öfter mal den Kopf gerade zu rücken. Er ist ebenfalls ein sehr offener und direkter Charakter, der sich in seiner wenigen freien Zeit unglaublich gut um seine Familie kümmert, die gerade eine schwere Zeit durchzumachen scheint.

Schreibstil und Handlung
Auch bei diesem Buch hat Sarah Saxx‘ es wieder einmal geschafft, eine angenehme Atmosphäre heraufzubeschwören, intensive Gefühle zu beschreiben und eine gewisse Spannung einzufangen. Locker, leicht und flüssig war der Schreibstil, sodass man nur so durch die Seiten geflogen ist und die Geschichte kaum aus der Hand legen konnte. „Speed my Heart“ wird in der ersten Person, in abwechselnden Sichtweisen, der Protagonisten Mae und Eric erzählt. Die Autorin vereinte humorvolle und einfühlsame Szenen und rundete diese mit bildhaften Beschreibungen ab, sodass man sich als Leser alles sehr gut vorstellen konnte. Einzig ein wenig irritierend sie die Dialoge zwischen den Protagonisten gewesen, denn die Wortwahl war teilweise so formell, wie man es, bei Menschen, die gerade dabei sind sich besser kennen und auch lieben zu lernen, überhaupt nicht erwartet hätte. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich zu Beginn des Buches ein bisschen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte reinzukommen.
So schön der Schreibstil auch wieder gewesen ist hat mir die Handlung bei dieser Geschichte allerdings ein paar Probleme bereitet, über die ich nicht einfach so hinwegsehen oder sie gar ausblenden konnte. Angefangen bei der Wette, die bereits im Klappentext angesprochen wird – ich habe noch nie so etwas absolut Niveauloses gelesen und als man wusste, worum es bei dieser Wette konkret ging, waren jegliche Sympathien für Eric wie weggeblasen. Auch wenn er ehrenhafte Gründe für die Einwilligung hatte, waren sie mir nicht gut genug, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Diese ganze Wette empfand ich als äußerst abartig und absolut frauenverachtend. Leider konnte Eric, egal wie gut er sich auch entwickelt haben mag, diese Minuspunkte nicht wieder aufholen. Ein weiteres großes Thema, was in „Speed my Heart“ eine Rolle spielte, war das Zusammenspiel von Eifersucht und Vertrauen, auch im Hinblick auf ein bestimmtes Ereignis im letzten Drittel der Geschichte. Ich war regelrecht geschockt, dass kein Charakter wirklich in der Lage gewesen ist, irgendjemandem zu vertrauen, selbst dann nicht, wenn man ihn angeblich schon nach kurzer Zeit liebte. Ich vertrete die Einstellung, dass man nicht lieben kann, ohne zu vertrauen und da, am Beispiel der Geschichte, Mae Eric immer und immer wieder misstraut und sich alle möglichen Dinge zusammenspinnt, wirkte ihre ganze Beziehung auf mich wie eine Art Lüge. Auch Maes damit verbundene Eifersuchtsanfälle haben mich sehr schnell genervt, denn für mich zeugten sie von Unsicherheit, die vom Charakter her eigentlich nicht zu ihr gepasst haben. Generell war mir das Tempo der Beziehungsentwicklung zwischen Mae und Eric viel zu schnell. Sogar so schnell, dass ich aufkommende Gefühle zwischen den beiden so gut wie gar nicht ausmachen konnte. Einzig und allein präsent war die ganze Zeit eine sexuelle Spannung bzw. Anziehung, die für mich so stark überwogen hat, dass ich es sogar teilweise als unangenehm empfunden habe, ständig darüber zu lesen.
Positiv an der Handlung in „Speed my Heart“ fand ich auf jeden Fall die verschiedenen Einblicke in alle möglichen Situationen, wie z.B. in den Sport und Erics Trainingseinheiten, sein Privat- und Familienleben, genauso wie die Einblicke in Maes familiäre Situation und wie sie mit ihrer Mutter, ihrem Bruder oder auch ihrer besten Freundin umgeht. Man hatte sozusagen einen Rundumeinblick, bei dem man unglaublich viel über die Protagonisten erfahren und gleichzeitig auch lernen konnte. Auch das Ende hat mir recht gut gefallen, denn absolut alle in der Geschichte angesprochenen Thematiken sind vollends aufgelöst worden und haben einen nicht mit offenen Fragen zurückgelassen. Auch wenn es sehr viele zufällige Ereignisse gewesen sind, die am Ende zusammengespielt haben, was ein bisschen konstruiert gewirkt hat, war ich doch zufrieden mit der Auflösung. Auch wenn Eric durch die Wette meine Sympathien verloren hatte, möchte ich doch anmerken, dass er große Einsicht gezeigt und stark an seinem Verhalten gearbeitet hat, um ein besserer Mann zu werden, sodass ich auch ihm zum Ende hin einen kleinen Platz in meinem Herzen überlassen konnte.

Fazit
Während ich bei Band 1 der „Supercross Love“-Dilogie leider Probleme mit der Protagonistin hatte, hatte ich sie bei Band 2 leider mit der Handlung. Für mich sind diese beiden Bücher eindeutig nicht die besten der Autorin, bewegen sich allerdings immer noch im guten mittleren Bereich.

Bewertung: 3,5 / von 5 Sternen

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