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Den Kopf hinhaltenJens Rostock bietet mit seinem Buch "Den Kopf hinhalten" einen neuen Blickwinkel auf die moralische Frage der Todesstrafe.
Er präsentiert seinen Lesern mit diesem Roman ein Werk, das sich mit der Todesstrafe ...
Jens Rostock bietet mit seinem Buch "Den Kopf hinhalten" einen neuen Blickwinkel auf die moralische Frage der Todesstrafe.
Er präsentiert seinen Lesern mit diesem Roman ein Werk, das sich mit der Todesstrafe um Menschenwürde, Recht und Gerechtigkeit dreht. Der Roman ist fiktiv, baut aber auch auf historischen Fakten, nämlich einer britischen Henker Dynastie auf.
Beschäftigt man sich mit der Todesstrafe, ist aus heutiger Sicht ein Urteil über Schuld oft schnell gefällt.
Jens Rostock bietet mit seinem Buch "Den Kopf hinhalten" einen neuen Blickwinkel auf die Aufarbeitung der Thematik. Er zeigt mit dem Henker und Hauptcharakter Rupert den ambivalenten Menschen hinter den barbarischen Hinrichtungen. Wie Schlink einst sagte, hätten wir schon längst mit den Tätern (in diesem Fall Henkern) abgeschlossen, wenn es wirklich alles Monster wären, ganz fremd, ganz anders, mit denen wir nichts gemein haben. Auf diese Weise wird der Leser zu einem moralischen Urteil herausgefordert.
Ich gebe dem Buch, weil es zwar tiefgründig und zum Nachdenken anregend, aber zeitweise zu langatmig geschrieben und damit nicht einfach zu lesen ist, 3 bis 4 Sterne.