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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2021

Interessantes Sittengemälde

Die Verlorenen
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Das Cover hat mich gleich in seinen Bann ziehen können, ist es doch wunderschön gestaltet. Nun war ich gespannt, ob die Geschichte dies ebenfalls schaffen würde. Und ja – es ist von Beginn an ein erstaunliches ...

Das Cover hat mich gleich in seinen Bann ziehen können, ist es doch wunderschön gestaltet. Nun war ich gespannt, ob die Geschichte dies ebenfalls schaffen würde. Und ja – es ist von Beginn an ein erstaunliches Buch mit einer Story, die sowohl Spannung, Historie, Geheimnisse aber auch Freud und Leid miteinander verbindet. Die Autorin hat dabei einen anschaulichen und gleichzeitig sehr intensiven Schreib- und Erzählstil, der mich regelrecht am Buch gehalten hat. Ich war in der Geschichte gefangen und habe mit den beiden Hauptcharakteren gelitten aber auch die gefühlvollen Passagen genossen. Durch gut platzierte unerwartete Wendungen bekommt das vermeintlich Vorhersehbare eine neue Richtung und das Geschehen damit wieder Schwung und Spannung. Da aus der Sicht beider Hauptcharaktere erzählt wird, erhält man ein kompaktes Bild über die Lebensbedingungen im England des Jahres 1754.

Mir hat dieser Roman über zwei Frauen, die auf ihre Weise viel Mut und Stärke zeigen, gut gefallen. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.07.2021

Kurzweiliger, solider Krimi

Tod auf Madeira (Ein Madeira-Krimi 1)
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Ein weiteres für seinen Tourismus bekanntes Gebiet wird hier zum Schauplatz eines Mordes, nämlich die wunderschöne Insel Madeira. Eingebettet in die Charakterisierung der zahlreich auftretenden Figuren ...

Ein weiteres für seinen Tourismus bekanntes Gebiet wird hier zum Schauplatz eines Mordes, nämlich die wunderschöne Insel Madeira. Eingebettet in die Charakterisierung der zahlreich auftretenden Figuren wird Madeira mit seinen Orten und Landschaften sehr tourismusfreundlich und detailreich beschrieben. Die Gruppe der möglichen Tatverdächtigen ist bunt gemixt und Comissário Torres hat einiges zu tun um den Täter zu überführen. Ungewollte Unterstützung erhält er dabei von Laura, die sich als Krimiautorin prädestiniert fühlt bei den Ermittlungen behilflich zu sein. Es hat mir Spaß gemacht den beiden, die sich anfänglich „nicht grün“ sind bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu schauen. Es ist ein eher ruhiger Krimi, der aber dank des angenehmen Schreib- und Erzählstils unterhaltsam ist und zum mitraten hinsichtlich des Täters einlädt.

Fazit: „Tod auf Madeira“ reiht sich überzeugend in die Masse der „Urlaubskrimis“ ein. Er ist ein kurzweiliger, solider Krimi, der als Serienstart gelungen ist und einen sympathischen Ermittler hat, von dem ich gern auch noch mehr lesen würde. Von mir gibt es für den ersten Fall von Comissário Torres 4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung

Veröffentlicht am 29.07.2021

Roman mit hohem Unterhaltungswert

Die Roseninsel
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Die Roseninsel im Starnberger See, einst Sommerdomizil von König Maximilian II. heute für den Tourismus genutzt, ist der Ausgangspunkt für den gleichnamigen Roman. Die Autorin verwebt hier sehr geschickt ...

Die Roseninsel im Starnberger See, einst Sommerdomizil von König Maximilian II. heute für den Tourismus genutzt, ist der Ausgangspunkt für den gleichnamigen Roman. Die Autorin verwebt hier sehr geschickt Historisches mit Fiktivem zu einer romantischen aber auch spannenden und sehr unterhaltsamen Geschichte. Die sehr bildhaften Beschreibungen der Insel, aber auch die überzeugenden Charakterisierungen der Figuren verbunden mit dem angenehmen Schreibstil boten mir Kopfkino vom Feinsten. Neben der fesselnden Handlung um die beiden Hauptprotagonistinnen erfährt man als Leser noch so einiges über Rosen aber auch über die Insel selbst.

Alles in allem ein wunderbarer Roman mit hohem Unterhaltungswert. Ich kann diesen Roman jedem empfehlen, der romantische Romane mag, der aus zwei Zeitebenen heraus erzählt wird. Mich hat die Geschichte zweier starker, kluger Frauen gut unterhalten und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.07.2021

Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe und den Verlust

Zwischen zwei Herzschlägen
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Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Ich dachte erst ein typisches Jugendbuch, aber im weiteren Verlauf entpuppte sich die Handlung als überzeugender Roman über drei ...

Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Ich dachte erst ein typisches Jugendbuch, aber im weiteren Verlauf entpuppte sich die Handlung als überzeugender Roman über drei junge Menschen, die mit den Konsequenzen ihres Handelns zu leben lernen müssen. Es ist eine eindringliche Geschichte über das Erwachsenwerden, Liebe, und Verlust, die beschreibt, dass ein Leben zu retten nicht gleichbedeutend mit Glück ist.
Erzählt wird das Ganze abwechselnd aus der Sicht der drei Hauptcharaktere Joel, Kerry und Tim. Der Leser begleitet sie über rund 20 Jahre. Der Schreibstil ist dabei so eindringlich, dass man die Zerrissenheit zwischen Liebe und Verlust spürt. Durch die kurzgehaltenen Kapitel und die Perspektivwechsel bekommt die Story Tempo und erwacht gleichzeitig vor dem inneren Auge zum Leben.
Dieses Buch behandelt so schwierige Themen wie Sucht, Depression, Verlustangst. Es zeigt aber auch auf, dass es mit der richtigen Hilfe immer eine zweite Chance gibt. Mir hat das über weite Strecken sehr emotionale Buch gut gefallen und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sterne

Veröffentlicht am 25.07.2021

Interessant, fesselnd, informativ

Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung
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In diesem historischen Roman stehen 3 Frauen im Fokus, die eine wichtige Rolle innerhalb des Beiersdorf-Unternehmens haben. Lena Johannson erzählt dabei die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und ...

In diesem historischen Roman stehen 3 Frauen im Fokus, die eine wichtige Rolle innerhalb des Beiersdorf-Unternehmens haben. Lena Johannson erzählt dabei die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und zeigt ein zeitgemäßes Bild der hanseatischen Gesellschaft am Ende des 19. Jh. Anhand der Hauptprotagonistinnen zeigt sie auch auf, dass es zu jener Zeit alles andere als selbstverständlich war, dass Frauen ein Mitbestimmungsrecht hatten. Mit viel Liebe zum Detail gelingt es der Autorin die Zeit und damit ihre Geschichte aufleben zu lassen. Da allerdings nicht alle Fragen geklärt werden, muss man sich dafür auf einen Folgeband einstellen.
Was ich noch als positiv erwähnen möchte ist das Nachwort der Autorin, in dem sie genau erläutert wer oder was Fakt bzw. Fiktion ist.
Fazit: Der 1. Teil punktet in meinen Augen durch die starken Charaktere und den interessanten Plot rund um das Pharmazie-Unternehmen. Meinen Lese-Geschmack hat dieses Buch getroffen und ich warte gespannt auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.