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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2021

Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe und den Verlust

Zwischen zwei Herzschlägen
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Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Ich dachte erst ein typisches Jugendbuch, aber im weiteren Verlauf entpuppte sich die Handlung als überzeugender Roman über drei ...

Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Ich dachte erst ein typisches Jugendbuch, aber im weiteren Verlauf entpuppte sich die Handlung als überzeugender Roman über drei junge Menschen, die mit den Konsequenzen ihres Handelns zu leben lernen müssen. Es ist eine eindringliche Geschichte über das Erwachsenwerden, Liebe, und Verlust, die beschreibt, dass ein Leben zu retten nicht gleichbedeutend mit Glück ist.
Erzählt wird das Ganze abwechselnd aus der Sicht der drei Hauptcharaktere Joel, Kerry und Tim. Der Leser begleitet sie über rund 20 Jahre. Der Schreibstil ist dabei so eindringlich, dass man die Zerrissenheit zwischen Liebe und Verlust spürt. Durch die kurzgehaltenen Kapitel und die Perspektivwechsel bekommt die Story Tempo und erwacht gleichzeitig vor dem inneren Auge zum Leben.
Dieses Buch behandelt so schwierige Themen wie Sucht, Depression, Verlustangst. Es zeigt aber auch auf, dass es mit der richtigen Hilfe immer eine zweite Chance gibt. Mir hat das über weite Strecken sehr emotionale Buch gut gefallen und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sterne

Veröffentlicht am 25.07.2021

Interessant, fesselnd, informativ

Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung
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In diesem historischen Roman stehen 3 Frauen im Fokus, die eine wichtige Rolle innerhalb des Beiersdorf-Unternehmens haben. Lena Johannson erzählt dabei die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und ...

In diesem historischen Roman stehen 3 Frauen im Fokus, die eine wichtige Rolle innerhalb des Beiersdorf-Unternehmens haben. Lena Johannson erzählt dabei die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und zeigt ein zeitgemäßes Bild der hanseatischen Gesellschaft am Ende des 19. Jh. Anhand der Hauptprotagonistinnen zeigt sie auch auf, dass es zu jener Zeit alles andere als selbstverständlich war, dass Frauen ein Mitbestimmungsrecht hatten. Mit viel Liebe zum Detail gelingt es der Autorin die Zeit und damit ihre Geschichte aufleben zu lassen. Da allerdings nicht alle Fragen geklärt werden, muss man sich dafür auf einen Folgeband einstellen.
Was ich noch als positiv erwähnen möchte ist das Nachwort der Autorin, in dem sie genau erläutert wer oder was Fakt bzw. Fiktion ist.
Fazit: Der 1. Teil punktet in meinen Augen durch die starken Charaktere und den interessanten Plot rund um das Pharmazie-Unternehmen. Meinen Lese-Geschmack hat dieses Buch getroffen und ich warte gespannt auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Vielschichtiger Roman

Das Leben irgendwo dazwischen
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Anhand des Klappentextes hatte ich eigentlich eine ganz andere Vorstellung vom Inhalt als das was mir letztendlich hier geboten wurde. Ich dachte es ist eine romantische Liebesgeschichte zweier junger ...

Anhand des Klappentextes hatte ich eigentlich eine ganz andere Vorstellung vom Inhalt als das was mir letztendlich hier geboten wurde. Ich dachte es ist eine romantische Liebesgeschichte zweier junger Leute, aber es ist ein vielschichtiger Roman, der über die Schwierigkeiten des Lebens und Liebens erzählt. Dabei sind die Charaktere sympathisch und lebensbejahend dargestellt. Vor allem die Geschichte um die älteren Protagonisten fand ich sehr gelungen. Allerdings kommt dadurch Didos Geschichte mit Lukas für meinen Geschmack etwas zu kurz. Durch die Inhaltsangabe zum Buch hatte ich mir vorgestellt mehr über Dido und Lukas als über Hans und Elisabeth zu erfahren. Einige Passagen hätten aus meiner Sicht geraffter erzählt werden können, aber nichts desto trotz ist es eine unterhaltsame mit Emotionen behaftete und etlichen Wendungen versehene Lektüre, der es an den richtigen Stellen auch nicht am Humor fehlt. Mich hat dieses Buch gut unterhalten. Ich empfehle es gern weiter und vergeben 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Humorvoll und herzerwärmend

Kann Spuren von Glück enthalten
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Das Buch verlangt zu Beginn vom Leser einiges Durchhaltevermögen, denn es ist in einigen Passagen für meinen Geschmack zu langatmig erzählt. Aber bleibt man am Buch liest man über eine Geschichte zweier ...

Das Buch verlangt zu Beginn vom Leser einiges Durchhaltevermögen, denn es ist in einigen Passagen für meinen Geschmack zu langatmig erzählt. Aber bleibt man am Buch liest man über eine Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate, eine nette, fügsame, liebenswürdige 40jährige und Cecily eine 97jährige, die gern alle herumkommandiert und auch sonst kein Blatt vor den Mund nimmt. Beide entdecken, dass sie für die gleichen Leidenschaften brennen, nämlich Bücher und Kochen. Und so entwickelt sich eine Freundschaft, die vor allem Kate die Augen öffnen wird.
Vicky Zimmerman ist hier ein humorvoller und herzerwärmender Roman gelungen. Auch wenn ich bei mancher Szene Kate wachrütteln wollte sind doch beide Hauptfiguren absolut toll charakterisiert und geben der Geschichte den richtigen Schwung. Besonders die lebensbejahende Cecily hat es mir angetan – so herrisch sie sich auch gegenüber Kate benimmt, bezweckt sie damit aber auch etwas. Nicht nur die Rezepte für alle Lebenslagen auch die Dialoge zwischen den beiden haben mir gefallen. Ich empfehle das Buch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Amüsanter Provinzkrimi

Prost, auf die Erben
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Dass Friedrich Kalpenstein nach seiner Herbert-Reihe auch „in Krimi kann“ beweist er nun schon zum zweiten Mal mit dem Ermittler-Duo Tischler & Fink. Diesmal müssen sich die beiden unter anderen die Fragen ...

Dass Friedrich Kalpenstein nach seiner Herbert-Reihe auch „in Krimi kann“ beweist er nun schon zum zweiten Mal mit dem Ermittler-Duo Tischler & Fink. Diesmal müssen sich die beiden unter anderen die Fragen stellen warum wurde der Bauunternehmer Holzinger umgebracht und warum interessiert es niemanden wirklich? Verdächtige gibt es ja zu Hauff, doch leider ist es für Tischler und seinen umständlich agierenden Polizeiobermeister Fink gar nicht so einfach den Über- und Durchblick zu bekommen.
Wie es sich für einen zünftigen Regionalkrimi gehört, punktet er weniger durch rasante Actionszenen oder nervenaufreibende Spannung als durch skurrile Figuren, Humor und eine gemütliche Ermittlungsarbeit. Wer sich das von Beginn an vor Augen hält, der bekommt hier einen unterhaltsamen und kurzweiligen Krimi präsentiert. Allerdings muss ich gestehen, gingen mir die vielen humorvolle Passagen zu Lasten der Krimihandlung. Dafür gibt es viel Lokalkolorit und ein Schreib- und Erzählstil, der wunderbar zur Story passt.
Fazit: Dank eines interessanten Plots, skurriler Figuren und vieler witziger Szenen ist auch der 2. Fall für Tischler & Fink amüsant und kurzweilig. Mich hat dieser Regionalkrimi gut unterhalten und ich empfehle ihn gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.