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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2021

Interessant und aufschlussreich

Riot, don’t diet!
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Dieses Buch fällt einen durch die Aufmachung sofort ins Auge. Sowohl der Titel als auch das Design wirken provozierend und das soll auch so sein. Die Autorin will das Bewusstsein dafür schärfen, dass anders ...

Dieses Buch fällt einen durch die Aufmachung sofort ins Auge. Sowohl der Titel als auch das Design wirken provozierend und das soll auch so sein. Die Autorin will das Bewusstsein dafür schärfen, dass anders sein weder schlecht noch hässlich ist. Dafür greift sie sich sechs Körper“gruppen“ heraus und liefert interessante und aufschlussreiche Hintergründe sowie Interviews und Erfahrungen. Die Themen sind gut recherchiert.

Mir persönlich lag der Schreibstil nicht immer. Manche Themen werden vollgepackt mit Hashtags und Fachbegriffen, so dass flüssiges Lesen mir schwer viel. Zudem herrscht immer ein leicht aggressiver Grundton. Auch vermisste ich manchmal die Objektivität.
Es gibt einen deutlichen Schwerpunkt auf zwei der „Gruppen“, die in der Öffentlichkeit bereits die größte Aufmerksamkeit bzw. Akzeptanz erfahren. Die anderen vier werden doch oft sehr schnell, manche nur auf wenigen Seiten, abgehandelt. Dies fand ich sehr schade, da es gerade hier Neues zu erfahren gab.

Das Thema ist unheimlich wichtig und das vorliegende Buch besticht durch klare Aussagen und Handlungsaufforderungen. Für einen Einstieg in das Thema bzw. einen ersten Überblick ist es gut geeignet.

Sehr gut fand ich die persönliche Nutzanwendung, bei der der Leser aufgefordert wird sein eigenes Verhalten im Alltag zu überprüfen und aktiv zu werden.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Leichte Lektüre

Die Glücksschneiderin
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Als erstes fällt einem das wunderschön gestaltete Cover auf. Das Setting ist perfekt beschrieben und die Residenzstadt wird vor den Augen lebendig. Der Schreibstil macht es einem leicht, so dass man das ...

Als erstes fällt einem das wunderschön gestaltete Cover auf. Das Setting ist perfekt beschrieben und die Residenzstadt wird vor den Augen lebendig. Der Schreibstil macht es einem leicht, so dass man das Buch flüssig lesen kann und gut in die Handlung eintauchen kann. Die Idee eines Nähcafés ist kreativ und die Geschichte um ein geheimnisvolles Kleid macht neugierig.

Die Autorin hat sich mit den Recherchen offensichtlich viel Mühe gegeben. So liest man von Upcycling, Fast Fashion, CO2-Bilanzen aber auch von Themen wie Depressionen, Insektensterben und Body Politics. All das sind sehr interessante Bereiche, mit denen ich mich auch schon beschäftigt habe. Ich persönlich finde es eine tolle Idee diese Themen in einen Roman einzubinden, da dadurch viele Leser vielleicht zum ersten Mal davon hören. Diese jedoch alle in einem Unterhaltungsroman von knapp 300 Seiten anzusprechen war mir zu viel und ich finde, dass dadurch die eigentliche Story etwas untergeht. Ähnlich ging es mir mit den Nebenpersonen. Alle sind toll beschrieben und authentisch, jedoch waren es einfach zu viele Nebengeschichten bzw. – schauplätze.

Ich fand die Geschichte um das Kleid interessanter, als die doch sehr vorhersehbare Liebesgeschichte. Mit der weiblichen Protagonisten konnte ich nicht so viel anfangen. Mir persönlich ist es lieber, wenn ein oder zwei Handlungsstränge und Charaktere dominieren. Eine nette Idee sind die Rezepte am Ende des Buches.

Alles in allem fand ich den Roman schön zu lesen und empfehle es daher als leichte Sommerlektüre.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Ein etwas anderes Motivationsbuch

Unsere Zeit ist jetzt!
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Was einem bei diesem Buch wohl als erstes ins Auge fällt, ist die peppige Aufmachung. Die Kapitel sind sehr kreativ designt, viele Grafiken und Zitate lockern den Text auf. Die Kapitel sind in einer guten ...

Was einem bei diesem Buch wohl als erstes ins Auge fällt, ist die peppige Aufmachung. Die Kapitel sind sehr kreativ designt, viele Grafiken und Zitate lockern den Text auf. Die Kapitel sind in einer guten Länge, so dass man diese in vernünftige Leseabschnitte unterteilen kann.

Die Botschaft ist kommt klar rüber: Aktiv werden! Es werden viele verschiedene Situationen angesprochen, so dass sich jede Frau irgendwo wiederfindet. Die praktischen Tipps sind ohne größeren Aufwand umsetzbar.
Viele waren mir bereits bekannt, daher ist das Buch meiner Meinung nach eher für Leserinnen geeignet, die sich noch nicht so sehr mit der Thematik beschäftigt haben. Es wird auf die aktuelle Situation mit der Pandemie und ihren Folgen eingegangen, so dass man die Tipps sofort umsetzen kann.

Mir persönlich hat der Schreibstil nicht so zugesagt. Das innovative Design, sollte sich wohl auch im Text wiederspiegeln. Für mich war die Schreibweise sehr flapsige und hektisch. Es erinnerte mich eher an einen Jugendratgeber als an ein Buch für Erwachsene. Ebenfalls störten mich die vielen englischen Zitate und Begriffe. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum manche Zitate in Deutsch und die anderen wieder in Englisch wiedergegeben werden.

Fazit: Es gibt einige gute Tipps, Manches wird einem wieder mehr bewusst. Wer bereit ist für Veränderungen, wird sich durch das Buch motivieren lassen.

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Zurück auf Falkensee – Ein typischer zweiter Teil

Die Sterne über Falkensee
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Nun sind wir zurück auf Gut Falkensee und Protagonistin ist Isabella – die Tochter von Alice. Da sie sehr schwierige Eltern und einen schlechten Start ins Leben hatte, habe ich mich sehr auf ihre Geschichte ...

Nun sind wir zurück auf Gut Falkensee und Protagonistin ist Isabella – die Tochter von Alice. Da sie sehr schwierige Eltern und einen schlechten Start ins Leben hatte, habe ich mich sehr auf ihre Geschichte gefreut. Isabella heiratet ein Mitglied der NSDAP und wir wissen, dass dies nicht gut laufen wird. Auch gibt es wieder die Parallelgeschichte unter den Dienstboten. Man sollte sich nicht allzu sehr auf den Klappentext verlassen, da dieser kaum zur Handlung passt.
Der Schreibstil der Autorin ist wie beim ersten Teil auch hervorragend und man fliegt nur so durch die Seiten. Leider konnte der zweite Teil in mir nicht die gleiche Begeisterung auslösen wie der erste.
Mit Isabella wurde ich erst in den letzten Kapiteln warm. Vorher war sie doch leider sehr oberflächlich und naiv. Statt aus den Fehlern ihrer Mutter zu lernen strebt sie mit aller Macht danach, es ihr gleich zu tun.
Bereits im ersten Band hatte ich das Gefühl, dass vieles sehr schnell abgehandelt wurde, weil die „Seiten nicht reichten“. Hier ist es noch viel extremer, da die Handlung die doppelte Zeitspanne umfasst. Daher greift man oft auf große Zeitsprünge zurück, die mir das Gefühl gaben, dass das Leben auf Falkensee wohl recht langweilig ist. Durch die „schnelle Abwicklung“ fehlt mir einfach die Basis manche Handlungen nachzuvollziehen. Es gibt eine sehr starke Schwarz-Weiß-Malerei, so dass man alle Akteure sofort in eine der zwei Gruppen einteilen kann. Wer der neue Mann in Isabellas Leben wird, ist sehr schnell vorhersehbar. Schade fand ich auch, dass die Geschichte vom Dienstmädchen nur noch eine Randnotiz ist. Der Abschluss des Buches es wieder sehr gelungen und lässt uns mit Spannung auf den nächsten Band zurück.

Das klingt jetzt vielleicht schlimmer als es ist. Eine charismatische Protagonisten, unerwartete Entwicklungen und das „Parallel-Universum“ der Dienstboten – all das hat mich im ersten Teil absolut begeistert. Leider kam der zweite Teil da für mich nicht ran.
Jedoch lässt sich der Roman sehr gut lesen und ist sicher eine gute Sommerlektüre. Wer den ersten Teil mochte, wird auch durch den zweiten gut unterhalten. Meiner Meinung nach, kann man ihn auch unabhängig lesen.

Fazit? Ein typischer zweiter Teil. Nicht so toll wie der erste, jedoch mit dem gleichen hervorragenden Schreibstil.

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Veröffentlicht am 28.07.2020

Ein schöner Roman für den Urlaub

179 Euro 70
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Die Idee ist sehr originell und hat mich sofort angesprochen. Das Buchcover ist sehr gelungen und auch der Titel macht neugierig.

Der Schreibstil ist wirklich sehr gut. Man kann sich problemlos in die ...

Die Idee ist sehr originell und hat mich sofort angesprochen. Das Buchcover ist sehr gelungen und auch der Titel macht neugierig.

Der Schreibstil ist wirklich sehr gut. Man kann sich problemlos in die jeweilige Situation bzw. Person hineinversetzen. Durch den häufigen Erzählerwechsel ist die Geschichte sehr kurzweilig und man erhält dadurch die Sicht der einzelnen Charaktere.

Ich denke, das Buch hätte länger sein müssen. Der Wandel von Geisel/Geiselnehmer zu Freunden geht mir viel zu schnell. Dass man z.B. noch während der laufenden Geiselnahme beschließt, dass der Geiselnehmer ein gutes Herz hat finde ich persönlich etwas weit hergeholt. Das geht für mich doch sehr in die Richtungen Stockholm Syndrom. Wäre man das ganze etwas langsamer angegangen, könnte man diese Entwicklung vielleicht besser nachvollziehen.
Mit Benita konnte ich mich leider das ganze Buch lang nicht anfreunden. Sie behandelt für meinen Geschmack die anderen von oben herab, da sie offensichtlich der Meinung ist alles zu wissen.

Es gibt viel Situationskomik und ich musste oft lachen.

In der Geschichte gibt es sicher Luft nach oben, jedoch ist sie als nette Sommerkomödie sehr gelungen. Die richtige Lektüre für den Urlaub.

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