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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2021

Die Stimmen der Toten

Tote schweigen nie
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Meine Meinung

Wenn man ein Hörbuch den ganzen Tag laufen lässt und es einem auch eine schlaflose Nacht bereitet, dann weiß man, dass es toll war. Mir ist es so mit Tote schweigen nie von A.K. ...

Meine Meinung

Wenn man ein Hörbuch den ganzen Tag laufen lässt und es einem auch eine schlaflose Nacht bereitet, dann weiß man, dass es toll war. Mir ist es so mit Tote schweigen nie von A.K. Turner ergangen. Ich fand den Reihenauftakt rund um die eigenwillige forensische Assistentin Cassie Raven und die unterkühlte DS Phyllida Flyte ziemlich brillant und damit meine ich nicht nur den Fall, sondern auch die beiden außergewöhnlichen Protagonistinnen, die man nicht so schnell vergisst.

In London arbeitet die junge Cassie Raven als Assistentin der Pathologie im Institut für Rechtsmedizin, wo sie nicht nur durch ihr äußeres Erscheinungsbild auffällt. Die tätowierte und gepiercte Gothic Queen ist überzeugt davon mit den Toten kommunizieren zu können. Die Verstorbenen sprechen zu Cassie und liefern ihr wertvolle Hinweise auf deren Dahinscheiden. Davon ist zumindest Cassie überzeugt. Aber was noch wichtiger ist, Cassie will Gerechtigkeit für ihre Schützlinge. Als eines Tages ihre ehemalige Professorin und Mentorin Mrs. Evans auf ihrem Tisch landet , ist Cassie fest davon überzeugt, dass diese Opfer eines Mordes wurde, auch wenn die Ermittlungen von einem Unfall sprechen. Kann Cassie ihrer Mentorin, der sie so viel zu verdanken hat helfen? Das müsst ihr natürlich selbst herausfinden....

Ich mochte Cassie unglaublich gerne. Sie ist schrill, auffallend und schräg. Cassie hat eine Vorliebe für Taxidermie, teilt sich ihr Zuhause mit einem Schädel und war in jungen Jahren dem Drogenkonsum nicht abgeneigt. Nachdem Cassies Eltern bei einem Verkehrsunfall verstorben sind, wurde Babica, ihre rebellische polnische Oma, zu Cassies wichtigstem Halt in ihrem Leben. Ich habe Babica genauso lieb gewonnen wie Cassie. Ich meine, welche Oma hebt schon ein totes Eichhörnchen im Gefrierschrank auf und hält das Geschenk so in Ehren. Aber zurück zu Cassie, welche einmal mehr beweist, dass man durch das Aussehen eines Menschen keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte. Denn Cassie ist nahezu brillant. Sie ist verbissen und klug und hat eine enorme Auffassungs- und Kombinationsgabe , mir der sie selbst den erfahrenen Pathologen so manches Mal weiter hilft. Umso unglaublicher ist es auch, dass ausgerechnet durch eine Unachtsamkeit von Cassie ein Leichenraub passiert sein soll, welchen die unterkühlte und zugeknöpfte DS Phyllida Flyte auf den Plan ruft, um gegen Cassie zu ermitteln. Und doch ist es ausgerechnet Phyllida, die Cassie eindeutig nicht leiden kann, die ihr letztlich bei der Aufklärung des Falles der verstorbenen Mrs. Evans hilft. Achja, Cassies Schädel spielt dabei auch keine unwesentliche Rolle.

Wenn Cassie und Phyllida aufeinander treffen, prallen wirklich Welten aufeinander. Nicht nur einmal hätte ich Phyllida gerne so richtig durchgeschüttelt, weil sie Cassie gleich mal wegen ihrer Vergangenheit und ihrem Aussehen vorverurteilt. Im Laufe des Buches lernt man Phyllida allerdings näher kennen und merkt, dass auch sie keinen leichten Stand unter ihren Kollegen hat und sie sich als Frau in einer Männerwelt mehr behaupten muss als jeder andere. Und auch Phyllida hat einen Schicksalsschlag zu verkraften, der ihr Verhalten ein bisschen erklärt. Cassie und Phyllida sind beides Frauen, die man nicht zu schnell abstempeln sollte. Das müssen die beiden auch voneinander lernen und es war einfach schön zu lesen, wie sich aus der zunächst holprigen Zusammenarbeit eine Freundschaft entwickelt.

Die Darstellung der Protagonistinnen ist wirklich fast die größte Stärke an A.K. Turners Reihenauftakt. Die Autorin hat ein ungewöhnliches Ernittlerteam erschaffen, welches man nicht so schnell vergisst, das aber auch wahnsinnig authentisch wirkt. Ich kann es kaum erwarten die beiden wieder in Aktion zu erleben.

Großartig ist aber auch der Fall um die verstorbene Mentorin. Ich bin wirklich lange im Dunkeln getappt, habe mich ebenso von Vorurteilen blenden lassen und war am Ende von der Auflösung mehr als überrascht. Und auch die Arbeit von Cassie in der Leichenhalle war präzise und authentisch beschrieben, auch wenn diese wahrscheinlich nicht jedermanns Sache ist. Mich hat gerade dieser Teil aus Cassies Leben aber sehr fasziniert. Zudem hat sich gezeigt wie wichtig die Arbeit der Pathologen für die Aufklärung von Todesfällen ist.

Mir hat Tote schweigen nie wahnsinnig gut gefallen. Der Thriller ist erfrischend anders, hat einen mystischen Touch, ohne dabei lächerlich rüber zu kommen und ebnet perfekt den Weg für weitere Bücher der Reihe.

Außerdem hat Hörbuchsprecherin Sandra Voss einen großartigen Job gemacht und ich habe ihrer Stimme sehr gerne gelauscht. Ich finde es immer wieder verblüffend wie schnell 12 Stunden vorbei sein können. Aber hier hat einfach das Gesamtpaket gepasst. Daher gibt's eine absolute Lese‐ und Hörempfehlung!

Fazit:

Tote schweigen nie ist ein spannender, neuer Auftakt einer Forensik-Thriller-Reihe von A.K. Turner. Highlight sind auf jeden Fall die beiden un‐ bzw. außergewöhnlichen Protagonistinnen Cassie Raven und Phyllida Flyte. Ein starkes und kluges Duo, dass sich erst von den eigenen, gegenseitigen Vorurteilen befreien muss.
Die Handlung selbst ist fesselnd, bietet einige Überraschungen und lässt einem relativ lange im Dunklen tappen. So mag ich das.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf mehr Cassie & Phyllida! Absolute Leseempfehlung!



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Veröffentlicht am 09.08.2021

Wir bauen ein Haus

Meine Schiebebahn-Pappe: Fahr mit auf der Baustelle
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Auf dem Bauernhof haben wir schon fleißig mitgearbeitet, jetzt wird ein Haus gebaut!

Auf der Baustelle ist ein weiterer Band der Fahr mit!-Reihe aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Dieses ...

Auf dem Bauernhof haben wir schon fleißig mitgearbeitet, jetzt wird ein Haus gebaut!

Auf der Baustelle ist ein weiterer Band der Fahr mit!-Reihe aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Dieses Mal wird im Apfelweg ein Haus gebaut. Vom Aushub übers Planieren gehts zum Fundament um anschließend mit dem Kran die Ziegel aufzubauen. Meine Tochter hatte einen riesigen Spaß die verschiedenen Baufahrzeuge über die Seiten zu fahren und dabei gespannt der Geschichte gelauscht.

Die bunten Bilder haben ihre Wirkung natürlich auch nicht verfehlt. Wir haben also kurzerhand auch ein Wimmelbildabenteuer gestartet.

Als Mama bin ich von den dicken Pappseiten besonders begeistert. Meine Tochter geht nicht gerade pfleglich mit ihren Büchern um. Ich denke aber, dass dieses hier einiges aushält. Zumindest wirkt es sehr robust.

Von uns gibt's auch für diesen Band der "Fahr mit!"-Reihe eine absolute Empfehlung!

Fazit

Lass uns ein Haus bauen! "Auf der Baustelle" ist ein weiterer toller und lehrreichen Band der "Fahr mit!-Reihe". Schiebeelemente, ein altersgerechter Text und bunte Illustrationen laden zum Staunen ein. Zudem wirkt die Aufmachung aus dicker Pappe sehr robust! Absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 08.08.2021

Der Horror geht in die nächste Runde

Bloom
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Wo sind die Fans von trashigem Horror a la Tremors oder Die Körperfresser kommen? Ich hätte da nämlich eine wahnsinnig gute Buchempfehlung für euch!

Den ersten Teil von Bloom habe ich ja schon ...

Wo sind die Fans von trashigem Horror a la Tremors oder Die Körperfresser kommen? Ich hätte da nämlich eine wahnsinnig gute Buchempfehlung für euch!

Den ersten Teil von Bloom habe ich ja schon mit Begeisterung gelesen, aber mit der Fortsetzung toppt Kenneth Oppel nochmal alles. Die Menschen sind immer größeren Gefahren ausgesetzt. Kaum wurde ein Herpizid gegen das schwarze Gras gefunden, wird die Erde von allesfressenden Riesenwürmern und virusverbreitenden Stechvögel bevölkert. Und unsere Helden Petra, Anaya und Seth entwickeln sich stetig weiter in eine kryptogene Lebensform. Eben noch als Retter gefeiert, werden sie zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt, in einem Militärbunker gefangen gehalten und grausamen Experimenten ausgesetzt - genauso wie eine Vielzahl weiterer Jugendlicher, die wie sie Mischwesen sind.

Im Gegensatz zum ersten Band, der einige Längen bereit gehalten hat, hat sich der zweite Teil wie ein mitreißender Splatter-Horror-Film in einem Rutsch durchlesen lassen. Die Geschichte setzt mehr oder weniger nahtlos an das Ende des ersten Buches an, wobei der Spannungsbogen dieses Mal wirklich von der ersten bis zur letzten Seite zum Zerreißen gespannt war.

Da ist zunächst einmal die Tatsache, dass sich Petra, Anaya und Seth plötzlich in einer Ausnahmesituation befinden. Erst noch vom Militär und Geheimdienst beschützt, werden sie plötzlich verraten, ihren Eltern entzogen und in Gefangenschaft genommen. Während sie versuchen mit der Situation irgendwie zurecht zu kommen und einen Ausweg suchen, müssen sie sich auch noch mit der unausweichlichen Situation abfinden, dass sie selber immer mehr zum Alien werden und ihr menschliches Äußeres nach und nach verlieren. Doch auch untereinander entstehen Spannungen, gehören die 3 nämlich unterschiedlichen Spezies an, deren Ansichten sich teilweise sehr unterscheiden. Es entstehen aber auch neue Freundschaften und Verbindungen , die Petra, Anaya und Seth ein Gefühl des Dazugehörens und des Zusammenhalts vermitteln.

Kenneth Oppel hat es geschafft mich an die Seiten zu fesseln. Hinter all dem Horror steht die ganze Zeit die große Frage wem man eigentlich noch Vertrauen kann. Wer ist gut, wer ist böse? Welche Absichten haben die Außerirdischen? Sind sie auf Hilfe angewiesen oder wollen sie die Menschheit vernichten? Ich habe meine Meinung zu dem Ganzen mehrfach geändert. Es sind einfach so viele neue Erkenntnisse, die plötzlich alles bisher Kennengelernte umwerfen und überraschende Wendungen, die die Menschen und deren Handlungen in ein völlig neues Licht stellen. Eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffnungslosigkeit und aufmunternden Lichtblicken, die mit einem unfassbaren Knall endet. Ich habe selten so einen fiesen Cliffhanger erlebt.

Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen, wenn man Dystopien und trashigen Horror mag. Auch wenn man das Buch eigenständig lesen kann, würde ich empfehlen auf jeden Fall mit Band 1 zu starten, um auch wirklich alles zu verstehen und die Story einfach mehr genießen zu können.

Fazit

Nachdem der Regen erst schwarzes Gras gebracht hat, bringt er jetzt menschenfressende Würmer, die es zu vernichten gilt. Der Horror geht in die nächste Runde und stellt die 3 Helden Petra, Anaya und Seth vor neue Herausforderungen - auch in persönlicher Hinsicht.

Kenneth Oppel hat auch mit Bloom 2 einen fesselnden, mitreißenden, actiongeladenen Pageturner geschrieben. Neben dem ganzen Trash und Horror geht es aber auch um wichtige Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen.

Ich habe das Buch an einem Nachmittag durchgesuchtet und kann es kaum erwarten, dass der 3. Band erscheint. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Intensiv, dramatisch, schonungslos und auch ein bisschen kitschig, aber das Gesamtpaket passt

Crave
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Nicht noch ein Vampir‐Roman? Ich sage definitiv ja. Vorallem wenn er in so einem wunderbaren Gesamtpaket kommt, wie Crave es tut. Tracy Wolff hat mich tatsächlich sehr überrascht mit ihrem Young ...

Nicht noch ein Vampir‐Roman? Ich sage definitiv ja. Vorallem wenn er in so einem wunderbaren Gesamtpaket kommt, wie Crave es tut. Tracy Wolff hat mich tatsächlich sehr überrascht mit ihrem Young Adult Auftakt. Es war emotional, dramatisch, leidenschaftlich und intensiv. Das Akademiesetting hat mich beeindruckt und die Charaktere wurden toll ausgearbeitet. Natürlich werden auch die gängigen Klischees bedient. Aber hey, was solls! So ein Roman darf schon mal in die Kitschkiste greifen. Mir hats auf jeden Fall unglaublich gut gefallen an der Katmere Academy.

Nach dem tragischen Unfalltod von Grace' Eltern übernimmt ihr Onkel die Vormundschaft und holt Grace zu sich nach Alaska, wo er die eindrucksvolle und elitäre Katmere Academy leitet. Grace wird dabei alles andere als herzlich aufgenommen. Bis auf ihren Onkel und ihre Cousine Macy stößt sie eher auf Widerstand. Ganz besonders der gut aussehende Jaxon Vega mit seiner düsteren Ausstrahlung macht Grace immer wieder deutlich, dass die Academy ein gefährlicher Ort ist und sie sich besonders von ihm fernhalten soll.....wäre da nicht diese besondere Anziehungskraft zwischen den beiden.

Klingt doch ganz nach dem gängigen Klischee Good Girl trifft auf Bad Boy. Zu Anfang ist das eigentlich auch so. Nach und nach dürfen wir aber immer mehr hinter die Fassade jedes einzelnen blicken und es eröffnet sich ein komplett anderes Bild. Grace mochte ich wirklich sehr gerne. Sie schlägt sich tapfer und mutig in der neuen Umgebung. Zu Anfang ist sie vielleicht ein bisschen zu unbedarft, nimmt die Warnungen nicht ernst. Als dann eine Reihe mysteriöser Vorkommnisse passieren, kommen ihre volle Stärke und ihr Kampfgeist zum Vorschein. Sie beginnt die Dinge zu hinterfragen und sucht verbissen nach Antworten, wohl wissend, dass man ihr etwas Großes und Wesentliches verheimlicht. Als Leser weiß man ja eigentlich die ganze Zeit, was sich hinter dem Geheimnis verbirgt und dennoch hat Tracy Wolff es geschafft den Spannungsgrad hoch zu halten. Meine Nerven waren teilweise zum Zerreißen gespannt, weil ich so sehr auf Grace Reaktion hingefiebert habe. Ganz besonders in Bezug auf Jaxon. Jaxon, der mit seiner dunklen und unnahbaren Ausstrahlung eine richtige Sogwirkung auf Grace hat. Ich muss zugeben, dass ich nach dem ersten Auftritt von Jaxon nicht mehr als ein Augenrollen und Kopfschütteln für ihn übrig hatte. Nicht schon wieder so ein 0‐8‐15 Bad Boy, der ständig Mädchen in Nöten retten muss. Auf den alle fliegen, der aber keine an sich heran lässt, weil er ja eigentlich gefährlich und schlecht ist. Meinen ersten Eindruck musste ich bald revidieren. Denn Jaxon trägt eine Maske, hinter die er zunächst niemanden blicken lassen will. Ich würde jetzt zwar nicht so weit gehen und ihn als Good Guy bezeichnen, aber das Bad Ass, als das er sich gibt, ist er keineswegs.
Ich denke, ich spoilere jetzt auch niemanden wenn ich euch verrate, dass sie eine Liebesgeschichte zwischen Grace und Jaxon entwickelt. Diese lässt sich allerdings Zeit, gibt den beiden genügend Raum, um einander kennen zu lernen. Sie zeichnet sich aus durch unglaublich witzige Dialoge, intensiven Momenten der Zweisamkeit und gegenseitigem Vertrauen. Hier wirds auch teilweise sehr kitschig und klischeehaft, was aber irgendwie auch total gepasst hat. Grace und Jaxon haben beide jemanden verloren. Das verbindet die beiden ungemein, spendet Trost und gibt den notwendigen Halt, wenn man zu zerbrechen droht.
Ach ja, ich könnte schon wieder dahin schmelzen und das trotz der frostigen Umgebung.

Tracy Wolff hat sich für ihren übernatürlichen Jugendroman für das eisige Alaska entschieden. Die altehrwürdigen Mauern der Akademie liegen fernab der Zivilisation in den Wäldern Alaskas. Ein besseres Setting hätte Tracy gar nicht wählen können. Die Autorin hat die herrschaftlichen Hallen mit viel Liebe zum Detail beschrieben und mein Kopfkino zum Glühen gebracht. Überhaupt fand ich Tracys Schreibstil sehr fesselnd. Dieser ist sehr jugendlich gehalten und orientiert sich an der Altersgruppe des jugendlichen Lesers. Trotz der Einfachheit steckt aber viel Detailverliebt darin, sodass man sich alles sehr gut verbildlichen kann.

Die Handlung selbst ist fesselnd, intensiv, mit überraschenden Wendungen und entwickelt einen Sog, der am Schluss mit einem lauten Knall endet. Einerseits gut, da ich noch nicht will, dass die Geschichte schon vorbei ist, andererseits ist die Wartezeit auf Band 2 eine kleine, große Herausforderung und nervliche Zerreißprobe. Klare Leseempfehlung!


Fazit

Schonungslos, intensiv, dramatisch, leidenschaftlich und mit Sogwirkung! So habe ich Crave empfunden. Ich habe die fast 700 Seiten zu meiner eigenen Überraschung regelrecht weginhaliert, was vorallem an der spannenden und wendungsreichen Handlung liegt. Außerdem hat Tracy Wolff ein beeindruckendes Akademiesetting erschaffen und wirklich außergewöhnliche Charaktere auftreten lassen.
Natürlich wird auch ordentlich in die Kitschkiste gegriffen und gängige Klischees bedient. Das Gesamtpaket hat aber rundum gepasst und ich kann es kaum erwarten nach dem fiesen Cliffhanger am Schluss weiter zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Ein Tag auf dem Bauernhof

Meine Schiebebahn-Pappe: Fahr mit auf dem Bauernhof
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Schauen, Staunen und schieben! Meine 2-jährige Tochter ist begeistert von dem kleinen Pappbilderbuch aus der "Fahr mit! Reihe". Wir haben zwar schon einige Bauernhof-Bücher daheim, allerdings ...

Schauen, Staunen und schieben! Meine 2-jährige Tochter ist begeistert von dem kleinen Pappbilderbuch aus der "Fahr mit! Reihe". Wir haben zwar schon einige Bauernhof-Bücher daheim, allerdings keines, bei dem mein Töchterchen aktiv am Hof mitarbeiten kann. Und genau dieser Aspekt macht das Ganze so besonders. Den Kindern wird spielerisch der Alltag am Hof nähergebracht. Welche Aufgaben fallen an? Welche Tiere müssen versorgt werden? Wie kommt die Milch in den Karton? Fragen, die spielerisch beantwortet werden.

In der Früh mäht Bäuerin Frieda frisches Gras für die Kühe. Der Milchmann holt die frisch gemolkene Milch ab und Bauer Franz kann auch ganz gut Hilfe auf dem Feld gebrauchen. Mittels zahlreicher Schiebeelemente lassen sich die diversen Fahrzeuge und Landmaschinen quer über die Buchseiten fahren. Die dicken beschichteten Pappseiten wirken dabei sehr robust und ich denke, dass wir länger eine Freude mit dem Buch haben werden.

Ganz toll sind im übrigen auch die bunten Illustrationen, welche die kleine Geschichte von Bauer Franz und seiner Familie bildhaft wieder gibt. Der Text dazu ist sehr einfach und altersentsprechend gehalten. Ich würde sagen ab ca. 1,5 Jahren. Also absolut Top!

Von uns gibt's auch für diesen Band der "Fahr mit!"-Reihe eine absolute Empfehlung!

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