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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2021

Personenschutz einmal anders

The promises we made. Als wir uns wieder trafen
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Dessie ist Personenschützerin und gut in ihrem Job. Sam war ihre erste Jugendliebe und die beiden trennten sich durch ein schreckliches Ereignis. Sam erhält Drohungen und sie soll ihn beschützen. Doch ...

Dessie ist Personenschützerin und gut in ihrem Job. Sam war ihre erste Jugendliebe und die beiden trennten sich durch ein schreckliches Ereignis. Sam erhält Drohungen und sie soll ihn beschützen. Doch wenn Gefühle im Spiel sind, kann man Probleme beim Schutz haben.

Ich finde die Idee der vertauschten Rollen wirklich klasse. Aber während ich Sam gut verstehen konnte, war Dessie als Figur zu wechselhaft. Ich konnte sie nicht immer verstehen und es gab oft Themenwechsel in ihren Kapiteln. Die Erzählung wechselt immer wieder die Perspektive zwischen den beiden.

Mich störte eine Sache wirklich extrem. Das was in der Vergangenheit passiert ist, wurde nicht geklärt und auch wenig angesprochen. Außerdem wurde nie erwähnt, ob Dessie gegen die Personen vorgegangen ist. Ich finde in einem Buch sollte das aber schon erwähnt werden. Wurde das Erlebte einfach nur auf ihren Freund geschoben? Hat sie nie die Wahrheit gesagt? Wie ist in ihrer Familie damit umgegangen worden? Das wäre das wirklich wichtige Thema des Buchs gewesen. Auch welche Auswirkungen solche falschen Beschuldigungen haben wurde nur angerissen.
Andere Themen wie Rassismus werden dagegen sehr offensiv angesprochen.

Die Gefühle zwischen den zweien haben mich wenig berührt, aber insgesamt war die Liebesgeschichte okay. Insgesamt hatte ich auch etwa bei der Hälfte des Buches eine Leseunlust.

Das Ende hat mich überrascht und war so nicht vorhersehbar. Auch das Ambiente hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen. Entscheide mich aber für die drei, da mir doch einiges negative aufgefallen war.

Veröffentlicht am 23.08.2021

Das Leben einer Dichterin

Eine Familie in Berlin – Paulas Liebe
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Paula lebt in ärmlichen Verhältnissen. Ihre Tante Auguste bietet ihr eine Stelle als Gesellschafterin. Dort erlebt sie ein ganz anderes Leben als bei ihrer Familie. Als Paula dem Dichter Richard begegnet, ...

Paula lebt in ärmlichen Verhältnissen. Ihre Tante Auguste bietet ihr eine Stelle als Gesellschafterin. Dort erlebt sie ein ganz anderes Leben als bei ihrer Familie. Als Paula dem Dichter Richard begegnet, entwickelt sich langsam eine Zuneigung. Aber ihre Eltern zweifeln an der Verbindung.

Das Buch hat leider nicht meinen Geschmack getroffen. Es ist ein reiner Liebesroman, der teilweise in einem literarischen Kreis spielt.
Der Klappentext passt eigentlich erst nach der Hälfte des Buches, weil es vorher darum geht, dass Paula zu ihrer Tante zieht. Eigentlich verrät der Klappentext auch wieder zu viel und lässt keinen Raum für eigene Vermutungen, weil eben quasi schon das Ende zusammengefasst wird

Mir fehlte in gewisser Weise ein Spannungsbogen sowie die Verbindung zwischen Paula und Richard. Die Gefühle konnte ich schlecht nachvollziehen. Und die Briefe empfand ich irgendwann als eher nervig, weil immer wieder um Dinge herum geredet wurde. Irgendwann habe ich Paula auch nicht mehr verstanden und konnte ihre Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen. Diese tiefen Emotionen zwischen den beiden habe ich nicht gefühlt und das Buch hat mich weder gefesselt noch berührt.

Die Gedichte und Reime sowie die sehr kurzen Einblicke in die literarischen Kreise fand ich am besten, leider waren sie sehr kurz.

Fazit: Ich bin leider enttäuscht. Aber für Fans von reinen Liebesromanen mit wenig historischem Bezug kann ich das Buch empfehlen.

Veröffentlicht am 21.08.2021

Etwas zu abstrakt

Das Universum ist verdammt groß und supermystisch
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Gustav spricht nicht mehr. Seine Mutter fährt ohne ihn mit einem Mann in den Urlaub. Charles stört sein nicht sprechen nicht und sie will ihm helfen seinen Vater zu finden. Und Opa ist auch mit von der ...

Gustav spricht nicht mehr. Seine Mutter fährt ohne ihn mit einem Mann in den Urlaub. Charles stört sein nicht sprechen nicht und sie will ihm helfen seinen Vater zu finden. Und Opa ist auch mit von der Partie. Ein Roadtrip quer durch Europa beginnt.

Meinem Sohn und mir fehlte etwas die Bindung zu den Personen. Gefühlt bleibt man an der Oberfläche und auch die Sprüche über das Universum verleihen dem möchte mehr Tiefe.

Die Idee eines Roadtrips und die verschiedenen Stationen fanden wir aber lustig. Und auch das Ziel den Vater zu finden, ist nachvollziehbar.
Nicht ganz verständlich ist mir, wie einfach alle drei weg fahren können.

Die Begegnungen haben uns jetzt auch nicht so überzeugt. Es ist schwierig zu sagen, woran das lag. Der Humor hat uns etwas gefehlt. Ich hatte etwas mehr skurrile Personen erwartet. Aber auch manches ist nicht richtig ausgearbeitet. Zum Beispiel haben wir uns nach einem Tag Lesepause gefragt, wer nochmal Vida ist.

Fazit: für Kinder ab 8 Jahren, die einmal quer durch Europa reisen möchten.

Veröffentlicht am 10.08.2021

Zu viele exklusive Zutaten

Eis selbstgemacht ohne Zucker
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Die Mischung an Rezepten ist sehr unterschiedlich und schon sehr speziell. Das finde ich aber gelungen.
Was mich an den Rezepten stört sind dann eher Zutaten wie Johannisbrotkernmehl.

Das Cover impliziert, ...

Die Mischung an Rezepten ist sehr unterschiedlich und schon sehr speziell. Das finde ich aber gelungen.
Was mich an den Rezepten stört sind dann eher Zutaten wie Johannisbrotkernmehl.

Das Cover impliziert, dass es hauptsächlich Rezepte sind, die man zubereitet und dann für die Kinder eingefriert. Der Großteil ist aber deutlich komplizierter mit mehrmaligem Umrühren. Die Rezepte funktionieren aber gut.
Für uns zu kompliziert, aber für Fans von speziellen Eissorten auf jeden Fall ein guter Tipp.

Veröffentlicht am 20.07.2021

Sklaverei und Freiheit

Der Himmel über Alabama
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Sarah ist Sklavin und Spielgefährtin ihrer jungen Herrin Clarissa. Sarah träumt von Freiheit und Clarissa träumt vor sich hin. Beide Leben sind miteinander verknüpft.

Die Geschichte wird aus der Sicht ...

Sarah ist Sklavin und Spielgefährtin ihrer jungen Herrin Clarissa. Sarah träumt von Freiheit und Clarissa träumt vor sich hin. Beide Leben sind miteinander verknüpft.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Sarah und der Mutter von Clarissa erzählt.
Mir ist besonders aufgefallen, dass sämtliche Brutalität der Sklaverei ausgeblendet wird. Wenn es Tote gab, wird das allerhöchstens in einem Nebensatz erwähnt. Man kann auch nicht so recht nachvollziehen, warum Sarah so sehr von einer Flucht träumt.

Insgesamt plätschert die Geschichte vor sich hin. Es entsteht wenig Spannung. Der Epilog hat mich etwas überrascht. Allerdings frage ich mich danach, warum diese spannenden Komponenten nicht Teil der Geschichte waren.

Fazit: Eher seichte Geschichte über die Sklaverei. Wer aber keine brutalen Sachen lesen mag, ist bei diesem Buch genau richtig.