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Veröffentlicht am 15.05.2024

Bunte Begriffe der Naturwissenschaft

Mein erstes ABC der Wissenschaft
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"Mein erstes ABC der Wissenschaft, ist eine Einführung in Bereiche der Anatomie, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Physik und Zoologie" von Isla Wyter.

Das Bilderbuch führt ...

"Mein erstes ABC der Wissenschaft, ist eine Einführung in Bereiche der Anatomie, Astronomie, Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Mathematik, Physik und Zoologie" von Isla Wyter.

Das Bilderbuch führt Kinder auf spielerische Art und Weise, von A wie Anatomie bis Z wie Zoologie, in die bunte Welt der Wissenschaft. Hierbei werden einzelne Themen aus der Wissenschaft in alphabetischer Anordnung aufgegriffen und mit einfachen Erklärungen, bunt bebildert dargestellt. Durch den einfachen Wortlaut und die kindgerechte Darstellung ist das Bilderbuch besonders für Vorschulkinder sehr interessant.

Die Ausarbeitung der Buchseiten ist sehr kindgerecht, hübsch und übersichtlich. Besonders angesprochen und gefallen hat uns das Experiment das bei meinen Kindern für grosse Begeisterung beim ausprobieren gesorgt hat. Wir hätten uns noch einige mehr dieser einfach aber gut nachvollziehbaren Experimente gewünscht.

Obwohl ich die Idee und das spielerische heranführen in die verschiedensten Bereiche der Naturwissenschaft insgesamt toll finde, hat es trotz allem nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Denn manche Begriffe sind für jüngere 3-4 Jährige eher unverständlich und schwer begreifbar, hingegen sie für ältere Grundschulkinder mit zu wenig Informationen und Wissen gefüllt waren. Auch waren uns zu wenig Experimente aufgeführt, die ein bisschen Schwung und Interesse für die Wissenschaft in das Bilderbuch gebracht haben.

Für mein empfinden ist es ein sanftes Eintauchen und kennenlernen Wissenschaftlicher Themen und Begriffe, die sich eher an Kinder im Alter zwischen 5-6 Jahre richten. Auch ist es insgesamt etwas kurz, von der Auswahl der Begriffe ausbaufähig und mit noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 01.04.2022

Interessante Thematik leider mit einigen Längen

Liquid
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"Liquid" von Herbert Genzmer, ist ein auf dystopischen Szenrien aufgebauter Roman, über Bargeldabschaffung, Politik und Macht.

Es ist das Jahr 2029, in dem die Biochemikerin Madeleine Alberti in einer ...

"Liquid" von Herbert Genzmer, ist ein auf dystopischen Szenrien aufgebauter Roman, über Bargeldabschaffung, Politik und Macht.

Es ist das Jahr 2029, in dem die Biochemikerin Madeleine Alberti in einer künstlich angelegten Agrarstadt mitten in der Wüste New Mexikos, bei einem Bewässerungsprojekt mitwirkt. Es stellt sich jedoch heraus, das an diesem Ort mit neuartigen bargeldlosen Zahlungsmethoden experimentiert wird. Mexikanischen Arbeitern werden liquide Chips iniziert, die als Kredit und Informationsträger dienen. Doch als Madeleine die wahren Hingergründe ihrer Organisation bewusst werden, kontaktiert sie den hochrangigen Geschäftsführer Richard Weigelt, der für eine Initivative gegen das sich anbahnende Bargeldverbot tätig ist und lässt ihm heimlich ihre gesammelten Informationen zukommen. Ihre Kommunikation fliegt jedoch auf, sodass Alberti aus den USA fliehen muss und nur mit der Hilfe eines mexikanischen Drogenchefs über Mexiko zurück nach Deutschland gelangt. Zu der Zeit bahnt sich jedoch in Deutschland eine folgenreiche Hochwasserkatastrophe an. Für Alberti beginnt ein Rennen gegen die Politik und Zeit.

Es handelt sich bei dem Roman um eine Dystopie, mit der Thematik Bargeldabschaffung, politische Machenschaften und Flucht. Für mich ist der bargeldlose Zahlungsverkehr ein Thema das ich unheimlich interessant und faszinierend finde, sodass ich mich schon sehr auf den Thriller von Herbert Genzmer gefreut habe. Allerdings stelle ich mir unter einem Thriller weitaus mehr vor und würde ihn eher als Roman mit leichten Thrillerzügen bezeichnen.

Obgleich die Planung des Bargeldverbots bereits weit fortgeschritten und in einigen Länder keine Utopie mehr ist, stimmen die im Roman beschriebenen Szenarien nachdecklich. Eine herbeigeführte Naturkatastrophe kommt der Regierung gerade recht, sodass sie ihr Experimente und Chipeinpflanzung am Menschen durchführen können. Ich hoffe und bete für die Menschheit das sie nicht so arglos wie im Roman die machenschaften der Regierung hinnehmen sondern auch mal etwas hinterfragen.

Mit einem einnehmend und spannenden Einstieg nimmt die Geschichte ihren Anfang, verliert jedoch zunehmen an Spannung. Herbeigeführt durch einige Ortswechsel und Sprünge, sodass es mir Stellenweise schwer gefallen ist, eine Verbindung der Handlungsstränge zu finden und nicht auch noch den Faden beim lesen zu verlieren. Auch Madeleines Flucht war mir zu unspektakulär und blass beschrieben. Die Charaktere sind zwar allesamt eher oberflächlich dargesetellt, das aber für mich nicht sonderlich schlimm sondern dem ganzen einen geheimnisvollen Touch verliehen hat. Eher unpassend und wenig authentsich empfand ich die aufkeimende Romanze der Protagonisten. Auch das eher offene Ende war für mich nicht richtig schlüssig, mit einfach zuvielen offenen Fragen. Sicherlich kann und darf man als Leser bei einem offenen Ende selbst entscheiden wie es aus und weitergeht, aber ich hatte auch das Gefühl das die Thematik durchaus mehr kapazität bietet und nicht durch ein solches Ende abgespeist werden sollte.

Der Schreibstil liest sich hingegen recht angenehm und fliessend.

Für mich ein anfangs spannend, im mittelteil eher mässig und gegen Ende hin nochmals unterhaltsamer Roman, mit einer interessanten Thematik und Kapazität nach oben.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Hat mich leider nicht abholen können

Ende in Sicht
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"Ende in Sicht" von Ronja von Rönne, ist ein lakonisch erzählte Geschichte über zwei Frauen die den Tod als letzten Ausweg sehen.

Die 69 Jährige Hella will sterben. Hierfür hat sie sich ein Krankenhaus ...

"Ende in Sicht" von Ronja von Rönne, ist ein lakonisch erzählte Geschichte über zwei Frauen die den Tod als letzten Ausweg sehen.

Die 69 Jährige Hella will sterben. Hierfür hat sie sich ein Krankenhaus in der Schweiz ausgesucht. Doch auf dem weg dorthin, fällt ihr die 15 Jährige Juli auf die Motorhaube. Auch sie wollte ihr Leben durch einen Sprung von der Autobahnbrücke beenden. Doch es ist der Anfang einer Reise die die beiden bestreiten.

Ronja von Röhne schreibt in ihrer Geschichte lakonisch über zwei unterschiedliche Frauen die ihr Leben beenden möchten. Damit greift sie eine Thematik auf die man nicht unbedingt als leichte Kost bezeichnen könnte. Denn Depression ist eine Krankheit die nicht einfach irgendwann aufhört, sondern wie in der beschriebenen Geschichte, generationenübergreifend alle betrifft. Die Charaktere waren für meinen Geschmack recht oberflächlich beschrieben, die zu wenige über ihre Gefühlswelt durchblicken haben lassen. 

Und obwohl ich versucht habe mich auf die Personen, ihr Empfinden und ihre Geschichte einzulassen war sie mir insgesamt einfach zu flach und zu wenig berührend ausgearbeitet. Auch empfand ich den einfliessenden Humor als aufgesetzt und für den Ernst der Thematik nicht passend.

Leider konnte mich die Geschichte und auch der Erzählstil der Autorin nicht fesseln und für sich gewinnen.

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Veröffentlicht am 14.08.2021

Fantasievoll, verwirrende Geschichte

Unsichtbar im hellen Licht
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"Unsichtbar im hellen Licht" von Sally Gardner, ist die Geschichte der Geschwister Maria und Celeste, die zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit gefangen sind.

Ein gesunkenes Schiff, ein Kristallleuchter, ...

"Unsichtbar im hellen Licht" von Sally Gardner, ist die Geschichte der Geschwister Maria und Celeste, die zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit gefangen sind.

Ein gesunkenes Schiff, ein Kristallleuchter, der in tausend Stücke zersplittert und ein Mädchen, das sich plötzlich in einem Kostümkorb in der Königlichen Oper wiederfindet. Von da an ist nichts mehr wie zuvor. Was hat es mit dem mysteriösen Mann mit dem smaragdgrünen Anzug auf sich, der dem Mädchen Celeste ein Spiel vorschlägt? Wird sie die schlafenden retten können, die sie liebt? Ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Sally Gardner hat einen anfänglich sehr mysteriös und verwirrend erzählten Jugendroman geschrieben, der tief in die Geschichte des Theaters hineinführt. Allerdings weiss man als Leser zu Anfang nicht genau, ob es sich um einen Traum, Fantasie oder der Wirklichkeit handelt. Häppchenweise bekommt man die Zusammenhänge der Geschichte geliefert, die erst ab gut der Hälfte an einnehmender Spannung gewinnt. Die Charaktere wirken durch die teils oberflächliche Ausarbeitung etwas überzogen und sind mir erst mit Fortgang der Geschichte sympathisch geworden.

Einige Stellen waren sogar ziemlich gruselig, das nicht jedermanns Geschmack trifft. Auch ist die Geschichte insgesamt sehr ideenreich und fantasievoll, die nicht immer sofort einleuchtet, gegen Ende jedoch stimmig aufgeklärt wird.


Der Schreibstil hingegen liest sich sehr locker, angenehm und leicht, sodass man fliessend vorankommt. 


Eine fantasievoll erzählte Geschichte die erst ab der Hälfte an Spannung gewinnt aber insgesamt meinen Geschmack leider nicht treffen konnte.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

Atmosphärisch sehr düster

Letzte Ehre
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"Letzte Ehre" von Friedrich Ani, ist ein Roman über eine Reihe an Schicksalen, Albträumen und Grausamkeiten, der mich leider nur Stellenweise fesseln konnte.

Nach einer Party wird die siebzehn jährige ...

"Letzte Ehre" von Friedrich Ani, ist ein Roman über eine Reihe an Schicksalen, Albträumen und Grausamkeiten, der mich leider nur Stellenweise fesseln konnte.

Nach einer Party wird die siebzehn jährige Finja Madsen vermisst. Es gibt keine äusseren Anhaltspunkte und Zeugen die etwas gesehen haben. Oberkommissarin Fariza Nasri spricht mit Personen aus ihrem Umfeld, darunter, ist auch Stephan Barig, der Freund der Mutter. Obwohl Barig gewissenhafte Antworten gibt, ist sich Nasri sicher das der Mann lügt. Doch hat er wirklich etwas mit dem Verschwinden des Mädchens etwas zu tun oder steckt womöglich etwas ganz anderes dahinter? Immer tiefer gerät die Oberkommissarin in einen Strudel aus Gewalt und extremen Grausamkeiten der sie unaufhaltsam mitzureissen droht.

Friedrich Ani hat keinen gewöhnlichen Roman geschrieben, sondern eher einen atmosphärisch, sehr düster aus Schicksalen geprägten, der sich an einigen Stellen in Gesprächen und Nebenhandlungen der Charaktere verliert. Auch der Schreibstil ist eher gewöhnungsbedürftig, wirkt an einigen Stellen abgehakt und kurz, an dem man sich erst einmal gewöhnen musste. Teils fühlt man sich als Leser, ähnlich wie Nasri in den Sog der Albräume und Grausamkeiten gefangen das vermutlich das Lesen für mich etwas erschwert hat. Aufgebaut ist der Roman in drei Teile, wobei der Fall der vermissten Finja recht schnell abgetan war. Ein weiterer Teil bildet eine Reihe an Gewalt und männlicher Machtfantasien und Blick auf viele weibliche und kindliche Opfer. Mit der Kommissarin Nasri bin ich leider bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Vielleicht lag es ihrer Art oder aber auch an den unzähligen Eskapaden und Besäufnissen die insgesamt vermutlich ein wenig zuviel des Guten waren. 


Insgesamt konnte mich der Roman nur am Anfang mit dem verschwinden des Mädchens, kurzzeitig faszinieren und fesselnd und wurde mit den beiden weiteren Teilen ziemlich abgründig und düster. Meinen Geschmack konnte Friedrich Ani leider nicht wirklich treffen aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

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