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Veröffentlicht am 17.09.2021

Leider nicht so überzeugend wie Band 1

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Wieder zurück in Willow Creek sein, bedeutete für mich, das Feeling für Mittelalterfeste raus zu holen und mich voller Enthusiasmus rein fallen zu lassen. Leider hat der zweite Teil für mich sein Potential ...

Wieder zurück in Willow Creek sein, bedeutete für mich, das Feeling für Mittelalterfeste raus zu holen und mich voller Enthusiasmus rein fallen zu lassen. Leider hat der zweite Teil für mich sein Potential nicht völlig ausgeschöpft und ich war, nach diesem grandiosen ersten Teil, etwas enttäuscht..

Stacey lebt schon immer in der beschaulichen Kleinstadt mit dem tollen Mittelalterfest, doch seit der Krankheit ihrer Mum nicht mehr ganz freiwillig. So spürt man, wie sich Stacey quält und es nicht wirklich erkennt, was ihr fehlt. Eine Veränderung muss her und das soll der attraktive Dex sein, ein Künstler. Sie schreibt ihm eine Nachricht bei einem Social Media Messenger mit der Meinung, er melde sich eh nicht. Eigentlich bereut sie es am nächsten Tag auch schon, als doch eine Antwort kommt. Der überraschend angenehme Kontakt hält bis zum nächsten Jahr, als es wieder daran geht, sich in die Tavernendirne Beatrice zu verwandeln. Doch dann, kommt das große Erwachen…

Ich möchte euch nicht spoilern, was da passiert, also lasse ich die männlichen Namen jetzt mal außen vor, aber ich möchte euch erklären, was mich gestört hat.

Der Vergleich zu “Email für dich” zieht hier nämlich leider nicht richtig. Die richtigen Emailgespräche werden nämlich nur wenig gezeigt und gerade dieses Jahr der Annäherung per Email, die tollen Gespräche und vermutlich tiefgehenden Dialoge gab es für den Leser nur im Zeitraffer. Mehrmals! Und auch als der männliche Schreiber auftaucht, fehlte es hinten und vorne an Begegnungen. Da waren so viele indirekte Erzählungen über die Treffen, die ersten zwei Wochen und andere Ereignisse, dass für mich die Emotionen und das Knistern total außen vor blieben. Es fehlte hinten und vorne an Tiefe.

Dafür ging es um das Paar von Band 1, ihre Vorkehrungen für die Hochzeit. Es ging um Staceys Ängste, ihre Mum und ihre Art sich hängen zu lassen. Um Buchclubs, Organisation einiger Dinge und um das Drumherum. Es gehörte alles dazu, keine Frage und man muss beim Schreiben auf die Länge des Buches achten, aber die Abstriche sollte man bitte nicht im Verlauf der Liebesgeschichte machen. Es waren richtig kurze, süsse Momente drin. Ich fand später die Verbindung der zwei schön, aber das kam zu spät und es hat mich traurig gemacht, so gar keinen Zugang zu dem männlichen Protagonisten zu finden, weil er selbst später relativ flach gehalten wurde. Es gab in der zweiten Hälfte, als es besonders wichtig gewesen wäre, viel zu wenig von dieser Verbindung, die man in einer Liebesgeschichte spüren möchte.

Das Setting war wunderschön. Der kleine Humor, die Charaktere und Benedick waren schön ausgearbeitet. Aber am wichtigsten wäre diese Liebesgeschichte gewesen und da hat es meiner Meinung nach, einfach gefehlt. Das Paar stand nicht im Vordergrund, wo es zumindest anteilig hätte sein müssen. Ich habe den zweiten Teil trotzdem schnell gelesen, da der Schreibstil wieder angenehm war und ich mochte die Veränderung von Stacey total, aber es fehlte die Begeisterung.

Alles in Allem kann man den zweiten Band der “History of Us – Reihe” schon empfehlen, da das Kleinstadtfeeling schon toll war, aber das Buch ist einfach nicht so gut, wie Teil 1.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Interessantes Setting

Knochenblumen welken nicht
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Als Aurelia sich ein Buch aus der Bibliothek ihrer Eltern holen möchte, kommt es zu einer unglücklichen Offenbarung ihres größten Geheimnisses. Aurelia trägt Magie in sich und das ist in ihrer Welt nicht ...

Als Aurelia sich ein Buch aus der Bibliothek ihrer Eltern holen möchte, kommt es zu einer unglücklichen Offenbarung ihres größten Geheimnisses. Aurelia trägt Magie in sich und das ist in ihrer Welt nicht gern gesehen. Daher erhält die junge Frau auch Medikamente von ihren Eltern um ihre Begabung zu unterdrücken. Als ein unkontrollierbarer Magieausbruch alles zu nichte macht, und das auch noch ausgerechnet in einem Raum mit einer Leiche, nehmen die Dinge ihren Lauf. Aurelia muss zu Meister Marius um ihre Magie zu erlernen und das Problem mit der Leiche zu lösen. Es ist nämlich nicht die erste und wird auch nicht die letzte sein .


Ich muss leider gestehen, dass ich lange gebraucht habe um mich in dieses Buch rein zu finden. Am Anfang erfährt man so viel über die Magie, über Marius selbst, Aurelias Ausbildung und den Aufbau der Reiche, dass es oft langatmig wurde und ich einfach nicht gut weiterkam. Es gab zwar ab und zu mal einen humorvollen Dialog, der das ganze kurz auflockerte, aber das war mir viel zu wenig. Ich liebe guten Humor in Büchern ja sehr und hätte mir mehr gewünscht.

Meister Marius bleibt mir etwas zu starr. Man kann ihn nicht so richtig einschätzen, was es mir schwer machte mit ihm. Er hat seine positiven Momente, hätte aber mehr Tiefe vertragen können.

Aurelias Entwicklung ist eigentlich gut gelungen, da sie heranreift und vor allem durch Marius’ Förderung Selbstvertrauen erlangt. Ihre Magie ist eine Gabe und keine Krankheit, und das vermittelt der Meister gut.

Die Ermittlungen betreffend der Leiche stehen so weit im Hintergrund, dass es ziemlich schleppend voran geht. Da kommt im letzten Drittel dann zwar ein spannender Showdown, aber auch hier hätte ruhig schon eher Spannung vorhanden sein dürfen.

Ich war leider nur mäßig begeistert und würde wohl nicht zum zweiten Teil greifen. Ich hab mehr erwartet und war etwas enttäuscht von der Umsetzung. Im Großen und Ganzen ist es eine Einführung in die Magie und das Setting dieser Welt, aber es fehlt einfach was.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Süss für Zwischendurch

Something Pure
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Als der gutaussehende Beck die quirlige Alice schon am ersten Abend seines Hilfskellnerjobs umgarnt wie wild, denkt die junge Frau noch an einen Spaß. Sie kann zunächst nicht glauben, dass er es ernst ...

Als der gutaussehende Beck die quirlige Alice schon am ersten Abend seines Hilfskellnerjobs umgarnt wie wild, denkt die junge Frau noch an einen Spaß. Sie kann zunächst nicht glauben, dass er es ernst meinen könnte, weil sie ihrer Meinung nach nicht auf gleichem Niveau wären. Als Beck aber plötzlich nach Denver zurück zum Familienunternehmen muss und Alice kurzerhand einfliegen lässt, damit er wortwörtlich dieser Verbindung nachgehen kann, sieht die Sache schon ganz anders aus. Das Mädchen von Nebenan trifft auf den Milliardär mit großem, weichen Herz…. und seinen ganz eigenen Problemen…

Kylie Scott ist eine der Autorinnen, bei der ich zu jedem Buch greifen würde. Ihr Stil ist immer leicht, locker und flüssig. Das Sprachniveau zeitweise sogar etwas gehoben und immer der Situation entsprechend, was mir sehr gut gefällt, und der Humor kommt nie zu kurz. Manchmal übertreibt sie es ein klein wenig mit ihren Charakteren, aber ich mag das und ich kenne es von Kylie nicht anders. Ihre Protagonisten haben – neben gewisser Tiefe oder auch kleineren Dramen der Vergangenheit – immer einen sympathischen, minimalen Dachschaden. So auch Beck. Alice ist hier eher die Bodenständige.

An und für sich ist es eine süsse Story für Zwischendurch, währen da in der Mitte nicht manchmal die etwas trockenen, sich wiederholenden Längen. Ich habe mich dabei erwischt so manche Situation des Wählens von luxuriösen Nichtigkeiten nur zu überfliegen, weil es dann einfach zu viel wurde. Auch so mancher Nebencharakter ging mir etwas auf den Keks – Becks Familie ist aber auch schwierig. Außerdem hat mich eine Schlüsselsituation am Ende nicht wirklich überrascht, was schade war und das Buch etwas vorhersehbar machte. Mir fehlte einfach der gewisse überzeugende Clue.

Es war ganz süss, aber es ist jetzt keins meiner Favoriten der Autorin. Da gab es einfach bedeutend bessere Bücher.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Es war ganz nett

Wiedersehen mit Lucky
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Josie zieht mit ihrer Mutter zurück nach Beauty, dem Ort an dem sie früher ihre Kindheit verbracht hat. Die letzten Jahre hat die 17 Jährige mit ihrer Mutter eher eine Art Nomadenleben geführt, welches ...

Josie zieht mit ihrer Mutter zurück nach Beauty, dem Ort an dem sie früher ihre Kindheit verbracht hat. Die letzten Jahre hat die 17 Jährige mit ihrer Mutter eher eine Art Nomadenleben geführt, welches dem Mutter-Tochter- Verhältnis nicht sehr zuträglich war und das spürt man. Schon zu Beginn wird man sich der vielen Aussagen, wie teilnahmslos und anstrengend ihre Mum ist, stark bewusst und das nimmt leider nicht ab. Josie ist ein schwieriger Teenager. Verständlich, wo sie doch nie gelernt hat, dass Vertrauen von zwei Seiten kommen muss. Sie wurde ja oft nur enttäuscht. Als sie dann auf Lucky Karras trifft, ihren besten Freund aus der Kindheit, beginnt das ganze Chaos.

So leid es mir tut und so sehr ich die Bücher von Jenn Bennett eigentlich liebe – das war nicht so ganz mein Buch. Die ständige Diskussion über den “St.-Martin-Liebesfluch”, die doch recht kühlen Annäherungen an die Menschen um Josie herum und ihre doch sehr eingefahrene Art haben es mir nicht leicht gemacht. Ich wurde mit der Protagonistin einfach nicht warm, obwohl ich es bis zum Ende probiert habe. Ich fand sie einfach nur anstrengend.

Auch Lucky, der eigentlich sehr gute Seiten hat, ist durchwachsen und etwas verwirrend dar gestellt. Man weiß nicht so recht, was man von ihm halten soll und als sein Geheimnis raus kommt, entfernte ich mich mehr von ihm, als ihn zu verstehen. Außerdem ist mir seine Art ihr zu sagen, dass er sie nicht verlieren möchte, zu anstrengend gewesen. Man merkt einfach, er hätte selbst genug zu bewältigen, aber ich finde darauf wird zu wenig eingegangen.

Ich fand das so schade, denn der Schreibstil der Autorin ist schon typisch und vor allem voller cooler, schlagfertiger Dialoge. Ich mag es eigentlich, welchen Humor sie einfließen lässt und das ihre Geschichten immer einen gewissen Tiefgang mit sich bringen. Auch hier gibt es die ein oder andere Weisheit, aber sie konnte mich nur bedingt erreichen. Auf Dauer hat mich das Buch leider nur mäßig begeistert.

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Veröffentlicht am 21.04.2021

Tolles Setting

Star meets Girl
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Das Inselmädchen Nele lebt seit ihrer Geburt auf einer kleinen, behaglichen Insel in der Nordsee. Wegziehen macht ihr große Angst und so ist sie mt ihren 19 Jahren auch nicht wirklich viel herum gekommen. ...

Das Inselmädchen Nele lebt seit ihrer Geburt auf einer kleinen, behaglichen Insel in der Nordsee. Wegziehen macht ihr große Angst und so ist sie mt ihren 19 Jahren auch nicht wirklich viel herum gekommen. Die Sehnsucht nach dem Meer befällt sie jeden Tag, wie soll sie denn da zum studieren woanders hinziehen? Noch lässt sie sich Zeit. Leider ist das auch das Problem, das Nele folglich hat. Keine Lebenserfahrung, keine Beziehungen, wenig Erfahrung. Als der bildhübsche Jasper auf die Insel kommt, bringt er ihr Gefühlsleben nach und nach ziemlich durcheinander. Der zurückgezogene, mürrische Kerl ist undurchschaubar und auch Nele braucht trotz ihrer offenen, fröhlichen Art Zeit um an ihn ran zu kommen. Dabei will sie zuerst nur freundlich sein und ihn quasi in der Gemeinschaft willkommen heißen.

Emma S. Rose hat mich mit einer Sache total beeindruckt. Das malerische, unglaublich authentische Setting. Es war so wundervoll. Wenn ich ihr Buch zur Hand nahm, fühlte ich mich selbst wie im Urlaub im Norden und ich liebe ja die Nordsee. Man riecht förmlich die salzige Luft und hört das Rauschen der Wellen.

Leider konnte mich die Geschichte von Nele und Jasper nur bedingt erreichen. Ich fand es auf der einen Seite total schön, dass Neles Unsicherheiten von Jasper so toll aufgefangen wurden. Aber es wurden eben trotzdem die ganzen Klischees eines von einer kleinen Insel kommendenen Mädchens aufgezählt. Vom Thema Date, über Jungs- und Lebenserfahrung wurde alles aufgegriffen und auch wenn der Mann es ihr nicht schwer gemacht hat. Sie selbst bringt es oft genug auf den Tisch, was dem ganzen bald eine etwas anstrengende Note gibt.

Dann kommt leider dazu, dass mehr als die erste Hälfte zwar eine ganz süsse Verbindung aufgebaut wird, im Rest dann aber die vorhersehbare Dramahandlung raus geholt wird, und man eben auch direkt auf die zu arbeitet. Man weiß das als Leser sofort, was da in etwa auf uns zu kommt. Das ist irgendwie schade und es hat mich die Spannung vermissen lassen.

Ich liebe die Charaktere und ihr authentisches Verhalten. Ich liebe diese heimelige Gemeinschaft auf der Nordseeinsel und ich freue mich das die Hauptcharaktere eine Entwicklung in ihrem Verhalten machen konnten. Aber die Emotionen haben mich nicht so ganz mitgerissen.

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