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Veröffentlicht am 26.11.2020

Wenn es klingelt und ein ungewöhnlicher Gast vorbei kommt

Sophia, der Tod und ich
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Welche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn eine Person an deiner Haustür klingelt und behautet dich in drei Minuten abzuholen? Thees Uhlmann hat darüber und über alles was danach passiert, wenn das ...

Welche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn eine Person an deiner Haustür klingelt und behautet dich in drei Minuten abzuholen? Thees Uhlmann hat darüber und über alles was danach passiert, wenn das nicht klappt ein ganzes Buch geschrieben.

Die erst Reaktion, die Tür dem Tod vor der Nase zu zuschlagen, führt dazu einen auf Roadtrip durch ganz Deutschland aufzubrechen um sich um die wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern. Verfolgt von einem Platzanwärter auf den Job des Todes brechen der Erzähler mitsamt Ex-Freundin, Mutter und dem Tod im Schlepptau zu einer humorvollen Reise auf.

Nach und nach nimmt die Geschichte des Fußball liebenden Erzählers fahrt auf. Manchen mag der Anfang etwas zu philosophisch oder zu langsam sein, ich fand ihn allerdings angebracht um in die Story einzusteigen.

Am Ende fand ich die Kombi aus Roadtrip, Familengeschichte und Rivalitäten um die Jobbeschreibung "Tod" richtig gut verpackt. "Sophie, der Tod und ich" ist eine wunderbar skurile und amüsante Geschichte. 

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Nordlichter und Nervenkitzel

Die verstummte Welt
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Norwegen, 2041
Die Menschheit steht kurz vor dem Kollaps. Eine außer Kontrolle geratene KI bedroht die Zivilisation, und nur ein verschlüsseltes Vermächtnis könnte sie aufhalten.
Als Henk die geheimen ...

Norwegen, 2041
Die Menschheit steht kurz vor dem Kollaps. Eine außer Kontrolle geratene KI bedroht die Zivilisation, und nur ein verschlüsseltes Vermächtnis könnte sie aufhalten.
Als Henk die geheimen Aufzeichnungen seines verstorbenen Großvaters findet, er war eines der frühen Mitglieder eines KI-Projekts aus dem Jahr 2026, erkennt er, dass darin ein Schlüssel liegt, um die Katastrophe vielleicht noch zu stoppen.
Gemeinsam mit seinem Mann und einer genialen IT-Spezialistin wagt er den letzten Versuch, das Unvermeidbare aufzuhalten.

Klingt nach einem spannenden KI-Thriller, allerdings war für mich der Einstig sehr abrupt. Anstatt die Bedrohung langsam aufzubauen, startet das Buch direkt mitten in der Apokalypse, ohne dass man versteht, wie es überhaupt dazu kam. Dadurch fehlt der Handlung am Anfang etwas Substanz und Nachvollziehbarkeit. Einige Szenen wirkten zudem unlogisch, etwa wenn die Protagonist:innen, die teilweise KI-Expert:innen sind, überrascht sind, dass die KI sie überwacht, während sie gleichzeitig weiterhin alle digitale Geräte nutzen.

Leider konnte mich "Die verstummte Welt" von Harry Knopf trotz seines hochaktuellen Themas nicht ganz überzeugen.

Sprachlich gibt es immer wieder Sätze, die deplatziert oder unfertig wirken. Manche Gedankensprünge lassen eher Verwirrung zurück als Spannung, und an einigen Stellen wirkt es, als hätte der Autor frühere Details im Verlauf der Geschichte vergessen. Das Spotlight, das anfangs noch eine Rolle spielt, verliert sich beispielsweise völlig.

Trotzdem ist die Grundidee spannend: die Auseinandersetzung mit den Gefahren einer übermächtigen KI, eingebettet in eine kalte nordische Atmosphäre. Wer Lust auf ein KI-Szenario mit düsterem Setting hat, könnte hier fündig werden, ich persönlich hätte mir jedoch mehr Tiefe, Logik und sprachliche Präzision gewünscht.

Mein Fazit: Eine interessante Idee mit viel Potenzial, das leider nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 29.09.2022

So lala

365 Tage - Dieser Tag
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Ich tue mich tatsächlich wirklich schwer den zweiten Band rund um Laura und Massimo zu bewegen.
Wirklich gut gefallen hat er mir ehrlich gesagt nicht, er war aber auch kein Buch zum abbrechen.

Ich fand ...

Ich tue mich tatsächlich wirklich schwer den zweiten Band rund um Laura und Massimo zu bewegen.
Wirklich gut gefallen hat er mir ehrlich gesagt nicht, er war aber auch kein Buch zum abbrechen.

Ich fand im zweiten Band Laura etwas anstrengen. Manchmal gab es Situationen, wo sie nur an Sex denkt, wo jeder normale Mensch erst mal denkt, oh shit ich solle jetzt wirklich fliehen/was intelligentes sagen/die Klappe halten, je nach Situation eben.

Um mich kurz zu fassen: an sich ein „ganz okay Buch“, allerdings keines, dass ich nochmal wegen dem Schreibstil oder der Sprache in die Hand nehmen würde.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Nostalgische Bergwelt

Greta und Jannis
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"Greta und Jannis" ist für mich eines dieser Bücher, dass nicht so wirklich fassbar ist. 
Im letzten Dorf, abgeschieden von der Welt, wachsen Greta und Jannis zusammen in den Bergen auf. Viel gibt es dort ...

"Greta und Jannis" ist für mich eines dieser Bücher, dass nicht so wirklich fassbar ist. 
Im letzten Dorf, abgeschieden von der Welt, wachsen Greta und Jannis zusammen in den Bergen auf. Viel gibt es dort außer purer Natur nicht. Jannis und Greta sind in jungen Jahren wie Geschwister, allerdings ändert sich das, als sie Erwachsen werden. 

Als Jannis zum Studieren in die Stadt zieht widmet sich Greta mehr ihrer Großtante Severine, die verwaiste Kinder auf ihrem Hof aufzieht. Der Großtante ist dabei besonders wichtig, dass sie ganz ohne die Hilfe eines Mannes auskommt. Das lässt sie auch alle Gästen, die hin und wieder kommen spüren. 

Eines Tages zieht ein neuer Nachbar in nächste Haus und Greta beginnt sich mit ihm anzufreunden...
Autorin Sarah Kuratle hat einen Roman geschrieben, den ich zunächst schwer einordnen kann. Ein wenig Magie, ein wenig Romanze und viel Natur prägen deutlich das Bild, dass man von Greta bekommt. Jannis ist dabei allerdings für mich nur eine Randfigur. Es geht Hautsächlich um Abgeschiedenheit, und die Beziehungen, die dadurch zwischen den einzelnen Personen entstehen. 

Sprachlich ist "Greta und Jannis" durchaus gewöhnungsbedürftig. Es wird häufig zwischen inneren Monolog und Dialog hin und her geswitched, wobei die Grenzen hier stark verschwimmen. Das hat es mir nicht leicht gemacht, voll in die Welt der Berge einzutauchen. Man gewöhnt sich aber auch daran. 

Innerhalb der Geschichte kommt es zu wechseln im Zeitstrang. Greta gewährt indirekt Rückblicke in die Zeit ihrer Jugend. Das hat leider in meinen Augen nicht zur "Entwirrung" beigetragen. 
Was mir aber sehr gut gefällt ist die Stimmung, die das Buch verbreitet. Ich hatte währen dem Lesen die ganze Zeit eine magisch-nostalgische Bergkette vor Augen.

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