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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2021

nicht nur sehr spannend...

Pacific Crest Trail Killer
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Ganz nebenbei erfährt man auch etwas über die Situation vieler armer Amerikaner, die in Trailer Parks ihr Dasein fristen müssen. Und Gewalt an Frauen und deren Veränderung im Zeitverlauf ist ein Thema. ...

Ganz nebenbei erfährt man auch etwas über die Situation vieler armer Amerikaner, die in Trailer Parks ihr Dasein fristen müssen. Und Gewalt an Frauen und deren Veränderung im Zeitverlauf ist ein Thema. Und Erotik.
Aber eigentlich steht der Wanderweg Pacific Crest Trail im Fokus bzw. ein Serienkiller, der sich dort einsame Opfer sucht.
Der Roman ist super spannend und durchdacht, ich habe ihn sehr gerne gelesen. Es gibt viele Kontraste, die anziehend sind. Der Schreibstil ist unverschnörkelt und die über 600 Seiten lesen sich rasant. Die Kapitel sind kurz und knapp.
Wie wird man zum Mörder? Was genau macht einem dazu? Und wer steckt eigentlich hinter dem Serienkiller? Wer ist der Mentor? Die Auflösung fand ich super gelungen, da Spannung bis zum Ende garantiert ist. Außerdem war es für mich überraschend und daher total gelungen.
Auch das Nachwort hat es in sich. Für mich ein rundum gelungenes Werk!

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Veröffentlicht am 23.08.2021

Fälschung oder Kopie?

Rochade
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Nach der Lektüre dieser Erzählung sieht man seinen nächsten Besuch im Museum definitiv mit anderen Augen. Das Buch gewährt Einblicke in die Kunst der Bilderrestaurierung (nicht zu verwechseln mit Restauration, ...

Nach der Lektüre dieser Erzählung sieht man seinen nächsten Besuch im Museum definitiv mit anderen Augen. Das Buch gewährt Einblicke in die Kunst der Bilderrestaurierung (nicht zu verwechseln mit Restauration, das ist der Ort mit den Wiener Schnitzeln).
Dieser Fauxpas war Teil eines Dialogs, überhaupt war der Wortwitz und der dargestelle Humor sehr nach meinem Geschmack. Die Erzählung plätscherte am Anfang so dahin. Der Tagesablauf war immer ähnlich, die Örtlichkeiten sowieso, bis das ganze an Fahrt aufnimmt. Das berühmte Bild, um das es geht, ist die Malkunst von Jan Vermeer. Diese wurde total beschädigt und der Kanzler von Österreich wünscht es in seinem Büro innerhalb kürzester Zeit.
In einem zweiten Erzählstrang erfährt man die Geschichte des berühmten Gemäldes, wo es schon überall hing und wie es durch verschiedene Hände gegangen ist.
Dieser Teil gefiel mir außerordentlich gut, öffnet den Blick für das dahinter verborgene. Toll ist auch das Cover, ist es doch eine Abwandlung der Malkunst, nur ist der Vorhang noch weiter zugezogen.
Die Charaktere, insbesondere der Professor Clemens uns sein Assistent Hubert wachsen einem ans Herz. Ganz wunderbare Literatur!

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Das fällt aus der Zeit

Abseits der Zeit
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Das fällt aus der Zeit.
Selten einen so ungewöhnlichen Roman gelesen. Die Idee ist genial. In Neuschwanstein gibt es quasi parallele Lebenswelten. Die eine real und im hier und jetzt, und die andere besteht ...

Das fällt aus der Zeit.
Selten einen so ungewöhnlichen Roman gelesen. Die Idee ist genial. In Neuschwanstein gibt es quasi parallele Lebenswelten. Die eine real und im hier und jetzt, und die andere besteht aus Personen, die aus Tinte kreiert wurden. Und das schon vor geraumer Zeit, als König Ludwig seine letzten Lebensmonate in dem Schloss verbringen durfte.
Dabei ist der Schreibstil teilweise düster aber bewegend. Gerade die Atmosphäre im Schloss und die Räume und Stimmungen werden toll dargestellt. Man fühlt einfach mit! Es dauert aber auch eine Weile bis man durchsteigt. Aber die Erzählung hat was. Das gewisse Etwas, man muss weiterlesen um es zu verstehen und das Ende erfahren zu können. Schon alleine der Name einer Darstellerin, Elektra, finde ich gelungen. Daneben gibt es noch Paul aus dem jetzt und Emma aus vergangener Zeit. Beide Ebenen kommen zueinander und wir erfahren viel von den einzelen Personen. Jedes Kapitel ist aus wechselnder Perspektive erzählt.
Fazit: für alle, die das Außergewöhnliche suchen

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Veröffentlicht am 16.08.2021

traurige Einblicke

Nicht ohne meine Kippa!
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Ich bin dankbar, dieses Buch gelesen zu haben.
Es führt einen ein in die jüdische Welt und auch in den Antisemitismus. Als Nichtjude kann man sich dieses nicht zu tolerierende Verhalten von Menschen aus ...

Ich bin dankbar, dieses Buch gelesen zu haben.
Es führt einen ein in die jüdische Welt und auch in den Antisemitismus. Als Nichtjude kann man sich dieses nicht zu tolerierende Verhalten von Menschen aus jeder Gesellschaftsschicht schlecht vorstellen. Wie Leute so sein können, das ist mir ein Rätsel.
Herr Ufferfilge schildert die steigende Anzahl der Anfeindungen in den letzten Jahren. Dabei ist der Schreibstil durch seinen Humor und die Schlagfertigkeit im Rahmen des Themas sehr unterhaltsam und anschaulich.
Dadurch, dass er die Vorfälle immer gleich in ein Notizbuch geschrieben hat, sind diese präsent und dokumentierten, wie deutlich die antisemitischen Anfeindungen in den letzten Jahren zugenommen haben. Gerade diese alltäglichen Schilderungen sind erschreckend und augenöffnend. Es macht mich traurig, dass in Deutschland die Kippa nicht selbstverstänlich getragen werden kann. Stattdessen ist es in manchen Gegenden eine Mutprobe geworden und eine Frage der Zeit, bis zur nächsten verbalen Hassattacke.
Daher Hut ab für den Mut und die Stärke, die er jeden Tag aufs neue aufbringt. Wir alle sind Menschen, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Religion. Wann kommt das bei allen an?

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Veröffentlicht am 14.08.2021

Katz und Maus auf hohem Niveau

Die letzte Karte
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Nach der Lektüre dieses außergewöhnlich spannenden Werkes werde ich definitiv die weiteren Bücher des Autors Robert Dugoni verschlingen.
Die letzte Karte ist was für alle Fans von Spionage Thrillern. Es ...

Nach der Lektüre dieses außergewöhnlich spannenden Werkes werde ich definitiv die weiteren Bücher des Autors Robert Dugoni verschlingen.
Die letzte Karte ist was für alle Fans von Spionage Thrillern. Es kommt definitiv keine Langeweile auf und die Fluchtversuche sind actionreich, super beschrieben, man fiebert einfach richtig mit. Klar geht es im Hintergrund um die Länder Russland und USA, Klassiker eben. Aber die Fiktion ist überzeugend und in meinen Augen nah an einer möglichen Realität.
Das gelingt, indem Tatsachen eingewoben werden, zum Beispiel der Bezug zu dem vergifteten Agenten damals in London. Außerdem sind die Orte so dermaßen gut und gelungen dargestellt, dass man sich einfach mitten im Geschehen findet und das Buch nur äußerst ungern aus der Hand legt.
Mir war eigentlich klar, dass es das perfekte Filmdrehbuch ist. Daher freute es mich im Nachspann zu lesen, dass die Rechte gesichert wurden. Den Film werde ich mir dann anschauen.

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