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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2021

Unter Freunden

Unter Freunden
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Alles beginnt mit dem Foto und endet damit. Flora und Julian und Margot und David, ein unschlagbares Quartett, welches über viele Jahre gut funktioniert und wo sich jeder drin geborgen fühlt.

Flora sucht ...

Alles beginnt mit dem Foto und endet damit. Flora und Julian und Margot und David, ein unschlagbares Quartett, welches über viele Jahre gut funktioniert und wo sich jeder drin geborgen fühlt.

Flora sucht für die Abschlussfeier ihrer Tochter Ruby ein bestimmtes Foto, wo beide Paare mit Ruby auf Margots Schoss abgebildet sind. In der Garage findet sie nicht nur das Foto, sondern auch den Ehering ihres Mannes, den er vor Jahren verloren haben will. Dieser Fund stellt Floras Leben auf den Kopf. Als sie dann herausfindet dass Julian sie betrogen hat, auch noch mit einer unsympathischen Ex-Freundin von Julian und Margot davon wusste, ist sie stinkwütend.

Der Schreibstil ist gut, gerät aber etwas holprig, da es Perspektivwechsel und innerhalb dieser verschiedenen Personen auch noch Zeitenwechsel gibt, die nicht immer klar ersichtlich sind.

Ich finde Flora und Margot sympathisch, die Ehemänner bleiben allerdings etwas blass und die verwöhnte Tochter spielt nur eine kleine Rolle.

Die Geschichte rund um das Film- und Fernsehgeschehen ist völlig durcheinander und einen roten Faden gibt es hier leider nicht. Teilweise viele Namen, die aber alle nur eine Nebenrolle spielen, die man sich also nicht merken muss. Die Story ist insgesamt ziemlich belanglos. Allein die Charaktere lassen einen weiterlesen und natürlich will man wissen wie es ausgeht. Fazit, kann man lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Ein Mönch im Zweifel

Aus der Mitte des Sees
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Lukas, ein Benediktinermönch macht sich über alles und jeden Gedanken. Er ist seit 16 Jahren Mönch und nachdem sein Kollege Andreas sich verliebt hat und eine Familie gegründet hat und Vater geworden ist, ...

Lukas, ein Benediktinermönch macht sich über alles und jeden Gedanken. Er ist seit 16 Jahren Mönch und nachdem sein Kollege Andreas sich verliebt hat und eine Familie gegründet hat und Vater geworden ist, ist Lukas nicht mehr mit sich selbst im reinen. Er stellt alles in Frage.

Der Gastflügel des Klosters ist sehr gut besucht und so ergeben sich viele Kontakte zu den Besuchern.

Ich bin eher enttäuscht oder aber für mich war das Buch nicht das richtige. Die Gedanken von Lukas springen sehr viel hin und her, ich konnte keine roten Faden erkennen. Ich bin mit dem Protagonisten nicht warm geworden. Der Schreibstil ist zäh und ich fand es schwer den Gedanken von Lukas zu folgen.

Die Geschichte hat aber auch sehr schöne Gedanken „Ich glaube, ich bin damals auch deshalb Mönch geworden, um Fragen zu vermeiden. ich habe die Antwort vor den Fragen gegeben.“

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Veröffentlicht am 15.09.2020

Ihr Königreich

Ihr Königreich
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Der Vater nannte das Ödland, auf dem Carl und Roy aufgewachsen sind immer – Ihr Königreich – unterschiedlicher können Roy und Carl kaum sein. Roy ist Einzelgänger und betreibt nach dem frühen Tod der Eltern, ...

Der Vater nannte das Ödland, auf dem Carl und Roy aufgewachsen sind immer – Ihr Königreich – unterschiedlicher können Roy und Carl kaum sein. Roy ist Einzelgänger und betreibt nach dem frühen Tod der Eltern, eine Tankstelle in der Nähe. Carl, ein charmanter Betrüger, kommt nach 15 Jahren . Ausland mit neu angetrauten Ehefrau ins elterliche Haus zurück. Er hat viele Ideen, um an viel Geld zu kommen und zieht damit die Bewohner seines Dorfes mit hinein.

Ich kannte bisher nur die Harry-Hole-Bücher des Autoren und bin ein großer Fan der Serie. Dieses Buch lässt mich zwiespältig zurück. Obwohl es einige Leichen zu beklagen gibt, handelt es sich dabei eher um ein Familiendrama. Ziemlich langatmig und mit vielen detailreichen Wendungen. Der Schreibstil ist wie immer absolut super. Die Geschichte hat trotz großem Drama eine unfreiwillige Komik. Mich konnte die Story nicht überzeugen, am Ende habe ich sogar gedacht, das kann nicht sein Ernst sein. Ich bleibe allerdings weiter ein Jo Nesbo Fan.

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Veröffentlicht am 19.07.2020

Sehr deprimierend

DUNKEL
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Hulda steht kurz vor der Rente und ist ein Einzelkämpfer, ihr Chef möchte sie lieber heute als morgen loswerden und bietet ihr an, entweder sofort ihren Schreibtisch frei zu machen oder sich noch einen ...

Hulda steht kurz vor der Rente und ist ein Einzelkämpfer, ihr Chef möchte sie lieber heute als morgen loswerden und bietet ihr an, entweder sofort ihren Schreibtisch frei zu machen oder sich noch einen ungelösten Fall auszusuchen, dem sie die nächsten 2 Wochen nachgehen kann. Hulda entscheidet sich für einen Fall, der ca. ein Jahr zurückliegt. Eine junge Asylbewerberin hat Selbstmord begangen, daran hat Hulda von Anfang an nicht geglaubt, diesen Fall aber auch nicht bearbeitet. Sie beginnt Befragungen und einige Leute fühlen sich auf die Füße getreten, doch Hulda hat sich festgebissen.

Der Schreibstil ist toll, Hulda ist sehr fähig und auch durchaus sympathisch, jedoch sehr schwierig. Sie ist ein absoluter Einzelgänger, der sich im Umgang mit anderen Menschen schwertut. Die düstere melancholische Stimmung erinnert mich doch sehr an die Wallander-Serie von Henning Mankell, das war mein Einstieg der skandinavischen Krimis und ich habe sie geliebt. Wallander ist auch ein Einzelgänger, allerdings doch sehr viel sympathischer als Hulda, die doch sehr verbittert rüberkommt. Nachdem wie ihr Leben bislang verlaufen ist, ist das auch kein Wunder, dass sie mies drauf ist. Keine schöne Kindheit und als Erwachsene noch ihr Kind verloren, von den Kollegen gemoppt, ein komplett freudloses Leben.

Es gibt mehrere Erzählstränge, die hinterher zusammenführen. Die Polizeiarbeit, bei der Hulda auf sich allein gestellt ist, verläuft zäh. Sie trifft falsche Entscheidungen, kann den Fall aber lösen. Der Schluss mit dem man so nicht rechnet ist ein Knaller. Das Buch ist Teil einer Trilogie, wobei die nächsten beiden Teile Huldas Vorgeschichte ist, ob es so gewollt ist oder in falscher Reihenfolge übersetzt wurde, ist fraglich. Ich werde die nächsten beiden Teile nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

Vergessen

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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Kirsty wagt nach dem Selbstmordversuch ihres Mannes mit ihrer Familie einen Neuanfang. Sie zieht mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in ein altes Pfarrhaus in einem Dorf in Wales. Sie wollen mit Kirstys ...

Kirsty wagt nach dem Selbstmordversuch ihres Mannes mit ihrer Familie einen Neuanfang. Sie zieht mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in ein altes Pfarrhaus in einem Dorf in Wales. Sie wollen mit Kirstys Mutter zusammen eine Pension eröffnen. In dem Dorf sind sie nicht gerade willkommen, da es noch andere Interessenten für das Pfarrhaus gab.

Die Renovierungsarbeiten gehen schleppend, allerdings finden sich einige Gäste ein. Vor der Tür liegen täglich verwelkte Blumen und alle Beteiligten reagieren gereizt. Kirstys Cousine Selena, mit der sie viele Jahre keinen Kontakt hatte, kommt in die Pension, nachdem sie ihren Ehemann verlassen hat. Kirsty möchte ihre Cousine nicht im Haus haben und alte Wunden reißen auf. Der vermeintliche Neuanfang gerät immer mehr zum Albtraum.

Der Schreibstil ist flüssig und die Story insgesamt gut zu lesen. Mir war die Geschichte allerdings etwas sehr verworren. Niemand sagt die Wahrheit und keiner reagiert der jeweiligen Situation angemessen. Die Charaktere sind nicht glaubwürdig und unausgegoren. Lediglich das Ende ist eine nette Überraschung.

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