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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2021

Spannende Zeitgeschichte

Die Akte Adenauer
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Überraschen gut und gar nicht langweilig oder trocken, wie der Buchtitel es vielleicht vermuten lässt.
Der Roman spielt im Rheinland der 50er Jahre, in der Nachkriegszeit, unter dem Einfluss der Siegermächte, ...

Überraschen gut und gar nicht langweilig oder trocken, wie der Buchtitel es vielleicht vermuten lässt.
Der Roman spielt im Rheinland der 50er Jahre, in der Nachkriegszeit, unter dem Einfluss der Siegermächte, im Entstehungsprozess einer Bundesrepublik Deutschland.
Genau diese Zeitgeschichte hat mich zunächst skeptisch gemacht. Meine Erfahrungen bisher waren eher nicht so gut. Aber nichts davon ist hier der Fall. Der historische Hintergrund ist wirklich gut recherchiert, der Romanaufbau ist spannend bis zum Schluss und eine große Portion Action und eine kleine Portion Beziehung ist auch dabei.
Die Hauptfigur Philipp Gerber kommt sehr sympathisch rüber. Er ist zerrissen zwischen Amerika und Deutschland und muss im Laufe der Geschehnisse eine Entscheidung treffen. Die politischen Persönlichkeiten der damaligen Zeit werden zu Figuren des Buches, was die Zeitgeschichte sehr lebendig und authentisch macht.
Es ist ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Serie und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung im Frühjahr 2022.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Alles nur Fassade

Eine perfekte Ehe
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Das Cover sieht so gar nicht nach Thriller aus. Völlig unaufgeregt, eher etwas kalt und abweisend.
Lizzie, eine Anwältin mit einem Alkoholiker als Mann, einer Ehe, die am Ende zu sein scheint, übernimmt ...

Das Cover sieht so gar nicht nach Thriller aus. Völlig unaufgeregt, eher etwas kalt und abweisend.
Lizzie, eine Anwältin mit einem Alkoholiker als Mann, einer Ehe, die am Ende zu sein scheint, übernimmt den Fall ihres ehemaligen Kommilitonen, der seine Frau ermordet haben soll.
Sie gerät in einen Strudel von Geheimnissen, Lügen, Falschaussagen und bröckelnden Fassaden von Ehen.
Die Erzählperspektiven in dem Buch sind unterschiedlich. Zum einen Lizzie, dann Amanda (die Tote), die aus ihren letzten Tagen erzählt und die Verhöre der Staatsanwaltschaft.
Das Buch lebt von den häufigen Wendungen und Geheimnissen. Es bleibt spannend bis zum Schluss, auch wenn es an einigen Stellen etwas langatmig wirkt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen.
Wenn man keinen actionreichen Thriller erwartet und sich auf das Buch einlässt, wird man gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Gutes Debüt

Ausweglos
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Das Buchcover ist ein haptischer Fingerabdruck und sieht einfach toll aus. Der Inhalt ist spannend und abwechslungsreich. Die Handlung wird aus der Perspektive der drei Hauptpersonen erzählt. Noah, seine ...

Das Buchcover ist ein haptischer Fingerabdruck und sieht einfach toll aus. Der Inhalt ist spannend und abwechslungsreich. Die Handlung wird aus der Perspektive der drei Hauptpersonen erzählt. Noah, seine Frau Linda und der Kommissar Elias. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen bekommt man ein Gefühl für die Charaktere und was sie mit dem Tathergang zu haben bzw. haben könnten. Als zusätzlichen Bonus hat der Autor auch noch Passagen aus der Sicht des Mörders eingebaut, was dem Thriller noch mehr Schwung gibt. Der Erzählstil ist flüssig, angenehm zu lesen und die Geschehnisse sind sehr detailliert beschrieben. Es ist zunächst schwer eine Lösung zu finden. Ein Teil deutet sich ab der Mitte des Buches an, hilft aber nicht wirklich weiter. Damit komme ich zu meinem einzigen kleinen Kritikpunkt, das Ende. Es ist überraschend und kommt unerwartet, aber es wirkt etwas konstruiert und überladen. Für mich persönlich wäre da weniger mehr gewesen. Aber das Lesevergnügen wird dadurch nicht beeinträchtigt und das Buch erhält eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Unterhaltsam, aber......

Not Quite Dead Yet
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Über das Cover lässt sich nur sagen, dass es ein Eyecatcher ist. Aber das ist ja nun mal nicht entscheidend für das Buch.
Zum Inhalt: In der Haloweennacht wird Jet, 27, Opfer eines Überfalls. Wie der ...

Über das Cover lässt sich nur sagen, dass es ein Eyecatcher ist. Aber das ist ja nun mal nicht entscheidend für das Buch.
Zum Inhalt: In der Haloweennacht wird Jet, 27, Opfer eines Überfalls. Wie der Titel schon vorgibt, tot, aber noch nicht ganz. Ihre schweren Verletzungen werden dazu führen, dass sie in spätestens sieben Tagen an den Folgen eines platzenden Aneurysma sterben wird.
Sie beschließt, die ihr noch verbleibende Zeit zu nutzen, um den Mord an sich aufzuklären.
Soweit, so gut. Eine wirklich tolle Idee, aber die Ausführung hakte etwas.
Medizinisch ist das Buch eine Katastrophe. Jet bewegt sich durch diese Tage, als wäre sie Superwoman. Leider ist es mir nicht wirklich gelungen, diese realitätsfernen Geschehnisse komplett auszublenden.
Der nächste Punkt, dieses Buch wird als Erwachsenenthriller beworben. Wie man das jetzt definiert, bleibt mal dahingestellt. Aber Holly Jackson kann nicht aus ihrer Haut als Jugendbuchautorin. Nur die Protagonisten älter zu machen, reicht nicht, wenn sie, wie in diesem Fall wie Jugendliche agieren.
Jet selber macht es einem schwer sie zu mögen, aber das ist kein Minuspunkt, sondern authentisch mit Ecken und Kanten.
Das Buch hat einige sehr emotionale Momente, die gut beschrieben sind, ohne dabei zu kitschig zu wirken.
Es gibt aber leider noch einige unlogische Handlungsfäden, auf die man aber nicht eingehen kann, ohne zu spoilern.
Das Buch ist in vielen Teilen spannend und unterhaltsam, dann zieht es sich wieder unnötig in die Länge. Was ich an vielen Stellen als störend empfunden habe, war die Sprache. Formulierungen, Ausdrücke, die sich ständig wiederholten. Es ist zu vermuten/hoffen, dass es sich hier um übersetzungstechnische Sachen handelt.
Insgesamt war das Buch trotz allem sehr unterhaltsam, aber für eine 5 Sterne Bewertung hat es, aufgrund der vorherigen Ausführungen, bei weitem nicht gereicht.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Nicht überzeugend

Minus 22 Grad
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Das Cover passt vortrefflich zum Titel, kalt, bedrohlich und düster.
Vorweg, mit der Einordnung als Thriller habe ich mich etwas schwer getan., für mich war es keiner.

Laura Gehler wird auf einer Radtour ...

Das Cover passt vortrefflich zum Titel, kalt, bedrohlich und düster.
Vorweg, mit der Einordnung als Thriller habe ich mich etwas schwer getan., für mich war es keiner.

Laura Gehler wird auf einer Radtour entführt, endet in einem Plexiglaskäfig und ihre einzige Rettung ist, dass sie von alleine herausfindet, was sie in diese Situation gebracht hat.

Die Story wird in mehreren Handlungssträngen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Da ist zunächst Laura, die gefühlt ewig braucht, bis sie herausfindet, was sie in diese Situation gebracht hat. Ihr Charakter bleibt blass und macht es einem schwer wirklich mitzufühlen.
Ihre Mutter, die Vorzeigepolitikerin, mit vielen eigenen familiären Problemen.
Dann, Ariane, eine Zoologin, die zurückgezogen lebt und deren Rolle lange undurchsichtig bleibt.
Zu ihr gehört noch Tom, den sie aus einem zugefrorenen See rettet.
Kommissar Lukas, der sich aus mir unerfindlichen Gründen extrem in diesen Fall hineinsteigert, für mich auch ein Charakter der hinter seinen Möglichkeiten bleibt.
Zuletzt eine junge Frau mit Kind, die zufällig von Ariane vor ihrem gewalttätigen Ehemann beschützt wird.

Für mich einfach zu viele Handlungsstränge und als Leser bleibt man immer in der Rolle des Beobachters, da der Zugang zu den Charakteren sehr schwer ist.

Insgesamt fehlt dem Buch Tempo und kontinuierliche Spannung, da den vielen Handlungssträngen lange der Zusammenhang fehlt.

Die endgültige Auflösung war mir in Teilen doch zu sehr konstruiert.

Ein Krimi, der unterhalten hat, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

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