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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2017

Spannender Auftakt

BookLess 1. Wörter durchfluten die Zeit
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Lucy wächst im Kinderheim von Madame Moulin auf. Schon von klein auf ist sie von Büchern fasziniert und lernt das Lesen sogar von den Büchern. Mittlerweile ist sie 17 Jahre alt, lebt in London in einer ...

Lucy wächst im Kinderheim von Madame Moulin auf. Schon von klein auf ist sie von Büchern fasziniert und lernt das Lesen sogar von den Büchern. Mittlerweile ist sie 17 Jahre alt, lebt in London in einer Wohngemeinschaft und macht ein Praktikum an der Londoner Bibliothek. Dort soll sie nun der Mitarbeiterin im Archiv zu Hand gehen. Dort unten im labyrinthartigen Archiv geschehen merkwürdige Dinge, als Lucy dort ankommt. Ihr Mal oder ihre Tätowierung auf der Hand, die wie ein Buch aussieht, pulsiert und schmerzt. Aber nicht nur das, denn die Bücher dort unten sprechen auf einmal mit ihr. Wie kann das sein? Und was wollen sie von ihr, denn so ganz genau versteht Lucy das nicht? Vielleicht kann Nathan de Tremaine ihr weiterhelfen, der sich Bücher aus dem Archiv ausleiht und mit dem sie sich anfreundet und dem sie sich anvertraut. Er lacht sie nicht aus und glaubt ihre Geschichte. Aber kann sie ihm wirklich trauen?

Der Leser weiß mehr, denn es gibt auch Passagen aus der Sicht von Nathan und so erfahren wir von einem jahrhundertealten Geheimbund zum Schutz der Bücher, doch werden die Bücher so wirklich geschützt und was sind wirklich die Motive von Nathans Großvater, der die Fäden in der Hand hält.

Marah Woolf ist eine fantastische Geschichte gelungen über den Wert von Büchern, Geheimgesellschaften, Bibliotheken und vielen Geheimnissen. Lucy, ihre WG Mitbewohnerinnen Marie und Jules sowie Colin, ihr bester Freund aus Kindertagen, sind sehr sympathisch. Nathan hinterlässt einen gespaltenen Eindruck - zu welcher Seite gehört er? Die Rolle des Antagonisten nimmt eindeutig Nathans Großvater ein.

Einige Fragen werden am Ende beantwortet, als wieder ein Bogen zum Prolog geschlagen wird, viele bleiben jedoch offen und lassen den Leser die Fortsetzung mit Spannung erwarten.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Abenteuerliche Reise eines Hutes

Der Hut des Präsidenten
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Daniel beschließt, sich etwas zu gönnen und in einer Brasserie eine Meeresfrüchteplatte zu essen. Wie der Zufall es will, wird direkt neben ihm der Präsident platziert. Mit Mitterand auf einer Bank, das ...

Daniel beschließt, sich etwas zu gönnen und in einer Brasserie eine Meeresfrüchteplatte zu essen. Wie der Zufall es will, wird direkt neben ihm der Präsident platziert. Mit Mitterand auf einer Bank, das wird er nie vergessen! Und dann vergisst der Präsident auch noch seinen Hut und Daniel nimmt ihn mit. Er fühlt sich auf einmal wie ein anderer, traut sich mehr zu und bewegt etwas in seinem Leben. Er ist sich sicher, das verdankt er nur dem Hut. Doch dann verliert er ihn wieder und auch der nächsten Finderin bringt er Glück und sie ändert ihr Leben...

Eine wunderbare Geschichte mit Hut, der seine Träger verändert, ihnen mehr Selbstbewusstsein gibt, ihr Leben verändert, fast wie Magie. Oder ist es doch nur die Aura seines ursprünglichen Besitzers? Wobei ja gar nicht alle wissen, dass es der Hut des Präsidenten ist.

Neben diesen Lebensgeschichten ist es auch eine Hommage an Paris, das Flair der Stadt verzaubert den Leser. Ein wunderbarer, sehr französischer Schreibstil (den ich nicht näher beschreiben kann), machen die Lektüre zu einem Genuss.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Immer wieder toll

Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4)
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Es ist immer wieder ein Genuss, nach ein paar Jahren erneut zu den Büchern zu greifen. Viele Details hatte ich wieder vergessen und an manchen Stellen war der Film präsenter. Doch die Bücher sind eindeutig ...

Es ist immer wieder ein Genuss, nach ein paar Jahren erneut zu den Büchern zu greifen. Viele Details hatte ich wieder vergessen und an manchen Stellen war der Film präsenter. Doch die Bücher sind eindeutig besser.

Dieses Mal geht es auf zur Quidditch Weltmeisterschaft und danach steht das Schuljahr ganz im Zeichen des Trimagischen Turniers und in Hogwarts sind Schülerdelegationen aus Beauxbatons und Durmstrang zu Gast.

J.K. Rowling schafft es immer wieder, junge und alte Leser zu begeistern und oftmals sind es die Details, die den Unterschied zu vielen anderen Büchern machen. Harry und seine Freunde werden langsam älter, aber dieses Buch ist noch ein Übergang bevor der Tonfall deutlich düsterer wird.

Das vierte Schuljahr auf Hogwarts ist geschafft und ich werde bald das 5. in Angriff nehmen.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Animox

Animox 1. Das Heulen der Wölfe
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Simon wächst bei seinem Onkel auf, seine Mutter besucht ihn leider viel zu selten und immer nur für ein paar Stunden. Immerhin schickt sie ihm Postkarten, doch sie war noch nicht mal zu seinem Geburtstag ...

Simon wächst bei seinem Onkel auf, seine Mutter besucht ihn leider viel zu selten und immer nur für ein paar Stunden. Immerhin schickt sie ihm Postkarten, doch sie war noch nicht mal zu seinem Geburtstag zu Hause. Ein neues Schuljahr beginnt und jetzt hat sich auch noch sein Freund Colin von ihm abgewandt und ist Handlager für eine fiese Bande, die Simon immer wieder auflauert und ihn hänselt, weil er mit Tieren spricht. Sein einziger Freund, der ihm bleibt, ist nun Felix. Aber Felix ist eine Maus. Und die mag sein Onkel nicht.

Doch dann ändert sich schlagartig alles, denn sein Onkel ist ein Animox, er animagiert zu einem Wolf. Und auch seine Mutter ist eine Animox. Ein Adler warnt Simon vor den Ratten und Simon kann nur mit Mühe entkommen. Schnell wird er in die Konflikte der Animox reingezogen und seine Welt ist auf einmal auf den Kopf gestellt.

Aimée Carter ist ein tolles Buch gelungen, das ich verschlungen habe. Nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene. Am Ende überraschend traurig für ein Kinderbuch, aber durchaus konsequent. Ich bin nun gespannt auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Macht Hoffnung

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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4,5 Sterne
Zack hat Leukämie und nach einer Knochenmarkstransplantation liegt er in Quarantäne und hat nicht viel zu tun. Da er für die Kinderstation zu alt ist, liegen im Nachbarzimmer eigentlich immer ...

4,5 Sterne
Zack hat Leukämie und nach einer Knochenmarkstransplantation liegt er in Quarantäne und hat nicht viel zu tun. Da er für die Kinderstation zu alt ist, liegen im Nachbarzimmer eigentlich immer Erwachsene und nicht alle sind so cool wie Cam, der 32jährige Elektriker und Surfer. Doch dann zieht Mia ins Nebenzimmer und sie rebelliert und möchte keinen Kontakt aufnehmen. Doch langsam schafft Zack es doch durch "Klopfgespräche".

Ein Buch, das Mut macht. Schonungslos ehrlich, aber dennoch voller Hoffnung und ein Plädoyer für das Leben, egal, wie schlecht die Chancen stehen. Denn auch mit 10% sollte man dankbar sein. Leicht ist es trotzdem nicht und es gibt immer wieder Rückschläge.

Das Buch ist erst aus der Sicht von Zack, dann abwechselnd und danach aus der Sicht von Mia geschrieben, so dass der Leser einen guten Einblick in die Gefühlswelt und Selbst- und Fremdwahrnehmung der beiden Protagonisten erhält. Die Autorin arbeitet als Lehrerin in einem Krankenhaus und man merkt, dass sie sich gut auskennt. Doch die Geschichte zeugt nicht nur von ihrer Kenntnis, auch der Schreibstil und die Geschichte an sich haben mich überzeugt.