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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2021

Berührende Geschichte

Im Winter Schnee, nachts Sterne. Geschichte einer Heimkehr
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! Spoiler !

Insgesamt ein überzeugendes Buch. Die Geschichte die der Autor darlegt und hier in schönen und gut lesbaren Worten darlegt ist sehr berührend. Worum geht es: Als der Afghane Enaiatollah Akbari ...

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Insgesamt ein überzeugendes Buch. Die Geschichte die der Autor darlegt und hier in schönen und gut lesbaren Worten darlegt ist sehr berührend. Worum geht es: Als der Afghane Enaiatollah Akbari nach jahrelanger Flucht Europa erreichte, ohne Eltern, ohne Schulbildung, war er fünfzehn Jahre alt. Aus eigener Kraft musste er sich eine neue Existenz aufbauen. Dann lernte er den Schriftsteller Fabio Geda kennen und sein Leben nahm eine Wendung. Zusammen erzählen die beiden, wie es Enaiatollah trotz unüberwindlich scheinender Hürden gelang, den Schulabschluss zu machen und Politikwissenschaft zu studieren. Wie ihm die fremde Kultur immer vertrauter wurde, er Freundschaften schloss und sich trotzdem täglich nach seiner Mutter und der Familie in Afghanistan sehnte. Eines Tages werden Heimweh und Sorge um sie so groß, dass er aufbricht, um nach Jahren seine Familie endlich wiederzusehen. Ein schönes Buch.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Belebend

Behütet
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iele Menschen sind sich sicher, dass ihr Leben ein Gegenüber hat, das sie kennt, das bei ihnen ist und sie behütet. Aber wie kann man diesem Gegenüber begegnen und sich seiner vergewissern?
Dieses Buch ...

iele Menschen sind sich sicher, dass ihr Leben ein Gegenüber hat, das sie kennt, das bei ihnen ist und sie behütet. Aber wie kann man diesem Gegenüber begegnen und sich seiner vergewissern?
Dieses Buch findet die Worte für ein Lebensgefühl, das nicht nur Kinder tröstet, stärkt und ermutigt: Du bist behütet - Du bist nie allein!
Ein Buch voller wunderbarer Wortbilder, so intensiv wie ein Gebet.
Eine Vergewisserung, dass unsere Wege und unser Schicksal getragen sind von einem großen DU des Lebens – zauberhaft-poetisch illustriert von Sonja Wimmer.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Starke Literatur

Reise durch ein fremdes Land
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- Spiler -


Der starke Roman des Autors. Dies liegt auch an seiner besonderen Sprache in deinem tollen Stil. Der Übersetzung ist es außerordentlich gut gelungen hier aus dem englischen den Sprachwitz ...

- Spiler -


Der starke Roman des Autors. Dies liegt auch an seiner besonderen Sprache in deinem tollen Stil. Der Übersetzung ist es außerordentlich gut gelungen hier aus dem englischen den Sprachwitz und die Sprachintelligenz zu übersetzen. Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet und man folgt diesen sehr gerne. Diese schon mal Büchlein hat mir sehr viel Spaß beim Lesen bereitet.
Worum geht es?
Von Beruf Fotograf sieht Tom die durch den Winter zum Erliegen gekommene Welt um sich herum wie durch die Linse seiner Kamera. Schon immer hat er sein Leben auf diese Art betrachtet, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass er es anhand von Fotografien erzählen kann. All diese Bilder kommen ihm nun in den Sinn: das erste Foto, das er von seiner Frau geschossen hat, die Aufnahmen von Familienfeiern, die ihm seinen Lebensunterhalt sichern, und diejenigen, die er stets zu machen geträumt hat, Fotos jenseits der gängigen Sehgewohnheiten.
Tom hat sich längst damit abgefunden, dass er kein großer Künstler ist. Doch wie soll er damit leben, dass er kein perfekter Ehemann ist? Und dass er vor allem seinem anderen, seinem ältesten Sohn Daniel kein guter Vater war? Tief in seiner Kamera versteckt, gibt es ein Foto von Daniel, das Toms ganze Schuld und ganzes Leid zeigt. Je intensiver Toms innere Zwiegespräche mit Daniel auf dieser Reise werden, desto mehr hofft er, Erlösung und Vergebung zu finden.
Mit großer sprachlicher Intensität erzählt David Park von einem Mann, der fast an sich und seinem Schicksal zerbricht.
Insgesamt eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Kleines Meisterwerk

Das Glashotel
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Was für ein Buch! Mit großer Freude habe ich dieses Buch gelesen. Der Autorin ist hier wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen. Nicht nur die Charakterdarstellung, sondern die gesamte Handlungsdichte ...

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Was für ein Buch! Mit großer Freude habe ich dieses Buch gelesen. Der Autorin ist hier wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen. Nicht nur die Charakterdarstellung, sondern die gesamte Handlungsdichte strotzt nur so vor Ideenreichtum und Anregungen. Ein Buch was nicht nur viel Spaß beim Lesen macht. Es ist ein Buch was ein Ort zum nachdenken anregt. Worum geht es:
Ein Luxushotel an der westlichen Küste Kanadas, jenseits der großen Fenster das Meer, Inseln, die Vegetation des Nordens. Ein Refugium für gestresste Städter, für die junge Barkeeperin Vincent aber ein Ort mit schmerzhaften Erinnerungen. Als eine alle Anwesenden erschütternde Botschaft auf eine der Scheiben der Lobby geschmiert wird, ergreift sie die Gelegenheit und geht mit dem Investor Jonathan Alkaitis nach New York. Was sie nicht weiß: Alkaitis Vermögen beruht auf Betrug, und als er untergeht, reißt er seine Anleger mit hinab in die Tiefe, und Vincents Leben wird ein weiteres Mal in unvorhergesehene Fahrwasser gelenkt.
Mit Das Glashotel hat Emily St. John Mandel einen Roman über die Odyssee des modernen Menschen geschrieben, einen Roman über Entwurzelung und Wandel, über das Ergreifen von Gelegenheiten und scheiternde Pläne und nicht zuletzt über unsere lebenslange Suche nach jenem Ort, den wir Heimat nennen können.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Sprache und Stil sind besonders und bleiben lange in Erinnerung. Eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Starke Geschichte

Wo das Licht herkommt
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Beim Lesen dieses Buches habe ich sehr viel Freude gehabt. Worum geht es:
Philippine soll den Seppel heiraten, das haben sich ihr Vater und der Vater vom Seppel nach der Sonntagsmesse ausgemacht. ...

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Beim Lesen dieses Buches habe ich sehr viel Freude gehabt. Worum geht es:
Philippine soll den Seppel heiraten, das haben sich ihr Vater und der Vater vom Seppel nach der Sonntagsmesse ausgemacht. Aber das geht nicht, denn der Seppel ist ein böser Bub, der den Hendln die Flügel ausreist und Frosche bei lebendigem Leib zerschneidet. Philippine läuft davon – nicht leicht für ein Mädchen im 18. Jahrhundert. Der Weg von ihrem Dorf nach Wien ist weit. Sie verkleidet sich als Bub, wird von einem Jesuitenpater aufgelesen, besucht das Gymnasium. Studiert in Rom Medizin, in Coimbra Kartografie. Sie will ins Reich der Mitte, wie so viele Jesuiten vor ihr. Immer wieder droht sie aufzufliegen. Aus Rom muss sie fliehen. In Coimbra begegnet sie einem jungen Mann, Adam aus Regensburg. Als er erfährt, dass Philipp eine Philippine ist, stößt er sie von sich. Die junge Frau ist auf sich selbst zurückgeworfen. Sie muss weg, weit weg, am besten nach China, mit brennenden Fragen im Gepäck.
Insgesamt ein starker Roman. Seine Stärke rührt aus den detailreichen Beschreibungen und zeithistorisch Genauigkeit. Die Charaktere weisen grosse Tiefe auf und machen viel Spass. Die Sprache ist sehr genau aber ich angenehm zu lesen. Das Buch hat mich durchweg gefesselt. Insgesamt eine klare Kaufempfehlung.

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