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olilene

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2021

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Der erste letzte Tag
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Das ist mein erstes Werk von Sebastian Fitzek gewesen und ich habe es ausgesucht, weil ich das Buch dazu immer im Bestsellerregal gesehen habe. Lange wollte ich es lesen, kam aber nicht dazu. Als ich dann ...

Das ist mein erstes Werk von Sebastian Fitzek gewesen und ich habe es ausgesucht, weil ich das Buch dazu immer im Bestsellerregal gesehen habe. Lange wollte ich es lesen, kam aber nicht dazu. Als ich dann das Hörbuch bei der Bibliothek entdeckt habe, MUSSTE ich zugreifen.

In wenigen Tagen habe ich das Hörbuch beendet - und es ist das erste Hörbuch, das ich beendet habe. Sonst langweilt mich das schnell, aber nicht dieses Mal.

Die Geschichte beginnt ganz unscheinbar. Ein schrulliger Autor trifft auf eine exzentrische junge Frau und wie der Zufall es so will, werden sie gezwungen, Zeit miteinander zu verbringen.

Was im Laufe des Buches aber alles passiert, hui. Ein Abenteuer jagt das nächste. Dabei bleibt es stets realistisch und man denkt sich: "Ja, genau das könnte so passieren." Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, einem Roman zu lauschen. Es war, als würde mir Livius, der Protagonist, aus seinem Tagebuch vorlesen. Wie ein Freund, der einfach ein Erlebnis erzählt.

Die Stimme war sehr angenehm zu hören und hat mich oft schmunzeln lassen. Der russische Akzent zum Beispiel war gut nachgemacht, die aufgedrehte Stimme des Mädchens auch. Da merkt man einfach die Mühe dahinter. Dennoch klang es fast mühelos, einfach so dahinerzählt und das meine ich absolut positiv.

Der Erzählstil ist 5 Sterne wert, weil mich der Humor und der Schreibstil vom Autor so gepackt hat. Das gibt es selten. Ich konnte mich mit seinen Werten gut identifizieren und hatte neben Schmunzlern auch einige kopfschüttelnde Momente. So kurios waren einige Momente.

Das Ende hat mich aber komplett von den Socken gehauen, denn damit habe ich gar nicht gerechnet. Man lernt Lea als offen und hibbelig kennen, aber man lernt sie erst am Ende WIRKLICH kennen. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass jeder eine Geschichte hat und man nicht vorschnell urteilen sollte.

Was NACH diesem Ende dann noch passiert ist, hat mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen. So eine überraschende Wendung, sie hat mein Herz!!

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Veröffentlicht am 14.01.2022

SCHWERE GEBURT

Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht
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Puh, ich tue mir sehr schwer damit, diese Rezension zu schreiben, da es so viele begeisterte Leser gibt und ich damit etwas aus der Reihe tanze, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Das Cover von ...

Puh, ich tue mir sehr schwer damit, diese Rezension zu schreiben, da es so viele begeisterte Leser gibt und ich damit etwas aus der Reihe tanze, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Das Cover von Hard Liquor gefällt mir nicht. Es passt nicht zu dem intensiven Inhalt. Vom Cover her merkt man nicht, wie spannend es in dem Buch hergeht. Da wurde das Potenzial leider nicht genug ausgeschöpft, was ich schade finde.

Der Klappentext ist dafür umso spannender und passender - leider verrät er zu viel von der Handlung, sodass mich manche Aspekte im Buch gar nicht mehr überrascht haben und ich sie regelrecht erwartet habe.

Der Schreibstil von Marie ist sehr interessant. Sie schreibt auch über Themen, die nicht so oft in Büchern vorkommen (-LGBT, Alkohol, etc.). Ich konnte der Geschichte gut folgen und habe einen guten Eindruck von Tychos Welt bekommen.

Manchmal sind im Buch ganz viele Sachen auf einmal passiert und dann wieder eine lange Zeit gar nichts, da hat es sich so ein bisschen gezogen.

Mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich warm werden. Logan war da noch mein Favorit mit seiner mitfühlenden Art, aber Grayson zum Beispiel war mir gleich ein Dorn im Auge. (Vor allem da mich der Klappentext davor gewarnt hat, ihr zu trauen.)

Ich fand es zudem etwas kritisch, wie Alkoholkonsum und Gewalt verherrlicht worden sind. Klar, das war nicht die Intention der Autorin, aber gerade für jüngere Leser könnte es so rüberkommen, als müsste man sich Mut immer antrinken und wäre dadurch stärker.

Davon abgesehen ein interessantes Buch mit viel Potenzial! Es passieren so viele unvorhersehbare Dinge und man ist als Leser ab und zu sprachlos. Ich habe mir das Buch insgesamt zwar anders vorgestellt, aber eine Erfahrung war es trotzdem wert.

Hätte ich durch das Buch nicht so eine Leseflaute gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch mehr Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

NICHT SCHELCHT ABER KEIN HIGHLIGHT

Und ich leuchte mit den Wolken
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Puuuh, wo soll ich da anfangen? Schwierig.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, hatte aber zu viele Stellen, die mir einfach nicht zugesagt haben.

Einige Dialoge fand ich zu künstlich, zu gewollt. ...

Puuuh, wo soll ich da anfangen? Schwierig.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, hatte aber zu viele Stellen, die mir einfach nicht zugesagt haben.

Einige Dialoge fand ich zu künstlich, zu gewollt. Ob sie so im echten Leben stattgefunden hätten? Keine Ahnung. Der poetische Schreibstil ist zwar mal eine Abwechslung, hat für mich aber nicht sehr zu dem Buch gepasst.

Mignon ist mir komplett unsympathisch. Sie weist Lilou immer wieder von sich, steht nicht zu ihr, lügt sogar. Mit so jemandem würde ich nicht zusammen sein wollen. Da schien mir Lilou oft die einzige zu sein, die um diese Beziehung gekämpft hat.

Dass Mignon vorher nur Mänenr gedatet hat und jetzt von Lilou fasziniert ist, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Aber vielleicht hat sie nur nie die eine getroffen, ich weiß es nicht.

Lilou läuft ihr also relativ hinterher, stürzt sich in diese Liebe, malt Bilder und ist der totale Sonnenschein. Mignon hat sie nicht verdient. Sie spielen auf unterschiedlichen Leveln, wenn man Beruf, Status, Herkunft und all das betrachtet.

Im echten Leben hätte eine Lilou gar keine Chance bei einer Mignon. Das weiß man.

Über das Ende kann ich nicht viel sagen, ohne zu spoilern, aber es hat mir nicht gefallen. Ich habe den Kopf geschüttelt.

Wegen diesem Buch hatte ich eine kleine Leseflaute, weil ich teilweise so unmotiviert war, weiterzulesen. Am Ende war es doch vorhersehbar und irgendwie klar, was passiert.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

ALSO ICH WEIß JA NICHT

Love - Her - Wild Gedichte und Notizen
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Das Buch war mein erstes von Atticus und es war nicht schlecht, habe es schnell durchgelesen und mir einige schönen Zitate auch rausgeschrieben.
Aber ich hatte wirklich höhere Erwartungen. Es gibt so schöne ...

Das Buch war mein erstes von Atticus und es war nicht schlecht, habe es schnell durchgelesen und mir einige schönen Zitate auch rausgeschrieben.
Aber ich hatte wirklich höhere Erwartungen. Es gibt so schöne Lyrik und Zitate auf Insta, etc., aber dieses Buch habe ich mir besser vorgestellt.
In die meisten Zeilen konnte ich nicht viel hineininterpretieren, nicht mitfühlen.

Definitiv kein Highlight. Leider.

Ob es an dem Schreibstil liegt oder an den kurzen Zeilen, aber wirklich packen konnte mich das Buch nicht. Poesie kann echt schön sein, Julia Engelmann hat mich zum Beispiel mehr überzeugt.

Viele Gefühle kamen nicht rüber, insgesamt geht es nur um die Gedanken eines Jungen, der in ein Mädchen verliebt ist. Kennt man schon. Oft genug gelesen. Langweilig. Muss nicht nochmal gelesen werden.

ACHTUNG; NUR MEIN GESCHMACK. WAS MIR NICHT GEFÄLLT, KANN DER ANDERE TROTZDEM LIEBEN.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

POTENZIAL NICHT GENUG AUSGENUTZT

Himmel oder Hölle?
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Literarisch nicht sehr anspruchsvoll, aber eine nette Abwechslung für zwischendurch. Ich habe mich in dem Buch wohlgefühlt, was bei einem Thriller eher schlecht ist, aber in dieser Rezension möchte ich ...

Literarisch nicht sehr anspruchsvoll, aber eine nette Abwechslung für zwischendurch. Ich habe mich in dem Buch wohlgefühlt, was bei einem Thriller eher schlecht ist, aber in dieser Rezension möchte ich - ohne zu spoilern - ehrlich sein.

Da die anderen Rezensionen bereits viel über die Handlung verraten, lasse ich diesen Teil aus und wende mich direkt meiner Rezension zu.

Alle Charaktere sind mir komplett unsympathisch. Loulou und Robin sind falsche Freunde, da braucht man keine Feinde. Die ziehen Dani so runter und sie hat kein Selbstbewusstsein oder Rückgrat und hält sich an dieser toxischen Freundschaft fest. Madelief kann sich für keine Seite entscheiden und tanzt quasi auf zwei Hochzeiten. Die Mitbewohner von Dante sind schrullig bis seltsam, vor allem Zara die irgendwie neidisch zu sein scheint. Dante selbst macht erst aufGentleman, doch im Laufe des Buches wird er nahezu psychopathisch. Danis Dad lässt ihr gefühlt alles durchgehen, was ich etwas zu nachsichtig finde. Stans Rolle ist einfach nur unnötig, da hätte man ganz drauf verzichten können.

Aber verglichen mit den Charakteren ist der Schreibstil mega! Er liest sich flüssig und schnell, was auch daran liegt, dass die Kapitel in Häppchen eingeteilt sind, was ich super finde. Ich bin förmlich über die Seiten geflogen, weil der Erzählstil so gut ist. Mel hat mich auch mit diesem Buch nicht enttäuscht, ich mochte es echt gerne! In zwei Tagen habe ich es gelesen und danach hat mir einfach was gefehlt.

Ich weiß nicht, wie viel ich über die Handlung sagen kann, ohne zu spoilern, aber sie ist auf jeden Fall komplett anders als erwartet. Man weiß nie, was gerade stimmt und wem man vertrauen kann. Ständig überlegt man, wer der Täter ist und auf einmal sind alle verdächtig. Das Rätsel zu lösen macht Spaß, wenn einen die ständigen falschen Fährten auch wahnsinnig machen. Ich liebte jeden Tag 0, er ist so spannend gewesen, dass ich erst jeden Tag 0 und dann die eigentliche Handlung gelesen habe.

Die Auflösung hat mir nicht gefallen. Das Ende wirkte etwas an den Haaren herbeigezogen und wer der Täter war, kam mir ziemlich generisch vor. Da hätte ich mir eine andere Auflösung gewünscht.

Was mich beim Lesen aber nahezu WAHNSINNIG gemacht hat, waren die vielen Fehler bzw. Wiederholungen.
1.) Im Klappentext ist von einer Florence der Rede, im ganzen Buch heißt sie aber Florine.
2) Das ständige Gestammele der Charaktere (I-ich /w-was/ n-nein)
3.) An sehr vielen Kapitelenden steht random Schrift; Vielleicht ein Hinweis zur Formatierung, der nicht gelöscht wurde.
4.) Öfter als bei anderen Büchern gab es Rechtschreibfehler, was vielleicht an der Übersetzung liegt.

Ich könnte noch viel mehr Unzulänglichkeiten erwähnen, aber das wäre dem Buch und der Autorin gegenüber nicht fair, da mich die Geschichte ja doch so sehr gecatcht hat, dass ich sie in 48 Stunden weggelesen habe. Irgendwas an dem Schreibstil war also so beeindruckend, dass ich über den Rest hinweggesehen habe. Ich kann es kaum erwarten, weitere Bücher von Mel zu lesen. :)

Ich hoffe, dass die Erstausgabe überarbeitet wird und es eine Neuauflage gibt, in der Florine Florence heißt, wie im Klappentext. In der das ständige Gestammele seltener und gekonnter eingesetzt wird, der Wirkung wegen. In der am Ende eines Kapitels nicht mehr Schrift; steht. In der ein paar Fragen eventuell besser beantwortet werden und in der es mehr von Tag 0 gibt, denn dieser hatte wirklich wirklich Potenzial. Ich werde mich kinnkratzend an das Buch zurückerinnern.

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