Profilbild von bookaretherealmagic

bookaretherealmagic

Lesejury Star
offline

bookaretherealmagic ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit bookaretherealmagic über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2022

Leider nicht ganz überzeugend

Fürchte mich nicht
0

Ich habe mich riesig auf den ersten Teil der Dämonentrilogie gefreut, weil mir schon die Mitternachtstrilogie der Autorin so unglaublich gut gefallen hat.

Hier geht es um Raysiel, welcher
der Heerführer ...

Ich habe mich riesig auf den ersten Teil der Dämonentrilogie gefreut, weil mir schon die Mitternachtstrilogie der Autorin so unglaublich gut gefallen hat.

Hier geht es um Raysiel, welcher
der Heerführer der Dämonen ist und anfangs als die Verkörperung des Bösen scheint. Jedoch wird im Laufe des Buches klar, dass er weitaus vielschichtiger ist. Einfluss hat da vor allem Jeanne, die Raysiels genauer Gegenpol zu sein scheint. Trotzdem berührt sie ihn auf eine Art, die er selbst noch nie zuvor erlebt hat.

Diese Tiefe der Charaktere ist mir schon bei den anderen Büchern der Autorin aufgefallen und schon da hat sie mich beeindruckt. Es gibt keine klare Abtrennung zwischen Gut & Böse, sondern so viele Grauzonen dazwischen – das wird super realistisch rübergebracht. Ray ist nicht einfach nur böse oder grausam, das hat er hier ganz deutlich in bestimmten Situationen gezeigt. Jedoch habe ich – vor allem am Anfang – wirklich große Probleme mit seinem Charakter gehabt. Ich finde es wichtig und großartig, dass unperfekte Charaktere, die nicht einem bestimmten Stereotyp entsprechen, gezeigt werden.
Es hat jedoch dazu geführt, dass ich mit Ray leider absolut nicht warm geworden bin und keine wirkliche Sympathie empfinden konnte, da seine Handlungen auf mich nicht immer schlüssig wirkten.

[im nächsten Abschnitt könnten ein paar kleinere Spoiler versteckt sein]
Anfangs noch völlig unberührt und emotionskalt erschüttert eine einzige kurze Begegnung mit Jeanne scheinbar sein gesamtes Weltbild. Das war faszinierend zu sehen, aber wirkte auf mich nicht sehr realitätsnah. Ich bin ehrlich gesagt generell kein Fan von Liebe-auf-den-ersten-Blick-Geschichten, das lag also nicht am Buch, sondern meiner eigenen Meinung. Außerdem störte mich die darauffolgende Phase, in der sich Ray in meinen Augen absolut respektlos und besitzergreifend Jeanne gegenüber benahm, völlig verblendet von seinen eigenen Gefühlen. Das ist ebenfalls absolut nicht meins, weswegen ich an dieser Stelle wirklich überlegt habe, ob ich das Buch überhaupt noch weiterlesen möchte. Das zog sich leider auch bis über die Hälfte des Buches. Letztendlich wollte ich aber trotzdem wissen, wie es weitergeht und habe es auch absolut nicht bereut, das Buch beendet zu haben.

Das Konzept hinter der Geschichte war wirklich interessant, die moralischen Gegensätze wurden sehr gut in Szene gesetzt durch den Einfluss der Kirche und des Glaubens. Bis zum Ende des Buches hatte ich aber immer wieder das Gefühl, den kompletten Weltenaufbau dahinter nicht ganz durchschaut zu haben.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich außergewöhnlich und hebt sich durch detailreiche Schilderungen von anderen ab.
Insgesamt hat mir das Tempo im gesamten Buch sehr gut gefallen, es war genau richtig, nicht langweilig, aber auch nicht auf jeder Seite Action. Auch die Geschichte an sich gefiel mir mit jeder Seite mehr, am Ende fand ich es sogar richtig gut. Schön war auch das Wiedersehen mit Casper und Adriana!

Im Endeffekt möchte ich dem zweiten Band trotzdem eine Chance geben und hoffe, dass ich dort Ray noch ein bisschen besser verstehen lerne und auch mehr Jeannes Sicht zum Vorschein kommt. Ich fand es super schade, dass mich der erste Band nicht hundertprozentig von sich überzeugen konnte.

Trotzdem möchte ich euch ermutigen, dieses Buch nicht wegen meiner persönlichen Meinung abzuschreiben. :)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2022

Nicht ganz überzeugend

Some Mistakes Were Made
0

Das Cover ist mir direkt aufgefallen, es lässt eine schöne, feinfühlige und schmerzhafte Geschichte vermuten. Schmerz gibt es tatsächlich sehr viel, aber auch fehlende Kommunikation, Wut und schwierige ...

Das Cover ist mir direkt aufgefallen, es lässt eine schöne, feinfühlige und schmerzhafte Geschichte vermuten. Schmerz gibt es tatsächlich sehr viel, aber auch fehlende Kommunikation, Wut und schwierige zwischenmenschliche Beziehungen.

Anfangs hat mir das Buch noch unglaublich gut gefallen, die ersten fünfzig Seiten waren sehr vielversprechend. Vor allem der Schreibstil ist super schön, poetisch und tiefgründig. Jedoch nahm meine Begeisterung insgesamt vom Buch immer weiter ab.
Es gibt einige Rückblenden in die Vergangenheit, die langsam aufzeigen, in welcher Beziehung die Charaktere im Laufe der Jahre zueinander standen. Dadurch bleibt es spannend, ich wollte natürlich erfahren, was zu der derzeitigen, schwierigen Situation geführt hat. Trotzdem dauerte mir diese Aufklärung zu lang. Es wird alles künstlich in die Länge gezogen.
Außerdem stört mich, dass Easton und Ellis zwar mehrere Momente hatten, in denen sie miteinander geredet haben, aber in diesen Situationen trotzdem nichts geklärt wurde. Dadurch hatte ich bis zum Ende auch nicht das Gefühl von Klarheit, dass jetzt alles ausgesprochen wurde. Das war echt unbefriedigend.

Ellis als Charakter war nicht immer einfach. Es ist schön, dass hier kein Stereotyp verwendet wird, sondern eine zerrissene, kratzbürstige Protagonistin. Die Darstellung ihrer Familienverhältnisse ist sehr interessant und gut beschrieben. Es ist für mich nachvollziehbar, warum sie so viel Stolz in sich trägt und immerzu das Gefühl hat, sich verteidigen zu müssen. Das macht sie aber trotzdem nicht sympathisch, meistens war sie leider echt anstrengend. Mir fehlt hier einfach ihre persönliche Entwicklung – dass sie ein wenig Dankbarkeit zeigen oder zumindest ihren Stolz überwinden und zugeben kann, dass sie nicht fehlerlos ist. Die Schuld lag in eigentlich allen Fällen immer bei den anderen.

Das Buch ist keine lockere, leichte Lektüre für Zwischendurch, sondern zeigt auf, was alles innerhalb kürzester Zeit, dank Missverständnissen und tiefsitzenden Verletzungen, schieflaufen kann.
Es hatte auf jeden Fall schöne Seiten, allein die Grundidee hat wirklich viel Potential. Ganz ausgeschöpft wurde es meiner Meinung nach aber nicht. Da „Some mistakes were made“ aber das Debüt der Autorin war, werde ich in Zukunft anderen Büchern von ihr vermutlich noch eine Chance geben, da der Schreibstil so toll war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2021

Die Charaktere und ich sind keine Freunde geworden.

Like Gravity
0

Die Aufmachung dieses Buches ist wirklich unglaublich schön, allein die Kapitelüberschriften sind ein Blickfang.
Trotzdem habe ich mich mit dem Inhalt leider ein wenig schwergetan.
Da es mein erstes Buch ...

Die Aufmachung dieses Buches ist wirklich unglaublich schön, allein die Kapitelüberschriften sind ein Blickfang.
Trotzdem habe ich mich mit dem Inhalt leider ein wenig schwergetan.
Da es mein erstes Buch von Julie Johnson war, ist mir zuallererst der Schreibstil der Autorin positiv aufgefallen. Dieser hat meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte gepasst, ein wenig poetisch mit vielen tiefgründigen Zitaten, die ich mir auch direkt markiert habe.

Trotzdem ist es mir sehr schwergefallen, warm mit der ganzen Geschichte zu werden, was vermutlich an den Charakteren lag. Keiner von ihnen ist mir bis zum Ende so richtig ans Herz gewachsen, geschweige denn, dass ich mich mit einer Person gut identifizieren konnte.
Brooklyn hat eine sehr schwere Kindheit hinter sich, die ich wirklich niemandem wünsche, weswegen ich ihre Art, Menschen nicht an sich ranzulassen, in einem bestimmten Maß definitiv noch nachvollziehen konnte. Sie steckt Menschen grundsätzlich immer in Schubladen, und auf Dauer war dieses Denken sehr anstrengend, zumal es sich meiner Meinung nach bis zum Ende nicht wirklich verbessert hat. Umso eigenartiger war es am Anfang, dass sie Finn sehr schnell vertraut hat, obwohl er doch in der klischeehaften „Arschlochschublade“ steckte - was sie im nächsten Moment wieder behauptet hat. Ich mochte Finn ganz gerne, auch wenn ich keinen extremen Bezug zu ihm aufgebaut habe, da er teilweise ziemlich schräg und besitzergreifend war. Leider war auch Lexi, Brooklyns beste Freundin, nicht ganz so mein Fall – bis zum Ende habe ich diese Freundschaft zwischen den beiden nicht so ganz durchschaut.

Versteht mich bitte nicht falsch – das Buch war keinesfalls schlecht. Es gab zahlreiche Szenen, die ich wirklich toll fand. Aber dann gab es wieder diese kleinen Momente, in denen ich dachte: „Musste das jetzt wirklich sein?“ Welche mir einfach das Lesen vermiest haben. Nichtsdestotrotz fand ich das Ende wirklich gut, es hat nochmal so einiges herausgerissen, da es super spannend war und die gesamte Handlung in eine thrillerartige Richtung ging, die ich bei diesem Buch nicht erwartet hätte.
Auch wenn der Rest des Buches relativ vorhersehbar war, gab es einen Plotwist, der für mich reichlich unerwartet kam.
Letztendlich kann ich persönlich keine Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen, jedoch denke ich, dass es vielen gefallen könnte, und habe auch schon einige positive Meinungen dazu gehört.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2021

zurück an den Anfang der Pandemie

Das Vierzehn-Tage-Date
0

Dieses Buch wurde am Anfang der Corona Pandemie geschrieben und die Zeit spiegelt sich sehr authentisch auf den Seiten wider. Ich denke, dass jeder sich selbst und die äußeren Umstände wiedererkennen wird. ...

Dieses Buch wurde am Anfang der Corona Pandemie geschrieben und die Zeit spiegelt sich sehr authentisch auf den Seiten wider. Ich denke, dass jeder sich selbst und die äußeren Umstände wiedererkennen wird. Es war ein interessantes Gefühl, nochmal so dahin zurückversetzt zu werden, das Buch ist ein realistisches Abbild des Frühjahrs 2020.

Die Grundidee fand ich hier besonders interessant: Corinna und David, die sich über Tinder kennengelernt haben und sich nun zum ersten Mal treffen. Doch aus einem kleinen Treffen werden zwei ganze Wochen, da die beiden zusammen in Quarantäne müssen. Doch was ändert diese Zeit zusammen zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können?

Das Buch war auf eine sehr humorvolle Weise geschrieben, mit witzigen Dialogen und trotzdem einer versteckten Tiefgründigkeit. Mit viel Ironie und einigen Auseinandersetzungen beschreibt der Autor das nicht immer reibungslose Leben von zwei Fast-Fremden, die sich eben erst kennengelernt haben.
Corinna und David waren greifbare Charaktere, auch wenn ich mich bis zum Ende mit keinem der beiden hundertprozentig identifizieren konnte. Am Ende des Buches war ich ein wenig überrascht, dass es schon vorbei ist, von mir aus hätte es noch ein wenig länger sein können. Die Liebesgeschichte steht hier keinesfalls im Vordergrund.

Die Handlung erschien mir oftmals ohne roten Faden. Natürlich lernen sich David und Corinna erst richtig kennen, aber es plätscherte eher vor sich hin. Auf der anderen Seite kann ich mir aber sehr gut vorstellen, dass gerade dadurch ein realistisches Bild von der Corona Zeit entsteht durch dieses ermüdende und nicht wirklich aufregende Leben.

Es war ein wirklich unterhaltsames Buch für zwischendurch, dem ein paar Seiten mehr sicherlich nicht geschadet hätten. Wer sich in ein paar Jahren danach sehnen sollte, zu wissen, wie das Leben während einer Pandemie aussah, ist hier bei diesem Buch genau richtig. Mir fehlte das gewisse Etwas und ein wenig mehr Spannung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2021

Tolle Thematik, dafür echt klischeehaft

Everything I Ever Needed
0

Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, da ich 𝚎𝚟𝚎𝚛𝚢𝚝𝚑𝚒𝚗𝚐 𝚒 𝚍𝚒𝚍𝚗’𝚝 𝚜𝚊𝚢 von Kim Nina Ocker so gut fand. Dort habe ich Dexter als Nebencharakter schon kennengelernt und war super gespannt auf seine ...

Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, da ich 𝚎𝚟𝚎𝚛𝚢𝚝𝚑𝚒𝚗𝚐 𝚒 𝚍𝚒𝚍𝚗’𝚝 𝚜𝚊𝚢 von Kim Nina Ocker so gut fand. Dort habe ich Dexter als Nebencharakter schon kennengelernt und war super gespannt auf seine eigene Geschichte.

Ich denke, dass viele der Punkte, die mir hieran nicht gefallen haben, sehr viel mit mir selbst zu tun haben. Denn ich bin in der letzten Woche eher selten zum Lesen gekommen und konnte dadurch das Buch immer nur ab und zu lesen und nie in einem Stück.
In die Geschichte hineingekommen bin ich aber ohne Probleme, der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht, sodass ich – wenn ich gelesen habe – sofort in einen guten Lesefluss gekommen bin. Ich fand es auch richtig schön, dass Carter und Jamie aus dem ersten Band noch eine kleine Rolle gespielt haben und immer mal wieder aufgetaucht sind.

Im Buch steht das Thema Organspende beziehungsweise Herztransplantation sehr stark im Vordergrund und wird auch immer wieder aufgegriffen. Die damit verbundenen Probleme von Betroffenen und nahestehenden Personen wurden meiner Meinung nach sehr authentisch behandelt und verständlich geschildert.

Doch trotz all dieser positiven Aspekte habe ich auch einige Kritikpunkte. Diese betreffen größtenteils die männlichen Charaktere in diesem Buch – ich habe irgendwie ein persönliches Problem mit dem Beschützerinstinkt. In gewissen Maßen kann dieser noch charmant sein, aber hier war es mir teilweise dann doch too much. Ja, Ava hat einige gesundheitliche Probleme. Aber so extrem reagieren? Obwohl sie selbst davon genervt ist? Mmh.
Ich hatte das Gefühl, dass sehr viel über ihren Kopf entschieden wurde und sie von oben herab behandelt wurde. Dazu kommt, dass ich Kosenamen wie „Kleine“ wirklich nicht gerne mag und diese für mich dieses Bild noch verstärkt haben. Das alles kann ich höchstwahrscheinlich mit meinen persönlichen Empfindungen diesem Thema gegenüber begründen, weil es einfach nicht meinem Geschmack entspricht.
Dafür erinnerte die Handlung an manchen Stellen wirklich ein bisschen an einen klischeehaften Highschoolfilm (was übrigens auch im Buch geschrieben wurde) gemischt mit ein paar Woodshill-Again-Reihe-Vibes. Das soll jetzt gar nicht böse rüberkommen, viele mögen das sicherlich, aber ich fand nicht, dass das so gut in die Geschichte gepasst hat und es war einfach nicht meins.

Ava mochte ich wirklich sehr gerne, sie ist eine starke Persönlichkeit und lässt sich nicht schnell unterkriegen, auch wenn ich nicht alle ihre Handlungen vollends nachvollziehen konnte. Auch Dexter war ganz cool, wobei es das Wort „verwirrend“ wohl etwas passender trifft. Seine Launen wechseln wirklich oft, aber ich konnte ihn durchaus verstehen.
Nur hatte ich bis zum Ende der Geschichte das Gefühl, dass auf mich einfach nicht der letzte Funken übergesprungen ist. Dieses gewisse Etwas hat mir schon sehr gefehlt und ich bin wirklich traurig, dass ich die Geschichte nicht so genießen konnte, wie ich eigentlich gewollt hätte.

𝚏𝚊𝚣𝚒𝚝
Ich wollte es wirklich abgöttisch lieben – doch leider gab es dann einige Dinge, die ich etwas nervig fand und über die ich nicht hinwegsehen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere