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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2022

Darf in die Küche einziehen

Linda McCartney's Familienkochbuch
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Meinung:
Das Kochbuch enthält auf 256 Seiten über 90 Rezepte, die teils vegetarisch und teils vegan sind. Ich denke aber, dass sich jedes Rezept ohne große Schwierigkeiten vegan gestalten lässt.
Die Vielfalt ...

Meinung:
Das Kochbuch enthält auf 256 Seiten über 90 Rezepte, die teils vegetarisch und teils vegan sind. Ich denke aber, dass sich jedes Rezept ohne große Schwierigkeiten vegan gestalten lässt.
Die Vielfalt der angebotenen Gerichte ist dabei groß. Vom Klassiker wie einem kompletten English Breakfast, über leichte Küche wie ein Spinat-Avocado-Salat bis hin zur süßen Verführung in Form von Brownies. Wer nun Angst hat, ausschließlich auf die englische Küche zu treffen, den kann ich beruhigen. Die Gerichte erstrecken sich über viele verschiedene Länderküchen und sind somit sehr abwechslungsreich.

Aufgeteilt ist das Buch in folgende Kategorien:

Frühstück & Brunch
Suppen & Salate
Für Unterwegs
Schnell & Einfach
Feines fürs Wochenende
Beilagen & Snacks
Gebäck
Dessert & Süßes

Die Rezepte sind grundsätzlich übersichtlich und gut strukturiert. Beim Kochen ist uns allerdings aufgefallen, dass manchmal kleinere Beschreibungen fehlen, die die Umsetzung etwas verwirrend machen. Beispielsweise steht bei den Grillgemüsespießen dabei, man soll alle Zutaten für die BBQ-Soße verrühren, ohne das aber explizit dabei steht, welche das sind. Über Logik lässt sich das erschließen, aber hier wäre beispielsweise eine zusätzliche Überschrift schön gewesen. Dies sind nur Kleinigkeiten, aber ich wollte sie nicht unerwähnt lassen.

Zusätzlich gibt es noch ein kleines Manko bei den Zutaten, das ich nicht vergessen möchte – nämlich das Thema Eigenwerbung. Linda McCartney hat eine Firma für pflanzliche Alternativprodukte besessen und so wird natürlich beispielsweise wenn Bratwurst gebraucht wird, auf ihr entsprechendes Produkt verwiesen. Nicht überraschend, aber es hinterlässt einen komischen Beigeschmack, vor allem da diese Hinweise nicht gerade selten auftauchen.

Kommen wir nun zum Geschmack. Die Gerichte, die wir ausprobiert haben, waren alle sehr lecker und werden gerne noch mal gekocht. Doch nicht nur die getesteten Rezepte sind vielversprechend. Bei der gesamten Auswahl ist für mein persönliches Empfinden nichts dabei, das nicht schmecken könnte. Viele Essen sind häufig schnell zubereitet und auf jeden Fall familientauglich. Kein großer Firlefanz und bodenständig. Die benötigten Zutaten halten sich, was die Exotik angeht, auch in Grenzen. Wer viel pflanzliche Kost zu sich nimmt, sollte das meiste in der Küche haben.

Fazit:
Ein Buch für jedermann, der sich gerne etwas pflanzlicher ernähren möchte. Ich bin Fan.

Veröffentlicht am 18.11.2021

Noch besser als Band 1

Keeper of the Lost Cities – Das Exil (Keeper of the Lost Cities 2)
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Meinung:
Ich freue mich, mal wieder eine Reihe gefunden zu haben, bei der fast alles stimmt. Ich hatte sehr gehofft, dass das hohe Niveau des Anfangsbandes auch von den Nachfolgern gehalten werden kann. ...

Meinung:
Ich freue mich, mal wieder eine Reihe gefunden zu haben, bei der fast alles stimmt. Ich hatte sehr gehofft, dass das hohe Niveau des Anfangsbandes auch von den Nachfolgern gehalten werden kann. Das ist mit „Das Exil“ auf jeden Fall gelungen, wenn nicht sogar noch gesteigert worden. Es gibt einfach zahlreiche Aspekte, die für diese Bücher sprechen.

Zum Beispiel das Setting. Es ist fantasievoll und eigenständig, ohne sich aber zu weit von unserer gewohnten Umgebung zu unterscheiden. Gerade für junge Leser macht es das in meinen Augen einfacher. Da finde ich oft wirklich komplexe Fantasy eher schwierig.
Auch die Charaktere sind ganz klar ein Plus. Abwechslungsreich, mit hohem Wiedererkennungswert und unterschiedlich großem Anteil an der Geschichte. Eine Sache, die mich hier besonders gefreut hat, war die Tatsache, das Keefe mehr Raum bekommen hat. Der Fokus lag zwar ganz deutlich wieder auf Sophie, aber der Anteil für die Nebencharaktere wechselt scheinbar von Band zu Band. Das erhöht die Chance deutlich, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ganz vergessen wird von den Figuren aber keine, sie rücken nur temporär weiter in den Hintergrund. Ich bin schon gespannt, wer im nächsten Band eine umfangreichere Rolle spielen darf.

In Sachen Schreibstil hat die Autorin noch mal nachgelegt. Gefühlt ist im aktuellen Band die Wortwahl erwachsener, ohne dabei aber ihren leichten Charme zu verlieren. Auch auf so vielen Seiten liest sich das Buch wirklich schnell weg, weil es dauerhaft unterhaltsam bleibt. Für mich ist Messengers Stil gleichermaßen für jüngere wie ältere Leser geeignet. Auch kann man weder von einem typischen Mädchen noch Jungsbuch sprechen. Ich denke, hier werden alle jungen Bücherwürmer gleichermaßen angesprochen.

Fazit:
Wieder eine tolle Geschichte, die mir sogar noch besser gefallen hat als der Auftakt. Teil 3 steht nun ganz oben auf der Wunschliste.

Veröffentlicht am 13.11.2021

Gerne mehr Bände der Reihe

Weltgeschichte(n) - König der Könige: Alexander der Große
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Heute gibt es von mir eine große Empfehlung für Freunde der Weltgeschichte. In der gleichnamigen Reihe ist dieses Buch über das Leben Alexander des Großen erschienen. Mit diesem Werk bekommt man Geschichtsunterricht ...

Heute gibt es von mir eine große Empfehlung für Freunde der Weltgeschichte. In der gleichnamigen Reihe ist dieses Buch über das Leben Alexander des Großen erschienen. Mit diesem Werk bekommt man Geschichtsunterricht der coolen Art. Als Historiker versucht Autor Dominic Sandbrook so nah wie möglich an den Fakten zu bleiben, ohne dabei nach Lexikon zu klingen. Es ist kein reiner Roman, aber doch eine Mischung aus Abenteuererzählung und Sachbuch. Was hätte ich mir damals in der Schule gewünscht, das es zu jeder wichtigen Persönlichkeit/Ereignis einfach ein passendes Buch wie dieses gegeben hätte. Da hätte das Lernen doch viel mehr Spaß gemacht.

Bisher ist noch ein weiterer Band der Reihe über den Zweiten Weltkrieg erschienen und im März 2022 soll ein Band über den Ersten Weltkrieg folgen. Ersterer ist auf jeden Fall direkt auf meiner Wunschliste gelandet, denn dieses Buch hier fand ich richtig gut. Man lernt extrem viel, wenn man nicht im Vorfeld schon ein Kenner Alexanders Geschichte war. Auch wenn sich thematisch natürlich viel wiederholt, weil der gute Alexander einfach sehr gern in Schlachten gezogen ist, wurde mir beim Lesen nicht langweilig. Sein kurzes Leben war sehr spannend zu verfolgen, da er doch außergewöhnlich viel erlebt hat. Schön fand ich auch kleine Einblicke in sein Privatleben mit seinen engsten Weggefährten ohne das der Autor hier wilde Einzelheiten dazu erfunden hat, um die Story interessanter zu machen.

Allgemein hat mich die Mischung aus Details um Alexander und Einsichten in die damalige Welt im Ganzen gefreut.
Das erhöht für mich den Lerneffekt noch und ist dazu deutlich unterhaltsamer als der alleinige Fokus auf den Eroberer. Man konnte sich dank des gelungenen Schreibstils die verschiedenen Regionen, die der Makedonier bereist hat, wunderbar vorstellen. Von Makedonien über Persien, Ägypten bis nach Indien ist dort viel Abwechselung geboten.

Fazit:
Ich hoffe das noch einige Bände der Reihe folgen werden, denn selten hat Geschichtsunterricht so viel Spaß gemacht. Für mich eine klare Empfehlung vor allem auch schon für jugendliche Leser ab 10 Jahren.

Veröffentlicht am 20.09.2021

Highlight

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Meinung:
Endlich ein Reihenauftakt, der mich mal wieder voll gepackt hat. Das Elfenreich mit tollen und individuellen Ideen, die Charaktere, die schon in diesem ersten Band einen wirklich guten Eindruck ...

Meinung:
Endlich ein Reihenauftakt, der mich mal wieder voll gepackt hat. Das Elfenreich mit tollen und individuellen Ideen, die Charaktere, die schon in diesem ersten Band einen wirklich guten Eindruck hinterlassen und einfach die ganze Art zu schreiben haben mich überzeugt. Bis auf einen Aspekt habe ich mich während des ganzen Lesens einfach super unterhalten gefühlt. Die Geschichte ist spannend, amüsant und liebevoll gemacht. Sie wird durch viele Sorgen und ernste Themen aber auch nicht zu süß gehalten, sodass der Kitschfaktor im Rahmen bleibt. Auch Actionelemente fehlen nicht und runden zusammen mit einem schönen Personengefüge das Buch ab.

Schon das Schulsetting als Grundlage ist etwas, was ich generell immer wieder gern lese. Ich glaube, damit bin ich bestimmt auch nicht ganz alleine unter den Jugendbuchlesern. In diesem Fall mag ich speziell die unterrichteten Fächer, die doch sehr schön von einer klassischen Schule abweichen. Die ganze Art des Unterrichts darf gern in den nächsten Bänden noch etwas mehr Platz einnehmen, weil hier einfach viele fantasievolle Ideen eingearbeitet worden sind. Trotzdem bin ich froh, dass die Schule nicht der einzige Schauplatz ist. Durch die wechselnden Orte ist mehr Abwechselung geboten und die Geschichte verliert nicht an Fahrt.

Wie weiter oben erwähnt gibt es bei allem Lob aber auch noch einen Kritikpunkt, den ich nicht verschweigen möchte. Dieser betrifft die Protagonistin Sophie bzw. Figuren ihrer Art. Ich weiß beim besten Willen nicht, warum sich die Autoren in den letzten Jahren gegenseitig darin überbieten, ihre Figuren noch besser und außergewöhnlicher zu machen. Noch eine Fähigkeit mehr als alle anderen Lebewesen, noch besser aussehend, noch umschwärmter sein etc. Seit wann reicht es eigentlich nicht mehr, einfach ein Elf zu sein statt eines Menschen? Ich würde mir einfach wieder mehr „Normalos“ unter den „Besonderen“ wünschen. Man kann die Welt doch auch retten, ohne der einzig Wahre zu sein. Diese Kritik trifft in diesem Fall Sophie, steht aber stellvertretend für so viele Figuren in diesem Genre.
Ich bin einfach müde, mich darüber zu ärgern, wollte es aber zumindest einmal loswerden.
Trotz dieser Kritik hat mich das Buch aber überzeugen können und Band 2 wandert sofort auf meine Wunschliste.

Fazit:
Ein toller Auftakt, der wenig zu wünschen übrig lässt.

Veröffentlicht am 12.08.2021

Sehr unterhaltsam

T wie Tessa (Band 1) - Plötzlich Geheimagentin!
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Meinung:
Dieses Buch ist wirklich ein Glücksgriff für junge Leser, denn es bringt alles mit, was ein gutes Kinderbuch braucht. Allem voran die Figur Tessa. Ein wunderbar durchschnittliches Mädchen, das ...

Meinung:
Dieses Buch ist wirklich ein Glücksgriff für junge Leser, denn es bringt alles mit, was ein gutes Kinderbuch braucht. Allem voran die Figur Tessa. Ein wunderbar durchschnittliches Mädchen, das an sich eher schüchtern und nett ist, sich aber auch behaupten kann und auch mal Widerworte gibt. Sie hat teilweise gute Ideen, ist aber auch bereit zuzuhören, wenn andere bessere Vorschläge haben. Ich mag ihre Art und habe mich besonders darüber gefreut, dass sie einen tierischen Begleiter bekommen hat. Maus Hector macht die Geschichte witzig und abwechslungsreich und wertet sie einfach auf. Auch die anderen Figuren aus Scheunemanns Feder passen für mich gut ins Setting, hier gibt es wenig auszusetzen.

Gleiches gilt für die Geschichte als solche. Sie ist zielgruppengerecht gestaltet, auch wenn es nicht alle Themen sind. Wo das nicht der Fall ist, kann ich ohne Spoiler nicht verraten, aber ich kann sagen, dass dieses Thema so erklärt wurde, das die Kids beim Lesen mitkommen. Darüber hinaus ist das Erzählte spannend und lädt zum Miträtseln ein. Ein Faktor mehr, der die jungen Leser bei Laune hält. Auch die Sprache ist an jugendliche Leser angepasst. Hier und da kommt etwas Straßensprache durch, die manchmal ein wenig aufgesetzt wirkt. Insgesamt aber einfach ein tolles Paket, das Lust auf mehr macht.

Fazit:
Ein Auftakt nach Maß und eine Reihe die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde.